Wie kann ich mir sicher sein, dass ich nicht die unverzeihliche Sünde begangen habe (Christentum, evangelisch)?

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7 Antworten

Hallo blacknyellow96,

die Bibel spricht nur von einer "unvergebbaren Sünde", wie das Jesus Christus einmal durch folgende Worte zum Ausdruck brachte: "Deswegen sage ich euch: Jede Art von Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden.   Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden" (Matthäus 12:31,32).

Hierbei geht es um eine willentliche und vorsätzliche Lästerung gegen den heiligen Geist, der einem bösen Herzen entspringt. Der Apostel Paulus beispielsweise, war, wie er selbst sagte, einst ein "Lästerer", da er die ersten Christen verfolgt und dem Tod überliefert hatte. Hatte er aber gegen den heiligen Geist gesündigt? Paulus schrieb einmal von der Zeit, bevor er Christ war, folgendes: "...obwohl ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein unverschämter Mensch war. Dennoch wurde mir Barmherzigkeit erwiesen, weil ich unwissend war und im Unglauben handelte" (1. Timotheus 1:13).

Rein menschlich gesehen, könnte man denken, Gott könne dem Paulus wegen des Ausmaßes seiner Sünden nicht mehr vergeben; dennoch tat er es, da ihm zum Zeitpunkt seiner Taten nicht bewusst war, wie schlimm das, was er getan hatte, in Wirklichkeit war. Nachdem ihm jedoch die Schwere seiner Sünde klar wurde und er von Herzen bereute, vergab Gott ihm bereitwillig. Paulus hatte also, obwohl er schwer gesündigt hatte, eindeutig nicht die unvergebbare Sünde begangen.

Gegen den heiligen Geist zu sündigen heißt, sich ihm willentlich zu widersetzen, und zwar aus dem Grund, weil das Herz durch und durch böse geworden ist, so dass es kein Zurück mehr gibt. Es gibt in der Bibel Beispiele von Personen, die sich der Sünde gegen den heiligen Geist schuldig gemacht haben. Dazu zählten z.B. die Pharisäer und Schriftgelehrten, als Gruppe gesehen. Obwohl sie mit eigenen Augen gesehen hatten, welche Wunder Jesus Christus durch Gottes Geist vollbracht hatte, widerstanden sie ihm und schmiedeten sogar Mordpläne gegen ihn. Ihr Herz hatte einen Grad von Bosheit erreicht, der keinen Gedanken an Reue mehr zuließ. Das gleiche kann von Judas Iskariot gesagt werden, der von Jesus als "Sohn der Vernichtung" bezeichnet wird (Johannes 17:12). Obwohl er als einer der 12 Apostel zu Jesu engsten Vertrauten gehört hatte und viele seiner Wunder aus nächster Nähe beobachtet hatte, war seine Habgier größer als die Liebe zu seinem Herrn. 30 Silberstücke reichten ihm, um ihn zu verraten. Sein Handeln entsprang einem durch und durch bösen Herzen.

In einem Artikel mit dem Titel "Was ist die unvergebbare Sünde?" hieß es u.a. :

"Wer sein sündiges Verhalten hasst und sich wirklich ändern möchte, hat die unvergebbare Sünde nicht begangen. Gott kann selbst jemandem vergeben, der wiederholt in dasselbe sündige Verhaltensmuster zurückgefallen ist  — vorausgesetzt, er hat sich Gott gegenüber nicht verschlossen (Sprüche 24:16). Manche werden allerdings immer wieder von Schuldgefühlen gequält und denken deswegen, sie hätten sich der unvergebbaren Sünde schuldig gemacht. Die Bibel sagt aber, dass wir uns nicht immer auf unsere Gefühle verlassen können (Jeremia 17:9). Gott hat uns nicht das Recht gegeben, über jemanden ein Urteil zu fällen  — nicht einmal über uns selbst (Römer 14:14). Er kann uns vergeben, sogar wenn wir uns selbst nicht vergeben können (1.  Johannes 3:19,  20)" (Quelle: jw.org - Bibel und Praxis - Fragen zur Bibel).

