Wie kann ich mit meiner Seele verbunden und mir ihrer bewusst sein?

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13 Antworten

Wenn Du Dich mal selbst als Ganzes nimmst und davon Deinen sterblichen Körper, Deinen denkenden Verstand und dessen ganzes Gedankengut mal wegnimmst, was bleibt dann nur noch übrig ?

Richtig !  Die Essenz Deiner "hintergründig" in höherer Bewusstseinsebene weilende unsterbliche SEELE. Also Dein innerstes SELBST (oder SEIN).

Diese Essenz von SEELE/SEIN, welche vor der "Geburt" schon raumzeitlos ewig existierte und nach dem "Tod" weiter ewig unsterblich existieren wird.       Allerdings - wie auch im "normalen" Leben NICHT von unserem Verstand direkt wahrnehmbar, sondern nur INTUITIV im raumzeitlosen "Hintergrund" unserer von uns "normal" verstandmäßig bzw. sinnesmäßig erfassbaren (begrenzten) Realität "bekannter" 4-dimensionaler Ebene ("Raum-Zeit").

Wenn man dazu in der Lage ist (z.B. verstärkend durch Meditation) sein SELBST hintergründig und gedankenlos zu beobachten, dann kann man dieses SEIN mit bis zu exakt gleichschwingender Frequenz im Einklang mit dem hintergründigen Bewusstsein der Natur intuitiv innerlich wahrnehmen.

Bei sich gegenwärtig bewussten Menschen kann das gut funktionieren.                    Bei anderen (noch) ständig von Gedanken beherrschten Menschen kann es entsprechend länger dauern oder evtl. klappt es bei manchen auch niemals.     Diese Menschen werden von dessen vordergründigem verstandesmäßig agierenden EGO so stark beherrscht, dass das hintergründige SEIN durch das EGO völlig unwirksam wird  (z.B. bei  "Atheisten" ist das sehr auffällig).

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Kommentar von Mefista
16.09.2016, 19:32

Das gefällt mir, wie du mir das geschildert hast (1.+2. Absatz). Konnte ich mir recht gut vorstellen.
Nur das, was überbleiben sollte, da wurde es dann schwer mit der Vorstellung. Aber wird ja vielleicht noch.

Wenn man dazu in der Lage ist (z.B. verstärkend durch Meditation) sein SELBST hintergründig und gedankenlos zu beobachten,,

Kannst du dazu noch etwas erzählen, also wie es geht, wie es funktioniert?...... Vielleicht ja fällt dir dazu noch was ein, damit ich es besser verstehen kann, obwohl mir schon klar ist, dass es schwierig sein kann.

Meditation fällt mir meist immer noch sehr schwer.

Aber das hintergründige Sein, das würde mich mal interessieren.
Also das habe ich, das weiß ich sogar schon. Aber es ist immer so leise und das Ego so laut. Das ist schon mal eine Stimme auch. Was noch? Wünsche?

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Was versteht ihr unter Seele?

Meiner Meinung nach hat der Mensch keine unsterbliche Seele.

Aus meiner Sicht ist der Mensch eine Einheit von Geist und Körper. Beide beeinflussen sich gegenseitig, so dass keiner der beiden Aspekte überlegen ist.

Bin ich schläfrig, sacke ich zusammen und habe eine schlaffe Körperhaltung. Habe ich eine schlaffe Haltung, werde ich leichter schläfrig.

Für diese einfache Beobachtung bedarf es der Vorstellung einer Seele nicht.

Was alles die Verbindung so stört

Ich glaube, jede "Störung" ist nur ein Produkt deines Geistes.

Wer daran glaubt, dass sein Energiefluss blockiert sei, der blockiert sich durch diese Vorstellung letztlich nur selbst.

Wenn man seine Mitmenschen genauer ansieht und insbesondere die Bewegungen verfolgt, kann viel über den Geisteszustand der Person erfahren.

Viele Menschen sind gestresst und geistig angespannt, oder aber nervös und fahrig - entsprechend verkrampft oder unkoordiniert wirken ihre Bewegungen. Sie wirken geradezu blockiert. Man steht sich also letztlich nur selbst im Weg

Je mehr Vorstellungen man von "Blockaden", "Störgefühlen" und "negativen Energien" hat, desto schwerer fallen Natürlichkeit und Ausgeglichenheit.

