Wie kann man aus magersucht rauskommen😔?

12 Antworten

Hallo,

da Du offensichtlich an einer Essstörung erkrankt bist und Du ganz sicher darunter sehr leidest, fragst Du Dich sicher, was helfen kann. Vielleicht hast Du ja auch schon selbst versucht, davon loszukommen und es nicht geschafft. Bedenke jedoch bitte, dass es sich hierbei um eine Sucht handelt. Bei einer Sucht hat man einen zwanghaften Drang, die Handlung zu wiederholen und kann sich nicht vorstellen ohne diese zu leben. Das kannst Du sicher auch bestätigen.

Ich möchte Dir nachfolgend einige Tipps geben, die Dir helfen könnten.

1. Gestehe Dir Dein Problem ein

Der erste Schritt ist, Dir selbst einzugestehen, dass Du ein Problem hast. Auch wenn Du Dein Essverhalten vor anderen verbirgst, rede Dir bitte nicht selber ein, dass alles gut ist wie es ist. Erst wenn Du Dein Problem auch als Problem siehst, kannst Du den Entschluss fassen, dagegen anzugehen. Oft stecken hinter Essstörungen ernsthafte psychische Ursachen, wie z.B. ein geringes Selbstbewusstsein oder Missbrauch.

2. Versuche so viel wie möglich über die Krankheit zu erfahren

Informiere Dich in seriösen Quellen über Deine Krankheit und ihre Auswirkungen. Beispielsweise bekommst Du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) einige hilfreiche Informationen und auf folgender Website: www.bzga-essstoerungen.de . Es gibt auch Beratungsstellen für Essstörungen und Telefonnummern, bei denen man sich anonym beraten lassen kann.

3. Geh in die Offensive

Ein weiterer wichtiger Schritt ist, Dein Problem nicht zu verheimlichen, sondern mit jemandem, dem Du vertraust und der Dich versteht, offen darüber zu reden. Je mehr Du Deine Probleme in Dir einschließt, desto schlimmer werden sie. Manchmal kann schon ein solch offenes Gespräch eine heilende Wirkung haben. Ein mitfühlender Gesprächspartner kann Dir helfen, Dich wegen Deiner Essstörung nicht zu schämen. Sich angenommen und verstanden zu fühlen kann ein erster Schritt nach vorn sein. Solch ein Gesprächspartner könnte ein Elternteil oder ein anderer reifer Erwachsener sein, am besten jemanden, der über Erfahrungen mit der Behandlung von Essstörungen verfügt.

4. Nimm professionelle Hilfe an

Falls Deine Situation unerträglich geworden ist, kann es erforderlich sein, einen Krankenhausaufenthalt zu erwägen. Auch wenn dieser keine Heilung bringt, kann er dennoch helfen, über eine schlimme Zeit hinwegzukommen.

Oftmals reicht jedoch schon eine ambulante psychotherapeutische und medizinische Behandlung aus. Die Kosten für eine Therapie übernehmen auf Antrag die Krankenkassen, der Rententräger oder das Sozialamt. Das hat den Vorteil, dass man in seiner häuslichen Umgebung bleiben und das Gelernte gleich umsetzen kann.

Neben diesen praktischen Hilfen möchte ich noch auf eine andere Hilfe aufmerksam machen, an die in der heutigen Zeit die wenigsten denken. Ich meine die Hilfe, die von Gott kommen kann. Da er als unser Erschaffer die menschliche Natur in all ihre Facetten am besten kennt, kann er uns doch am besten helfen und Rat geben. Du kannst Dich z.B. jederzeit im Gebet an ihn wenden.

Der berühmte König David, der viele Höhen und Tiefen in seinem Leben durchmachte, wandte sich in Zeiten der Not und Bedrängnis oftmals an Gott. Viele seiner innigen Gebete sind in den Psalmen festgehalten. So schrieb er z.B. in einem Psalm folgendes: "Gesegnet sei Gott, der mein Gebet nicht abgewiesen, noch seine liebende Güte von mir [abgewandt] hat" (Psalm 66:20). Ja, David machte die Erfahrung, dass seine Gebete nicht nutzlos waren und ins Leere gingen. Er verspürte immer wieder die Hilfe seines Gottes. Die gleiche Erfahrung machen auch viele Menschen in unserer Zeit. Auch ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es nichts besseres gibt, als eine Freundschaft zu Gott aufzubauen und ihn als ein Helfer an seiner Seite zu wissen.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir gelingt, Deine Krankheit Stück für Stück zu besiegen und ein Leben zu führen, dass wieder lebenswert ist.

LG Philipp

Es gibt Spezial-Kliniken für AN. Dahin solltest Du Dich von Deinem Arzt überweisen lassen. Die KV in Deiner Stadt kann Dir auch eine Liste mit Fach-Kliniken zukommen lassen. Eine normale Therapie wird nur bedingt helfen, aber wenn Du es wirklich überwinden willst, dann brauchst Du hier spezielle Fach-Hilfe.

Zwing Dich auch nicht einfach nur mehr zu essen, denn das kann schnell nach hinten los gehen. Du brauchst dazu wirklich fachliche Begleitung. Ganz alleine wirst Du es nicht bewältigen können. Das ist eine der schwierigsten und sensibelsten Therapien.

AN beeinflusst Dein Denken und Deine Wahrnehmung. Daher ist es dann auch erforderlich, hier ebenso anzusetzen. Du musst Einiges neu erlernen und das muss dann eben fachlich angeleitet werden. Da musst Du auch eine ganze Menge Vorschussvertrauen in Deine/n Therapeutin/en schenken. Kleiner Tipp vorweg: die sind nicht der Feind.

Doch Du wirst Dich selbst schon lange mit diesem Thema beschäftigt haben und da muss ich Dir nicht mehr erklären, wo der Hammer hängt. Such Dir wirklich Hilfe. 

Schön, dass Du von Dir aus Hilfe suchst. Das ist schon der wichtigste Schritt. Ich wünsche Dir viel Erfolg in der Therapie. Alles Gute!

Naja ich hab riesige angst davor und hab auch angst das ich noch fetter werde😔

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@lebengefickt

Nun, darum geht es ja bei der Therapie, dass Du diese Angst überwinden lernst. Sie ist die Triebfeder für die AN. Auch das mit dem "fetter" werden erledigt sich von alleine. Keine Sorge, Du wirst nicht fetter, aber dafür gesünder.

Doch von alleine wird gar nichts besser. Im Gegenteil. Ich habe leider ein paar Mädchen und Frauen gekannt, die es alleine schaffen wollten. Sie haben es nicht geschafft.

Glaub mir, Du brauchst Hilfe und kannst nur gewinnen. Deine Angst ist der Affe im Kopf, der Dir ins Getriebe schifft. Sie ist völlig unbegründet, auch wenn sie sich noch so real anfühlt. Denk nicht lange nach und mach es. Je länger Du zögerst, desto weniger bist Du bereit, Dir helfen zu lassen. Das wäre wirklich schade, denn ich weiß ganz genau, dass es funktioniert! Du musst es nur zulassen und tun. Mehr braucht es nicht.

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Sie kann nicht einfach mehr essen, wenn das Problem in ihrem Kopf ist. Magersucht ist nicht nur Untergewicht, sie hat "Angst" vor Essen. Ich hatte mal eine magersüchtige Mitschülerin mit der ich paar mal gesprochen hatte. Sie hat sich damals in Therapie begeben und das solltest du auch tun. Alleine kommst du schwer raus. Das ist ein üblicher Tipp, aber was anderes gibt es nicht, wenn du es alleine nicht schaffst.

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