Wie kann man als Schüchterner ein Vorstellungsgespräch bestehen bzw. wie kann man sich darauf gut vorbereiten?

4 Antworten

Hallo marmue15,

ich empfehle Dir, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Sowohl für Deine Bewerbungsunterlagen - z. B. könntest Du mal eine exemplarische und anonymisierte Bewerbung hier einstellen -, als auch für die Vorstellungsgespräche.

Ich gehe davon aus, dass Du Dich mit der einschlägigen Ratgeberliteratur bereits intensiv beschäftigt hast.


Ich lese das aber aus der Frage nicht raus. Für mich wird das "Sie" betont. Und der Grund ist halt einfach, dass ich arbeiten möchte - eigentlich egal wo.

Das kann ich gut nachvollziehen. Diese Frage ist einfach Banane. Eigentlich müsste der Normalbewerber darauf antworten: "Keine Ahnung, sagen Sie es mir". Denn ob man wirklich dort arbeiten will kann man eigentlich erst nach mindestens einem Arbeitstag beantworten. Der Autoverkäufer fragt einen ja auch nicht mit skeptischem Tonfall, "warum soll ich gerade Ihnen das Auto verkaufen" und das noch vor der Probefahrt. 

Die Wahrheit ist, wenn sie dich einladen trotz deiner nun mal unterdurchschnittlichen Noten und des offenbar dürftigen Lebenslauf, dann haben sie offenbar ein Interesse an dir, warum solltest du dann deren Interesse formulieren...?! Weil lustiges Rätselraten?!

Die Frage sollte anders gestellt werden, z. B. "Wo sehen Sie Ihre Stärken" - auch nicht gut aber wenigstens weniger daneben weil kein so offensichtlicher Rechtfertigungsdruck aufgebaut wird.

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Ansonsten ist natürlich auffällig, dass du laut eigener Aussage so gar nichts im Lebenslauf vorzuweisen hast. Kein Praktikum, kein Nebenjob - das ist aufgrund deiner Schüchternheit noch nachvollziehbar. Aber hast du dich denn gar nicht abseits vom Studium mit den Inhalten des selbigen auseinander gesetzt? 

Ich studiere Informatik. Ich bin keine Musterstudentin, mein Schnitt ist durchschnittlich, meine Studiendauer exorbitant - aber ein Grund dafür ist, dass ich mich auf meine Art mit dem beschäftigt habe, was im Studium thematisiert wurde (oder eben gerade auch ausgelassen wurde), sprich ich habe unzählige eigene Projekte umgesetzt. Die meisten davon ganz alleine, das könnte man also auch als schüchterne Person. Und diese Projekte tauchen natürlich in meinem Lebenslauf auf, sie sind meine Hoffnung, damit meinen mäßigen Notenschnitt und die lange Dauer meines Studiums egalisieren zu können. 

Daher frage ich dich, was da los war, deine Begründung zur Masterarbeit ist schon nur so lala, kein Bock auf die letzte & wichtigste akademische Arbeit deines Lebens?! Hallo?!!! Ja das ist vorstellbar, dass du das nicht mit Spaß verbunden hast aber dann kämpft man sich halt wenigstens bis zur 3,0 durch. Ich habe drei Klausuren in meinem Studium mit 4,0 abgeschlossen, weil's mir halt egal war, war in meinen Augen blöder Mist den ich nun mal bestehen musste. Aber das waren auch nur unwichtige Klausuren für die sich im Nachhinein hoffentlich keiner mehr interessiert. 

Bei der Masterarbeit sagst du damit eben auch was aus - Null-Bock-Haltung eben. Wundern darfst du dich da wirklich nicht, dass es keine Zusagen hagelt. Du sagst du möchtest arbeiten. Das glaube ich dir, aber langfristig, nun du hast einen Master, man wird dich nicht für 2000 Brutto/Monat einstellen. Warum sollte man dir ein hohes Gehalt zahlen wenn du offenbar nur minimales Interesse an deinem Fachgebiet aufbringst? 

