Wie kann man beim Autofahren Sprit sparen?

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9 Antworten

JEDES Bremsen zeigt, dass der jeweilige Fahrer ZU SCHNELL(nicht unbedingt i.S. der StVo) unterwegs ist, ausserdem "vernichtet" man dabei Energie. Wer angesichts einer roten Ampel noch "Gas" gibt, fährt unsinnig: Im Idealfall kommt man noch langsam rollend an die Ampel, wenn sie gerade auf grün stellt. Wenn ander Fahrzeuge da herumstehen,muß man die Zeit im Voraus berechnen, dass der Vordermann schon in Schwung ist. GENIAL: WENN MAN ES SCHAFFT dass man,wenn es sein muss, OHNE zu bremsen rechtzeitig zum Stehen kommt

Vico, einige Deiner Argumente kann ich leider beim besten Willen nicht nachvollziehen:

"Denn wenn man sich mal vorstellt, dass jeder vorausschauend fährt und 50m vor der Roten Ampel das Auto mal ausrollen lässt, dann kommt der Verkehr in einer Mittelgroßen Stadt schnell zum erliegen."

Das ist - mit Verlaub gesagt, ziemlicher Humbug. Genau das Gegenteil ist der Fall. Gerade das vorausschauende Fahren vergleichmäßigt den Verkehr und verhindert Staus, wie mehrfach durch Untersuchungen belegt. Und durch meine Fahrpraxis.

"Ich hatte bereits die Erfahrung gemacht, als ich hinter einer Oma fuhr, die ein paar Meter vor der Roten Ampel Sprit sparte indem Sie Ihr Auto ausrollen lies. Deswegen konnte ich nicht auf die Abbiegespur, wo ich noch Grün hatte. Die Folge war, dass ich, sowie auch einige mir folgende Fahrzeuge, die theoretisch auf Grün geschafft hätten abzubiegen, anschließend ca. 2min auf die nächste grüne Ampel gewartet haben. Und dies ist nicht gerade sprit- sparend, und schon gar nicht Ökologisch."

Erstens: wenn es nur ein paar Meter waren, konnten es auch nur ein paar Sekunden sein. Nicht sehr logisch. Und dass dann noch ein paar andere Fahrzeuge das hätten können, kann einfach nicht sein. Da hast Du uns einen Bären aufgebunden.

Zweitens: wahrscheinlich hast Du nicht geblinkt? Häufige Erfahrung von mir, Leute blinken nicht und beschweren sich dann, dass man sie nicht vorlässt. Wollten wohl Strom sparen...

Drittens: wenn Du und die vielen anderen Bemitleidenswerten an der Ampel den Motor ausgemacht hätten, hättet Ihr rein gar nichts verloren, nur die 2 Minuten kostbare Lebenszeit. Und ökologisch wäre das auch gewesen.

"Übrigens ist auch eine sehr wahrscheinliche Situation (wie in der Stadt als auch auf der Landstrasse) möglich, bei der ein vor einem fahrender Linksabbieger noch eher er auf die Abbiegespur gerät anfängt "Sprit zu sparen"."

Wie jetzt, Du willst doch praktische Tips und nicht theoretische Betrachtungen, oder? Also bau bitte keine Pseudohindernisse auf! Und selbst wenn: soll der Linksabbieger jetzt Deiner Meinung nach volle Pulle bis zur Abbiegespur fahren und dann eine Vollbremsung hinlegen? Wo liegt das Problem, selbst auch langsamer zu werden? Gang raus, rollen ohne Motor oder in Gottes Namen mit Schubabschaltung? Wo liegt das Problem? Doch nur in den kostbaren Sekunden, die Du verlierst, oder?

Noch einen hast Du parat:

"Wenn vor uns auf der Autobahn einer, der die nächste Ausfahrt nehmen will bereits vor dem gelangen auf die Abbigespur auf 60 km/h abbremmst, macht es einen ja auch wütend."

Wo lebst Du denn? Habt Ihr einspurige Autobahnen? Oder gehört bei Euch die Überholspur nur den Porsches? Wer hindert Dich am Überholen?

Zum völlig unnötigen Warmlaufenlassen:

"dass je nach der Fahrweise einem der spätere Motorschaden teuerer wird, als der eingesparte Sprit." "Da aber ein "gut geschmierter Motor" deutlich weniger Spritt beim Anfahren benötigt, hat die Argumentation wenig mir Sprit-Sparen zu tun."

Was nun? Um es abzukürzen: kein Motor (der jünger ist als 25 Jahre) nimmt Schaden, wenn man sofort losfährt ohne Warmorgeln. Gut geschmiert ist der Motor nach wenigen Umdrehungen, also Sekundenbruchteilen.

Und den völlig unnötigen Spritverbrauch im Stand kannst Du nie wieder beim Fahren aufholen.

Außerdem ist das Laufenlassen eines kalten Motors im Stand mit eine der schädlichsten Betriebspunkte. Schädlicher ist nur noch dauerhochtouriger Betrieb.