Wie kann ich mit meiner Seele verbunden und mir ihrer bewusst sein?

Mache einfach etwas, was dein Körperbewusstsein schult, ohne dich unter Druck zu setzen. Das kann ein ruhiger Spaziergang sein, das Training einer Kampfkunst - alles was die natürliche Beziehung zu deinem Körper stärkt.

Viele Extremsportler berichten ab einem bestimmten Punkt vom Zustand des "Flow", ab dem die Bewegungen auf einmal leicht fallen und man ein fast schon ekstatisches Gefühl der geistigen Präsenz hat.

Diese Menschen gehen dann extreme Risiken ein, um diesen Zustand erneut zu erleben - und kommen bei dem Versuch teilweise auch ums Leben.

Dabei ist alles was wir benötigen, etwas Achtsamkeit für unsere Haltung und unsere Handlungen - und keine Besteigung eines Achttausenders.

Sei achtsam im Moment und achtsam in deinen Handlungen.

Ob du  joggst, putzt, oder aufräumst ist dabei dann völlig egal.

Denke nicht an ein Ziel oder Ergebnis, versuche nicht, irgendetwas zu erreichen, sondern gehe einfach völlig in deiner Handlung auf.

Sitzmeditation ist eigentlich eine gute Grundlage.

Leider vermitteln manche Lehrer aber eine zu geistig-spirituell orientierte Praxis der Meditation, die eher Entspannung und Halluzinationen fördert, anstatt Körper und Geist gleichermaßen zu akzeptieren.

Vielleicht war diese Erklärung ja für dich hilfreich. :-)

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Kommentar von Mefista
15.09.2016, 18:05

Ganz bestimmt sehr hilfreich und interessant! Vielen Dank!

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Normalerweise haben wir mindestens drei innere Stimmen. Die eine ist die Stimme der Seele, die bei den meisten Menschen fast völlig verstummt ist.

 Die zweite ist die Stimme der Überseele (Paramatma), ein göttlicher Aspekt, der jedes Lebewesen begleitet. Tiere hören in der Regel auf diese innere Stimme, ihren Instinkt, Menschen ziehen es meistens vor, da einfach "wegzuhören" , denn es gefällt ihnen nicht, was sie sonst hören müssten.

Und dann ist da noch die allgegenwärtige Meinung unseres Geistes, des Unterbewusstseins, die uns (aufgrund früherer Wünsche oder Erfahrungen) vorgibt, wie wir zu fühlen, denken und handeln haben. Auf die hören die meisten Menschen, der schenken sie Vertrauen, weil sie scheinbare Zufriedenheit garantiert . Denn der Geist ist immer darauf ausgerichtet, unsere materiellen Wünsche zu erfüllen.

Bei spirituell etwas weiter entwickelten Menschen könnte sich dann noch die gereinigte Intelligenz zu Worte melden, aber in den meisten Fällen wird die Intelligenz  vom Geist benutzt, um wünsche zu erfüllen -koste es was es wolle.

Die Seele, das bist du selbst. Du bist eine ewige spirituelle Seele, warst schon immer eine eigenständige Persönlichkeit und wirst es auch immer bleiben.

Wenn dein Körper stirbt, verlässt du ihn in deinem feinstofflichen Körper. Dieser besteht aus Geist (Unterbewusstsein, Summe der bisherigen Erfahrungen und Wünsche), auf die Materie bezogener Intelligenz und dem falschen Ego (Identifizierung mit dem materiellen Körper und allem, was damit zusammenhängt).

Der feinstoffliche Körper ist immer noch materiell, nicht etwas spirituell, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Er bleibt dir so lange erhalten, wie du dich in der materiellen Welt befindest. Aber er verändert sich - entsprechend deiner Wünsche und deiner Aktivitäten, deiner Handlungen.

Die meisten Menschen haben vergessen, wer sie wirklich sind, darum befinden sie sich spirituell gesehen in einer Art Halbschlaf, oder Tagtraum.

Um wieder zu verstehen, was "Traum" und was Realität ist, musst du erst einmal verstehen, wer du wirklich bist, warum du hier bist und wie es weitergehen wird. Das kann man im Einzelfall zwar nicht im Detail sagen, aber es gibt grundsätzliche Punkte, die für jeden gültig sind.

