Wie kann man am besten als Mann bei Scheidung das Kind behalten?

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14 Antworten

Das Sorgerecht wird bei einer Scheidung geregelt und zwar zum Wohl des Kindes. Da Du dafür alles tust, sieht es doch ganz gut aus, dass die bisherige Regelung so bleibt. Spätestens wenn sie ja selber mehr arbeiten muss, wäre das doch soweiso ideal so.

Hallo, Leider wirst du keine Chance haben das alleinige Sorgerecht zu bekommen. In unserem Staat ist es leider so, solange kein Gefahr in Verzug ist oder nachweislich ist das dass Kindeswohl gefährdet ist, du keine Chance hast. Es ist ungerecht aber leider harte Realität! Das beste und einfachste ist sich mit der Mutter zu einigen und das gemeinsame Sorgerecht zu teilen... Doch in der Praxis sieht das meistens anders aus. Das Kind wird zum Druckmittel und Spielball, was überhaupt nicht im Interesse des Kindes steht. Lass dich doch mal auf dem Jugendamt beraten? Vielleicht finden die eine Lösung??

Noch mal eine Korrektur zur meiner Antwort :)... Ich meint das die Praxis meist so ist das die Mutter meist das Kind bekommt solang es im "Wohl und Interesse des Kindes" steht!! Aber es wird IMMER zum Wohl des Kindes entschieden. Und wie ich lesen konnte liebst du dein Kind und bist auch bereit das zu zeigen und zu kämpfen, dass finde ich gut!! Lass dich einfach mal beraten :)... Jugendamt, Familienberatungsstellen, oder Anwalt

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Konzentriere Dich auf das s.g. "Wechselmodell" - versuche immer gute Miene zum bösen Spiel zu machen - seit stets kompromissbereit und zeig Dich von Deiner guten Seite!

Mein Respekt gehört Vätern, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und diese auch leben wollen! Erwachsene Menschen sollten "immer" das Wohl des Kindes im Auge behalten und beide Eltern sind wichtig für eine gesunde Entwicklung!!!

Hier noch ein Link zum Nachlesen:

http://www.fam-thera.de/pdf/Integriertes_Wechselmodell.pdf

Ich habe als Mann das Erziehungsrecht für 3 Kinder bekommen. Das ist schon über 40 Jahre her, aber es erfordert einige Umstände. Meine damalige Frau kümmerte sich nicht um die Kinder, war laufend in Kneipen. Dazu andere Männer, und alles was so dazu gehört. Ich war Fernfahrer, daher selten zu Hause. Als der große Knall ( Scheidung) kam, war klar, sie bekommt die Kinder nicht. Aber der Staat war schlau, man hatte sofort Heimplätze, und das Problem wäre gelöst. Ich wollte meine Kinder,(1, 3 und 5 Jahre) nicht in Heime geben, und habe das Erziehungsrecht beantragt. Da war was los, ein Mann will allein 3 Kinder groß ziehen, so was geht nicht. Mein Anwalt hat es durchgesetzt, habe meine 3 zu ehrlichen Menschen erzogen, haben jetzt alle selbst Familie. Wenn du keine schwerwiegenden Gründe( Vernachlässigung, Alkohol, fremd gehen) gegen deine Frau hast, wirst du wohl nur Zahlvater werden.

Das sieht heute anders aus - angefangen damit, dass es heute die Schuldfrage nicht mehr gibt. In der Regel bemüht sich der Gesetzgeber IMMER um gemeinsames Sorgerecht, sofern das machbar und akzeptabel ist. Nur: wenn man das alleinige will, ohne dass (wie bei dir) wirklich triftige Gründe bestehen, dann wird es schwierig.

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erstmal haben väter in den letzten jahren sehr viel mehr rechte bekommen und es gitb auch etliche gruppen, wo sie hilfe bekommen.

zum anderen kommt es immer auf das verhalten der eltern an.

ich persönlich finde es furchtbar, wenn mutter oder vater das kind, als ihr persönliches eigentum sehen und darum bei einer trennung kämpfen.

man sollte das ziel haben, die kinder zu eigenständigen mesnchen zu erziehen, da mag es zwar toll sein, wenn du das leben auf deinen sohn ausrichten kannst, aber ob es das richtige ist, weiss man nicht.

wenn dein sohn lieber bei seiner mutter bleiben möchte, solltest du das akzeptieren und dafür sorgen, das irh ein gutes verhältnis zu einander habt, einen unterschied zwischen dem paar, das ihr wart,macht und als eltern zusammen arbeitet

Spielt bitte eure Streitereien nicht auf den Rücken des Kindes aus.Das kann sich für das Kind sehr negativ auswirken, auch wenn er noch klein ist. Dein Sohn liebt euch beide, und kann das alles noch nicht verstehen.Setzt euch zusammen und redet normal wie es erwachsene Menschen eigentlich tun sollen. Wenn jeder nur sein Recht durchsetzen will, oder den anderen damit bestrafen will, wird eher das Kind darunter leiden. Wenn jemand sagt mit der Ex kann man nicht reden, trifft das meistens auf die Gegenpartei auch zu. Wenn ihr das Kind wirklich so liebt wie ihr sagt, dann beendet bitte euren Streit, und redet vernünftig miteinander. Der Ton macht die Musik! Denke, ihr habt euch auch einmal geliebt!

So, wie du das schilderst, ist das LÄNGST nicht mehr der Fall. Nur klar, deine Noch-Frau hat - da sie euren Sohn auch liebt - ebenfalls Interesse daran, das Kind bei sich zu haben. Du musst mal ganz ehrlich zu dir sein: Es geht hier nicht darum, wer Recht hat, ob deine Noch-Frau 'besessen' ist - wobei ich den Eindruck eher bei dir haben, wenn du schier 'wahnsinnig' wirst - sondern ganz einfach darum, WAS das Beste für das Kind ist. Punkt. Meine Frage: Aus welchem Grund glaubst du, dir anmaßen zu können, dass du hiermit durchkommst:

Noch ist sie finanziell von mir abhängig, was mich finanziel sehr anstrengt, aber spätestens wenn mein Sohn 3 Jahre alt wird, werde ich nichts mehr für sie geben.

Du 'gibst' nichts für sie, Unterhalt ist in der Regel nicht etwa ein Almosen oder eine milde Gabe, die du hier großzügig und uneigennützig machst, sondern eine vom Gesetzgeber festgelegte Zahlungsleistung, der man/frau eben nachzukommen hat. Übrigens ist das Argument der Gleichberechtigung hier doch wirklich nicht angebracht. Die Gleichberechtigung wird angestrebt, ist aber noch LÄNGST nicht umgesetzt - auf beiden Seiten wohlgemerkt.

Prinzipiell liegt es an euch, wie ihr die Sache regelt. Ihr könnt entweder eine einvernehmliche Regelung treffen, die dann meist auch bei der rechtskräftigen Scheidung anerkannt und übernommen wird, oder ihr könnt euch, getrieben vielleicht aus einer Mischung aus falschem Stolz, Missgunst und einer Vielzahl anderer (negativer) Gefühle, streiten und zerfleischen, sodass das Gericht die Entscheidung trifft - mit der einer von euch vermutlich nicht gerade glücklich sein wird. Es liegt völlig an euch, was ihr aus der Situation macht. Übrigens ist es völlig normal, dass deine Noch-Frau um ihr Kind kämpft. Das hat nichts damit zu tun, dass sie dir das Kind nicht gönnt. Deine Argumentation geht da einfach am Thema vorbei.

Werdet erwachsen, einigt euch in Frieden. Das Kind ist kein Besitz, der hin- und hergerissen oder -geschubst werden darf. Denkt zuallerst bitte an das Wohl des Kindes.

Und sei' verbeiße dir am Besten auch abfällige Äußerungen über deine Noch-Ehefrau gegenüber deinem Kind: Solche verbalen Entgleisungen sind gemein, gedankenlos und verletzen ein Kind mehr, als man glaubt. Du hast deine Noch-Frau irgendwann mal geliebt (hoffe ich); wenn das jetzt nicht mehr der Fall ist, ist das traurig, aber das ist kein Grund, ein Kind direkt oder indirekt aufzuhetzen. Es sollte die Möglichkeit haben, jeden von euch als Elternteil gleichermaßen zu lieben, und das geht nur, wenn ihr euch neutral bzw. sachlich verhaltet - und auch so übereinander und miteinander sprecht.

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Kritische Antworten sind immer die Produktivsten! Daher möchte ich doch die Situation ein wenig spezifizieren! Ich möchte das wir beide das Kind einfach gleich viel sehen und unser Junge ist mit beiden sehr glücklich. Wir hatten vereinbart, dass bis er 3 Jahre alt wird, ich den Jungen 3 Tage in der Woche haben kann, sie ist aber der Meinung, dass es zu viel ist und auch dass der Junge nicht beim Vater übernachten soll! Arbeiten will sie auch nicht. Ich bezahle 60% meines Einkommens an sie (das könnte sie aber natürlich vor Gericht nicht durchsetzen. Sie macht eine Ausbildung und ich möchte nicht, dass sie sie abbricht! Aber wenn Sie fertig ist, soll sie arbeiten und ich möchte gerne das Geld für meinen Sohn investieren und nicht ihre Freizeit finanzieren! Sie hat auch kein Recht darauf!) Ich habe darauf hin das Jugendamt angerufen und man hat mir gesagt, dass bei gemeinsamen Sorgerecht der Vater einen Anspruch hätte das Kind jedes zweite Wochenende und an einem Wochentag für ein paar Stunden zu sehen. Und das macht mich wirklich Wahnsinnig! Wie kann es sein, dass die Rechtslage mich dazu bringen kann, meinen Sohn statt jeden Tag (was natürlich durch die Scheidung leider nun nicht mehr möglich wäre!) auf ein mal nur 3 Tage alle zwei Wochen! Was ist das für eine Gerechtigkeit und Gleichberechtigung? Daher meine Frage für das alleinige Sorgerecht! Ich persönlich habe kein Interesse meinem Sohn die Mutter zu nehmen, aber bei gemeinsamen Sorgerecht, wäre ich für die nächsten 12 Jahren erpressbar und ständig auf Ihr Wohlwollen angewiesen! Und natürlich will ich versuchen mich mit ihr zu einigen und das Kind nicht zu belasten, aber was soll ich machen wenn keine Einigung möglich ist? Soll ich meinen Sohn aufgeben? Soll er mit einem Gelegenheitsvater groß werden?

