Wie kann man als Schüchterner ein Vorstellungsgespräch bestehen bzw. wie kann man sich darauf gut vorbereiten?

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4 Antworten

Hallo marmue15,

ich empfehle Dir, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Sowohl für Deine Bewerbungsunterlagen - z. B. könntest Du mal eine exemplarische und anonymisierte Bewerbung hier einstellen -, als auch für die Vorstellungsgespräche.

Ich gehe davon aus, dass Du Dich mit der einschlägigen Ratgeberliteratur bereits intensiv beschäftigt hast.

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Du musst lügen, ich weiß das das asozial ist aber das ist das Wesen von so etwas

Um selbstsicherer Rüben zu kommen könntest du kurz davor Musik mit viel Bass hören, das hilft

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Kommentar von marmue15
03.11.2015, 18:10

Nun, ich würde aber gerne Lösungen finden OHNE zu lügen! Und daher bitte ich euch um Hilfe!

(Wenn ich lüge, stottere ich eh nur extrem auffällig rum, so dass man mich kaum versteht). Um eine Lüge nicht vorgetäuscht rüberzubringen, darf ich überhaupt nicht aufgeregt sein. Aber bei einem Vorstellungsgespräch bin ich das sehr! Da krieg ich eine Lüge nicht rausgebracht.

Ach ja, bei Musik und Bass zucke ich immer zusammen. Das halte ich überhaupt nicht aus (bin eher sowas wie Musik-Hasser)

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Wovor hast Du Angst? - aus dem, was Du aufgeführt hast, lese ich, dass Du weisst, was Du willst, und warum Du was bisher getan hast - also .... nur Mut

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Kommentar von marmue15
03.11.2015, 18:13

Nun, ich will endlich arbeiten! Aber dazu muss ich ja mal eines der Vorstellungsgespräche überwinden/bestehen. Und da fehlt es mir noch an irgendetwas wie passenden Antworten. Mit ehrlichen Antworten funktioniert das ja nicht und Lügen (oder sowas, was sich wie Lügen anfühlt) krieg ich nicht raus.

Das konnte ich noch nie! Und das will ich auch gar nicht können. Ich will meinen Prinzip der Ehrlichkeit treu bleiben.

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Ich lese das aber aus der Frage nicht raus. Für mich wird das "Sie" betont. Und der Grund ist halt einfach, dass ich arbeiten möchte - eigentlich egal wo.

Das kann ich gut nachvollziehen. Diese Frage ist einfach Banane. Eigentlich müsste der Normalbewerber darauf antworten: "Keine Ahnung, sagen Sie es mir". Denn ob man wirklich dort arbeiten will kann man eigentlich erst nach mindestens einem Arbeitstag beantworten. Der Autoverkäufer fragt einen ja auch nicht mit skeptischem Tonfall, "warum soll ich gerade Ihnen das Auto verkaufen" und das noch vor der Probefahrt. 

Die Wahrheit ist, wenn sie dich einladen trotz deiner nun mal unterdurchschnittlichen Noten und des offenbar dürftigen Lebenslauf, dann haben sie offenbar ein Interesse an dir, warum solltest du dann deren Interesse formulieren...?! Weil lustiges Rätselraten?!

Die Frage sollte anders gestellt werden, z. B. "Wo sehen Sie Ihre Stärken" - auch nicht gut aber wenigstens weniger daneben weil kein so offensichtlicher Rechtfertigungsdruck aufgebaut wird.

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Kommentar von fluffiknuffi
04.11.2015, 10:10

Ansonsten ist natürlich auffällig, dass du laut eigener Aussage so gar nichts im Lebenslauf vorzuweisen hast. Kein Praktikum, kein Nebenjob - das ist aufgrund deiner Schüchternheit noch nachvollziehbar. Aber hast du dich denn gar nicht abseits vom Studium mit den Inhalten des selbigen auseinander gesetzt? 

Ich studiere Informatik. Ich bin keine Musterstudentin, mein Schnitt ist durchschnittlich, meine Studiendauer exorbitant - aber ein Grund dafür ist, dass ich mich auf meine Art mit dem beschäftigt habe, was im Studium thematisiert wurde (oder eben gerade auch ausgelassen wurde), sprich ich habe unzählige eigene Projekte umgesetzt. Die meisten davon ganz alleine, das könnte man also auch als schüchterne Person. Und diese Projekte tauchen natürlich in meinem Lebenslauf auf, sie sind meine Hoffnung, damit meinen mäßigen Notenschnitt und die lange Dauer meines Studiums egalisieren zu können. 

Daher frage ich dich, was da los war, deine Begründung zur Masterarbeit ist schon nur so lala, kein Bock auf die letzte & wichtigste akademische Arbeit deines Lebens?! Hallo?!!! Ja das ist vorstellbar, dass du das nicht mit Spaß verbunden hast aber dann kämpft man sich halt wenigstens bis zur 3,0 durch. Ich habe drei Klausuren in meinem Studium mit 4,0 abgeschlossen, weil's mir halt egal war, war in meinen Augen blöder Mist den ich nun mal bestehen musste. Aber das waren auch nur unwichtige Klausuren für die sich im Nachhinein hoffentlich keiner mehr interessiert. 

Bei der Masterarbeit sagst du damit eben auch was aus - Null-Bock-Haltung eben. Wundern darfst du dich da wirklich nicht, dass es keine Zusagen hagelt. Du sagst du möchtest arbeiten. Das glaube ich dir, aber langfristig, nun du hast einen Master, man wird dich nicht für 2000 Brutto/Monat einstellen. Warum sollte man dir ein hohes Gehalt zahlen wenn du offenbar nur minimales Interesse an deinem Fachgebiet aufbringst? 

Klar jeder hat mal eine Durststrecke und auch das spannendste Gebiet ist mal langweilig, aber wie gesagt, du hast nichts getan außer irgendwie gerade die 4,0 noch zu schaffen. Jeder AG muss doch damit rechnen, dass du im Beruf eher heute als morgen an bore out leidest und nur das absolute Minimum tust, um irgendwie nicht wieder entlassen zu werden. 

Vielleicht solltest du die Zeit die Sache anders angehen und dir erst mal einen Praktikumsplatz zum Ziel nehmen. Oder du machst ein halbes Jahr Pause und tust in dieser Zeit irgendwas um ein wenig Hingabe zu deinem Fachgebiet zu demonstrieren! Jedenfalls denke ich du musst zum ersten deine bisher unzureichende Leistung/Leidenschaft akzeptieren und zum zweiten deine Einstellung ändern und dann auch Taten folgen lassen.

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