Wie zum Beispiel:

Die Seelen sind von Ihm abgesonderte Teile Gottes, haben zwar die gleichen Eigenschaften wie Er (zumindest fast alle), aber nicht im gleichen Ausmaß. Wir können mächtig werden, aber nicht allmächtig, wir mögen viel wissen, werden aber niemals allwissend sein etc...

Wir sind hier, weil wir ein wenig "Gott spielen" wollten, unsere Fähigkeiten überschätzt haben. Und jetzt werden wir Leben für Leben mit den Konsequenzen konfrontiert.

Das wird solange weitergehen, bis wir wieder "zu Verstand kommen", uns wieder auf Gott und unsere ewige Beziehung zu Ihm besinnen und dementsprechend handeln. Andernfalls wandern wir unendlich lange weiter von einem Körper zum anderen - mal in einem menschlichen Körper, mal als Tier, sogar als Pflanze ist möglich. Das richtet sich nach unseren Wünschen und Vorlieben und unserem Karma, also nach den Reaktionen auf unsere früheren Handlungen.

Sobald man beginnt, all dies zu akzeptieren, zu verstehen, dann ändert sich die eigene Sichtweise bezüglich des eigenen Lebens, der Umwelt usw.

Man ist nicht mehr so sehr wie zuvor darauf bedacht, einen schnellen, vorübergehenden Nutzen zu erhalten, sondern ist mehr daran interessiert etwas dafür zu tun, das einen ewigen Nutzen bringt. Also dafür zu sorgen, dass man diesen Kreislauf von Geburt und Tod wieder verlassen kann.

Denn das ist es, was wir, die spirituellen Seelen in Wirklichkeit möchten. Wieder herauskommen aus dieser materiellen Welt, in der alles nur zeitweilig ist. Nichts dauert ewig an, nichts hat ewigen Bestand.

Wir möchten ewig glücklich und zufrieden sein und das ist hier nicht möglich! Wenn uns auch unser Geist vorgaukeln mag, zufrieden zu sein, das ist nur vorübergehend. Und sobald unsere Sinnesorgane in Kontakt mit etwas kommen, das ihnen erstrebenswert erscheint, dann ist es mit der Zufriedenheit vorbei. Selbst wenn wir unserem Körper diese Wünsche erfüllen, sofort werden neue auftauchen.

In den Veden werden Wünsche mit einem Feuer verglichen und deren Erfüllung mit Öl. Gießt man Öl ins Feuer, so wird dies nicht etwa erlöschen, sondern ganz im Gegenteil - die Flammen werden noch höher schlagen.

Meines Wissens ist Bhakti-Yoga der einzige Vorgang, durch den man seine Wünsche (innerhalb eines bestimmten Rahmens) so zufriedenstellen kann, dass es einen nicht an diese Welt bindet.

Wenn du die Bücher A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupadas liest (da kann man vieles auch online lesen), dann wirst du das Verständnis dafür entwickeln, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Und hier kannst du interessante Artikel zu  verwandten Themen finden: http://armin-risi.ch/Artikel/Philosophie/Licht_und_Schatten_der_Gegenwart.html

Lass dir deine Suche nach dir selbst von niemandem ausreden. Ich wünsche dir viel Erfolg!

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Kommentar von Mefista
15.09.2016, 18:50

Vielen herzlichen Dank! Sehr interessant und das meiste sehe ich selbst auch so!

Aber irgendwie kann ich jetzt noch nicht verstehen, wie ich mich mit meiner Seele verbinden kann. Wie merkt man das? Was ist dann? Sorry, ich habe deinen Text ansich schon verstanden, aber kann wohl den Zusammenhang irgendwie nicht erkennen.

Nein, die Suche nach mir selbst lass ich mir sicherlich nicht mehr ausreden, dafür bin ich längst zu weit gegangen und machte zu viele gute Erfahrungen damit. Aber danke!

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Zur ersten Frage, wie man sich seiner Seele bewusst wird. Ich würde es mit den ersten zwei Versen der Yoga-Sutras beschreiben. Yoga ist die Stillegung aller Bewegungen des Bewusstseins (bzw. des Geistes). Dann ruht der Übende im wahren Selbst.