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@servicewueste

Such Kontakt zu Vaeterselbsthilfegruppe..... das wird eine schwere Nummer...... wenn die Mutter das Kind fuer erpressungsversuche benutzt...... suche unter Vaeternotruf

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@servicewueste

Ich verstehe schon, dass du frustriert bist - aber wer sagt denn, dass ihr euch nicht auch anders und auf mehr Tage einigen könnt? Die gesetzlichen Vereinbarungen sind Richtlinien, die einzuhalten sind, wenn eine friedliche Übereinkunft nicht möglich ist. Wenn ihr euch zusammenrauft und auf mehr Tage oder eine andere Regelung einigt, die beide akzeptieren können, so hat das (meiner Ansicht nach) doch Vorrang vor den gesetzlich festgelegten Tagen.

Welche Argumente hat deine Noch-Frau denn gegen die drei Tage pro Woche vorzubringen? Welches sind ihre Ängste, dass sie nicht wünscht, dass eurer gemeinsames Kind bei dir übernachtet? Sind diese Ängste nachvollziehbar? Ein Kind sollte, sofern es möglich ist, von beiden Eltern großgezogen werden. Bei Scheidungen ist das allein von der Planung her schwieriger, aber auch machbar. Dazu gehören eben auch gemeinsame Abende und Gutenachtgeschichten mit dem Papa. Das alleinige Sorgerecht wirst du nur bei ganz konkreten und massiven Gründen erhalten. Deinem Kind wirst du Unterhalt zahlen (müssen), bis es die erste Ausbildung abgeschlossen hat, maximal bis zum 25. Lebensjahr. Deine Noch-Frau wird sich auf eigene Beine stellen (müssen), auch das sieht der Gesetzgeber mittlerweile so vor. Die Zeiten, in denen frau sich „gewinnbringend“ scheiden ließ bzw. lassen konnte, sind (soweit ich das beurteilen kann) vorbei. Eine Noch-Frau wird keinen Anspruch darauf haben, von Dir nach Lust und Laune Unterhalt zu beziehen, wenn sie eine Berufsausbildung besitzt und arbeitsfähig ist. Der Unterhalt für das Kind wird übrigens nach bestimmten Tabellen berechnet, die im Idealfall den steigenden Lebenshaltungkosten und der Inflation angepasst werden. Der steigende Unterhalt für das Kind ist also nicht automatisch das Werk einer frustrierten Exfrau, die Böses im Sinne hat, sondern ergibt sich eben aus diesen tabellenbasierten Berechnungen.

Viel, sehr viel an der künftigen Situation wird von euch beiden abhängig sein. Daher nützt es wenig, die mangelnde Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zu beklagen, so verständlich das auch ist, sondern wenn ihr es schafft, euch vernünftig zu einigen, so ist der ganze Besuchsrechtkram vom Jugendamt doch hinfällig ...

Lass den Kopf nicht hängen.

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@servicewueste

Hättest du das alleinige Sorgerecht, wäre es doch nur umgekehrt, oder nicht? Ich verstehe dich. Du willst der Mutter nicht das Kind nehmen, sondern ihr Druckmittel, was für die Mutter jedoch auf das Gleiche hinausläuft. Die Versuche, dies auf dem Wege des alleinigen Sorgerechts zu tun, könnten dazu führen, dass sich euer Kind den Streitigkeiten entzieht, indem es sich von demjenigen abwendet, von dem es aus seiner Sicht heraus nicht abhängig ist. Das gleiche Ergebnis kann man übrigens auch erreichen, wenn man in Gegenwart des Kindes über den anderen Elternteil herzieht.

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Das ist etwas, dass Du nur mit dem Jugendamt und evtl. mit einem Anwalt für Familienrecht bereden solltest. Du kannst genauso beantragen, dass das Kind bei Dir lebt, wie Deine Frau. Es ist keineswegs so, dass das Kind automatisch zur Mutter kommt. Es kommt dahin, wo es die besseren Möglichkeiten hat, behütet aufzuwachsen, wenn Ihr Euch nicht selbst einigen könnt. Den Unterhalt kannst du nicht einfach einbehalten, so was ist gesetzlich geregelt und daran musst du dich halten.

Leider ist meine noch-Frau auch fast besessen von ihm

Eine Mutter, die ihr Kind liebt. Wie gemein und lästig für dich...

Besessenheit lese ich eher aus dienen Zeilen.

Mir scheint, ihr wollt eher euren Egoismus befriedigen anstatt daran zu denken, was für das Kind am besten ist. Ständig zwischen euch hin und hergerissen zu sein, ist bestimmt nicht optimal.

Ich kann dich schon verstehen... ABER bei aller Liebe tragt euren Disput untereinander nicht auf den Rücken des Kindes aus!!! Sie kann dir den Kleinen nicht nehmen und muss sich genauso wie du an Absprachen halten! Denn du hast ein Umgangsrecht und ich finde es immer Schade wenn man um soetwas vor Gericht kämpfen muss oder zum Jugendamt rennen muss anstatt sich zum Wohle des Kindes von Angesicht zu Angesicht zu einigen... denn schliesslich habt auch ihr euch mal geliebt! Wenn du rechtliche Beratung willst, dann solltest du lieber einen Anwalt aufsuchen

Die 2 -3 Tage alle 2 Wochen sind der Mindestumgang. Beim Umgang gilt aber auch das Kontinuitätsprinzip. Ein Richter wird nicht plötzlich den Mindestumgang beschlie0en, wenn das Kind bisher häufiger beim Vater war.

In deinem Fall würde ich sowieso das Wechselmodell anstreben. Wenn beide Eltern zu je 50% betreuen, fällt der Kindesunterhalt flach.

Informier dich mal beim Vafk.de. (http://www.vaeteraufbruch.de/).Viel Glück!

Als erstes solltest du dir angewöhnen, mit dem Kindeswohl zu argumentieren, nicht mit deiner Gleichberechtigung als Mann. Sowas kommt nicht gut beim Jugendamt., wo zu 90% Frauen arbeiten.

Da war die 08/15 Antwort der Sachbearbeiterin zu erwarten - alle 2 Wochen Pauschalumgang - würde ich an deiner Stelle ignorieren und das beantragen, was ICH als Vater für mein Kind für richtig halte.

http://www.vaeteraufbruch.de/index.php?id=42&tx_ttnews[tt_news]=16368

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Sorry, wenn ich da wiederspreche, aber der Kindesunterhalt fällt auch beim Wechselmodell nicht flach. Er wir anhand der jeweiligen Einkommen gegengerechnet und würde nur dann auf Null aufgehen, wenn beide gleich viel verdienen würden.

Zudem kann er dieses Modell zwar anstreben, aber selbst vor Gericht kann es die Kindsmutter einfach ohne Begründung ablehnen. Und so, wie er die Situation schildert, wäre sie davon wohl nicht gerade begeistert.

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Das mit dem Mindesumgang wusste nicht! Danke, war sehr hilfreich! Wenn das so klappt, wäre ja mein Problem schon erledigt! Der Kindesunterhalt ist ja überhaupt nicht mein Problem. Ich gebe fast nichts aus für mich und der Rest soll für ihn und seine Zukunft sein! Danke noch mals.

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@servicewueste

Bitte, ich will dir aber auch keine falschen Hoffnungen machen. Du scheinst finanziell und zeitlich die Möglichkeit zu haben, dein Kind über den Mindestumgang hinaus zu betreuen. Wie ihr Eltern euch einigt oder wie ein Gericht entscheidet, kann ich nicht sagen.

Ich glaube aber, dass ein Richter die Mutter sehr wohl fragen wird, was plötzlich gegen die ursprüngliche Abmachung 3/4 oder gegen Übernachtung spricht.

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Hallo,

zunächst einmal kann ich dir sagen, dass du dein Kind nicht verlierst, nur weil du es nicht jeden Tag siehst. Auch geht dem Kind dadurch nicht der Vater verloren. Außerdem kannst du deinem Sohn jetzt schon deutlich machen, dass du immer für ihn erreichbar bist. Mache ihm möglichst früh klar, dass du dich als Ehemann von seiner Mutter getrennt hast, aber nicht als Vater von ihm. Gehe aber davon aus, dass du keinen Kontakt zu ihm haben wirst, wenn er bei der Mutter ist. Dies bedeutet nicht, dass er dich vergessen hat. Für die Entwicklung von Kindern ist es wichtig, dass beide Elternbeziehungen erhalten bleiben, dazu müssen sie nicht täglich Kontakt zu beiden Elternteilen haben. Am besten behältst du dein Kind nach der Trennung, wenn du nicht versuchst, ihm gänzlich die Mutter zu ersetzen und dich auf die verbleibende gemeinsame Zeit mit ihm konzentrierst. Wie viel Zeit das zukünftig sein wird, musst du wohl oder übel mit der Kindsmutter "aushandeln", zur Not eben vor Gericht.