Zusammenfassend hab ich bei Dir so ein bisschen das Gefühl, Du möchtest zwar weniger Geld ausgeben, aber ohne irgendwas wirklich zu ändern, frei nach "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!"

Hab grad gesehen, dass der Fred schon etwas älter ist (aber immer noch brandaktuell), würde mich interessieren, ob Du den einen oder anderen Rat angenommen hast.

Zu der Erfahrung mit dem Thema Spritsparen möchte ich eher mitteilen, dass mich sämtliche eher unüberlegte und abstrakte Tipps, wie auch die der ADAC übrigens auch mehr als nerven. Der Grund liegt nicht in der Ratgeberkampagne, die mal von Politik aus gestartet ist, sondern in einer scheinbaren Scheinheiligkeit und der Engstirnigkeit dieser Ratgeber. Denn wenn man sich mal vorstellt, dass jeder vorausschauend fährt und 50m vor der Roten Ampel das Auto mal ausrollen lässt, dann kommt der Verkehr in einer Mittelgroßen Stadt schnell zum erliegen.

Ich hatte bereits die Erfahrung gemacht, als ich hinter einer Oma fuhr, die ein paar Meter vor der Roten Ampel Sprit sparte indem Sie Ihr Auto ausrollen lies. Deswegen konnte ich nicht auf die Abbiegespur, wo ich noch Grün hatte. Die Folge war, dass ich, sowie auch einige mir folgende Fahrzeuge, die theoretisch auf Grün geschafft hätten abzubiegen, anschließend ca. 2min auf die nächste grüne Ampel gewartet haben. Und dies ist nicht gerade sprit- sparend, und schon gar nicht Ökologisch.

Deswegen sollte in derartigen "Ratgebern" als erste Regel stehen: sämtliche hier angebotene Spar-Tips sind nur dann anzuwenden, wenn man dadurch keinen Verkehrsteilnehmer behindert.

John Nash mit seinem Nash-Gleichgewicht (aus dem Film "A Beautiful Mind") hätte das übrigens auch so gesagt. ;)

  • Gewicht minimieren, alles raus, was keine Miete zahlt, also auch unnötige Sitze (geht bei der A-Klasse prima), Tirefit o.ä. statt Reserverad.

  • Gepäckträger und Reling runter vom Dach, auch hinter dem Auto haben sie den gleichen Luftwiderstand wie auf dem Dach.

  • schmalste erlaubte Reifengröße verwenden, bringt ca. 5-10 %

  • Alufelgen, sind nur leider meist nur für "sportliche" Breitreifen erhältlich.

  • Reifen auf den Wert an der Reifenflanke aufpumpen, also meistens 3 Bar (300 kPa) oder sogar 3,5 (350 kPa). Bei einem VW-Bus hab ich mal 4,5 Bar (450 kPa) gefunden. Brachte mir ca. 1,5 Liter bei 1,5 to Autogewicht. Durch die geringere Walkarbeit (der Ursache für den geringeren Verbrauch) halten sie auch ca. doppelt so lange wie "normal", also mit Luftdruck laut Tankdeckel. Erfahrung mit mehreren Reifensätzen bis 80.000 km.

  • Leichtlaufreifen (Conti Eco Contact oder Michelin Energy, Umweltbundesamt hat eine Liste), brachte mir knapp 2 Liter bei 1,5 to Autogewicht. Erwirtschaften mehr als ihren gesamten Kaufpreis durch ihre Einsparung.

  • Windschatten hinter Lkw (88 km/h) oder Bus (meist 110 km/h), bitte aber Sicherheitsabstand (44 bzw. 55 m, immer 2 Sekunden) einhalten. Dann funktioniert´s trotzdem und stinkt außerdem nicht mehr.

  • Leichtlauföl 0 W xx, bringt ca. 5-10 %, vor allem im Kaltstartbereich

Eine Spritsparschule hatte mir mal gesagt, nach ihren Messungen läge der Mehrverbrauch gar nicht an den Winterreifen an sich, sondern an der Kälte (zähere Schmiermittel, der Motor an sich sollte sogar besser laufen, was jeder 2-Takt-Fahrer aus Erfahrung weiß).

Es soll sogar spezielle Radkappen geben, die den Luftwiderstand noch weiter senken. Kennt jemand so was?

Gleichmäßig und vorausschauend fahren: Nicht wie wild Gas geben und wieder abbremsen, an Ampeln den Motor ausschalten, an Gefällen auskuppeln und rollen lassen, niedrigtourig fahren - wahrscheinlich werden einige dieser Fahrweisen viele der anderen Autofahrer eher nerven, aber sie senken den Verbrauch doch deutlich.

Genau! Außerdem an Bahnübergängen den Motor abschalten. Auch im Stau kann man das Auto ruhig mal ausschalten, wenn man schon sieht, daß man noch ne Zeit stehenbleiben muß. Wenn's bergab geht das Auto einfach im höchsten Gang laufen bzw. runterrollen lassen (nicht auskuppeln, da verbraucht der Motor trotzdem Sprit).

