Wie kann man das Thema Endosymbiontentheorie interessant in einem Referat vorstellen?

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3 Antworten

Hi Sovilalegenius,

so einiges hab ich ja schon abgelassen, an Kommentaren.

Aber eine rechte Antwort hatte ich bislang nicht. Und hab immer noch keine, nur eine verrückte Idee:

Stell dir vor, du wärst ein Außerirdischer, und würdest mit ein paar Artgenossen auf der Erde landen. Und einer von euch hätte die verrückte Idee, dass die Menschen ihre Nutzpflanzen und Haustiere nicht selbst geschaffen hätten, sondern wilde Vorfahren genutzt und benutzt hätten, anstatt sie blind aufzufressen.

In Genetik lernst du, dass vielleicht eine von 1000 Mutationen vorteilhaft ist. Ist bei Ideen nicht anders.

Gruß, Zoelomat

Sovilalegenius 13.09.2014, 20:12

Hey das ist gut danke👌

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Also am Anfang trafen sich zwei Einzeller, und der große fraß den kleinen auf. Dann hat er ihn aber doch nicht verdaut, sondern so in sich behalten. Und schließlich haben sie begonnen, zusammenzuarbeiten. Der Gefressene wurde also zum Partner. Wo endet Feindschaft? Wo fängt die Freundschaft an? Auf der Zellebene ist das nicht so leicht zu beantworten.

Oder eigentlich war es etwas komplizierter: Der Große fraß also die Kleinen auf. Und erst nachdem er satt war, und keine Lust mehr hatte, die zuletzt gefressenen auch noch zu verdauen, hat er entdeckt, dass man mit denen auch noch andere nützliche Sachen machen kann. Und davon war er so begeistert, dass er bei seiner Zellteilung, den Tochterzellen auch jeweils einige Exemplare seiner inneren Mitbewohner mitgegeben hat. Aber letztlich war Kooperation die Folge von Sattheit. Das Monster wurde zum kreativen Bewahrer/ Beschützer (nachdem es satt war).

Zoelomat 04.09.2014, 22:12

Das ist erst mal ein guter Ansatz, DH. Irgendwie so ähnlich ist es sicher abgelaufen, vor einer Milliarden Jahren, ganz grob.

Aber man sollte immer vorsichtig sein. Und Tiere und erst recht nicht Zellen vermenschlichen. Oder nur als Beispiel, sehr einfach und sehr vermenschlicht, um das Interesse zu wecken und das Grundverständnis zu vermitteln. Sozusagen als Vorspeise oder neudeutsch "Trailer".

Das sollten Schüler der Klssse 10 verstehen, und durch Breittreten macht man es nicht besser. Denn wenn der Appetit erweckt ist, dann kommen die Indizien, Ringchromosom, Ribosomen etc.

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Endosymbionten gibt es ohne Ende, nämlich ein und auch mehrzellige Organismen, die innerhalb von Lebewesen koexistieren. Die Endosymbiontentheorie bezieht sich auf den speziellen Aspekt, dass Mitochondrien und Chloroplasten ursprünglich eigenständige Organismen (Bakterien u.ä.) waren, die von Zellen integriert wurden. Als Indiz dafür dient die relative Eigenständigkeit dieser Organellen (DNA, Teilung). Beweisen lässt sich die Theorie (bisher) nicht, ist aber so plausibel, dass man sie kaum anzweifeln kann. Möglicherweise verdankt die Eukariontenzelle ihre Entstehung überhaupt erst der Integration verschiedener Organismen (Bakterien) in einer größeren Struktur. Man darf spekulieren, ob nicht einige der gut 30 unterschiedlichen Zellformen des Menschen ursprünglich selbständige Einzeller waren. Einige ähneln Kragengeisselzellen, andere Amöben.

Zoelomat 05.09.2014, 00:46

Man darf nicht einfach so spekulieren, ist meine Meinung.

Jenseits von Mitochondrien und Chloroplasten ist mir nichts einigermaßen fundiertes bekannt. Und die Endysymbiontentheorie ist genau so streng umfasst wie der "Relativistische Effekt". Da darf man nichts reininterpretieren und reinschwafeln, weil man gern schreibt.

Und wenn du glaubst, dass unsere DNA noch irgendwelche Altlasten aus Amöben- oder Kragengeißelstadien mit sich rumschleppt, oder diese nachträglich importiert hat, dann bist du noch weniger auf dem Laufenden als ich. Und ich habe mich erst vor einigen Monaten verstärkt mit Genetik beschäftigt, und Splicing und noch exotischeres kennengelernt.

Die Theorie, dass Tochterzellen der Zygote "eingefangene" Fremdorganismen sind, ist einfach lächerlich. Bleib bei der Chemie, wo du "Ratgeberheld" bist. Eine im Übrigen völlig überflüssige Institution.

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agrabin 05.09.2014, 06:30
@Zoelomat

Hi Zoelomat, es ist gut, wenn in einem "Ratgeberforum" fachliche Auseinandersetzungen geführt werden. Das ist auch für den Fragesteller hilfreich. Aussagen über "viel und wenig Ahnung" helfen hier keinem weiter. Und ich finde so etwas nicht sinnvoll.

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jobul 05.09.2014, 20:02
@Zoelomat

Tochterzellen einer Zygote fangen natürlich keine Fremdorganismen ein. Das Verschmelzen des Erbgutes unterschiedlicher Organismen betrachte ich lediglich als möglich bei der Entstehung der eukariotischen Zelle. Mitochondrien und Chloroplasten sind besonders deutliche Beispiele dafür. Immerhin wird aber auch heute noch Genmaterial gelegentlich in das Erbgut höherer Organismen eingeschleust. Es stammt dann von Viren.

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