Wie kann ich mit dem Tod des Hundes umgehen?

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6 Antworten

Ja, es tut sehr weh seinen Hund gehen lassen zu müssen.

Aber Deinen Schmerz hat sich Dein Hund sicherlich auch verdient. Er ist sicherlich jede träne wert.

  • Erinnere Dich an die vielen schönen Dinge, die Du mit Deinem Hund erleben durftes.
  • Versuche Dir Bilder Deines Hundes anzusehen und mit verständnisvollen Menschen zu reden.
  • Gehe an Orte, die ihr gemeinsam besucht habt. Gehe an diese Orte alleine oder in Begleitung um über die schönen Erlebnisse zu reden.
  • Schreibe Dir Deinen Schmerz von der Seele - es gibt bestimmt viele Erlebnisse die Du aufschreiben kannst. Ich hatte schon zu Lebzeiten für Lotte eine Homepage erstellt - siehe http://www.lotteshundewelt.de/ - und immer wieder habe ich mir dort Bilder und Geschichten angesehen. In den ersten Monaten flossen auch bei mir immer wieder Tränen. Aber immer mehr wurden es schöne Erinnerungen, die mir keiner mehr nehmen kann!
  • Freue Dich über jeden Hund der Dir begegnet und wünsche ihm und seinen Menschen, dass sie noch lange schöne Zeiten auf Erden gemeinsam verbringen können.

Tod ist auch ein Hund erst, wenn sich keiner mehr an ihn erinnert!

In Deiner Erinnerung und mit Deinem Ring wird Dein Hund immer weiter leben! Und die Tränen werden weniger und die schönen Erinnerungen trocknen die Tränen.

Sicherlich hat Deine Mutter Deinen Hund bei dem letzten Gang auf Erden begleitet. Hier ein kleines Gedicht von einem unbekannten Autor.

Der letzte Gang unseres Hundes Lotte.

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Erspar mir quälende Pein und gib gut auf mich acht..
Was Du dann tun mußt - tu es rechtzeitig und allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass Du sehr traurig bist, verstehe ich wohl.
Deine Hand jedoch vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten 13 Jahre voller Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muß.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
Bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
Es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrautes Wedeln ein letztes Mal-
Du hast mir erspart Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist -
der Herr dieser schweren Entscheidung wirst.
Wir waren beide so innig vereint,
Es soll nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

Lieben Gruß
Wolfgang

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Kommentar von HelenSuna
08.05.2016, 21:34

Vielen Dank für deine lieben Worte!

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Hi Helen! Das tut mir sehr leid für Dich, ich kann Dir nachfühlen wie es Dir geht. Es ist nicht einfach seinen langjährigen Gefährten (oder Gefährtin) gehen zu lassen. Sei dankbar dafür, dass der Wuffi so lange bei Dir sein durfte und er seine Zeit mit Dir geteilt hat. Jetzt war er 15 Jahre und es ist Zeit, dass er seine nächste Reise antreten kann bevor der Weg hier für ihn schmerzvoll oder hundeunwürdig wurde. Ob es Dir viel gebracht hätte bei ihm zu sein oder ihn nochmal zu sehen kann ich nicht beurteilen und finde es persönlich auch falsch, aber ich bin sicher, die Entscheidung war zu Deinem Besten gemeint - ich war bei unserer Kleinen dabei und das ist nicht einfach. Es hätte auch dem Hund nichts gebracht, wenn Du da sehr geweint hättest, das hätte es für alle nur schwer gemacht. So kannst Du ihn noch vor Dir sehen, wie er zuletzt war. Freue Dich über die Zeit und die bestimmt tollen Erinnerungen, die ihn für immer mit Dir verbinden werden. Das mit dem Ring finde ich eine gute Idee, wir haben uns ein grosses Bild aufgehängt auf dem sie uns sehr nahe ist ... wie übrigens die zwei Hunde vor ihr auch. Und seit November letzten Jahres (nach fast drei Jahren) schaut eine neue Fellnase aus seinem Häuschen und hat unser Herz genauso gewonnen - aber die anderen bleiben unvergessen. Also, sei ruhig traurig und mache das so wie es gut für Dich ist aber versuche dann ihn/sie mit guten Gedanken gehen zu lassen, vergessen wirst Du ihn nicht. Gute Reise kleiner/grosser Freund und Dir viel Kraft für die nächste Zeit. Und wenn es soweit ist, wirst Du vielleicht auch wieder bereit sein für einen neuen Freund. Du wirst wissen wann. LG Don

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Kommentar von Ivepe
15.03.2017, 23:41

Laut Bestatter ist das zumindest bei Menschen wichtig für die Verarbeitung, jemanden nicht noch mal sehen und dann komplett weg, stell ich mir auch blöd vor, schwieriger. Weil es dann keinen Schnitt gibt, kein Realisieren, "tatsächlich tot", kein Verabschieden usw.

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Es tut mir leid für Deinen Verlust auch ich musste schon einige meiner TIere gehen lassen und es tut immer weh.

Ich rate Dir Deine Trauer anzunehmen.

Wenn Du Freunde und Bekannte hast dann erzähle ihnen etwas über Deinen Hund. Was hat er am liebsten gefressen und womit hat er am liebsten gespielt, erzähl eine Geschichte wie er Dich z.B. mal zum lachen gebracht hat, beschreibe seinen Charakter und alles was Dir so alles einfällt.