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Möglichst oft ausrollen lassen, also den Motor auch wirklich ausmachen! Auf ner Fahrt von Offenbach nach Dresden hab ich 139 km ohne laufenden Motor zurückgelegt; bei einer andren Route übers Vogtland sogar mal 148 km. Man muß allerdings bereit sein, auch mal mit dem Tempo bis auf 90 oder 100 runter zu gehn. Und auf den Verkehr achten, nicht zum Hindernis für andre werden. Ich hab das mit nem Astra Kombi 1,8 Benziner gemacht, voll beladen und mit Automatik. Trotzdem lag mein Gesamtverbrauch, also mit Stadtverkehr unter 8 l/100 km

Das lässt man lieber bleiben, das ist lebensgefährlich, weil die Bremskraft des Motors fehlt. Außerdem verschleißen die Bremsen stärker und wenn man einen warmen Motor anrollen lässt, kann man sich derbe den KAT versauen!

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So mache ich das:

  • Möglichst selten fahren

  • Möglichst früh hochschalten

  • Nicht schneller als 100 km/h fahren (Das halte ich allerdings persönlich nicht durch)

  • unnötiges Gepäck zuhause lassen

  • nicht unnötig mit Dachträger fahren

  • Reifen mit 0.2 bar höher aufpumpen, als in der Betriebsanleitung steht

  • Klimaanlage nicht benutzen

  • Rechtzeitig vor Ampeln vom Gas gehen und (mit Gang drin!) ausrollen lassen

  • Motor nicht im Stand "warmlaufen" lassen sondern sofort losfahren

Alles gute Ratschläge, bist auf den vorletzten Punkt. Genau bei dem Punkt habe ich auch meine Bedenken. Denn würde das jeder machen, geht der Verkehr in die Knie (vorausgesetzt man lebt nicht in einem Dorf) da man dadurch andere auch behindert.

Zu dem Letzten Punkt ist auch zu sagen, dass je nach der Fahrweise einem der spätere Motorschaden teuerer wird, als der eingesparte Sprit.

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@vico9

@vico9:

Zu Deinen Kommentaren:

  • Wenn die Ampel vor mir ROT zeigt, dann geht durch mein Verhalten wohl kaum der Verkehr in die Knie, denn alle anderen dürften ja ebenfalls nicht weiterfahren.

  • Ich habe ja keinen Rennstart vorgeschlagen, sondern das sofortige losfahren mit niedrigen Drehzahlen - siehe meinen Vorschlag 2. Dabei wird der Motor schneller betriebswarm als bei Leelaufdrehzahl im Stand - man spart also nicht nur Sprit, sondern schont auch den Motor.

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@demosthenes

Danke für dein Feedback demosthenes, aber ich kann Dir in beiden Fällen nicht zustimmen.

Erstens kann es durchaus sein, dass eine Ampel in Fahrrichtungen unterteilt ist. Demnach ist auch eine Menge von Fällen Möglich, bei den der Vorderman der Verkehr behindert, da er ja sieht, dass in seine Richtung die Ampel auf "Rot" ist. So geht er vom Gas und lässt andere dadurch nicht schnell genug vorbei.

Übrigens ist auch eine sehr wahrscheinliche Situation (wie in der Stadt als auch auf der Landstrasse) möglich, bei der ein vor einem fahrender Linksabbieger noch eher er auf die Abbiegespur gerät anfängt "Sprit zu sparen".

Sprit sparen geht aber auch auf der Autobahn!!! Wenn vor uns auf der Autobahn einer, der die nächste Ausfahrt nehmen will bereits vor dem gelangen auf die Abbigespur auf 60 km/h abbremmst, macht es einen ja auch wütend.

Zum Punkt "2" möchte ich sagen, dass du recht hast, dass der Motor schneller warm wird, als bei Leerlaufdrehzahlen. Eben dieser Eigenschaft des Systems wird zu einem Problem und man versucht dieser entgegenzuwirken.

Aber ich kann die Geschichten drumrum völlig nachvollziehen. Das vorwärmen des Motoröls im Leerlauf ist ökologisch untragbar und ich verstehe in dem Falle auch die Gegenpropaganda einiger Spar-Tipps. Da aber ein "gut geschmierter Motor" deutlich weniger Spritt beim Anfahren benötigt, hat die Argumentation wenig mir Sprit-Sparen zu tun.

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Ich frage mich, warum diese Frage, die über ein Jahr alt ist, mir aktuell zugemailt wurde.

Auch die letzte Antwort ist fas ein Jahr alt.

Kommt sowas öfters vor?

Schau mal hier - da ist alles ausführlich beantwortet: Habt ihr Tipps für benzinsparendes Autofahren?

Danke für den Link, aber ich hoffte wirklich eher auf Erfahrungsberichte. Es ist offensichtlich, dass ich auch selbst mal zu diesem Thema googlen kann. Dies führt aber eher zu einem allgemeinen Unverständniss, denn jedes Auto muss subjektiv angesehen werden, bevor man objektive Ratschläge in die Gegend wirft.

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