Es stehen uns einerseits die Denkprozesse im Weg, zum anderen unser Ego, welches sich mit der Welt und dem Körper identifiziert. Also man kann es auch Körperbewusstsein nennen. Das ist wie beim Sterbevorgang, zuerst versteht man das man nicht der Körper ist, dann das man nicht der Geist ist, denn versteht man das man eine Seele hat, allerdings ist man die Summe aller drei Teile, also mehr als die Seele. Das meint man auch mit Vater, Sohn, Heiliger Geist als dreieinigkeit Gottes oder Sat, Tat, Om. Sat (Vater) ist jenseits der Schöpfung, Tat (Sohn) ist Bewusstsein in der Schöpfung und der heilige Geist (Om) ist das Bewusstsein oder die Schwingung welche die ganze Schöpfung erst erschafft. Da wir energetische ebenbilder dieser Kraft sind hat man auch eine Seele (jenseits der Schöpfung) einen Geist (welcher unsere Erfahrung von Leben erschafft) und den Körper (Sohn) in der Schöpfung.

Jesus sagte mal, wer ewig leben will wird sterben (das Ego) doch wer in meinem Namen stirbt wird eweig leben (die Seele). Also man muss das Ego überwinden und den Geist wieder mit dem Bewusstsein der Seele identifizieren. Tut man das wird der Geist von alleine ruhig, ist im hier und jetzt, hat keine Angst mehr, ist ewige Glückseligkeit usw. Das sind alles die natürlichen Daseinsformen der Seele. Man kann aber den geist nicht mit dewm Geist zur Ruhe bringen, auch wenn viele das versuchen.

Natürlich stören die oben beschriebenen Dinge die Verbindung zu sich (der Seele), da der Geist dann im äußeren beschäftigt ist und so abgelenkt vom wahren Wesen. Allerdings auch nur so weit, bis man seine Seele so weit hervorgeholt hat bzw. sich ihrer sehr bewusst ist. Dann wird der Geist einfach nicht mehr von äußeren Dingen in Mitleidenschaft gezogen und belastet.

Was die Seele ist, ist nun mit Worten schwer zu beschreiben, es wird einem erst wirklich aus der eigenen Erfahrung bewusst.

In der Lehre des Kriya-Yoga und im Tantra (welchen ich recht zugeneigt bin) arbeitet man mit dem Energiesystem und den sieben (Haupt-) Chakras. Jedes dieser Chakras steht für eine Dimension/Daseinsebene. Das Bewusstsein  kommet über den Scheitel in den Körper (Kronenchakra) und fällt dann bis zum untersten Chakra (Steißbein). Hierbei wird es immer unbewusster. Die höchste Bewusstseinsebene welche noch individuell ist, ist das Bewusstsein welches ich als Seele bezeichnen würde. Es ist das höchste Bewusstsein von uns selbst, unsterblich, unzerstörbar und dieses weiß die Wahrheit über dich und das Leben. Es ist die feinste Energie. Das einzige was noch darüber hinaus existiert ist das universelle Bewusstsein des Lebens an sich (Gott), wobei der Übergang fließend ist. Ist der Zustand erreicht in welchem man sich seiner Seele bewusst ist, so erfährt man auch im Samadhi was Gott ist, da es keine wirkliche Trennung zwischen der individualisierten Seele und der Allseele gibt.

Die Seele ist einfach der bewusste individualisierte Teil, welchen das große Ganze als Teil von sich erschaffen hat, damit dieses in einer Umgebung erfahrungen von sich selbst machen kann. Also Gott macht in dem Prozess den wir Leben nennen eine Erfahrung von sich selbst (hat ja auch unendlich Zeit und Raum...). In einem Prozess der über viele Leben hinweg existiert erinnern wir uns immer mehr was wir wirklich sind, auch dadurch, das wir erleben was wir nicht wirklich sind.

Also irgendwann werden wir uns alle wieder bewusst was wir wirklich sind.

Es gibt aber Möglichkeiten den Prozess zu beschleunigen. Wobei die wirklich wirksamen zumeist nicht der breiten Masse zur Verfügung stehen.

