Wie kann man Ärzte davon überzeugen, dass sie sich weigern, Abtreibungen vorzunehmen - und nur solche wegen med. Notwendigkeit durchführen?

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12 Antworten

Da jeder Mensch frei ist, selbständig zu denken, ein gewissen zu haben und seine Meinung kund zu tun, kann niemand Ärzten eine bestimmte Maßnahme, die wissenschaftlich fundiert ist und gesetzlich legitimiert, verbieten.
Dann müssten wir jede Ärztlich Handlung, Therapie und Maßnahme und Verordnung nach gleichen Kriterien bewerten. Und das fällt für viele Behandlungen aus den gleichen Gründen uneindeutig aus. Ist Körperverletzung okay? Vergiften von Organismen? Tierversuche?
So lange es dem Menschen zugute kommt, Psychisch und physisch, sollten wir uns schwer hüten solche pauschalen antworten zu suchen, nur weil etwas der eigene Moral widerspricht, das gilt auch für Abtreibungen.

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Dein Vorhaben ist unsinnig.

Ein Arzt kann selbst entscheiden, was er macht und was nicht - dazu braucht er keine ideologisch verzerrte Haltung bezüglich eines Schwangerschaftsabbruchs.

Wir haben in Deutschland de facto eine Fristenregelung - die zwar juristisch komplett verkorkst und verdreht ist, aber eigentlich genauso funktioniert wie eine (und jede Frau von Pro Familia einen Beratungsschein vor der 14. SSW ausgestellt bekommt)

Ein Arzt, der den Schwangerschaftsabbruch durchführt, wird - wenn die betroffene Frau den Beratungsschein bekommen hat - gar nicht mehr nachfragen, welche Gründe sie dazu bewegt haben.

Du kannst Ärzte mit deiner Haltung gegen Abtreibungen nicht beeinflussen und schon gar nicht "überzeugen"...

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Zum Glück kann das jede Frau für sich selber entscheiden.

Ja, Ärzte müssen das nicht tun, aber dann sucht sich die Frau eben einen anderen Arzt.

Würde kein Arzt mehr eine Abtreibung vornehmen, dann würde jede Frau, die ungewollt schwanger wurde und das Kind nicht austragen möchte, zu irgentwelchen dubiosen, selbsternannten Hinterhof-"Ärzten" gehen und das eigene Leben auf`s Spiel setzen.

Wäre das besser??

Ich denke nicht.

So, wie es jetzt ist, so ist es gut.

LG

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Mir ist da keine zuverlässige Methode bekannt.

Bei manchen Ärzten half es, wenn sie sich die Überreste angeschaut haben und ihnen dann klar wurde, dass sie gerade einen Menschen getötet haben.

Das hilft aber nur selten, in dem Sinne, dass es Ärzte gibt, die tausendmal Überreste sortieren, um zu gucken ob alles da ist, und denen beim 1001. Mal auffällt, dass sie da gerade mit zerstückelten Armen-, Beinen-, Kopf- und Rumpfresten gerade einen Menschen zusammenpuzzeln, den sie grade vorher getötet haben (bzw. der von Kollegem getötete wurde).

Manche hören dann auf, manche findens dann immer noch ok und machen weiter.

Argumentativ dürfte da nicht viel zu erreichen sein, da es sich im allgemeinen um intelligente Leute handelt, die sich selbst schon relativ detailliert eine scheinbare Rechtfertigung für ihr Tun zurecht gebogen haben.

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Kommentar von Pangaea
11.04.2016, 18:50

Was denn für Überreste? Die Frau bekommt ein Medikament, das eine Fehlgeburt auslöst.

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Glücklicherweise wirst du damit kaum Erfolg haben, den jene Ärtze welche diese Eingriffe vornehmen haben deutlich mehr Ahnung von der Materie als du...und wissen warum sie es tun. 

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Gar nicht! Und das ist auch gut so. Außer dem eigenen Empfinden sollte einem Arzt dabei nichts beeinflussen. Wenn er nicht damit leben kann, ist es seine Entscheidung. Nur sollten dabei keine rückschrittlichen relligiösen Ansichten eine Rolle spielen. Gut, dass es genügend Ärzte gibt, die sich dazu bereiterklären.

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Kommentar von Hunkpapa
13.04.2016, 14:16

Wenn du vielleicht glaubst, ich sei "einer von den ultra konservativen Katholiken", die strikt gegen Abtreibung sind, dann bist du schief gewickelt. Weder mit dem Christentum noch mit den anderen Weltreligionen habe ich etwas zu tun, auch nicht mit den unzähligen religiösen Splittergruppen (Sekten), wie z.B. Zeuge Jehovas, Mormonen, Baptisten, Adventisten und wie sie alle heißen. Ich habe sogar erhebliche Zweifel, dass es überhaupt einen Gott bzw. einen persönlichen Gott gibt. Punkt. 

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Das wäre ja schlimm, wenn das die Ärzte entscheiden könnten! Die sind doch nicht diejenigen, die schwanger sind und das Kind am Ende des Tages großziehen müssen. Gott sei Dank leben wir in einer modernen Welt, wo die Frauen zumindest in der westlichen Kultur selber entscheiden dürfen, ob sie das Kind haben wollen oder nicht. 

Dass Frau deshalb nicht leichtfertig eine Abtreibung vornehmen lassen sollte, steht auf einem anderen Blatt. Aber dafür gibt es ja Beratungsstellen und den gesunden Menschenverstand. 

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Kommentar von Hunkpapa
11.04.2016, 11:28

Der westliche Menschenverstand scheint ja auch immer der Gesündeste zu sein

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gar nicht - jeder Arzt handelt nach seinem Wissen und Gewissen und wie es das Gesetz erlaubt.

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Kommentar von Hunkpapa
11.04.2016, 11:24

Auch das soll nicht bestritten werden. Kennst du im Übrigen den Eid des Hippokrates? Lese mal sorgfältig durch!

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Warum sollte man das wollen? Die Ärzte sind erwachsen und durchaus in der Lage, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen...

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Gar nicht. Ärzte sind durchaus in der Lage, in Übereinstimmung mit der Gesetzeslage selbst zu entscheiden, welche Eingriffe sie vornehmen und welche nicht.

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Kommentar von Hunkpapa
11.04.2016, 11:21

Ja, sie dürfen, das weiß jeder. Sie müssen aber nicht

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Ich finde es komisch dass manche Leute denken die wären allmächtig und können über ALLE entscheiden. 

Wenn eine Frau schwanger wird ist es doch ihre Sache ob sie das Kind bekommt oder nicht. Das ist ihr Körper und ihr Embrio und das hat zum Glück jede Frau selber tu entscheiden. 

Wenn du der Meinung bist dass Abtreibungen ja ach so schlimm ist dann treibe halt nicht, aber entscheide doch nicht für alle anderen Frauen ob die das tun sollen oder nicht. 

Ich selber hatte eine Abtreibung und bereue es nicht, das ist was ganz normales! Wenn man das Kind nicht will tut man es wegmachen. 

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Gar nicht. Das entscheidet zum Glück die schwangere Frau selbst

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Kommentar von DonkeyDerby
11.04.2016, 11:21

Das ist faktisch aber falsch. Zum einen entscheidet ein Arzt selbst, welche Eingriffe er vornimmt, zum anderen wird die Entscheidung der Frau durch den Gesetzesgeber leider stark eingeschränkt.

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