Wie kann ich mich gegen ein Rundschreiben mit allgemeiner Kritik wehren?

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5 Antworten

Das ist wieder mal die typische Reaktion so mancher Eltern auf solche konstruktive Kritiken und sind auch für einige so schwer zu verdauen. Nach dem Motto meine Tochter macht so etwas nicht oder mein Sohn macht so etwas doch nicht. Die ist so eine brave Schülerin bzw. so ein braver Schüler, anscheinend sind alle Töchter und Söhne die wahren Engel. Das Schreiben bezieht sich auf die ganze Klasse, ansonsten würde man sie einzeln anschreiben und zu einem Gespräch einladen. Sorry, solche Eltern sind einfach nicht lernfähig und sollten lieber auf ihre Kinder aufpassen. Denn das sind diejenigen die von ihren Kindern keine Ahnung haben, was sie während und nach der Schule so alles machen.

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Kommentar von hermanngustav
07.02.2016, 10:59

"Rot heißt stopp. So lernen es Kinder bei der Verkehrserziehung, so bläuen es Fahrlehrer ihren Schülern ein. In Heilbronn scheint dieses strikte Gebot aber nicht mehr viel zu gelten. Die Rotlichtverstöße haben extrem stark zugenommen.


Ignorierten 2011 noch 573 Fahrer das Rotlicht an Ampeln, gaben sich im vergangenen schon 967 selbst Grün und wurden dabei erwischt. Das ist eine Zunahme um knapp 70 Prozent
– und dabei ist die Zahl der Verstöße bei blitzerbestückten Ampeln
nicht mitgerechnet. Das rote Licht ist den Verkehrsteilnehmern zusehends egal. Ein Trend, der sich schon seit Jahren beobachten lässt ... "


Dies ist ein Auszug aus einer Pressemeldung. Nach der Meinung der Dame aus dem Schwarzwald müssten jetzt alle Führerscheininhaber/innen mindestens aus Heilbronn ein Schreiben bekommen, in dem sie darauf hingewiesen werden, künftig die Verkehrsregeln besser zu beachten. Den Erhalt dieses Schreibens müssten dann alle Empfänger/innen bestätigen.


Das kann doch wohl nicht ernst gemeint sein!?!?!

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Wie kann ich mich gegen ein Rundschreiben mit allgemeiner Kritik wehren?

Die Frage, die sich mir stellt, ist eher, warum du dich gegen die "allgemeine Kritik" wehren willst?

Es liegt hier bei vielen Schülern ein Fehlverhalten vor und die Eltern werden gebeten, mitzuwirken, um diesem Fehlverhalten entgegenzusteuern. Kritik kann ich nicht erkennen. Das scheinen Tatsachen zu sein.

An dem Schreiben ist nichts zu kritisieren. Im Gegenteil. Darin liegt eine Chance. Du solltest mit deinem Kind darüber sprechen, in wie weit es betroffen sein könnte, und vorsichtshalber Vokabeln üben und darauf achten, dass es seine Tasche korrekt packt.  Darüber hinaus solltest du für die Infomation dankbar sein, denn hier scheinen sich Lehrer für den Lernerfolg deines Kindes zu interessieren und das sollte auch dein Interesse sein. Wäre schade, wenn es das nicht ist.

Das Üben von Vokabeln sollte am besten zu Hause in gemütlicher Umgebung und ohne die Ablenkung durch andere Schüler erfolgen. Deine Erwartung, dass sämtliche schulischen Lernprozesse in der Schule stattzufinden haben, ist falsch udn unrealistisch. Eltern sind nicht nur für die Freizeit zuständig. :)

Auch dass das Packen der Tasche von den Eltern am Vorabend kontrolliert werden sollte, ist richtig. Die Lehrer können das ja schlecht selber machen.

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Und so geht es mit der allgemeinen Kritik weiter

Hier wirst nicht du persönlich kritisiert, sondern es gibt allgemeine Missstände, die angesprochen werden müssen.

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Ich weiß nun nicht, ist mein Kind betroffen oder nicht.

Was spricht dagegen, dein Kind zu fragen? Dann weißt du bescheid. Wenn du befürchtest, dass dein Kind dir nicht die Wahrheit sagt, solltest du dieses Problem nicht auf Andere schieben. Das wäre dein Problem. Außerdem kannst du in diesem Fall auch sicherlich den verfassenden Lehrer anrufen, um dich zu erkundigen. An der Zusammenarbeit interessierte Eltern haben noch nie geschadet. :)

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Ich halte diese Allgemeinschelte nicht für zielführend.

Sehe ich vollkommen anders. Der Brief sollte ein Gespräch zwischen Eltern und Kindern auslösen. Wenn du das nicht machst, ist das dein Problem.

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Fühle ich mich nicht angesprochen, werde ich nichts veranlassen.

Das ist bedeuerlich, fatal, inkonsequent und wenig weitsichtig.

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Außerdem denke ich, dass es weitgehend Aufgabe von Schule ist, dafür zu
sorgen, dass Lernzeitaufgaben in der Lernzeit erledigt werden.

Dazu habe ich oben schon Stellung genommen.

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Habt ihr da schon Erfahrung, wie man sich gegen solche Rundumschläge wehren kann / sollte?

