Wie kann ich zwei Katzen (beide Weibchen 1 jahr und 3 Monate)einander gewöhnen??

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2 Antworten

ich empfehle: Pheromonsticker vom TA oder Zoofachhandel,

Katzen nicht bedrängen,

beiden genug Rückzugsmöglichkeiten bieten,

die bisherige DIVA durvchaus etwas bevorzugen: also die bekommt ihr Futter zuerst, dann die Lütte im Nebnraum - TÜR bleibt so lange zu.

schnapp dir ein npaar frotteesocken und deine Gummistiefel oder sneakers und trage das einen ganzen Tag lang !,
DANN bekommt jede Mieze eine StinkeSocke mit Frauchens Aroma:
zuerst sanft und wie zufällig damit abreiben/streicheln,
dann ins Körbchen/Schlafplatz legen - Erbegnis: ihr riecht alle 3 ähnlich !

alle 2-3 TAge wiederholen

hab GEDULD !

nicht alle sind so gut sozialisiert als Kitten und Jungkatze, daß sie sich gegenüber ihren Gattungsgefährten auf Anhieb gut benehmen können

als lesestoff empfehle ich

Desmond Morris: Catwatching

Zunächst finde ich es klasse, dass Ihr Eurer Fellnase eine zweite Katze beigesellt habt! DH!

Grundsätzlich stellt die Zusammenführung zweier Katzen eigentlich keine Zauberei dar, wenn Ihr ein paar grundlegende Dinge berücksichtigt - und vor allem viel Geduld habt und Ruhe bewahrt. Nach erst knapp 3 Wochen solltet Ihr die Hoffnung keineswegs aufgeben - meines Erachtens habt Ihr bislang so ziemlich alles richtig gemacht, und solange sich die Katzen eher aus dem Weg gehen (als sich vielleicht von morgens bis abends zu prügeln), sieht soweit doch alles recht normal aus.

Normalerweise sollten Kitten frühestens mit 12 Wochen (besser älter) von ihrer Katzenmama und den Geschwisterchen getrennt werden, um bis dahin ausreichend entwickelt und sozialisiert zu sein. Wäre es möglich, dass Eure Erstkatze damals zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt wurde, sodass es ihr heute vielleicht am "Familiensinn" mangelt?

Bei Zusammenführungen wird zumeist empfohlen, dass die Katzen idealerweise von möglichst ähnlichem Charakter, in etwa gleichem Alter und vom gleichen Geschlecht sein sollten (wobei die beiden erstgenannten Punkte m.E. die wichtigeren sind). Wenn der Neuzugang etwas jünger ist als die bereits vorhandene Fellnase (9 Monate Unterschied halte ich eigentlich für ziemlich optimal), dann wirkt sich das meist positiv aus, weil eine jüngere Katze sich der Älteren i.d.R. leichter unterordnen kann, als umgekehrt. Spätere Revierstreitigkeiten wird man naturgemäß nie ganz ausschließen können.

Katzen sind revierbezogene Gewohnheitstiere und hassen Veränderungen, daher bedeutet der Einzug einer weiteren Fellnase natürlich einen besonderen Stress für beide Tiere.
Wenn Eure Erstkatze anfangs verunsichert, ein wenig eifersüchtig und vielleicht auch etwas ängstlich reagiert, dann dürfte dies sicherlich der Situation geschuldet sein.
Lasst sie auf alle Fälle erst mal zur Ruhe kommen und bedrängt sie nicht, sondern lasst sie auf Euch zukommen, wenn ihr danach ist. Wenn sie sich etwas auf die neue Situation eingestellt hat, sollte sich ihre Aufregung eigentlich bald legen - manche Fellnasen brauchen halt etwas länger, um sich an Veränderungen zu gewöhnen. Erschwerend dürfte hinzukommen, dass sie als bisherige Einzelkatze ("Prinzessin") vielleicht auch entsprechend verwöhnt worden ist?

Zusammenführung bedeutet immer Stress für alle Beteiligten, und es erfordert mitunter viel Zeit und Geduld, die Katzen aneinander - dabei den Neuankömmling an seinen neuen Lebensraum, und die bereits vorhandene Katze an den plötzlichen "Eindringling" in ihrem Revier - zu gewöhnen.