Ein natürlicher und gesunder Lebenswandel hilft. Es gibt verschiedeste techniken im Yoga, Schamanismus, Chi-Gong, Tantra usw. welche das Bewusstsein der Seele verbessern. Psychedelische Drogen (LSD, Meskalin, Pilze, DMT usw. können kurzzeitig tiefe Einblicke in die eigene Seele erlauben. Auch Atemtechniken und ander Techniken welche einen in Trance bringen können helfen.

Wie gesagt mac he ich Kriya-Yoga, welches ein auf Effizienz und Einfachheit ausgerichtetes System ist, welches neben anderen Übungen hauptsächlich mit Pranayama (Atemtechnik) arbeitet.

Dies führt auch zu einer langfristigen immer stärkeren wahrnehmung seiner Seele.

Im Achtstufigen Weg, welcher in den Yogasutras beschrieben wird, ist es ganz gut erläutert.

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Hallo!

Du bist die Seele selbst und hast nur einen menschlichen Körper.

Du bist ein Lichtwesen so wie wir alle.

Durch dein Bewusstsein bist du zugleich Seele als auch Mensch.
Das Bewusstsein verbindet uns alle miteinander. Alles materielles sowie immaterielles sind durch diese Macht die wir Bewusstsein nennen verbunden.

Auch wenn wir alle Individuen sind, sind wir alle eins.

Du kannst dir deiner Seele bewusst werden, wenn du bewusst Dinge in deinem Leben geschehen lässt.
Also nicht einfach ahnungslos den Tag hinein leben, sondern bewusst dich selbst wahrnehmen, dann nimmst du auch dich als Seele wahr.

Bewusste Spaziergänge sowie bewusst Musik hören, lesen etc. ermöglichen es dir, dich selbst und somit auch deine Seele wahrzunehmen.

LG

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Kommentar von Mefista
22.09.2016, 17:47

Schön beschrieben - danke!

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Da die  Seele die psychischen Gesamtarchitektur repräsentiert, liegt eine bewusste Verschränkung/Verbindung in einer attentiven/aufmerksamkeitsgesteuerten und volitiven /willentlichen Wahrnehmung spezifischer (bewusst-wahrnehmbarer) psychischer  Faktorenbündel wie Emotionen, kognitifizierbare Zugänge von Überlegungen, Interpretationen, Urteilen, Entscheiden, Planen  unter Zunahmen von Wissen, Überzeugungen, Einstellungen usw., von konativ-motivationalen Intentionen, von Handlungsbezügen, Decodierungen von Gedächtnisinhalten usf. )

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C. G. Jung sagte: "Die größte Sünde ist es unbewusst zu sein".

Bewusstsein existiert nur im gegenwärtigen Augenblick. Dort ist kein Platz für das Unbewusste.

Das einzige was die Verbindung also störte, ist der Denkprozess der das "ICH" produziert.

Wenn Dir dies klar ist, ist es gleichzeitig die Antwort auf Deine Frage.

Du fragst, was die Seele ist. Ich möchte versuchen es Dir zu erklären.

Die menschliche Seele ist ein Denkprodukt. Sie wird einzig
durch unsere Erinnerungen und die damit gekoppelten Gedankengänge
als Ich - Betrieb am Leben erhalten.

Real, aber ohne die sie
hervorbringenden Ideenbilder, existiert sie überhaupt nicht. Und
dieses Gebilde erzeugt in uns nun pausenlos Wirkungen.

Nämlich du selbst, bist derjenige der sich selber als "ICH" (Seele) denkt, das von der Außenwelt
abgesondert existiert, als individuelle Einheit.

Ein neugeborenes Kind beispielsweise, empfindet die Welt nicht als getrennt von sich an. Es ist sozusagen eins mit allem.

Sobald das Kind allerdings Wörter erlernt, beginnt die Konditionierung. Das Wort Ball z.B. trennt somit das Kind von dem Ball. Es beginnt ein menschliches Desaster.

Doch in dem Augenblick, wo der
menschliche Verstand, das Denken selbst (das schließlich nicht blöd
oder dumm ist) ganz real erkennt, wie aussichtslos jeder Versuch ist
sich von sich selber und seinen gewachsenen Irrtümern zu befreien,
wird der Spuk nach und nach besser.