Dazu ein paar Tipps für dich:

  • Drehe nicht durch. Dein Sohn braucht dich mit klarem Verstand.
  • Du bist sicher ziemlich wütend auf deine noch Frau. Stell dir vor, dass sie dich nicht verletzen will, sondern Angst vor dir hat, weil du eben ein sorgender Vater sein willst. Du sollst dein Kind nicht aufgeben, aber verstärke ihre Verweigerungshaltung nicht durch zusätzliche Wutausbrüche.
  • Vergiss Gleichberechtigung und Gerechtigkeit, darum geht es bei Umgangsregelungen nicht. Argumentiere immer im Hinblick auf das Kindeswohl.
  • Du bist verzweifelt, das kann ich gut verstehen. Zeige der Mutter deine Verzweiflung aber nicht.
  • Du wirst vielleicht bald hören, dass du "Stress und Unruhe" verursachst. Versuche ruhig und gelassen deiner Frau und Behörden gegenüber aufzutreten. Wenn du deine Frau beschimpfen willst, dann mach das bei einem Therapeuten.
  • Die Kindsmutter wird immer wieder Vorschläge von dir ablehnen, oder eigene mittels Druckmittel Kind durchsetzen, nicht, weil es Sinn macht, sondern, weil sie es kann. Gewöhne dich daran. Solange ihr noch keine Umgangsvereinbarung vor Dritten getroffen habt, sitzt sie am längeren Hebel.
  • Denk beim Abholen und Zurückbringen nicht an die Mutter und euren Stress. Konzentriere dich auf deinen Sohn und empfange ihn mit offenen Armen. Sei nicht traurig beim "Abgeben", auch, wenn es weh tut.
  • Versuche den Kontakt zur Kindsmutter außerhalb der "Übergaben" möglichst zu vermeiden. Die meisten Mütter reden zwar gerne und viel mit anderen über ihre Kinder, aber nur selten mit dem getrennt lebenden Kindsvater.
  • Du hast hälftiges Sorgerecht. Das nützt dir zwar nicht viel, da der Lebensmittelpunkt bei der Mutter ist und vermutlich auch bleibt, aber belasse es dabei, wenn du keine Gefährdung für dein Kind bei der Mutter siehst und beweisen kannst.
  • Versuche nicht alleine mit der Kindsmutter zu "verhandeln".

Eines ist sicher, du schaffst das nicht ohne Unterstützung. Die beste, die ich finden konnte - und ich habe vieles versucht -, war bei dem Verein Väteraufbruch für Kinder. Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe einen Ortsverband. Führe ein Gespräch mit einem Psychologen und lass dich danach Coachen.

Versuche sie ohne Druck zu Gesprächen bei Beratungsstellen zu bewegen, für euer Kind eben. Das Jugendamt sollte nicht deine erste Anlaufstelle sein, denn das, unabhängig davon, ob dir dort tatsächlich geholfen wird oder nicht, ist ein rotes Tuch für vermeindlich "alleinerziehende" Mütter und solche, die es gerne sein wollen.

Ach ja, noch etwas: Wenn du Pech hast, dann sieht die Kindsmutter ihre eigene Bindung und Beziehung zu eurem Sohn durch deine Bemühungen gefährdet und wird alles versuchen, dich aus dem alltäglichen Leben des Kindes auszugrenzen. Ein deutliches Anzeiche dafür wäre, wenn eure Beziehungsprobleme kurz nach der Kindesgeburt aufgetreten sind, oder sich danach massiv verstärkt haben. So manche frisch gebackene Mutter fühlt sich allein durch die Anwesenheit des Kindsvaters bedroht. "Besessen vom Kind" würde ich es vielleicht nicht nennen, aber emotional abhängig von der ausschließlichen Mutter-Kind-Liebe. Bei meinen Auseinandersetzungen mit der Mutter unserer Tochter hatte ich manchmal das Bild von Gollum vor den Augen, wie er ruft: "Das ist MEIN Schaaaatz! Sie wollen ihn mir stehlen! Garstige kleine Väter! ...gollum... gollum."

Ich wünsche dir viel Kraft für die kommenden Jahre.

verdammt gute antwort! ist aber echt traurig, wie manche weiber mit den kindsvätern umgehen, man sollte vätern definitiv mehr rechte einräumen. bei deinen letzten 4 zeilen musste ich aber trotzdem lachen, obwohls ja eigentlich nicht lustig ist.

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@ilinalta

@ilinata- andersrum wird aber auch ein Schuh draus- wie manche Freizeitväter mit den Müttern ihrer Kinder umgehen. Ich finde es bewundersnwert wenn ich Väter erlebe die sich um das Wohl ihrer Kinder bemühen- ohne gegen die mütter zu kämpfen und all ihre Entscheidungen in Frage zu stellen. Nicht nur Mütter benutzen die Kinder um ihre Macht auszuüben. Ja, einem ehrlich engagiertem Vater, für dem das Wohl seines Kindes im Vordergrund steht, sollten mehr Rechte eingeräumt werden. Wenn ich aber sehe wie Väter z.B. dringend angeratene therapeutische Hilfe für das Kind torpedieren, die Mutter diese Notwendigkeit vor Gericht durchsetzen muss, bin ich sehr vorsichtig mit schnellen Urteilen. Ich bekomme solche Fälle tagtäglich in meinem Beruf vor Augen geführt und empfinde es als ganz schrecklich wie Kinder als Punching Ball für verletzte Gefühle missbraucht werden.

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@anni51

Ich gebe dir vollkommen Recht, anni51. Es ist nicht ganz einfach, eine Situation anhand von ein paar geschriebenen Zeilen richtig zu beurteilen. Schreiben und reden kann man ja viel, letzendlich kommt es darauf an, wie man sich tatsächlich verhält. In diesem Fall habe ich schlichtweg meine eigenen anfänglichen Empfindungen nach der Trennung und die Verhaltensweise meiner Ex-Frau wiedererkannt. Einem Vater, der erst nach der Trennung plötzliches Interesse für die gemeinsamen Kinder zeigt, würde ich persönlich die Frage stellen: Warum erst jetzt? Aber, sag mal, wie kann denn der nicht betreuende Elternteil eine therapeutische Hilfe für das Kind torpedieren? Ich weiß ja noch nicht einmal, ob, wann und weswegen meine Tochter in den vergangenen zweieinhalb Jahren beim Arzt war. Selbst die Ablehnung der Mutter eines gemeinsamen Gesprächs mit den Kindern über und wegen unserer Trennung hat beim Jugendamt nicht einmal ein Stirnrunzeln verursacht.

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@Wolli68

@ Wolli, ....wie kann denn der nicht betreuende Elternteil eine therapeutische Hilfe für das Kind torpedieren?.... Ganz einfach, indem er beim psychologen anruft und erklärt das er mit der Behandlung nicht einverstanden ist. In diesem Fall hatten beide das Sorgerecht. Der Psychologe musste die Behandlung abbrechen weil er die zustimmung des Vaters brauchte. Der Junge ist heute 18 J. und schwer Drogenabhängig. der Besuch beim Kinderpsychologen war von der Mutter vorangebracht worden, weil der Junge schon mit 10 J. verhaltensauffällig war- der Vater war aber der Meinug sein Sohn wäre nicht bekloppt.

Auch jetzt habe ich es wieder mit einem ähnlichen Fall zu tun. Schwer verhaltensauffällig, auf emotinaler und sozialer Ebene. Das Kind braucht dringend Hilfe und der Vater mauert und verweigert die Mitarbeit, während das Kind immer auffälliger wird.

Das gemeinsame Sorgerecht kann schnell zu einem Fluch für eine Kinderseele werden. Daher stehe ich diesem mit sehr ambivalenten Gefühlen gegenüber.

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Ich empfinde es als sehr wohltuend wenn ich von Vätern höre die sich ehrlich für ihre Kinder einsetzen- leider ist mein Sohn einer der vielen Kinder die nur über einen Freizeitvater verfügen- sprich der sich nur um seinen Sohn kümmert wenn er mal gerade nichts besseres zu tun hat. Die gasammte Verantwortung liegt auf meinen Schultern und dafür wird, im Gegenzug, alle Entscheidungen von mir Schlecht geredet. Sicher, der Fragesteller ist wütend auf seine Frau- seine Frau wird aber genauso wütend auf ihn sein. Das Machtgehabe auf Schultern eines Kindes, von Beiden Seiten ausgeübt, ist immer folgenschwer für eine Kinderseele. Wenn ich das vermeiden will muss ich zuerst auf meinen Anteil an der Trennung schauen, auf den Anderen zugehen und, wenn es auch schwerfällt, die eigenen Fehler einsehen. Es ist nicht immer nur einer Schuld. Und immer nur auf die bösen Mütter zu schimpfen ist genauso einseitig wie deine Aussage Mütter sehen die väter als Bedrohung. Glaub mir, ich wäre Dankbar gewesen für ein Wochende Ausszeit, Verabredungen einzuhalten- ohne im letzten Moment absagen zu müssen, weil der Herr Papa kurzfristig abgesagt hat.

