Wie kann man als Geschädigter Schadensersatz und Schmerzensgeld fordern?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Du brauchst die Hilfe und das Wissen eines Anwaltes, der deine Forderungen vor Gericht einreicht. Warum du aber erst in der nächsten Woche Strafanzeige stellen willst ist mir und sicherlich auch der Polizei ein Rätsel.

Die Polizei wird entscheiden, ob eine Strafbare Handlung vorgelegen hat und das Weitere in die Wege leiten (Staatsanwaltschaft etc.). Schadenersatz und Schmerzensgeld ist deine persönliche Angelegenheit und geht dem Staatsanwalt nichts an.

Teilen kannst du dir den Anwalt nicht, aber es ist bestimmt nicht schlecht, wenn der Anwalt mit 2 ähnlichen/gleichen Fällen vor Gericht auftreten kann.

Naja, zum einen weil das alles 30km entfernt passiert ist, ich derzeit mit einem Arm im Gipps net Autofahren kann und zum anderen weil der zuständigt Beamte erst am WE wieder Dienst hat. Danke für die Antwort!

0

Bei uns war es damals so, dass unser Nachbar meinen Mann tätlich angegriffen hat. Mein Mann hatte eine Platzwunde am Fuß, die ärztlich versorgt werden mußte. Wir sind zur Polizei gegangen, haben Anzeige erstattet und danach zum Anwalt. Staatsanwaltschaft hat das Ganze nicht interessiert, wir mußten dann Antrag beim Amtsgericht stellen (weil das Nachbarschaftstreitigkeiten sind!). Ca. halbes Jahr später hatten wir Gerichtstermin und der Nachbar wurde zu Schmerzensgeld verdonnert. Wäre jetzt nett zu wissen, was dir bzw. euch passiert ist!

Strafrecht und Zivilrecht sind zwei Gleise.

Will man Schadensersatz (als Opfer einer Straftat) ist das Zivilrecht.

Im Strafrecht spielt der Geschädigte nur eine Nebenrolle als Zeuge oder gelegentlich als Nebenkläger. Die Staatsanwaltschaft kümmert sich um die Strafverfolgung. Die Verurteilung des Angeklagten soll der Prävention dienen, aber auch der Sühne (netteres Wort als "Rache").

Also: Rechtsanwalt suchen der sich in Schuldrecht auskennt (das müsste eigentlich jeder Rechtsanwalt). "Schuldrecht" klingt missverständlich, es ist ein Begriff aus dem bürgerlichen Gesetzbuch, nicht aus dem Strafrecht. Ein Exemplar des BGB sollte übrigens jeder Bürger im Haus haben.

Danke für die Aufklärung! Da war ich wohl ein bissl aufn falschem Dampfer ^^

0

Und man sollte neben dem BGB am besten noch eine entsprechende Sammlung der Entscheidungen des Bundesverfassungsgericht im Haus haben...ggg. Damit man die Interpretationen auch berücksichtigt.

0
@Knowledge

:-) Dafür kann man ja in die Fachbereichsbibliothek der Uni fahren... Da stehen dann auch die Kommentare.

0

Mach dir aber nicht zu große Hoffnungen wegen dem Schmerzensgeld. :-/

Auszug aus einer Schmerzensgeld-Berechnung:

Bei einem einfachen Armbruch durch Verkehrsunfall wird im Regelfall ein Schmerzensgeld zwischen 2.000 und 4.000 Euro in Betracht kommen, bei einem komplikationslosen Beinbruch ein Schmerzensgeld zwischen 3.000 und 8.000 Euro; die Kriterien für die Bemessung sind im Wesentlichen dieselben wie im vorstehenden Absatz - wiederum vorausgesetzt, es tritt kein oder allenfalls geringer dauernder Schaden ein.

Verbleiben hingegen dauernde Verletzungsfolgen, z.B. immer wiederkehrende Schmerzen, ein zunehmender Gelenkverschleiß (Arthrose) nach Knochen- oder gar Gelenkverletzung, oder etwa eine Beinverkürzung nach Beinbruch, erhöhen sich diese Schmerzensgeld-Beträge unter Umständen deutlich. Vor allem, wenn Sie verletzungsbedingt Ihren Beruf aufgeben müssen (dann stehen Ihnen aber noch ganz andere Ansprüche zu, z.B. wegen Verdienstausfall oder wegen der Kosten einer deshalb erforderlich werdenden Umschulung).

Was möchtest Du wissen?