Wie kann ich mir Zucker abgewöhnen lassen, brauche dringend Hilfe?

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8 Antworten

Mache Dir zur Regel, Süßes in kleinen Mengen als Belohnung zu essen. Bevor Du Süßes isst, musst Du etwas Herzhaftes, Sättigendes essen, wie z.B. ein belegtes Vollkornbrot, eine Schale Reispfanne, einen herzhaften Muffin meinetwegen. Dann legt Du eine Pause von 20 min ein, in der das Sättigungsgefühl auftritt. Dann suchst Du Dir eine Süßigkeit und GENIEßT die langsam und bewusst - nur ein kleines Stück. 

Es gibt eine Holzhammermethode, die aber nicht gesund ist: Du isst einen ganzen Tag NUR Süßigkeiten! Danach wird Dir so schlecht sein, dass Du erst mal keine Süßigkeiten mehr wirst sehen können UND am anderen Morgen oder schon am Abend des gleichen Tages wirst Du einen Janker nach etwas Herzhaftem haben!

Kaufe oder bereite Dir herzhafte Gerichte zu, die Du wirklich magst, auf die Du Dich freuen kannst. Am besten keine Fertiggerichte, weil die oft auch Zucker enthalten und den Appetit anregen. 

Trinke vor dem Süßigkeitenessen mal einen selbst zubereiteten Smoothies (einfach Obst und Gemüse mit etwas Wasser im Mixer oder mit Pürierstab "zerkleinern"). 

Dazu nimm Dir eine Tageszeit, am besten abends, zu der Du Dir eine kleine Menge Süßes gönnst.

Machst Du das immer zur gleichen Tageszeit, stellt sich der Körper darauf ein. Nimm immer etwas Herzhaftes zu essen mit - eine Nussmischung tut es, ein Sandwich ist besser - so dass Du nicht aus Hunger etwas Süßes beim Bäcker kaufst. Isst Süßigkeiten langsam und bewusst, nie als Hungerstiller.

Kaufe Dir mal Herzhaftes, auf das Du Dich wirklich freust und warte dann ein bisschen mit der Zubereitung/ dem Essen - so entsteht dann der Janker auf Herzhaftes.

Kaufe Dir eine Packung Süßes für eine Woche  - eine Tafel Schokolade oder eine Schachtel Kekse - und nimm täglich nur ein Stück. Am Ende der Woche belohne Dich - nicht mit Süßem - wenn Du das geschafft hast und noch etwas übrig ist.

Ersetze Süßigkeiten durch Obst. Ananas eigenet sich mMn ganz gut dazu: Ein kleines Stück Ananas, in Würfel geschnitten, kann man bewusst als "Süßigkeit" genießen.

Es gibt online und als Buch Rezepte für "Sugarfree treats". Vielleicht lässt Du Dich davon mal inspirieren.

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Hier in meiner Antwort

https://www.gutefrage.net/frage/wie-werde-ich-die-gedanken-uebers-rauchen-wollen-los?foundIn=answer-listing#answer-182514085

schreibe ich in einem Kommentar, wie ich meine Schokosucht los wurde, ich war nämlich mal schwer schokosüchtig, was vergleichbar ist mit Deiner Zuckersucht.

Um den ersten Suchtstopp hinzukriegen, musst Du also 72 Stunden am Stück vollkommen zuckerfrei sein = nix mit Zucker essen / trinken. - Google dazu auch mit

versteckter zucker

um zu erfahren, wo alles Zucker enthalten ist.

Wenn Du die 72 Stunden am Stück geschafft hast, bist Du noch nicht clean, aber es ist dann leichter, zuckerfrei zu bleiben.

Als ich eeeendlich die 72 Stunden geschafft hatte, und als ich dann einen Schmacht bekam, bepinselte ich (Frau) meine Fingernägel mit schokobraunem Nagellack. Kam der Wunsch nach Schoko auf, schaute ich auf meine Fingernägel - und zu meinem eigenen Erstaunen, ging der Schmacht sofort weg, so als wäre mein Unterbewusstsein zufrieden: "Ah, Schokolade ist da, dann bin ich ja beruhigt."

Deinem Nicknamen nach bist Du vielleicht ein Mann. Falls dies auch eine vorübergehende Lösung für Dich sein kann, könntest Du Dir vielleicht den Kleinfingernagel mit "Schoko-Lack" bepinseln. - Wirst Du darauf angesprochen, kannst Du ja sagen, dass Du grad im Schoko-Entzug bist, und dass Dir das hilft.

Meine Ausführungen über unsere Autopiloten in uns hilft Dir zu verstehen, wie unser Unterbewusstsein tickt, wenn wir gewohnte Handlungen ändern wollen.

Ich war längere Zeit schoko-clean - so zwischen ein und zwei Jahre -, bis ich probierte, ob es geht, wenn ich ein bißchen Schokolade esse. Dazu holte ich mir die 99%ige von Leysieffer. Da ist kein Zucker drin, und die schmeckt heftig. Wenn ich davon ein oder zwei Stückchen habe im Mund zergehen lassen, mochte ich erstmal nicht mehr Schokolade essen, was ich gut fand.