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@anni51

....und von mir bekommt @anni51 alle DH´s der Welt!

Die obige Antwort ist zwar nicht schlecht, leider aber absolut einseitig und liest sich wie eine generelle Kriegsankündigung, mit ein wenig Spaßfaktor oder schlichtweg, dass andere Elternteil nicht mehr ernst nehmen! Das kann niemals der richtige Weg sein :-/

Manchmal frage ich mich wirklich, ob es erwachsene Menschen sind, die Kinder in die Welt setzen und anschließend diese armen Geschöpfe, zu ihren Waffen mutieren lassen! Genauso unverständlich wird es mir immer bleiben, wie ein Vater oder auch eine Mutter, sich einfach vom Kind abwenden und sogar ihren finanziellen Verpflichtungen, nur noch per Gericht und Urteil nachkommen - von den menschlichen Enttäuschungen, die dieser Kids zu verarbeiten haben, möchte ich hier gar nicht anfangen.....

Kinder sind KEIN Besitz! Haben aber das Recht vernünftig ins Leben begleitet zu werden und zwar von den beiden Menschen, die ihnen das Leben gegeben haben!

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@anni51

Deinem "Herr Papa", anni51, hab ich "Chef Mama" entgegen zu setzen :-) Ich glaube dir, glaub mir. Ich hab doch gar nicht generalisiert, sondern mich auf seine geschilderte Situation bezogen, die mich an meine eigene erinnert hat. Nun, wo ich seine Antwort weiter unten mit der sinngemäßen Aussage "Mit dem Mindestumgang wäre mein Problem erledigt" lese, dann denke ich mir, da hab ich wohl Perlen vor die Säue geworfen und kann nur hoffen, dass andere getrennt lebende Väter mitlesen, die sich tatsächlich um ihre Kinder kümmern möchten und sie nicht als Mittel zum Selbstzweck benutzen.

Ist "Vätertausch" vielleicht die Lösung der Probleme unserer Trennungs-Kinder? Was meinst du, anni51? :-)

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@Wolli68

Seine Antwort war nicht "Mit dem Mindestumgang wäre mein Problem erledigt". Er findet immer noch diesen Mindestumgang zu wenig. Er bezieht sich auf "Ein Richter wird nicht plötzlich den Mindestumgang beschlie0en, wenn das Kind bisher häufiger beim Vater war" und hofft, dass ein Richter ihn nicht zum Mindestumgang verurteilt, wie er ja auch in der Frage schreibt ".lächerliche 2-3 Tage alle 2 Wochen". Nein, du hast keine Perlen vor die Säue geschmissen!

Die Frage ist immer noch, warum nach Trennung plötzlich der gewohnte Umgang mit dem Vater und die ursprüngliche Abmachung der Eltern "3 Tage ich , 4 Tage sie, die wir schon seit 2 Monaten praktizieren" nicht mehr gelten soll. Er schreibt auch "Ich möchte dass wir beide das Kind gleich viel sehen und unser Junge ist mit beiden sehr glücklich", "...sie ist aber der Meinung, dass es zu viel ist und auch dass der Junge nicht beim Vater übernachten soll!"

Die Tagesmutter? - Will er damit der Kindsmutter das Kind wegnehmen oder wäre das nicht sein gutes Recht als berufstätiger alleinerziehender Vater, so wie es das Recht einer Mutter ist, ihr Kind in eine Kita zu stecken, ohne das ihr das jemand zum Vorwurf machen würde?

Indem die Sache umgedreht wird "...andersrum wird aber auch ein Schuh draus- wie manche Freizeitväter mit den Müttern ihrer Kinder umgehen" wird hier eine Diskussion angezettelt, die mit der Frage nichts mehr zu tun hat. Dass "manche Freizeitväter" sich so und so verhalten, kann doch nicht als Argument auf Väter angewandt werden, die sich bemühen, mehr für ihr Kind zu sein als nur ein Freizeitvater?

Der Fagesteller will eben gerade KEIN Freizeitvater sein! Und doch kommen Kommentare von Müttern wie "Die gesamte Verantwortung liegt auf meinen Schultern", " In erster Linie geht es dir darum, der Mutter Steine in den Weg zu legen". Ja, Steine wogegen denn jetzt eigentlich? Hier wird guerfeldein argumentiert. Mütter beschweren sich über ihre Alleinverantwortung, wollen sie aber auch nicht abgeben.

Und reicht diese Art der zweckmäßigen Verwirrungstaktik nicht, wird damit argumentiert, dass allein durch den Umgang schon das Kind verstört wird. "dieses Hin- und Her" - und nach Trennung sollte der Vater, der sein Kind wirklich liebt, dieses doch bitte bei der Mutter besuchen (verbietet also die Mutter die Übernachtung ohne Angabe von Gründen, ist automatisch nicht sie die Aggressorin). Wer sich darauf nicht einlassen will, der erklärt eine "generelle Kriegsankündigung" gegen die Frauenwelt allgemein, natürlich aus verletztem männlichen Stolz. "...wenn die Eltern sich gut verstehen und einen Kurs fahren, kann der Vater z.B. jeden Nachmittag/Abend das Kind im Haushalt der Mutter sehen, sie können zusammen essen, mit dem Kind spielen und es ins Bett bringen" - So einfach ist das also? Die Kleinigkeit der Trennung der Eltern wird angesichts des Kindes einfach ignoriert. Der Vater soll sich gefälligst um die Mutter bemühen, dann darf er auch zu seinem Kind. Jede emotionale Regung wird ihm als Sturheit angekreidet. Kein Wunder, dass viele da aufgeben, weil sie keinen Zugang zu ihrem Kind sehen!

Mit allen Mitteln, ob sie jetzt logisch sind oder nicht, wird versucht, den alten Status Quo beizubehalten. Wer mit der Mutter Schluss macht, der macht mit seinem Kind Schluss. Weil irrtümlich davon ausgegangen wird, dass Mutter und Kind eine Einheit bilden, Vater und Kind jedoch nicht. Das ist eine Frage von Macht.

Ich musste mich an diese Mutter - Kind - Blase anpassen, sonst hätte ich meine Tochter verloren. Ich bin anfangs wieder mit der Mutter ins Bett gegangen, einen auf kleine Familie gemacht, mir eine kindgerechte Wohnung angeschafft, mir ein Auto zugelegt, alle Forderungen der Kindsmutter erfüllt, Dadurch habe ich mir das Recht erkauft, meine Tochter in meiner Wohnung wickeln zu dürfen. Nur um bei meinem Kind sein zu dürfen. Als sie 10 wurde, habe ich den ersten Antrag auf Umgansgregelung gestellt. Heute, in der Pubertät, hat meine Tochter 2 Eltern.

"Ist "Vätertausch" vielleicht die Lösung der Probleme unserer Trennungs-Kinder?" Wir haben hier einen Vater, der sich um sein Kind kümmern möchte. Und doch stellst du diese Frage, Wolli? Ich weiß, wie du es meinst, aber ich kann dazu nur sagen - meine 15 jährige Tochter hat nur einen Vater. Ich habe viele Fehler gemacht, aber auch meine Fehler und die der Mutter bieten meiner Tochter 2 Eltern, und nicht eine Mutter und einen Austauschvater. Das wird ihr hoffentlich helfen, ihre eigene Beziehung zu Männern zu deffinieren. Menschen sind nicht austauschbar! Grad in der Pubertät wirst du von deinem Kind beurteilt, und sie ist gezwungen, sich mit dir auseinanderzusetzen. Wirklich treu ist nur ein Vater, der das Kind ohne die Mutter annimmt, nicht einer, der das Kind mit der Mutter annmimmt, und das Kind wird immer nach seinem echten Vater fragen, weil es schon genetisch von ihm abhängt, und nicht ideologisch vom Wahlvater der Mutter.

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@MeineNase

@ auchmama - Ja, das ist eine generelle Kriegsankündigung. Ich nehme aber meinen "Gegner" ernst, weil das zum Wohl meiner Tochter ist. Wenn es nur den einen Weg über das Gericht gibt, um meiner Tochter beide Eltern zu garantieren, dann muss ich diesen Weg gehen. Ich habe mich oft genug erpressen lassen mit der Liebe zu meinem Kind. Dass der eine Elternteil erpressbar ist, kann nicht gut für meine Tochter und ihre Kinder sein.

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@MeineNase

Ja, dann mach das, es wird sich zeigen wie die Richter entscheiden, denen geht es um das Wohl des Kindes, nur darum.

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@MeineNase

Wirklich treu ist ein Vater, der das Kind ohne die Mutter annimmt? Merkst du was? Du beschwerst dich, das du nicht genug einbezogen wurdest aber du willst die Mutter des Kindes außen vor lassen? Blöde Idee... Ein wirklich guter Vater ist einer, der alles im Sinne des Kindes tut, nicht einer, der von Frauen enttäuscht, um sich schlägt. Leider kenne ich nur zwei Männer, die sich so gut verhalten und ohne Waffen und Krieg einen guten Weg gefunden haben, sich gemeinsam mit der Mutter um ihre gemeinsamen Kinder zu kümmern. Ganz ohne Richter und Kampf, schade, dass solche Exemplare sehr rar gesät sind, schade für die Kinder.