Wenn Du erkennst daß Dein Gefühl ein Mensch zu sein, Dein
Gefühl, zu existieren, zu leben das Originalgefühl des Urgrundes
aller Schöpfung ist -und nicht Dein individuelles, wenn Dir klar
wird das jedes Geschöpf, die ganze Menschheit aus diesem gemeinsamen
Grundgefühl heraus ist und lebt und handelt, dann fällt der
Abschied vom Wahn, ein von allen anderen getrenntes Individuum zu
sein, gar nicht mehr schwer.

Und nach dieser Einsicht sind wir noch genauso handlungs- und
entscheidungsfähig wie vorher. Bloß haben wir eine Illusion und
einen ganzen Buckel voll krankmachender Irrtümer aufgegeben.

Denn unsere gesamten Lebenserfahrungen, gute und böse,
bilden zusammen den Bodensatz, aus dem das Denken unsere Psyche,
unser Ich oder unsere "Seele" pausenlos im Alltagsleben strickt und uns die
Illusion vermittelt, es gebe einen Denker, der unsere Gedanken denkt.

Den gibt es nämlich gar nicht. Darum kann niemand wirklich sein
Denken kontrollieren, wie sollte er wenn dieses Denken ihn erst
jeweils erzeugt.

Untersuche einmal Dein Innenleben daraufhin, ob es nicht stimmt,
was hier geschrieben steht.

Während du diesen Text liest, sollte dir klar werden was deine Seele oder dein ICH oder Selbst in Wirklichkeit ist.

Wer einfach sich komentarlos, vorurteilslos, neutral beobachtet, ohne zu
sagen, ich bin so oder ich bin so, der kommt ganz alleine hinter die
Mysterien seiner Identität. Es taucht einfach auf.

Gewöhn Dir an, daß Du merkst, wie Dein Geist aus einem Zentrum
heraus agiert und handelt. Und begreife; dieses Zentrum ist selber so
erfunden wie eine Romanfigur, bloß mit dem Unterschied dass der
Stoff für den Roman Deine Vergangenheit ist!

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Kommentar von Mefista
15.09.2016, 18:43

Herzlichen Dank für deine interessante Antwort!
Und ja, Einiges davon kann ich bestätigen. Aber die letzten Absätze verstehe ich nicht wirklich. Würde mich aber näher interessieren.

Also ich habe schon das Gefühl, dass ich bewusst etwas denken kann. Ich kann jetzt etwas Bestimmtes denken, was ich gerade will. Und somit kann ich doch mein Denken steuern bzw. kontrollieren. Also wenn ich es mir zuvor bewusst mache.

Ansonsten, also unbewusst, denke ich gerne das, was aufgrund meiner vergangenen Erlebnisse so meine ersten Reaktionen bildet.

Dass es aber in mir einen Denker gibt, das Gefühl habe ich so gar nicht. Aber ich selbst kann mir schon etwas ausdenken, wie ich finde.

Während du diesen Text liest, sollte dir klar werden was deine Seele oder dein ICH oder Selbst in Wirklichkeit ist.

Ehrlich gesagt leider nicht wirklich.
Irgendwas kann ich wohl nicht so richtig verstehen daran.

Wenn ich mich jetzt einfach beobachte, und heute habe ich einen anstrengenden Tag, dann bin ich so aufgelöst, so neben mir irgendwie, unruhig auch, unsicher und ängstlich vielleicht auch, und das ist so unangenehm und anstrengend.
Ich wäre so gerne ruhig, gelassen, vertrauensvoller und mittiger irgendwie, stabiler und gefasster. Aber ich bekomme das heute nicht hin. Das nervt mich.

Wenn ich in mich hineinfühle, dann fühle ich eine unangenehme Offenheit. Das gleiche Gefühl kann ich auch angenehm haben, aber heute ist es irgendwie so unangenehm. Diese Offenheit ist heute so aufgekratzt und verstört irgendwie.

An Zentrum ist heute nicht zu denken.  :-(

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Hi,- wenn du mir eine saubere Definition von "Seele" lieferst kann ich dir vielleicht sagen in welchen funktionalen Zusammenhängen dieses Konstrukt zum Offenen System namens "Mensch" steht.

Gruß

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Kommentar von Mefista
15.09.2016, 18:53

Hm. Ich glaube, das weiß ich auch nicht so genau. Es ist wohl so, dass ich es gerade ausfindig machen möchte. Will alles selbst erst mal irgendwie verstehen.

