Wie kann ich wieder ohne Angst leben?

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6 Antworten

Oh ich kann dich so gut verstehen :-(

Mir ging es wirklich GENAUSO wie dir. Ich kann alles, was du erlebst, so gut nachvollziehen, weil ich die selben Dinge durchgezogen habe.

Weißt du was ich gemacht habe? Ich habe diese Zeit fürs NACHDENKEN ausgenutzt. Ich habe in dieser Zeit SO VIEL über mein Leben nachgedacht wie noch nie. Über alles. Über meine Erlebnisse, über die positiven und negativen Dinge. Dinge die ich bereue, Dinge worauf ich stolz bin. Meine Stärken, meine Schwächen. An das was ich alles durch solche Aktionen (nicht in die Schule gehen) verloren habe.

An Menschen die ich liebe, an Menschen die ich hasse. Menschen die ehrlich waren, Menschen die gelogen haben. An Menschen die mich enttäuscht haben, an Menschen die immer an meiner Seite waren. Dann habe ich meine Gedanken aufs Papier gebracht. Ich habe gezeichnet und gemalt. Ich habe auch viel geweint und teilweise auch gelacht und mich selbst inspiriert.

Das war quasi wie eine Therapie für mich. Du musst etwas finden was dich sehr inspiriert, was dich in deinem Leben bisher weitergebracht hat, was deine Leidenschaft ist. Schau mal "Kitthey"s Videos auf youtube, sie hat mich teilweise auch sehr inspiriert.

"Losing all Hope was Freedom" ... Ich habe mich von diesem Satz inspirieren lassen, denn so war es für mich in der Zeit wirklich. Sobald man quasi alles verliert, was einem wichtig ist, spürt man für eine kurze Zeit die Freiheit. Man wird reifer, teilweise glücklicher und ruhiger. Man merkt erst dann, was man WIRKLICH will. Was für ein Sinn das Leben hat.  Man kann erst dann klar denken. Und erst ab diesem Zeitpunkt, will man NUR NOCH das tun was einem auf dem Herzen liegt. Erst dann WILL man aufstehen. Erst dann verschwinden die großen Ängste.

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So habe ich mir selbst geholfen. Und ich hoffe dass ich dich auf irgendeiner Art und Weise inspirieren konnte. Viel Glück, ich hoffe du nimmst meine Antwort ernst!  

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Kommentar von karamellkotze
09.09.2016, 19:23

Hey, Schön dass es jemanden gibt, der sich genauso fühlt. Ich hab in letzter Zeit auch nur nachgedacht, ich hab eigentlich kaum was andres gemacht. Ich werd gleich mal nach Kitthey schauen. Danköö

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Gehe am Montag zu deinem Hausarzt und lasse dir helfen.

Du wirst vermutlich eine Therapie machen müssen. Vielleicht weist er dich auch direkt ein. 

Das klingt aber alles schlimmer, als es eigentlich ist. Du hast schon einen großen vermutlich einen der zwei größten Schritte geschafft. Du erkennst, dass du Hilfe brauchst!

Das ist prima!

Jetzt muss du dich noch zum zweiten großen Schritt überwinden: Suche dir Experten Hilfe!

Ein kleiner Tipp am Rande: Die Caritas bietet eine online Beratung an. Dort kannst musst du deine Postleitzahl angeben und wirst dann an eine Beratungsstelle in deiner Nähe verwiesen. Dort kannst du dann komplett Anonym (mit Nickname und Passwort) hinschreiben und kannst schon mal ein paar Berührungspunkte abbauen. So eine Beratungsstelle kann nicht das leisten, was ein Psychologe leisten kann, aber das wäre ein erster Schritt. Du kannst dann auch persönlich zu der Beratungsstelle gehen, was auch noch einmal mehr Möglichkeiten bietet. Außerdem können sie dir auch helfen einen geeigneten Therapeuten zu finden!

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Kommentar von karamellkotze
09.09.2016, 19:59

Ich würde schon gerne gehen, und zu einer Therapie würde ich mich auch noch zwingen, aber ich will auf keinen Fall in die Psychiatrie! Kann der Arzt mich überhaupt einweisen, wenn meine Eltern das nicht erlauben? Ich meine, ich kann ja wieder trainieren rauszugehen und dann kann ich ja ganz normal eine Therapie machen, und muss nicht gleich in die Psychiatrie, oder? Und danke, Ich werde gleich mal nach Caritas im Internet gucken.