Der (Erst-)Kontakt zwischen Katzen verläuft oftmals ziemlich "rustikal". Naturgemäß finden sich die beiden Fellnasen zunächst ziemlich doof, und müssen sich - manchmal leider im wahrsten Sinne des Wortes - erst "zusammenraufen". Wenn die Katzen also fauchen und knurren, oder zwischen ihnen auch mal die Fetzen fliegen, dann ist das soweit vollkommen normal - falls dabei allerdings irgendwann auch mal Blut fließen sollte, müsst Ihr natürlich unbedingt einschreiten.

Natürlich kann bei einer Zusammenführung niemand eine Erfolgsgarantie abgeben. Manche Katzen kuscheln nach wenigen Tagen zusammen im Körbchen, andere werden sich - weil die "Chemie" eben nicht stimmt - vielleicht auch nach längerer Zeit nur respektieren.
Habt Geduld, eine erfolgreiche Zusammenführung kann, muss aber nicht, durchaus einige Wochen oder Monate dauern - lasst Euch davon aber nicht entmutigen!

In vielen Fällen ist die bereits vorhandene Katze durch den Neuzugang in ihrem Revier zunächst verunsichert, das scheint bei Euch der Fall zu sein.
Auf der einen Seite ist es daher wichtig, dass Ihr Euch - auch wenn es vielleicht schwerfällt - nicht zu ausführlich mit dem Neuankömmling beschäftigt, damit sich die bereits vorhandene Katze nicht zurückgesetzt fühlt (das könnte dann zu Eifersucht führen).
Behandelt Eure Erstkatze wie immer, und wahrscheinlich solltet Ihr Euch auch weiterhin noch etwas intensiver um sie bemühen als bisher. Wenn sie irgendwann merkt, dass sie keinen Grund dazu hat sich zurückgesetzt zu fühlen, sollte sich ihr Verhalten eigentlich bald normalisieren.

Auf der anderen Seite besteht bei Zusammenführungen die Herausforderung stets auch darin, beide Katzen möglichst gleich zu behandeln (auch der Neuankömmling darf sich ja nicht vernachlässigt fühlen), und dabei keine zu bevorzugen - mithin also eine klassische Gratwanderung.

Idealerweise solltet Ihr möglichst viel Zeit für eine intensive Beschäftigung (gemeinsames Spiel, Schmusestunden, Leckerchen futtern, etc.) mit beiden Fellnasen einplanen. Dabei kommt es einerseits darauf an, mit ihnen gemeinsam zu spielen, sie ausreichend geistig und körperlich zu fordern und sie dabei aneinander bzw. den Neuzugang an Euch zu gewöhnen.

Andererseits tut es beiden aber auch gut, sich mit ihnen mal getrennt voneinander zu beschäftigen, um dabei voll und ganz auf sie eingehen zu können. Dazu sind (neben Schmusestunden) z.B. Spiele hilfreich, die Erfolgserlebnisse bescheren (z.B. Futterlabyrinth, Katzenangel, Fummelbox, Clickertraining o.ä.).

Hilfreich ist es zudem, wenn Eure Katzen sich bei Bedarf auch in der Wohnung in ihre eigenen Bereiche (z.B. getrennte Zimmer, Katzenhöhlen, Kartons, abgesicherter Balkon etc.) zurückziehen können, um sich mal etwas aus dem Weg gehen zu können.

Eine zusätzliche Hilfe könnten eventuell noch Verdampfer für die Steckdose (z.B. Feliway "Friends" oder "Classic", beim Tierarzt oder im Fachhandel erhältlich) bieten, die spezielle Duftstoffe (Pheromone) freisetzen, und dadurch einen entspannenden Wohlfühleffekt auf Katzen haben können.

Auf alle Fälle solltet Ihr stets Ruhe bewahren (sonst überträgt sich Euer Stress noch zusätzlich auf die Katzen), den Fellnasen immer mit Aufmerksamkeit, Zuwendung, Geduld und Nachsicht begegnen, und sie keinesfall bestrafen oder mit Liebesentzug reagieren (Katzen können Strafe ohnehin nicht mit ihrem Verhalten in Verbindung bringen).

Ich drücke die Daumen, dass die Zusammenführung problemlos und schnell gelingt!

Alles Gute und viel Erfolg!

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