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@vanillaschote

Hallo vanillaschote, mit den zwei von dir erwähnten Vätern, bist du mir 2 Väter voraus- ich kenne leider keinen. Nicht im Bakannten/Freundeskreis und auch nicht aus meinem Berufsleben als Erzieherin. Beispiel aus jüngster Zeit. Elternabend- ich kann einen Vater verstehen der nach arbeitsreichem Tag keine Lust mehr hat einen elternabend zu besuchen, das die Mutter aber nicht kommen kann weil der Vater meint...er hat keine Lust, nach einem arbeitsreichen Tag die Kinder zu ,,bemuttern", außerdem sei das eine Kind krank und er hat keine Lust sich anzustecken. Soviel dazu. Kopfschüttel...

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@Wolli68

Wolli- ich meine das sich beide Elternteile zusammenreißen sollten, ihre eigenen verletzten Gefühle weit hinter das Bedürfnis eines Kindes nach beiden Elternteilen stellen sollten. Ich weiß das es schwer ist aber ich erlebe tagtäglich so unsägliche Machtkämpfe auf dem Rücken der Kinder das mir schlecht werden könnte. Vätertausch? Ja ich hätte mir einen verantwortungsbewußten Vater für meinen Sohn gewünscht- leider kommt es oft anders als man es sich wünscht.

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@anni51

Komisch, meine Schwester (Alleinerziehend) hält mich seit 15 Jahren für einen guten Vater, der im Sinne seines Kindes handelt. Hier wird behauptet, in einer Trennungssituation könnten beide Eltern dem Kind zuliebe sich allabendlich in der Wohnung der Mutter treffen, um gemeinsam wie alle braven Eltern das Kind zu hüten. Wie naiv ist das denn?

"Wie gesagt, es gibt auch die sehr guten, vernünftigen Väter, die sich ganz weit hintenanstellen und nur im Sinne des Kindes handeln, leider gibt es die ziemlich selten, wie man sieht". Ja, stimmt, die gibt es ziemlich selten, weil nämlich die Väter, die sich zu weit hinten anstellen, ihr Kind nie bei sich haben und deshalb auch nie als guter Vater auftauchen, "wie man sieht" oder besser, wie man nicht sieht.

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@anni51

Es klappt aber und wenn das Ehepaar zusammen wohnen würde, hätte der Vater auch nach einem arbeitsreichen Tag die Kinder um sich, klar, auch dann könnte er sich aus der Betreuung rausziehen. Wie gesagt, ich kenne ehemalige Paare die das geschafft haben, sie haben keinen Trennungskrieg geführt, eben weil die Väter (die beidevon ihren Frauen verlassen wurden) an ihre Kinder gedacht haben und ganz freiwillig weiter an ihrem Leben teilgenommen haben. Es sagt ja niemand, dass sie jeden Abend um Punkt 18 Uhr bei der Mutter auf der Matte stehen, es ist doch kein Zwang. Komischerweise hat sich diese "Problematik" auch nie gestellt, es was ganz locker, der Vater konnte jederzeit vor der Tür stehen, die Mutter hatte nichts dagegen und für die Kinder war es ganz normal, dass Papa regelmäßig vorbeikommt, dass zusammen gegessen wurde und man sich um sie gekümmert hat. Natürlich, das sind Ausnahmen, leider aber man sieht, dass es auch so klappen kann. Als die Kinder dann älter waren haben sie ganz von selbst beim Vater bleiben wollen, wenn sie sich mal gestritten haben, konnte ein Kind abends wieder zur Mutter gehen, niemand hat deswegen Stress gemacht, es war alles total locker und von einer bemerkenswerten Normalität. Ich beneide meine Freundin heute noch um so einen Mann, meine Tochter hatte leider nicht das Glück, dass ihr Vater wirklich an ihr, als sein Kind, Interesse hatte.

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@MeineNase

Naja, wie gesagt, ich kenne diese Art Diskussionen seit 15 Jahren. Der einzige Punkt in meinem Kommentar, auf den eingegangen wird, ist ein Formfehler.

" Wirklich treu ist nur ein Vater, der das Kind ohne die Mutter annimmt, nicht einer, der das Kind mit der Mutter annimmt" soll heißen "...der das eigene Kind ohne die Mutter annimmt, nicht einer, der ein fremdes Kind mit der Mutter annimmt". Aber wenn man mir schon nicht logisch niedrige Beweggründe nachweisen kann, dann eben mit Formfehlern.

Glaubt mir, "die Mutter außen vor zu lassen", diese Möglichkeit besteht für Väter kaum, er kann höchstens rechtzeitig versuchen, den Umgang einigermaßen unabhängig zu gestalten, um seinem Kind einen vollwertigen Papa zu bieten.

Ansonsten wird von Vätern erzählt, die keinen Bock auf ihr Kind haben, wenn es krank ist, was mit der ursprünglichen Frage nach mehr Umgang nun überhaupt nichts mehr zu tun hat. Und ein guter Vater ist sowieso nur einer, der (nach Trennung!) brav bei der Kindsmutter zu Hause sein Kind hütet. Einer, der für sein Kind einen berechtigten Antrag auf Umgangsregelung stellt, der zieht mit "Waffen in den Krieg", und schlägt "von Frauen enttäuscht" um sich:

"Es wird sich zeigen wie die Richter entscheiden, denen geht es um das Wohl des Kindes, nur darum." Aha. Wenn aber das "Kindeswohl" bisher allein von Frauen und Müttern deffiniert wurde und Gesetze, die Väter mehr in die erzieherische Verantwortung nehmen könnten, blockiert wurden? Dann müssen "gute Väter" helfen, dieses Kindeswohl wieder gerade zu rücken, und das geht meist nur mit Anträgen an die Gerichte. Das nennt sich übrigens Demokratie.

Nach einer Trennung streiten sich im Normalfall die Eltern mehr oder weniger, sonst wäre es ja nicht zur Trennung gekommen. Deshalb ist dieses Argument, es gäbe wenig bis keine solcher "guten Väter", die in der Wohnung der Kindsmutter mit dieser gemeinsam das Kind hüten, auch so paradox. Logisch gibt es wenige davon, weil diese Situation so unwahrscheinlich ist. Ihr solltet euch mal überlegen, ob ihr euren Maßstab für "gute Väter" nicht völlig falsch amlegt, statt davon auszugehen, dass es keine guten Väter mehr gibt ! Wo sind sie denn alle hin?

http://www.sueddeutsche.de/leben/abschied-vom-starken-geschlecht-invasion-der-loser-1.1715009

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@MeineNase

Also, ich weiß was ein guter Vater ist, wie einer denn sein sollte. Ganz völlig ohne falschen Erwartungen. So, die andere Sache ist, ich spreche hier von sehr kleinen Kindern, ich bleibe dabei, dass sie nach einer Trannung bei der Mutter bleiben sollten, mit viel Kontakt zum Vater, es hat niemand etwas von "bravem Kinderhüten" bei der Mutter gesagt. Auch wenn die Mutter das alleinige Sorgerecht haben sollte, dem Vater wird ein großzügiges Umgangsrecht eingeräumt und dann hat er zwei Möglichkeiten. Entweder er wütet wie du rum, das bringt dem Kind aber dann gar nichts oder aber er nimmt seine Verantwortung als Vater wahr und kümmert sich um das Kind, kindgerecht. Und das sieht nun mal eben so aus, dass sich der Vater (die Mutter natürlich auch) zurücknimmt, nicht auf blöde Regel pocht und was auch immer sondern sich wirklich um das Kind kümmert. Bei sehr kleinen Kindern ist es dann halt erstmal in der Wohnung der Mutter, das ja auch die Wohnung des Kindes ist, seine vertraute Umgebung, es müssen nicht doch unbedingt Veränderungen durchgeprügelt werden. Bei größeren Kindern sieht es anders aus, die können klar sagen ob sie tagelang beim Vater bleiben wollen oder nicht. Hat der kluge Vater vorher schon eine gute Beziehung zum Kind aufgebaut und hat es wie meine Bekannten gemacht, wollen die älteren Kinder dann ganz freiwillig beim Vater bleiben, auch mal zwei Wochen mit ihm in den Urlaub fahren. Und das geht ganz ohne Theater, meine Bekannten mussten keine Richter dafür bemühen. Heute sind die die Kinder von eienm Paar, 18 und 13 Jahre alt und die Familie bzw. die Eltern funktionieren immer noch als solche. Ich beneide sie immer wieder darum wie gut sie es geschafft haben. Das ist am meisten dem Mann zu verdanken. Er wurde betrogen und dann verlassen, er hat sich, nach dem ersten Schock aber zusammen gerissen und an seine Kinder gedacht. Er wollte weder Vergeltung noch Rache noch hat er ein böses Wort über die Mutter seiner Kinder verloren, das tut er bis heute nicht. Es ging ihm um die Kinder und sie haben es wirklich dermaßen gut gemacht, dass man sie nur bewundern kann.Aber, leider ist es so, sind sie die Ausnahme, alle anderen wollen auf Biegen und Brechen und auf dem Rücken des Kindes ihre sogenannten Rechte durchsetzen und merken nicht dabei, dass das Kind nur zum Spielball ihrer egoistischen Gefühle wird.

http://www.sueddeutsche.de/leben/abschied-vom-starken-geschlecht-invasion-der-lo.

Was willst du uns damit sagen?

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@vanillaschote

Ach, was ich damit sagen will.... Es geht wohl um gesellschaftliche Veränderungen, oder? Es geht nicht um einzelne bewundernswerte Ausnahmen. Es geht um die Invasion der Loser, die keine Familie mehr gründen wollen. Betrogen und dann verlassen? Toll. Heißt er zufällig Jesus? Was von einem guten Vater so alles gefordert wird!