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Moin Moin Karamellkotze,


mutig,mutig, dass du dich hier öffnest und nach Rat fragst. Ehrlich.


Panikattacken sowie auch Angst sind keine angenehmen Begleiter. Auch ist die Schule ja auch nicht unwichtig. Du hast es grade echt nicht leicht !!


Ich kann jetzt zwar keine Prognose geben, aber ich kann dir nur raten dich von deinen Eltern zu einen Neurologen fahren zu lassen. Der soll unbedingt ein EEG machen. Auf diesem kann man sehen ob du Veränderungen im Gehirn hast ( müssen ja da sein, wenn das alles stimmt,was du hier schreibst).


Sollte der Querbalken schmaler sein, hast du ein Posttraumatisches Belastungssyndrom. Und das müsste behandelt werden bevor eine Schitzophrenie, Depression, Sucht oder andere Begleitdiagnosen draus werden. Auch wenn du jetzt sehr zu leiden hast, kann ich dir versprechen,dass es sehr sanfte Behandlungsmethoden gibt.


EMDR ist beispielsweise eine Methode die sehr sanft ist und bei Angst,Panik und anderen Erkrankungen sehr wirksam ist. Diese bieten auch Heilpraktiker im Selbstzahlerbereich an. So musst du nicht ewig auf einen Therapieplatz warten und kannst vielleicht im ein paar Wochen wieder gesund sein. Das EEG ist gaaaaanz wichtig.


Was du von Zuhause aus schon versuchen kannst ist eine Technik die sich EFT oder auch die Klopftechnik nennt . Diese ist einfach zu erlernen und auf Youtube findest du Videos darüber.


Fee Rojas aus Hannover kennt beide Techniken und ist seeehr, sehr nett mit ihren Kunden. http://www.fee-rojas.de/


So liebe Karamell, jetzt liegt es an dir ob du deine Eltern zu rate ziehst, mal kräftig googelst oder aufgibst. Aber danach klingt dein Post eigentlich nicht, da du ja noch viel vor hast im Leben. Halt uns auf den Laufen.


Beste Grüße

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Also entgegen vieler anderen Meinungen hier würde ich dir erstmal nicht zu einer Therapie raten.

Komm bitte von dem Gedanken weg, dass du "krank" oder "psycho" wärst. Bist du nicht. :)

Viele Menschen haben Angstattacken, spricht nur keiner drüber. Weil sie oft bei Dingen auftauchen, wo wir uns denken "das ist doch lächerlich, es gibt keinen Grund Angst zu haben". Tatsächlich ist das eine äußerst natürliche Schutzreaktion, wo dein Hirn dir einen Streich spiet, überreagiert und damit dir schadet anstatt zu helfen.

Zunächst mal würde ich dir raten, dich zu informieren, was du akut bei Panikattacken tun kannst. Es gibt verschiedene Techniken (Atemübungen, Meditation, Placebos...) mit denen du dir selbst in der konkreten Situation helfen kannst, indem du dich mit der Angst arrangierst und entsprechend damit umgehst. Über die Zeit kann man sich das gut anlernen. Und wenn du erstmal merkst, was du selbst tun kannst, um dir in so einer Situation zu helfen, nimmt dir das auch schon einige Angst - weil du der Situation nicht mehr schutzlos ausgeliefert bist.

Kümmere dich erstmal darum, bevor du auf Ursachensuche gehst. Das ist zwar auch wichtig, kann aber in dem Sinne warten, weil du erst einen Plan brauchst, wie du grade mit der Situation umgehen kannst, bevor du das Problem an den Wurzeln packst.

Angstattacken haben meist ziemliche banale Gründe und basieren auf bestimmten Denk- und Überzeugungsmustern, die sich im Laufe der Zeit bei einem gebildet haben. Und diesen Dingen sind wir nicht ausgeliefert, das ist wichtig zu wissen.

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Kommentar von 708090
19.10.2016, 17:14

Toller Post. Aber auch ein Trauma ( PPS) kann das verursachen .

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Wende dich an einen Psychologen oder vorab an deinen Hausarzt, der kann dir weiterhelfen und dich weitervermitteln.

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Lass dich in eine Klinik einweisen, du brauchst dringend Hilfe!

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