Mit einer solchen Aktion, wie auch immer sie ausfällt, würdest du dich komplett lächerlich machen.

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=> Um es auf den Punkt zu bringen: Ich finde deine Reaktion vollkommen unverständlich. Es sollte in deinem Interesse liegen, mit der Schule zum Wohl deines Kindes zu kooperieren und sie nicht als Feindbild zu betrachten. Dass die angesprochenen Missstände für einen dauerhaften Lernerfolg behoben werden müssen, ist selbverständlich und du solltest deinen Beitrag dazu leisten. Das ist Teil deiner elterlichen FürsorgePFLICHT. 

LG
MCX

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Kommentar von blackforestlady
07.02.2016, 07:23

Es gibt Eltern, die haben gar keine Ahnung, was ihre Kinder während und nach der Schule so machen. Die Eltern sollten sich lieber mal beim Lehrer oder Rektor nach ihren Schützlingen erkundigen, da werden denen schon die Augen geöffnet. Bekommen sie dann solch einen Brief, dann fällt Regelrecht ihr gut gebautes Kartenhaus in sich zusammen. 

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also: ich würde abklären - mit dem eigenen Kind - ob es denn Probleme in einem oder mehreren Fächern gibt.

Meinem eigenen Kind würde ich dann erstmal beibringen wie man eigentlich gut lernt und sich gut motiviert.

Dazu gehört, dass man versucht sich jede Stunde 7 mal zu melden, was die mündliche Note verbessert, viel Zeit bei den Hausaufgaben spart und auch noch die Zeit schnell vergehen lässt.

Dann schreibt man während des Unterrichts sich die wichtigsten Lerninhalte kurz und in einer ähnlichen Formulierung wie der Lehrer / die Lehrerin auf und schreibt noch ein Beispiel dazu. Diesen Zettel legt man einige Stunden neben sich und liest ihn sich immer wieder durch. So dass man beim Lernen von Klausuren schneller zu Rande kommt.

Wiederum lernt man nur für benotete Leistungsanforderungen - dafür aber das ganze Halbjahr ein bisschen. So kann man z.B. für die Klausuren lernen, indem man einen Lernkalender einrichtet, der aus MUSS, SOLL und KANN Inhalten besteht. So schreibe ich dann hinein bei MUSS was ich sofort erledigen muss, bei SOLL was ich innerhalb von 24 Stunden anpacken muss und KANN hat etwas mehr Zeit. Da ich da auch private Dinge reinschreibe, behalte ich so dass Maß zwischen Arbeit und Freizeit.

Weiter gehört zum Lernen, dass ich meinen Schreibtisch so einrichte, dass ich nur Stifte, Papier, Duden, Taschenrechner und eine Lampe darauf habe. Schon ein Blick auf die Uhr kann mich aus den Gedanken reißen und dem Gehirn vermitteln, dass das langweilig oder schwer sei, was es aber oft gar nicht ist.

Schließlich kann man Kinderlexikas im Internet, Youtube-Channels sowie die Buchreihe "... für Dummies" (z.B. "Chemie für Dummies", "Mathematik für Dummies" usw.) nutzen, um Fächer wirklich zu verstehen. Die letzte Buchreihe sollte ich aber vielleicht erst mit mindestens 12 Jahren besser mit 14 Jahren anpacken, da sie zwar sehr gut die Fächer beschreibt, aber einfach für spätere Klassen gemacht wurden. Man kann auch um die Klausuren besser schreiben zu können, sich ein Vorbereitungsbuch für Klausuren  aus der Bibliothek Jahrgang 8. Klasse holen. Dort steht oft sogar drin, welche Formulierungen neutral sind.

Lernen macht einfach nur Spass, wenn sich auch Erfolge zeigen. Spätere Schwierigkeiten am Gymnasium entstehen meistens in der 7. Klasse, weil dort die Grundlagen oft gar nicht erklärt werden. So quälen sich dann viele durch Chemie, Mathematik und Physik aber auch Deutsch sowie Sprachen werden schnell schwierig. Mit diesen Tipps sollte es einfacher werden.

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Kommentar von hermanngustav
07.02.2016, 11:03

Das ist zwar eine schöne Geschichte, aber "Thema verfehlt, keine Antwort auf die Frage!"

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Lernzeitaufgaben? Lernzeit? Sorry aber die Aufgabe deiner Schule ist nicht dafür Sorge zu tragen, dass Deine Kinder ausreichend lernen...

Eine Aufgabe einer Schule ist es, Deinen Kindern selbständiges arbeiten beizubringen...dazu gehört es auch selbstständig Vokabeln zu lernen wenn dazu in der schule nicht genug Zeit ist.

Wer Leistungsfähige Kinder will sollte sich nicht wundern...

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Du solltest doch die Lerneinstellung deines Kindes kennen, wie es seine Aufgaben erledigt und wie es um die Arbeitsmittel bestellt ist.

An der Schule meiner Tochter gibt es so eine Mitteilung jedes Jahr zum Schulbeginn. Ich fühle mich davon nicht angegriffen. Ich weiß, wo die Baustellen meiner Tochter sind um darum kümmere ich mich, ob mit oder ohne Elternbrief.

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Kommentar von hermanngustav
07.02.2016, 11:04

Und wo ist jetzt die Antwort auf meine Frage?

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