Ich wünsche Dir viel Erfolg.

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cyracus 09.11.2015, 18:10

Ach ja, wichtig ist auch, dass Du ausreichend Wasser trinkst. Bei Suchtverhalten haben wir oft in Wahrheit Durst, den wir nur nicht erkennen.

Ganz gleich wie jung oder alt, wie dick oder dünn, ist es wichtig, genügend Wasser zu trinken. - Mit "Wasser" meine ich Wasser - nicht diese gepanschten gesüßten Wässer in Plastikflaschen. Auch falls da als Inhaltsstoff "Kohlenhydrate" angegeben ist, ist das nur ein verlogenes Wort für Zucker.

     Auch für das Gehirn ist es wichtig, dass wir genug trinken. - Es wurden
     schon Tests in Schulen gemacht, in denen die Schüler im Klassenraum
     ein Waschbecken mit Wasserhahn hatten. Die Schüler durften sich
     jederzeit von dem Wasser zum Trinken nehmen. Es stellte sich heraus,
     dass diese Schüler, verglichen mit anderen, die keine solche
     Möglichkeit hatten,aufmerksamer / wacher, konzentrierter waren und
     besser beim Schreiben von Klassenarbeiten abschnitten.

Die meisten Menschen trinken zu wenig Wasser. - Unsere Körper brauchen täglich pro Kilogramm des Körpergewichts 30 ml Wasser:

     • 40 kg = 1,2 Liter
     • 50 kg = 1,5 Liter
     • 60 kg = 1,8 Liter
     • 70 kg = 2,1 Liter
     • 80 kg = 2,4 Liter
     • 90 kg = 2,7 Liter
     •100 kg = 3,00 Liter
usw.

Wenn salzreich und / oder viel Süßes gegessen wird, braucht der Körper mehr Wasser, wenn viel saftiges Obst gegessen wird, etwas weniger.
(15 bis 20 Minuten vor jedem Essen ein bis zwei Gläser Wasser, damit sind wir schon ganz gut dabei - zum Essen ist der Magen dann wieder leer. Der Rest ist im Laufe des Tages allgemein leicht zuschaffen.)

Gut ist, stets eine 1/2-Liter-Wasserflasche bei sich zu haben. Eine ganze Weile kann sie mit Leitungswasser aufgefüllt werden. Meine Erfahrung: Die leere Flasche wird in Cafés und Restaurants vom Personal im allgemeinen freundlich mit Leitungswasser aufgefüllt.

Ein sehr gutes Buch zu diesem Thema ist das von dem Arzt Batmanghelidj (gesprochen: bat-man-gsche-lidsch): Wasser - die gesunde Lösung. Darin wird sehr gut erklärt, wie es dem Körper geht mit zu wenig und wie mit genug Wasser.

Er beschreibt viele Fallbeispiele, wie Menschen gesundeten, nachdem sie ihren Körper mit ausreichend Wasser versorgten und zweimal täglich eine halbe Stunde flott spazierengingen. - Wenn Du googelst mit

amazon wasser die gesunde lösung

und Dich da reinklickst, kannst Du viele positive Kundenrezensionen lesen (klick dort neben die gelben Sterne).

Wenn Du gerne liest: Dieses Buch ist echt klasse.

(Selbstverständlich kriegst Du das Buch in jeder Buchhandlung und kannst so die kleinen Buchläden an Deinem Wohnort unterstützen.)

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Wenn du einmal einen Tag keine isst,willst du am nächsten schon gar keine mehr.Ich glaub das liegt am Insulinspiegel,ich bin aber kein Arzt^^

Ganz verzichten musst du doch nicht,nur eben weniger essen.Du kannst ja jedes mal wenn du Lust auf Süßes hast,statt Schoki einfach Obst essen.

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aus dem zustand des leugnens herauszutreten ist schonmal ein anfang. entwoehnt habe ich mich noch nicht erfolgreich, trotz einiger versuche. aber du kannst industriezucker ersetzen durch trockenfruechte, honig etc, die es nur als belohnung gibt wenn es appetitmaessig sein muss, nach irgendetwas anstrengendem gesunden, das du dann davor tust. lg

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Ich habe meinen Zuckerkonsum einfach reduziert, nachdem ich mir bewusst gemacht habe wie schädlich Raffinade Zucker ist. Du sagst es ja schon selber. Man muss ja nicht gänzlich damit aufhören, aber eine starke Reduzierung ist sehr zu empfehlen.
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/zucker.html

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Auf jeden Fall mal nicht von einem Tag auf den anderen komplett aufhören. Tausch raffinierten Zucker gegen Obst und mach dir deine Süßigkeiten selbst. Süßen kannst du zB super mit Datteln. Und dann immer reduzieren, über ein paar Wochen hinweg. Der Körper reagiert auf den Entzug sonst meist mit Kopfschmerzen, Übelkeit, extremen Heißhunger und Gereiztheit. Viel Glück! :)

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Der Entzug von Zucker dauert etwa sechs bis zwölf Monate. Wie bei allen Drogen fällt es schwer.

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Ist alles in deinem Kopf, du musst nur darauf verzichten.

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