Klar jeder hat mal eine Durststrecke und auch das spannendste Gebiet ist mal langweilig, aber wie gesagt, du hast nichts getan außer irgendwie gerade die 4,0 noch zu schaffen. Jeder AG muss doch damit rechnen, dass du im Beruf eher heute als morgen an bore out leidest und nur das absolute Minimum tust, um irgendwie nicht wieder entlassen zu werden. 

Vielleicht solltest du die Zeit die Sache anders angehen und dir erst mal einen Praktikumsplatz zum Ziel nehmen. Oder du machst ein halbes Jahr Pause und tust in dieser Zeit irgendwas um ein wenig Hingabe zu deinem Fachgebiet zu demonstrieren! Jedenfalls denke ich du musst zum ersten deine bisher unzureichende Leistung/Leidenschaft akzeptieren und zum zweiten deine Einstellung ändern und dann auch Taten folgen lassen.

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@fluffiknuffi

Danke für deine ausführliche Antwort. Nun, das Fach ist schon ganz interessant. Ein Praktikum (Pflichtpraktikum) hatte ich absolviert. bzw. je eines im Bachelor und im Master, bei denen ich gut zurecht kam.

Nun ... ich weiß nicht, ob es einen Zusammenhang gibt. Aber ca. 1 Jahr vor Ende der Regelstudienzeit (des Masterstudiums) ist mein Vater gestorben. Und im Anschluss daran ist dann auch die Motivation (für wissenschaftliches Schreiben) gesunken. Das Pflichtpraktikum dagegen hat mich motiviert.

Daher habe ich dann (trotz mangelnder Motivation) gedacht: Ich hab nach dem Praktikum nur noch 2 Hausarbeiten und die Masterarbeit zu machen. (Ich dachte in der Zeit noch sehr oft an meinen verstorbenen Vater und hatte somit nicht wirklich die Konzentration auf die Masterarbeit gelegt)

Nun, aber die Begründung mit dem Tod meines Vaters ist mir zu persönlich, da ich nicht will, dass jeder vom Tod meines Vaters (und meinem realen Namen) zuordnen kann. Also keine passende Begründung fürs Vorstellungsgespräch finde ich, zumal ich darüber nicht sprechen (sondern lediglich wie hier schreiben) kann! Wenn ich über den Tod meines Vaters sprechen muss, komm ich sehr ins stocken und ins Weinen.

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@marmue15

Ergänzung: Bzgl. Praktikum: Dies muss finanzierbar sein. Jobcenter erlaubt dies nicht; ein längeres findet man wegen Mindestlohn auch nicht (oder nur Teilzeit mit zu wenig Geld um Wohnung + Lebensmittel, etc. zu leisten).

[Bei der Bachelorarbeit dagegen war ich sehr motiviert und hatte die mit einer 1,3 abgeschlossen, Gesamtdurchschnitt 2,0]

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@marmue15

Hm... Wenn der Tod deines Vaters wesentlichen Anteil hatte dann sollte das vielleicht doch irgendwie zur Sprache kommen? Der Unterschied zwischen BA und MA ist ja eklatant und man würde dir das als Erklärung wohl abkaufen, nehme ich an.

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Du musst lügen, ich weiß das das asozial ist aber das ist das Wesen von so etwas

Um selbstsicherer Rüben zu kommen könntest du kurz davor Musik mit viel Bass hören, das hilft

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Nun, ich würde aber gerne Lösungen finden OHNE zu lügen! Und daher bitte ich euch um Hilfe!

(Wenn ich lüge, stottere ich eh nur extrem auffällig rum, so dass man mich kaum versteht). Um eine Lüge nicht vorgetäuscht rüberzubringen, darf ich überhaupt nicht aufgeregt sein. Aber bei einem Vorstellungsgespräch bin ich das sehr! Da krieg ich eine Lüge nicht rausgebracht.

