Wie kann ich mich rechtlich wehren ohne grosse Finanzielle mittel?

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6 Antworten

Die Anzeige kannst du bei jeder Polizeidienststelle machen, für den Zivilteil kannst du Prozesskostenhilfe beantragen bzw. einen Beratungsschein. Beide kannst du bei Gerichtbeantragen (siehe hier: http://www.justizportal.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=13295&article_id=56776&_psmand=50)

Du wirst dir wahrscheinlich die Tierarztkosten zurück holen können, ggf. auch eine Unterlassung der Besitzstörung (https://dejure.org/gesetze/BGB/862.html) - genaueres solltest du aber in der Beratungssitzung erfragen können.

Kommentar von spmuc
09.07.2016, 11:32

Oh, ich sehe grad - Schweiz. Vielleich hilft die Antwort später noch jemanden mit einem ähnlichen Problem.

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wenn es nicht Schweiz wäre, hätte ich jetzt auch gesagt, mit Beratungshilfe oder Prozeßkostenhilfe zum Anwalt & dann Schadenersatz fordern, sich die Kosten erstatten lassen für den Tierarzt.

Anzeige erstatten wegen "Sachbeschädigung" (so heißt es leider bei uns, wenn ein Tier zu Schaden kommt)

Notfalls die Kosten mit einem Gerichtsvollzieher eintreiben lassen & pfänden lassen.

Kommentar von xttenere
09.07.2016, 12:07

bei uns ist es so, das jeder Hund gechipt und bei Amicus gemeldet sein muss...( Hund...Rasse...Adresse des Halters)

Ausserdem ist bei Hundehaltung...egal ob Chihuahua oder Bernardiner eine Privathaftpflicht , obligatorisch. In dieser werden Schäden an 3. Personen ...auch Bissverletzungen an anderen Hunden abgedeckt.

Sobald der Geschädigte bei der Polizei eine Anzeige gemacht hat, kommt die Sache ins rollen.

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Ich weiß nicht, wie es in der Schweiz ist. Hier in Deutschland könnte man an die strafrechliche Anzeige (der Besitzer des Kampfhundes ist ja in der Verantwortung) den Schadenersatz als "Adhäsionsverfahren" anhängen.

Das wird dann vom Gericht gleich mitentschieden.

Erkundige Dich mal.

Kommentar von Sredloms
09.07.2016, 13:33

Das ist ja ein super Tipp! Habe ich gleich auf wikipedia nachgelesen. Kann ich das dann direkt bei der Anzeige beantragen? (soll es in der schweiz auch geben, habe ich gelesen)

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"Das Tier im Recht" ist eine sehr gute Anlaufstelle und auch nicht so teuer. Die haben mir in einem ähnlichen Fall sehr gut geholfen.

Ein gleichnamiges Buch gibt es auch und auch online Beratung.

Zeig den Besitzer wirklich an!

Kommentar von Sredloms
09.07.2016, 11:24

Herzlichen Dank für Deinen guten Tipp, werde mich gleich informieren.

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Falls Dein Hund nach dieser Bissattacke bei Tierarzt war, hatte dieser  den Vorfall bereits gemeldet. In der Schweiz herrscht Meldepflicht, wenn ein Hund auffällig wird.

Frage in diesem Fall den TA, wie Du vorgehen sollst...normalerwiese müsste Der Besitzer des angreifenden Hundes die Rechnung des TA bezahlen.

Übrigens: Es gibt keine Kampfhunde Besitzer ...nur Besitzer von Listen Hunden !!!

Kommentar von Sredloms
09.07.2016, 11:30

Danke für Deine Antwort. Ja mein Hund war beim TA und musste die 8 cm grossen aufrisswunden nähen etc. Lag in Narkose... 3 Grosse Wunden. TA hatte es bereits dem Vet. Amt gemeldet.

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Ich kenne die Gesetzeslage in der Schweiz nicht, aber bei uns in Österreich ist meines WIssens die erste anwaltliche Beratungsstunde kostenlos. Außerdem gibt es auch 1x wöchentlich kostenlose Rechtsberatung bei der Anwaltskammer.

Kommentar von Berni74
09.07.2016, 11:58

Rechnen nicht in Österreich sogar die Tierärzte direkt mit der gegnerischen Versicherung ab? In meinem Fall war das damals so. Ich mußte die TA-Rechnung gar nicht bezahlen.

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