Ich habe damals meine Tochter regelmäßig 150 km mit zu mir nach Hause genommen und sie dort gewickelt. "Gezerre" war nicht nötig. Sobald auch die Mutter dem Kind zeigt, dass sie einverstanden ist, nimmt das Kind diese Entscheidung der Eltern als selbstverständlich hin und genießt die Fahrt und den Umgang. Seit 15 Jahren kommt meine Tochter gern zu mir.

Ob ich mein Kind als Baby schon "haben durfte" weil ich rungewütet habe? Ratschläge, wie nach Meinung einer Mutter ein guter Vater sein soll, brauche ich heute Gottseidank nicht mehr. Mir tun nur die Männer leid, die sich noch in dieser Lage befinden !

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@MeineNase

Danke, MeineNase, für den Hinweis. Ich habe wohl falsch interpretiert.

Einige Sätze in seiner ursprünglichen Frage ("es war schon immer mein Traum", "jeder Tag ohne ihn tut weh", "auch fast besessen") deuten jedoch darauf hin, dass die Erfüllung seiner eigenen Bedürfnisse bei ihm noch im Vordergrund steht. Die Frage, die er sich selbst stellen und beantworten sollte, bevor er einen Antrag auf Umgangsregelung stellen lässt, lautet meines Erachtens: Will ich das Kind in diesem Umfang betreuuen, weil es dem Kind dann besser geht, oder weil es mir besser geht? Für die Mutter könnte die Frage lauten: Will ich den Umgang einschränken, weil es dem Kind dann besser geht, oder weil es mir besser geht?

Ansonsten bin ich deiner Meinung. Es gibt einen Satz in deinem Kommentar, der mir besonders gut gefällt und den ich von Vätern ganz offen ausgesprochen schon öfter gehört habe, von den Müttern, mit denen ich bisher in meinem Leben zu tun hatte, jedoch tatsächlich noch nie: "Ich habe viele Fehler gemacht." Ob sie sich nicht getraut haben, das zuzugeben, oder sich tatsächlich für unfehlbar hielten, werde ich wohl nie erfahren.

Was den "Vätertausch" betrifft, das war zwar purer Sarkasmus, er wird jedoch von so einigen alleinerziehenden Mütter praktiziert. Wobei es eher "Väteraustausch" lauten sollte.

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@vanillaschote

@vanillaschote: Wer entscheidet, was im Sinne des Kindes ist?

Du traust dir also zu, beurteilen zu können, wer ein guter Vater ist und wer nicht. Aufgrund einer Ausbildung, oder nur, weil du Mutter bist?

Du glaubst, du wüsstest am besten, was gut für "die Kinder" ist, glaubst, nur die Mütter trügen die Verantwortung für die Kinder, machst die Väter aber alleine dafür verantwortlich, ob eine gesunde Elternschaft nach der Trennung zustandekommt, oder nicht. Du machst die Väter alleine dafür verantwortlich, wenn es vor Gericht geht. Ich behaupte im Gegenzug, dass wesentlich weniger Verfahren wegen Umgangsstretigkeiten stattfinden würden, wenn es den Mütter besser gelingen würde, die Vergangenheit emotional aus ihren Elternbeziehungen zu den Vätern herauszulassen.

Es gibt Extreme in beide Richtungen. Ich vermute, dass man aber statistisch belegen könnte, dass sich nach Trennungen wesentlich mehr Väter an Beratungsstellen wenden, als Mütter, wenn es um die Kinder geht. Ich frage mich, warum? Weil Mütter keine Zeit dafür haben? Weil sie keine Hilfe nötig haben? Weil sie die Weisheit ins Wochenbett gelegt bekommen haben? Weil ihre persönliche und ultimative Beraterin, nämlich ihre eigene Mutter, auch Hausbesuche macht?

Es ist diese immer noch weit verbreitete irrige Annahme, Mütter würden schon von Natur alles richtig machen, wenn es um die Kinder geht, wären den Väter da weit überlegen, die nicht nur so manchem Vater das Leben schwer schmacht, sondern auch so manchem Kind.

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@Wolli68

Hallo Wolli,

nach 15 Jahren mit einer Tochter, die von sich aus anruft und zum WE Umgang will, kann man sich so langsam auch innerlich emanzipieren. Du weißt sehr gut, dass man die eigenen Bedürfnisse nie ganz verdrängen kann. Auch heute noch, nach 2 Wochen Ferienumgang, ist die Wohnung plötzlich brutal leer und man vermisst sein Kind. Soll ich das verleugnen? Bin ich Jesus oder erleuchtet? Fehler sind, wie bei allen Eltern, auch teilweise entschuldbar. Wo gehobelt wird, fallen Späne, und wer nicht emotional an seinem Kind hängt, der macht auch keine Fehler, außer dem Einen.

Man muss weit über ein Jahrzehnt (!) sich immer wieder fragen, ob man für sein Kind handelt oder "das eigene Ego streichelt". Soll ich jetzt den Antrag stellen oder verärgere ich damit die Mutter und es wird schlimmer?

Bei JA und Gericht darfst du auf keinen Fall mit Gleichberechtigung kommen, Man sieht ja hier in der Diskussion, wie da sofort attackiert wird und irgendwelche unverantwortlichen Kerle vorgeschoben werden, mit denen ich nichts zu tun habe. Umgekehrt könnte ich damit argumentieren, dass es Mütter gibt, die ihr Neugeborenes im Blumentopf bergraben und damit die Alleinsorge für Väter begründen ! Oder, Babys in staatliche Obhut geben, bis die Mutter per Gutachten ihre Erziehungsfähigkeit bewiesen hat !

Da die Kindsmutter in meinem Fall irgendwann gemeint hat, der regelmäßige Umgang würde ihren Alltag mit Kind stören und Umgang alle 3 - 4 Wochen würde reichen, musste ich den ersten Antrag auf 2 wöchigen Umgang und hälftige Ferien stellen. Weder Familienberaterin noch Jugendamt und Mediation konnten die KM außergerichtlich überzeugen. Gleichzeitig habe ich ein wöchentliches Telefonat mit meiner Tochter beantragt. Beides wurde zum Kindeswohl so beschlossen und funktioniert bis heute.

Auch als ich dann, als meine Tochter 12 wurde, die Anreise mit Zug (mit Zugbetreuung) beantragt habe, ging ein Aufschrei durch die Damenwelt, wie ich meiner Tochter das nur antun könnte - dass ich ja NUR egoistische finanzielle Gründe dafür hätte - diese Damen hätten meine Tochter mal sehen sollen, wie stolz sie war, als ich sie das erste Mal vom Hbf abgeholt habe. Und wie schnell meine Tochter plötzlich alt genug war, um auch von der Mutter nicht mehr zum Hbf gebracht werden zu müssen, weil diese plötzlich merkte, dass es jetzt an ihren Geldbeutel geht ! Alle diese Entscheidungen habe ich in Hinblick auf mein Kind getroffen, sie wurden zuerst von der Mutter boykottiert und wurden dann zur Selbstverständlichkeit.

Was war jetzt die Motivation für meine Anträge? Der Mutter eins auswischen, damit mein Ego wieder passt? Oder habe ich vielleicht als Vater für mein Kind gehandelt, das sich auf beide Eltern verlassen kann? Ich kann auf die Ängste der Mutter keine Rücksicht nehmen. Je besser das Verhältnis zum Vater wird, umso mehr Angst hat sie nämlich. Diese "bewundernswerten" Väter, die sich "ganz hinten anstellen" und die so recht nach dem Geschmack der Damenwelt sind - wenn sie damit zum Wohl ihrer Kinder handeln, ok. Aber wie Helmut Kohl schon sagte: "Ich mich mich nich ein, ich mich mit !"

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@MeineNase

"Also, ich weiß was ein guter Vater ist, wie einer denn sein sollte. Ganz völlig ohne falsche Erwartungen" - Oho, und wer urteilt über "deine Erwartungen", ob sie falsch oder richtig sind?? Allein DU.

Ich urteile lieber darüber, was mein Kind von mir erwartet. Und die hat einen Tag nach ihrer Geburt gesagt, Papa, ich brauch dich. Dazu musste ich nicht warten, bis sie sprechen konnte.

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@MeineNase

Hi Nase, ich kenn das aus eigener Erfahrung. Zum Glück hab ich vorher eine ganz andere Erfahrung gemacht, sonst hätte ich heute ganz sicher nicht zwei Töchter. Vielleicht sollte man den Fragesteller noch sanft darauf vorbereiten, dass es bei so manchen Müttern sehr, sehr lange dauert, bis sie loslassen können. Und wenn er das verinnerlicht hat, könnte man ihm die volle Wahrheit erzählen ;-). Gruß Wolli

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@Wolli68

Naja, das Festhalten der Mutter könnte dazu führen, dass er sich etwa 1,5 Jahrzehnte lang mit ihr rumquälen muss ;-). Man sieht ja an meinen Beispielen ( Umgang, Telefonat und Zugfahrt, alles zum Kindeswohl so beschlossen wie beantragt), dass unter Umständen jede Einmischung des Vaters nur gerichtlich erfolgen KANN, sobald die Kindsmutter eine solche Einmischung in ihr Revier boykottiert.

Sobald also der Vater das Kindeswohl anders deffiniert als die Mutter, muss er sich entscheiden, ob er lieber gleich aufgibt (also sich "ganz weit hinten anstellt") oder gerichtlich "rumwütet".