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«Was alles die Verbindung so stört, kann ich mir gut vorstellen: Stress, Angst, Gewalt, Unzufriedenheit ......»

Abgesehen von Gewalt (sofern man sie nicht selbst ausübt, sondern erfährt, sind das nicht die Störer, sondern Symptome. Es gibt eigentlich auch keine Störer in dem Sinn, es ist alles deine Entscheidung.

Für mich ist meine Seele mein Ich, das, was zurück bleibt, wenn der Körper ausgeklammert wird. Ich glaube, eine Seele sammelt einfach ihre Erfahrungen, bis sie eine Art Nirvana erreicht. Man könnte viele Theorien diskutieren. 

Für mich ist das Ziel der Seele, eins zu werden mit allen Seelen, das Nirvana der Seelen wäre demnach eine einzige Seele, ein einziger “Energieball“ Liebe, das Ende aller Universen, der Zustand vor dem Urknall... 

Deine erste Frage kann dir niemand auf die Schnelle beantworten, aber einen Rat gebe ich dir gerne:

Sei allein. Schließe Fenster und Tür. Keine Musik, kein TV, kein Handy, schalte alles aus. Setz dich auf den Boden, evtl auf ein Kissen. 

Schließe die Augen. 

Atme.

Höre deinen Atem, spüre deinen Atem, seinen Weg durch deinen Körper. In die Lunge, in den Bauch. In die Fingerspitzen. In den Boden unter dir.

Spüre deinen Herzschlag. Wie er deinen ganzen Körper mit Leben versorgt. 

Lass die Gedanken, die kommen, einfach fahren, lenke sie nicht, unterbrich sie nicht. Dein Unterbewusstsein darf jetzt frei werden. 

Es kann passieren, dass jetzt sehr schmerzvolle Erinnerungen aufkommen. Lass sie zu und bewerte sie nicht. Es kann sein, dass du zu weinen beginnst, lass es zu, und lass deine Gedanken weiter fahren. 

Du merkst selbst, wenn du “fertig“ damit bist. Danach wirst du dir selbst 100%ig näher sein.

Ich bin kein Guru, und beherzige meinen eigenen Rat viel zu selten, aber wenn, ist es sehr erfüllend, und zwar langanhaltend.

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Kommentar von Mefista
15.09.2016, 15:55

Vielen Dank für deine Antwort!
Also vieles von dir kann ich schon bestätigen.....  ;-)

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wenn du dir ein "schauendes"bewußtsein antrainierst, ist das möglich

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Kommentar von Mefista
17.09.2016, 09:08

Ja, das möchte ich bestätigen. Damit konnte ich auch schon gute Erfahrungen machen.
Muss wohl dran bleiben, weil es mir immer wieder "abhanden" kommt, was schätzungsweise aber normal ist.

Danke dir!

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Wie kann ich mit meiner Seele verbunden und mir ihrer bewusst sein?

Du bist mit ihr durch das Bewusstsein verbunden ...

Was alles die Verbindung so stört, kann ich mir gut vorstellen: Stress, Angst, Gewalt, Unzufriedenheit ......

Nein , das sind nur Projektionen und gehören in die Weltbilder, die man sich selbst erschafft...

Was versteht ihr unter Seele?

Der unsterblich, feinstoffliche Astralkörper eines Individiums, das sich bewusst mit seinen Gefühlen und Gedanken ist...

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Kommentar von RevatiKKS
15.09.2016, 16:15

Also nach den Veden entspricht der "Astralkörper"dem feinstofflichen Körper. Dieser überdauert zwar den Tod des grobstofflichen Körpers, ist aber nicht unsterblich und schon gar nicht mit der Seele identisch.

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Die seele ist das wahre selbst und in dieser inkarnation ist unsere seele in einem fahrzeug sozusagen unser körper

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Die Seele ist das, was dich lebendig macht; du bist immer mit ihr verbunden (ohne Verbindung wäre dein Körper doch tot).

Die Seele ist deine feinstoffliche Natur, also immateriell, der Körper ist grobstofflich, also Materie.

Stress, Angst, Gewalt, etc. beeinträchtigt deine Seele und kann sie auch zerstören, doch die VERBINDUNG zu ihr wird dadurch nicht zerstört.

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