Ach ja, bei Musik und Bass zucke ich immer zusammen. Das halte ich überhaupt nicht aus (bin eher sowas wie Musik-Hasser)

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Bitte um Hilfe!

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Wie bezieht man sich richtig auf ein Telefonat?

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Sehr geehrter Herr XYZ,

vorab möchte ich Ihnen vielmals für das nette Gespräch danken. Wie besprochen, sende ich Ihnen hiermit meine Bewerbungsunterlagen zu.

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Durch meinen Auslandsaufenthalt, mein bilinguales Abitur und mein Studium spreche ich fließend Englisch und erwarb mir ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit.

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Meine angesprochenen Gehaltsvorstellungen mit einem Stundenlohn in Höhe von 16 € empfinde ich aufgrund meines abgeschlossenen Bachelorstudiums und erworbenen Kenntnissen als angemessen.

Ich bedanke mich vielmals für das von Ihnen entgegengebrachte Vertrauen und freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen,

XYZ

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Hallo, Arbeitszeugnis Formulierung?

Hallo,

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Den Teil mit den Unternehmensangaben und meinen Informationen lass ich mal weg, da das nicht wirklich relevant ist. Das Arbeitsverhältnis ging über für 2 Monate als Krankheitsvertretung.

"Aufgrund seiner guten Vorkenntnisse und seines Engagements hat er umfassende berufsspezifische Fachkenntnisse erworben. Herr XYZ zeigte eine sehr schnelle Auffassungsgabe, er dachte jederzeit mit und erledigte die ihm übertragenden Aufgaben selbstständig."

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"Durch seine selbständige und eigenverantwortliche Arbeit hat Herr XYZ stets gute Erfolge erzielt."

"Seine guten Leistungen haben in jeder Hinsicht und in bester Weise unseren Erwartungen entsprochen."

"Aufgrund seines stets freundlichen Wesens wurde Herr XYZ allerseits sehr geschätzt."

"Da wir nunmehr keinen weiteren Bedarf an Aushilfskräften haben, können wir das Arbeitsverhältnis mit Herrn XYZ leider nicht fortsetzten."

"Wir danken ihm für seine stets guten Leistungen und wünschen ihm für seinen beruflichen und persönlichen Werdegang alles Gute und weiterhin viel Erfolg."

Wie schon gesagt in meinen Augen eine 2, aufgrund der Abschlusssätze.

Was mich besonders stört ist der Satz "Aufgrund seines stets freundlichen Wesens wurde Herr XYZ allerseits sehr geschätzt."

Dort fehlt halt jegliche Angabe zu den Vorgesetzten. Ich habe dazu geteilte Meinungen gelesen, manche sagen der Satz ist gut und das "allerseits" deckt alles ab, andere wiederum sagen er sei nicht so gut und es heißt man würde nur schwätzen.

Wäre super wenn jemand Feedback zu dem Zeugnis geben könnte, aus den Anfangssätzen werde ich persönlich z.b gar nicht schlau draus.

Danke

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exam. Altenpflegerin - Wo kann ich außerhalb der Pflege arbeiten?

Sonnige Grüße an alle,

2010 habe ich mein Examen bestanden (D:1,4). Habe 1 Jahr in einem ambulanten Dienst gearbeitet und nun bin ich Dauernachtwache. Vor der Ausbildung habe ich 2 Jahre privat jemanden gepflegt, allerdings ohne Ausbildung. Ich habe 2007 mein Abi gemacht. Nun ist meine Frage, wo ich arbeiten kann, außerhalb der Pflege. Verwaltung oder iwas anderes?! Ich weiß, dass sehr viele VIIIIEEEELLL länger in der Pflege arbeiten,aber ich kann nicht mehr. Nicht körperlich,sondern psychisch. Also,wenn jemand etwas weiß, auch Umschulung,Weiterbildung, bitte gerne schreiben! Hatte vor, Pflegemanagement zu studieren, eigentlich ... Liebe Grüße

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