Wie kann ich mich in der Chemie fördern (außer durch ein Frühstudium)?

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4 Antworten

Machst Du Chemieolympiade?

Ansonsten empfehle ich Dir dasselbe, was ich auch gemacht habe: Kauf Dir Bücher und lies sie. Standard-Lehrbücher der Organischen Chemie (Streit­wieser–Heathcock fand ich zum Selbst­studium besser als den Beyer–Walther), Anorgani­schen Chemie (ich bin ein Fan vom Holleman-Wiberg, aber der Green­wood–Earnshaw ist auch gut; Riedel fand ich mies) und Analyti­schen Chemie (Jander–Blasius).

Physikalische Chemie ist zum Selbst­studium nicht so gut geeignet, und ich finde den Atkins, den alle so lieben, nicht ganz so gut. Vielleicht git es heute ja schon was Besseres.

Das kannst Du alles im Studium gut brauchen, und Spaß macht es obendrein.

Außerdem rate ich Dir, programmieren zu lernen. Das ist eine Kunst, die man im wissenschaftlichen Betrieb immer brauchen kann, und es schärft das Denken.

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Kommentar von DieChemikerin
14.12.2015, 20:28

Danke erstmal für die Antwort!

Nein, das ist aber eine gute Idee; die Aufgaben habe ich mir schon mal angesehen und fand sie sehr interessant!

Ich hatte in der neunten Klasse Informatik, habe es aber wegen zu viel Stress zur zehnten Klasse hin abgewählt.

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Natürlich bist du in Chemie unterfordert, weil du die Themen des Unterrichts schon vorher gelernt hast. Das ist ja auch nicht schlechtes, sollte aber nicht verallgemeinert werden.
Ich musste sogar mal eine Arbeit nachschreiben, weil mein Lehrer nicht glauben konnte/wolte, dass ich ein Büchlein fast auswendig können. So 30 Seiten, über Wellensittiche.

Zum Wissen gehört nun mal hauptsächlich, den Umfang und die Grenzen zu kennen. Oder kennst du den Unterschied zwischen dxy/dxz/dyz vs. dx²y²/dz²?

Mit viel Interesse und viel Intelligenz Wissen und auch Verständnis zu erlangen, ist nur eine Seite des Lebens.
Wenn es danach ginge, hätte ich alles werden können, Arzt, Wissenschaftler, Professor oder Konzernchef.
Aber es geht nicht nur danach. Erst in den letzten Jahren habe ich verstanden, was ich immer schon geahnt habe. Es geht um anderes, um das wichtige.

Nicht um Ehrgeiz, wobei einige sagen, dass Geiz und Gier nur zwei Seiten einer Medaille sind. Es geht um die Freude am Wissen und Erkennen.
Nicht wie weit eine(r) da kommt zählt, sondern welches Ziel er/sie hat.

Ich habe lange von meinem "geheimen Masterplan" gesprochen, der war so geheim, dass nicht mal ich ihn verstanden habe. Aber ich bin ihm gefolgt, und er war gut.
Ich bin ein milder Autist, und habe es geschafft, Gemeinschaft zuerst zu sehen, dann zu suchen, dann teilzuhaben und zuletzt sie zu schaffen.
Das zählt. Ob du einen Nobelpreis kriegst, ist Dreck dagegen.

Und wenn du nur nach guter Erklärung suchst, ich habe natürlich etliche Chemiebücher kennengelernt, damals, im letzten Jahrhundert.
Am besten erklärt es meiner Meinung nach Christen. Aber das Buch gebe ich nicht her, es ist auch arg zerfleddert.

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Kommentar von DieChemikerin
14.12.2015, 21:34

Ich beauchte erstmal nen Moment, um deine Antwort zu verstehen, da du in kryptischen Sätzen schreibst.

Ich rede nicht von Erklärungen. Ich habe große Freude an Chemie und das Meiste von dem, was wir im Unterricht bisher durchgenommen haben, habe ich nicht vorgelernt - ich sehe mir den Kram an und verstehe ihn oft relativ gut. Ich merke mir auch Vieles. Das sollte nur zeigen, dass ich Spaß an Chemie habe.

Mein Ziel ist es, später im Bereich "Chemie" zu arbeiten. Ich habe Freude am Wissen, warum sonst würde ich mir freiwillig welches aneignen und es auch weitergeben?

Ich weiß nicht, ob ich deine Antwort richtig verstanden habe.

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TIPP : Mach erst mal dein Abitur mit einer möglichst guten Note,damit du möglichst viel Auswahl beim Studium hast.

BEGRÜNDUNG : Das Fachgebiet Chemie ist sehr umfangreich und man kann nicht alles wissen.Die Gefahr in deinen Tatendrang besteht darin,dass du Sachen lernst nach dem MOTTO "Just for fun and nice to have".

Das bezahlt dir später keiner.

Du kannst dir aber die Studiengänge an den Universitäten anschauen und wie die Lehrpläne aussehen,damit du weist,was da verlangt wird.

Das hier an der Schule ist ja nur Grundwissen und es wird an der Universität garantiert schwieriger.

Wenn du Zeit neben der Schule hast ,kannst du dir ja schon mal eine Aufgabensammlung mit durchgerechneten Beispielaufgaben anlegen.

Außerdem gibt es ja jede Menge Lehr-und Übungsbücher,die du dir besorgen kannst.

MERKE : Wenn du aber nun hunderte von Stunden investierst und später das im Beruf nicht anwenden kannst,dann hast du nur umsonst gearbeitet.

Beispiel : Ich sprach mit einer Röntgenassistentin und diese erzählte mir ,dass sie bis zu 80% der Zeit die sie gelehrt hatte überhaupt nicht anwenden konnte.Sie hat also mindestens 50% der Lernzeit nur für das Schulsystem gearbeitet,ohne Bezahlung.

FAZIT . Ich finde ,man sollte nicht mehr tun,als das System verlangt und                     nicht ünnötig umsonst arbeiten.

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Kommentar von indiachinacook
15.12.2015, 10:52

Ich glaube, das ist Dein Kernsatz:

Wenn du aber nun hunderte von Stunden investierst und später das im Beruf nicht anwenden kannst,dann hast du nur umsonst gearbeitet.

Das stimmt für manche Berufe (obwohl Wissen immer noch sub­jektiv Spaß machen kann und daher wie jedes Hobby die Lebens­qualität er­höht), aber definitiv nicht für eine wissen­schaft­liche Lauf­bahn. So wie DieChemikerin hier rüber­­kommt, ist sie eine Kandidatin dafür.

In der Wissenschaft geht es immer darum, auf nicht-offensichtliche Gedanken zu kommen. Je mehr man weiß, auch aus peripheren oder ganz fach­fremen Bereichen, umso leichter fällt das. Über­qualifika­tion mag es bei einem Büro­job mit Routine­­aufgaben geben, aber nicht für eine Forscherin.

Ich habez.B. Thermodynamik erst verstanden, als ich eine Vorlesung über Statistische Mechanik bei den Physikern besucht habe. Zu­fälliger­weise war das dann das Thema meiner Dissertation, und ich beherrschte Methoden, die Chemiker normaler­weise nicht kennen, und daher konnte ich das Problem besser schlachten als mit den „offen­sicht­lichen“ Mitteln.

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Hii, ich habe eine andere Frage. Sorry nur weiss nicht wie man hier Nachrichten schreibt. Kannst du mir einen Rat zu meiner LK Wahl geben?

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