Wenn Du niemand hast der Dir zuhört kannst Du auch alles aufschreiben.

Meiner Erfahrung nach kann das hilfreich sein.

LG

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Mir ging es genauso, denk einfach, sie hat dich geliebt und du leibst sie, du willst doch das beste für sie, ihr geht es jetzt besser.
Heul dich aus, es ist ok. Sie hat keine Schmerzen mehr und spielt mit den anderen Hunden sorglos auf einer großen Wiese und ihr geht es gut.


Die Regenbogenbrücke

Es gibt eine Brücke, die den Himmel und die Erde verbindet.
Weil sie so viele Farben hat, nennt man sie die Regenbogenbrücke.

Auf der jenseitigen Seite der Brücke liegt ein wunderschönes Land
mit blühenden Wiesen, mit saftigem grünen Gras und traumhaften Wäldern.

Wenn ein geliebtes Tier die Erde für immer verlassen muss,
gelangt es zu diesem wundervollen Ort.

Dort gibt es immer reichlich zu fressen und zu trinken,
und das Wetter ist immer so schön und warm wie im Frühling.
Die alten Tiere werden dort wieder jung und die kranken Tiere wieder gesund.
Den ganzen Tag toben sie vergnügt zusammen herum.

Nur eines fehlt ihnen zu ihrem vollkommenen Glück:
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag miteinander,
bis eines Tages eines von ihnen plötzlich innehält und gespannt aufsieht.
Seine Nase nimmt Witterung auf, seine Ohren stellen sich auf,
und die Augen werden ganz groß.

Es tritt aus der Gruppe heraus und rennt dann los über das grüne Gras.
Es wird schneller und schneller, denn es hat Dich gesehen!

Und wenn Du und Dein geliebtes Tier sich treffen,
gibt es eine Wiedersehensfreude, die nicht enden will.
Du nimmst es in Deine Arme und hältst es fest umschlungen.
Dein Gesicht wird wieder und wieder von ihm geküsst,
deine Hände streicheln über sein schönes weiches Fell,
und Du siehst endlich wieder in die Augen Deines geliebten Freundes,
der so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber niemals aus Deinem Herzen.

Dann überquert ihr gemeinsam die Regenbogenbrücke
und werdet von nun an niemals mehr getrennt sein.

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Kommentar von Bobby66
07.05.2016, 20:47

Die Regenbogenbrücke ist eine wirklich schöne Metapher!  - da erkennt man Menschen, die das auch erlebt haben!  Schönen Abend und lieben Gruß!

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Ich verstehe Dich gut - habe auch schon einen Hund verloren - aber konnte bis zu Schluß bei ihm bleiben. Ich nehme aber an, dass er nicht alleine war und man dich einfach schonen wollte.

Ein Hund ist Familienmitglied, das niemals mies drauf ist oder dich anzickt. Zur Sorge um ein Tier gehört aber einmal auch die furchtbare Entscheidung es gehen zu lassen - weil es krank ist - Schmerzen leidet, die niemals besser werden können. 

Versuch dieses gute Gefühl dass Du für sie hattest in Dir festzuhalten - denk an die schönen Stunden mit ihr - und dass sie jetzt keine Schmerzen mehr hat.

Und wenn Du weinen musst - dann weine ....lass es raus ... es tut mir sehr leid für Dich - für Euch.

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Kommentar von Sisi335l
07.05.2016, 18:41

oh mein Gott.. ist das ne süße Antwort ;0 hat mich fast zum weinen gebracht..

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Kommentar von HelenSuna
07.05.2016, 18:42

Ich wäre so gerne bei ihr gewesen aber mir würde es verboten von meiner Mutter und ich konnte nichts machen...

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Kommentar von Sisi335l
07.05.2016, 18:46

Vllt auch nur gut gemeint.. ist vllt noch herzzereißender als jz schon ://

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Das mit dem Ring ist eine gute Idee!!
Einigen hilft es - im Bezug auf deine Idee - ihn iwie immer bei sich zu haben..
Anderen wiederrum wenn sie alle Erinnerungen vernichten, da es nicht anders geht
Oder sie sich eben einen neuen Hund kaufen..

Mit der Zeit wird er dich positiv in deinem Leben bereichern. Er hat dir eine Schöne Zeit geschenkt, warum also hinterher Trauern?
Sei dankbar und freu dich. Lächle und sei glücklich, ich glaube nicht das dein Hund dich gerne so sieht..
Generell, wenn auch Menschen von uns gegen, wollen sie uns nicht trauern sehen.

Alles gute! ♡

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Kommentar von Bobby66
07.05.2016, 20:50

Das hast Du sehr gut geschrieben - manche müssen alle Erinnerung wegschliessen oder weggeben - andere klammern sich daran fest.  Mein erster Hund ist 2001 gestorben - und ich habe mich noch "Quitscherln" von ihm - im Keller aufbewahrt - ich habe zwar seit acht Jahren wieder einen Hund - der aber eben ganz anders ist - und sein eigenes Spielzeug hat - komisch ich kann ihm das Spielzeug von meinem ersten Hund nicht geben ... da kommt eben der "Spinner" durch.

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