Es scheint kaum eine Schnittmenge zu geben zwischen Drückebergern und solchen Wüterichen wie mir. Der "sehr rar gesäte" optimale Vater ist laut Vanilla und Anni einer, der NICHT zum Gericht geht UND möglichst unauffällig zum Kindeswohl handelt. Der gute Vater, der zum Kindeswohl handelt, INDEM er zum Gericht geht, der scheint für sie nicht zu existieren. Gleichzeitig geht es aber "Richtern immer um das Wohl des Kindes", wie Vanilla selbst schreibt. Also solte es doch auch in ihrem Sinne sein, dass im Streitfall ein Richter entscheidet? Da sie "weiß, was ein guter Vater ist", müsste doch der Richter exakt in ihrem Sinne entscheiden?

Wer sich selbst so widerspricht der braucht sich nicht wundern, wenn er keine guten Väter kennt. Der lebt in einer Traumwelt. Dass diese Frauen keine guten Väter kennen, liegt nicht daran, dass es keine gibt, sondern daran, dass sie sich ihre Pseudo - Realität einer Welt voller "schlechter Väter" selbst schaffen. Es ist jedoch nicht unsere Aufgabe, die Kindsmutter zu verstehen, sondern unser Kind. Wenn ich aber als Vater über ein Jahrzehnt von der Mutter schlecht gemacht wurde, obwohl der Umgang mit meinem Kind immer gut war, dann frage ich mich so langsam, wo die wahren Ursachen liegen.

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Ich! Ich! Ich! Hey, es geht um euer Kind!!! Eurer Kind ist kein Besitz; es ist weder dein, noch Eigentum der Mutter!!! In erster Linie geht es dir darum, der Mutter Steine in den Weg zu legen. Vor Wut auf deine Frau hast du dich noch nicht einmal richtig informiert. Setzt euch an einem neutralen Ort zusammen und sprecht ruhig und sachlich miteinander. Tragt eure Zwistigkeiten nicht auf dem Rücken des Kindes aus. Nicht ihr seid die Kinder, sondern ihr habt ein Kind. Auch bei einer Scheidung bleibt ihr Eltern, bleibt ihr Mama und Papa. So sollte es jedenfalls sein. Du willst jedoch zum Kampfhahn werden, weil du dich ungerecht behandelt fühlst. Wenn es dir wirklich um das Wohl des Kindes geht, dann wirst du dich ruhig und sachlich mit der Mutter einigen. Das Kind leidet unter euren Zwistigkeiten! Hört sofort damit auf!!! Werdet erwachsen!!!

Der Gesetzgeber deffiniert ein Kind immer noch als Eigentum der Mutter. und das tut er ganz ruhig und sachlich.

Für den Fragesteller scheint es seltsamerweise ein Problem zu sein, sich mit einem 2 wöchigen Umgang abzufinden. Ich finde nicht, dass er damit der Mutter Steine in den Weg legt. Verstehe ich nicht ganz.

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@MeineNase

Ein Kind ist vor dem Gesetz kein Eigentum, sondern eine natürliche Person. Sklaverei ist abgeschafft, deshalb kann eine natürliche Person kein Eigentum sein.

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@halbsowichtig

Das habe ich auch immer gedacht. In der Verfassung steht ja auch, dass uneheliche Kinder ggb ehelichen Kindern nicht diskriminiert werden dürften (Gleichheitsgrundsatz). Und doch hat der eur. Ger. hof für Menschenrechte die deutsche Familienpolitik genau für diese Diskriminierung gerügt.

Im Volksmund gibt es für manche Arbeitgeber den Ausdruck "Sklaventreiber" so wie es für manche Mütter den Ausdruck "Kinderbesitzerin" gibt. Und der Volksmund setzt sich aus vielen kleinen natürlichen Persönchen zusammen und gibt dann Wahrheit kund.

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@MeineNase

Nein, der Gesetzgeber definiert das Kind nicht als Eigentum der Mutter.

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@MichiHase

Wenn der Gesetzgeber die Mutter nicht als Eigentümerin des Kindes ansehen würde, wäre o.g. Frage nie gestellt worden.

Ich meine GG UND deutsche Verfassung, was mehr oder weniger das Gleiche ist.

"Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ist als geltende Verfassung der Deutschen die rechtliche und politische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland". (Wikipedia)

Also versuche nicht, mich mit deinem populärfeministischen Halbwissen in die Enge zu treiben.

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@MeineNase

Sorry, ich habe die neuen Länder vergessen. "Seit 1990 ist das Grundgesetz die Verfassung für Gesamtdeutschland".

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Ich halte gar nichts davon so ein kleines Kind zu "teilen", besser wäre, das Kind hat einen festen Wohnort und eine feste Bezugsperson, wahrscheinlich ist das nun mal die Mutter. Wenn sie sich nichts zuschulden kommen lässt und das Kind gut versorgt, ist es da auch gut aufgehoben, was soll es denn, bei zwei Wohnorten und "Teilung" noch zu einer Tagesmutter, ihr überfordert das Kind ja total damit. Du bist und bleibst der Vater des Kindes und du kannst deine Aufgabe und dein Umgans- und Sorgerecht in Anspruch nehmen und für das Kind da sein. Es darf nur nicht so ausarten, das das Kind zum Spielball wird, ihr macht sehr viel kaputt damit.

Zwei Fragen an dich, vanillaschote: Worin genau siehst du denn die Aufgabe eines Vaters, auf die er sich beschränken soll? Wieso ist deiner Meinung nach eine feste Bezugsperson besser, als zwei?

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@Wolli68

Wenn ein Elternpaar getrennt lebt, hat ein Kleinkind eben eine feste Bezugsperson oder sollte die haben. Ist so, die Sache mit dem Aufteilen ist nicht gut für ein so kleines Kind. Der Vater kann und soll ein großzügiges Umgangsrecht haben, wenn die Eltern sich gut verstehen und einen Kurs fahren, kann der Vater z.B. jeden Nachmittag/Abend das Kind im Haushalt der Mutter sehen, sie können zusammen essen, mit dem Kind spielen und es ins Bett bringen. Das ist für das Kind gesünder als dieses Hin- und Her. Wenn es älter ist, kann man gucken wie es weitergeht, ein älteres Kind kann auch seine Wünsche benennen. Ja, das wäre z.B. mal eíne der Aufgaben die ein getrennter Vater übernehmen sollte. Ich hätte es nie mitgemacht, das mein zweijähriges Kind so zwischen den Stühlen steht und ständing hin- und her gereicht wird. Es geht hier weniger um die Eltern als um das Kind. Und ich würde auch nicht einsehen, das Kleinkind beim Vater zu lassen, der arbeiten geht und das Kind einer Tagesmutter gibt. Das ist dann wirklich nur noch bescheuert.

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@vanillaschote

"Wenn die Eltern sich verstehen", dann ist auch das "Hin und her" keine Belastung für das Kind. Dann wird nämlich das "Hin und her" zur Selbstverständlichkeit, so wie später der Kita -besuch und die Schule. Oder würdest du einen Besuch bei den Großeltern, die Kita oder die Schule als Kindeswohl - schädigendes "Hin und her" bezeichnen? Nein, da ist es plötzlich gesellschaftlich akzeptiert!

Den Vater als Besucher der Kindsmutter zu degradieren, das würde dir so passen, hm? Kommt später die Kindergärtnerin zu Besuch, weil das "Hin und her" zwischen Kita und zu Hause für das Kind angeblich eine Belastung ist? Nein!

Und doch wird das Kind gerade in der Kita und in der Schule mit einem weit höheren Maß an Vielfalt konfrontiert als zwischen Vater und Mutter, die immerhin soweit zusammengefunden hatten, um gemeinsam ein Kind zu machen! Also was soll diese Ausgrenzung der Väter? Übersetze "Aufteilung" mit "Ganzheitlichkeit", so wie es auch heißt "gemeinsames Sorgerecht" und nicht "geteiltes Sorgerecht". Dann entsteht bei dir nicht der Eindruck, als würde eine Frau zufällig von einer vorbeifliegenden Honigbiene bestäubt werden!

"Wenn es älter ist kann man gucken wie es weiter geht" Wie alt muss denn ein Kind deiner Meinung nach werden, um dann nach seinem Vater zu fragen?? Die Prägung auf die Eltern findet leider schon vor den ersten Sprachversuchen statt. "...wie es weiter geht..." - da kann ich nur lachen! Die Entwicklung beim Kind geht so rasend schnell, dass dieses Aussitzen praktisch einem Kontaktabbruch gleichkommt.

Dieses "Hin und her" in einer intakten Familie sucht das Kind selbst! Es geht von Mutter zu Vater, um für seine Entwicklung das Maximum an Information zu bekommen. Früher, in Zeiten der Großfamilie, ist das Kind zusätzlich noch zu Oma und Opa gegangen. Und heute soll auch der Vater sich aus der Familie verabschieden, weil alle Vielfalt unerwünscht ist?

Wir chatten mit Chinesen, schotten unser Kind aber gleichzeitig ab vor dem eigenen Vater? Natürliche Reaktion auf die Angst vor Globalisierung. Ohne feste Bindung an beide leibliche Eltern sind unsere Kinder zur Hälfte entwurzelt. Vor lauter Emanzipation der Frau habt ihr die kulturellen Gemeinsamkeiten verloren und belastet unsere Kinder damit.