Wie Du also siehst, geht es bei der "unvergebbaren Sünde" darum, dass jemand aus einem durch und durch bösen Herzen handelt, in dem nicht mehr der Wunsch nach Änderung und Besserung vorhanden ist. Wer jedoch wegen einer bestimmten Sünde, die er für die "Sünde gegen den heiligen Geist" hält, Reue empfindet, hat diese Sünde ganz gewiss nicht begangen!

LG Philipp

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Ich nehme an, es geht Dir um die "Sünde gegen den Geist", die nicht vergeben werden kann. Lies das Beispiel in der Bibel und schau genau hin: Mk 3, 28 - 30.

Es darum, daß Du erkennst, daß Du den Heiligen Geist vor Dir hast und ihn trotzdem verleumdest, indem Du ihn einen bösen Geist oder den Teufel nennst. 

Nachdem unsere Erkenntnisfähigkeit ziemlich begrenzt ist, kannst Du niemals irgendwie ganz sicher erkennen, ob Du wirklich den Heiligen Geist bzw. seine Wirkungen vor Dir hast. Deshalb ist es Dir unmöglich, den Heiligen Geist wissentlich und willentlich (!!) zu verleumden. Das könnte nur ein Engel tun (oder ein Teufel). Du kannst also ganz sicher sein, diee Sünde niemals begehen zu können, selbst nicht, wenn Du sie begehen wolltest. Gruß, q.

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Wenn ein Engel vom Himmel kommen würde mit einem Schreiben an dich gerichtet worin steht, dass du diese Sünde nicht begangen hast - wieso solltest du ihm glauben?

Nun hast du etwas Größeres als einen Engel, das Wort Gottes: Jesus Christus, der Sohn Gottes, starb für dich und deine Sünden. Glaubst du an ihn?

Niemand kann sagen, dass Jesus Christus der Herr ist als nur durch den heiligen Geist. 

www.bibleserver.com/text/HFA/1.Korinther12,3

Was du fragst bezieht sich auf Menschen, die von Gott nix mehr wissen wollen, aber auch gar nix und seine aktiven Gegner sind! Gegner, verstehst du? Leider sind einige zweifelnde Christen in der Psychiatrie, die sich genau diese Frage stellen, du auch du dir stellst. - Bitte glaube an Jesus Christus, er hat versprochen, dass er wegen der Sünden gekommen ist, um sie wegzunehmen!! Wie gesagt: Diejenigen, die sündigen "zum Tode" wollen von Gott GAR NIX mehr wissen. Sie sind aktive Gegner, evtl. erkennst du sie daran.

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Ich denke, dass es bei der Sünde gegen den Heiligen Geist darum geht, dass Menschen wie die Pharisäer die Wunder Jesu gesehen und miterlebt haben und eigentlich wussten, dass Jesus Christus der von den Propheten verheißene Messias ist und ihn trotzdem ablehnten und seine Wundertaten sogar dem Satan zuschrieben (vgl. Lukas 11,15 und Matthäus 12,24). In Markus 3,28-30 wird dies deutlich: "

Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen. Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist."

Eine recht gute Erklärung dafür findet sich beispielswiese hier: https://www.bibelkommentare.de/?page=qa&answer_id=634

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Diese Frage wurde hier bei GF schon mehrmals gestellt...

Kurz und knapp: Solange du dir Gedanken machst, diese Sünde begangen zu haben, dann hast du sie sicher nicht begangen.

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Wenn du an die unverzeihliche Suende glaubst, dann bist du glaeubig und beghst also die unverzeihliche Suende nicht, alles gut.

Wenn du nicht glaubst, dann begehst du die unverzeihliche Suende aus der Sicht der Glaeubigen, aber da du selbst nicht glaubst, kann dir das voellig egal sein. Also auch alles gut.

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nur die lüge ist unverzeihlich!

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