Wie kann man dafür sorgen, dass das Wissen älterer Menschen nicht verloren geht, wenn diese sterben?

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15 Antworten

Ich denke Wissen ist nicht das Problem sondern auch ein gewaltiges Stück von Lebenserfahrungen.

Problem dabei ist, ob der Versuch des Weitergebens auch auf entsprechende Resonanz stößt.

Das ist der Punkt, der mich am meisten zweifeln lässt. Die Erfahrungen aus diesem Forum tragen ein ganzes Stück zu diesen Zweifeln bei.

Herb3472 28.10.2016, 06:40

Mir fällt dazu als Beispiel die Weitergabe von Kochkünsten an die nächste Generation ein: in meiner Umgebung habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Mädchen und jungen Frauen kein Interesse haben, an den Koch- und Backkünsten ihrer Mütter teilzuhaben und von ihnen zu lernen. Lieber kaufen sie fertige Gewürz- und Backmischungen oder gleich Fertigprodukte.

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Schnoofy 28.10.2016, 06:46
@Herb3472

Stimmt.

Aber selbst Fertigprodukte machen dann Probleme, weil man selbstverständlich zunächst die Verpackung wegwirft und dann völlig ratlos ist, ob man den unbeschrifteten Plastikbeutel oben oder unten aufschneiden soll.

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Erzählung, Schrift, Video sollten doch genügen.

Es ist doch eher das Problem ob sich die jüngere Generation an diesem Wissen delegiert oder gar aus den gemachten Erfahrungen lernt.

Schon was von Büchern gehört? Oder indem sie ihr Wissen einfach den jüngeren weitergeben? Das macht die Menschheit schon seit Urgedenken.. sonst wären wir ja jetzt noch in der Urzeit :D

(leider werden so auch Feindbilder und damit Kriege etc. weitervermittelt... hat also alles seine gute und schlechte Seite)

Ich habe ein paar mal an einer Schreibwerkstatt teilgenommen. Da haben auch einige ältere Menschen ihre Geschichte und ihre Erfahrungen aufgeschrieben. E swar sehr berührend diese Geschichten zu höhren. Sie selbst sagten alle, sie schreiben es für ihre Enkel auf. Die eigenen Kinder würden sich dafür kaum interessieren.

Alles was wir jemals erleben oder denken oder fuehlen wird abgespeichert und ist abrufbar. Nicht auf Facebook oder Google, aber im grossen allgemeinen Bewusstsein aller Wesen im Universum und darueber hinaus.

Erfahrungen andere Wesen nuetzen dir allgemein gar nicht fuer dein Leben, vielleicht praktisch, aber nicht hier unten auf der Erde, weil jedes Leben einzigartig ist und nicht vergleichbar oder uebertragbar in irgendeiner Form.

Alles ist immer wieder neu in jeder Sekunde, nicht vorhersagbar, noch verhandelbar. Wenn du auf Erfahrung von anderen zurueckgreifst, dann bist du dem gegenwaertigen Moment gegenueber voreingenommen und kannst ihn deswegen nicht voll erleben, d.h. du hast Geschichten von anderen praesent, die dich ueberhaupt nicht betreffen, aber dich beeinfussen.

Alles wird sowieso abgespeichert, ob wir es wollen oder nicht. Wir koennen bestimme Aspekte spaeter betrachten, aber das wahre Leben ist vorzuziehen.

Ist doch heute leichter denn jeh zuvor. Wegen Internet geht ja kaum was verloren.

Bezieht sich deine Frage auf eher privaten Erkenntnisse älterer Familienangehörige auch das kann heute auch viel leichter behalten. werden. Gibt ja sogar Diktierfunktion. Muss gar nicht mehr schreiben und kannst dann bis in alle Ewigkeit speichern.

sag bescheid, wenn du ne lösung hast.

ich mein man kann sich die geschichten als unbeteiligter anhören... aber man hat es einfach net miterlebt und speichert die nacherzählungen einfach net so ab, wie selbst erlebte geschichten...es ist wirklich schade... ich denk mir das auch öfter... aber wahrscheinlich kann man nichts daran machen außer neue geschichten zu schreiben

Was habt ihr nur mit dem Internet? 

Stell dir vor, es gab auch ein Leben, bevor es das Internet gab. Und das war nicht das schlechteste. 

Da hat man nämlich mehr miteinander gesprochen. Und konnte so sein Wissen und seine Erfahrungen weitergeben. 

Auch wurden Bücher geschrieben, wo man die Erkenntnisse von klugen Leuten nachlesen konnte. 

Ich bin ohne Computer aufgewachsen. Und habe viel von meiner Oma und meiner Tante gelernt. 

Ich liebe zwar auch die technischen Möglichkeiten, die es heute gibt. Aber ich vergesse darüber hinaus nicht, dass es auch noch ein reales Leben gibt. Mit realen Menschen, mit denen man sich unterhalten und von denen man lernen kann. 

Ich finde es schon toll, wenn die Enkelkinder sich mit den Älteren einfach unterhalten und etwas von ihren Erfahrungen mitbekommen. Meist wissen die Älteren selbst am besten, welche Ihrer Erfahrungen weitergeben werden sollten. Sie können es aufschreiben, Tonaufnahmen, Videoaufnahmen, ist alles möglich heute. Das größere Problem bei der ganzen Geschichte ist aber nicht die Erfassung der Daten, sondern deren Auswertung.

Es den eigenen Nachkommen mitteilen, sehr viel mehr ist leider nicht drin. Alle möglichen Verschriftlichungen hingegen liest fast kein Mensch.

Wissen rechtzeitig an die Nachkommen weitergeben, in Wort und Schrift.

Diese Leute koennten ihr Wissen verschriftlichen.

Aufzeichnen und dann  Archivierung in einer Cloud-Partition.

Naja Wissen kannst du ja aus Büchern beziehen

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