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@MeineNase

Und? Willst du also ein so kleines Kind ständig hin- und herreichen? Das richtet mehr Schaden an als ein sehr großzügiges Umgangsrecht, das Kind muss einen festen Punkt im Leben haben, warum soll das nicth bei der Mutter sein, die zu Hause ist und das Kind gut versorgen kann. Warum muss das Kind unbedingt die Hälfte der Woche beim Vater verbringen um dann an eine Tagesmutter weiter gereicht zu werden? Schon wieder eine neue Person, eine neue Situation im jungen Leben, klar, so kann man Kinder auch kaputt machen. Wenn das Kind älter ist kann es seine Wünsche klar benennen und vergleiche kein zweijähriges Kind mit einem Schulkind, da liegen Welten zwischen. Und warum soll man, nur weil man sich nicht mehr versteht, das Kind so hin- und herreissen, nur um das eigene Ego zu streicheln? Das ist Schwachsinn und niemand sagt, dass die Väter zu Besucher dergradiert werden, doch, du sagst es. Nun, wenn du dich so siehst, bitte. Andere Väter sehen sich als Väter, die ihre Pflicht auch ernst nehmen und sei es, dass sie in der Anfangszeit der Trennung, das Kind eben jeden Abend in der Wohnung der Mutter sehen. Das sind die richtig guten Väter, die sich auf das Kind einstellen und nicht erwarten, dass sich ein Kleinkind auf sie einzustellen hat. Natürlich soll ein Kleinkind bei der Mutter bleiben, gerade wenn der Vater voll berufstätig und auf eine Tagesmutter angewiesen ist. Warum braucht man eine Tagesmutter wenn die leibliche Mutter das Kind betreuen kann?! Was ist das denn nur für ein Schwachsinn? Du willst das Kind haben, kannst aber nicht bei ihm sein, also, warum bleibt das Kind dann nicht gleich bei der Mutter? Glaub mir, damit kommt Mann nicht durch und das ist auch gut so. Ein kleines Kind sollte nicht zum Spielball zwischen den Erwachsenen werden, es sollte so wenig wie möglich durch die Trennung belastet werden. Wie gesagt, es gibt auch die sehr guten, vernünftigen Väter, die sich ganz weit hintenanstellen und nur im Sinne des Kindes handeln, leider gibt es die ziemlich selten, wie man sieht. Aber dafür bringen sie komische Argumente und auch noch die Chinesen rein, na ja... Dem Kind hilft das natürlich weiter.

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@vanillaschote

Jetzt sehe ich, dass du gar nicht der Fragesteller bist, egal, ich bleibe bei meiner Antwort. Und frag nicht so blöd ob es mir passen würde, den Vater nur zum Besucher zu degradieren, was mir oder dir passt, steht hier nicht zur Debatte, es geht um das Wohl des Kindes, das ist wichtig, nicht die dummen Ideen einiger Erwachsener. Ich habe hier die Frage beantwortet in der es um ein zweijähriges Kind geht und in dem Alter ist das Kind eindeutig zu jung um so hin- und her gezerrt zu werden. Was später ist, kann man dann neu überlegen, wenn das Kind sich an die Situation gewöhnt hat und weiß und versteht, dass die Eltern getrennt sind, seine Wünsche klar benennen kann, kann es auch längere Zeit beim Vater bleiben, vorher nicht. Zum Glück sehen das auch Richter genauso, bei Gericht hat niemand Interesse daran, Kinder kaputt zu machen.

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@vanillaschote

Lies dir noch mal die Frage durch. der Vater ist NICHT voll berufstätig - ".und kann seine Arbeitszeit "auf 3 Tage in der Woche reduzieren". Die Mutter versucht "gegen die Abmachung 3 Tage ich, 4 Tage sie, die wir schon seit 2 Monaten praktizieren, anzugehen"

"Wir chatten mit Chinesen" will ich für dich mal übersetzen, da du nur althergebrachte Argumente verstehst: Auch das deutsche Familienrecht wird nicht ewig unabhängig rückständig bleiben, da sich immer mehr Leute über europäisches Recht und dessen Entwicklung informieren. Und dann wird in Zukunft auch in Deutschland erst mal die Möglichkeit der gleichberechtigten Kindesbetreuung geprüft.

"Belgien, Frankreich, Slovakai, Tschechien, Australien und Teile der USA leben es uns gesetzlich vor, dass mit dem Wechselmodell/Doppelresidenz als Einstieg in den Trennungsfall die Eltern gleichberechtigt und mit der generellen Aussicht auf hälftigen Umgang friedlicher mit einander umgehen und vor allem die Kinder weniger unter der Trennung leiden.

Wie Studien gerade auch in jüngster Zeit belegen, leiden Kinder unter der ungleichmäßigen Betreuung und dem geringen oder sogar fehlenden Kontakt zum zumeist unfreiwillig abwesenden (ausgegrenzten) Elternteil. Das hat Auswirkungen auf die psychische Entwicklung der "Scheidungswaisen" und "Besuchskinder" bis in das Erwachsenenalter. Gerade kleine Kinder benötigen häufige Kontakte zu beiden Elternteilen um eine Beziehung halten oder überhaupt aufbauen zu können. Umgang lediglich alle 14 Tage evtl. sogar für nur wenige Stunden ist aus psychologischer Sicht katastrophal für die kindliche Entwicklung."

http://www.vafk-koeln.de/content/wechselmodell-paritaetische-doppelresidenz

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@MeineNase

Ich habe doch ein gutes Modell vorgeschlagen, niemand muss an den Kindern zerren, erst recht nicht, an so kleinen Kindern. Und der Vater gibt selber an, dass das Kind bei einer Tagesmutter untergebracht werden würde, was nun wirklich Schwachsinn wäre wenn es in der Zeit auch bei der Mutter sein könnte. Der Fragesteller scheint etwas anderes zu verfolgen, ich weiß, dass es ihm nicht gelingen wird, das Kind ist noch zu klein. Also wird alles seinen Ablauf nehmen, wenn das Kind größer ist, kann es selber sagen wann es beim Vater bleiben will und wann nicht und das ist genau so richtig. In der Zwischenzeit sollte er, wenn er klug genug ist, dafür sorgen (siehe meine Vorschläge), dass es eine gute Beziehung zum Kind behält, er sollte sich bemühen, kindgerecht bemühen. Alles andere geht nur auf Kosten des Kindes, wahrscheinlich um das eigene Ego zu streicheln, gut nur, dass deutsche Gerichte (meistens) zum Wohle des Kindes entscheiden, da kannst du Chinesen und weiß der Kuckuck wen auflisten, es wird trotzdem im Sinne des Kindes entschieden. Und wenn die Väter wirklich Interesse am Kind haben und nicht andere Ziele verfolgen, werden sie alles dafür tun, das Kind regelmäßig zu sehen, an dessen Leben Anteil nehmen und sich eine gute Beziehung erhalten/aufbauen. Wie gesagt, ich kenne tatsächlich Männer die das ohne Probleme geschafft haben, das nenne ich wirklich Interesse am Kind haben.

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@vanillaschote

Ich habe damals meine Tochter regelmäßig 150 km mit zu mir nach Hause genommen und sie dort gewickelt. "Gezerre" war nicht nötig. Sobald auch die Mutter dem Kind zeigt, dass sie einverstanden ist, nimmt das Kind diese Entscheidung der Eltern als selbstverständlich hin und genießt die Fahrt und den Umgang. Seit 15 Jahren kommt meine Tochter gern zu mir.

Vielleicht verstehst du jetzt, warum ich das Gedöns um Umgang und was das mit meinem Ego zu tun haben soll nicht ganz verstehe. Ich habe damals keine höhere Schule besuchen müssen, um wickeln und füttern etc zu lernen. Und ich habe auch nicht später um Umgang gekämpft, weil das meinem Ego gut getan hat.

"Der Fragesteller scheint etwas anderes zu verfolgen" - Naja, sorry, wenn ich als Vater davon ausgehe, dass er in erster Linie erstmal sein Kind liebt. Ist mir im Endeffekt auch ziemlich wurscht, was ihr da alles dazudichtet.

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@MeineNase

Ok, nachdem so viel von mir gelöscht wurde, habe ich keine Lust meht zu antworten, egal wer es beanstandet hat. Mir ist herzlich egal was du an Erfahrungen mitbringst, auch deine Familiengeschichte interessiert mich nicht, es geht hier um ein Kleinkind und der Fragesteller wird seine Erfahrungen machen, auch mit dem Umgangsrecht, ich hoffe nur, dass er klug genug ist, wenn nicht, ist es sein Schaden. Und wie bescheuert ist es denn ein Kind 150 Kilometer weit zu fahren (und wieder 150 Kilometer zurück) um es zu wickeln, meinst du jetzt, ich würde dich deswegen für einen guten Vater halten?! Es ginge alles so gut in der gewohnten Umgebung aber manche müssen eben ihre Interessen duchprügeln, koste es was wolle. Na ja, es ist dein Leben und das deines Kindes, ich weiß zum Glück, dass es andere besser machen. Und, ich gehe davon aus, dass du meine Kommentare beanstandet hast, ich weiß nun wirklich wie ich dich einzuschätzen habe.

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@vanillaschote

Oje, das hat wohl keinen Sinn mit dir, du hast absolut keine Ahnung und nur deinen arroganten Mutterfilm drauf. Und meinst du, ich hätte es nötig, irgendwelche Kommentare zu beanstanden?

Da muss aber mehr passieren als so ein bisschen Rumgezicke.

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