Wie kann ich mich gegen ehemaligen Betreuer wehren?

7 Antworten

Gehe zum Rechtspflege das Amtsgerichtes und beantrage einem sog. Beratungshilfeschein um den Bereich Vermoegenssorge des ehemaligen Betreuers überprüfen zu lassen. Mit diesen kannst Du dann zu einem Facharzt für Betreuungsrecht, welcher die Akten anfordern kann und dann die Vermögenswerte prüfen, bzw. Buchungen nachrechnen.

Ich nehme Dich und Dein Problem ernst und möchte Dir wirklich helfen. Aber dennoch muss ich Dir leider sagen, dass von "wehren" gegen Deinen ehemaligen Berufsbetreuer keine Rede sein kann. Er tut Dir ja nichts. Also musst Du Dich nicht gegen ihn wehren, sondern willst ihn offenbar angreifen. Dabei musst Du allerdings bedenken, dass Du nicht mehr unter Betreuung stehst und für deine Äußerungen über eine andere Person voll verantwortlich bist bzw. zivilrechtlich von dieser Person zur Verantwortung gezogen werden könntest, u.a. wegen übler Nachrede, Beleidigung, Stalking ... So hart das für Dich sein mag, nach allem, was Dir schon widerfahren ist, aber es kann tatsächlich immer noch schlimmer kommen. Das Leben ist nun einmal hart und Du musst Dich leider damit abfinden, dass Du inzwischen ein armer Mann (ich vermute dich jedenfalls männlich) geworden bist. Ich gebe dir also den Rat, von jetzt an Deine Vergangenheit auf sich beruhen zu lassen und alle Deine Kräfte darauf zu konzentrieren, dass Du als armer Rentner mit dem Rest deines Lebens gut zurecht kommst. Die Amerikaner nennen das: Positiv denken! Es hilft Dir nicht weiter, Dich mit Deinem ehemaligen Berufsbetreuer anzulegen. Auf diese Weise siehst du nicht einen Cent von Deinen verlorenen 50 000 € wieder. Und zwar deshalb, weil er dein Geld nicht genommen hat. Dein Geld haben andere. Dein Betreuer hat dein Geld sozusagen für Dich ausgegeben, und das ist völlig legal. Dein Betreuer war auch nicht faul, wie Du behauptest. Er hat neben Dir noch 80 bis hundert andere zu betreuen und hat im Durchschnitt bei weitem nicht soviel Zeit für die anderen aufgewandt wie für Dich. In Deinem Fall war eine Wohnung aufzulösen, eine Heimeinweisung vorzunehmen, wofür er die Zustimmung der Richters einholen musste. Du hattest gesundheitliche Probleme, warst in einem Krankenhaus. Vielleicht musstest du einen Arzt wechseln. Er musste alle möglichen Banken, Vermieter, Vertragspartner darüber informieren, dass Du jetzt unter "seiner" Betreuung stehst. Dennoch wurdest du, wie du schreibst, verklagt und hast ihn mit dieser Sache befasst. Also, er war alles Mögliche, nur nicht faul, und er wird vermutlich froh gewesen sein, dass er Deine Betreuung losgeworden ist. Das Verhältnis zwischen einem Berufsbetreuer und seinem Betreuten ist ja so etwas wie eine Zwangsehe. In den meisten Fällen kennt der eine den anderen nicht vorher oder jedenfalls kennt der eine den anderen nicht wirklich. Der erste Eindruck kann täuschen. Der Richter teilt die jeweils neuen Betreuungsfälle auf die ihm persönlich bekannten Berufsbetreuer auf. Wen er wem zuordnet ist seine Sache. Da kann der Berufsbetreuer selbst nur wenig daran ändern. Der Betreute soll allerdings vom Richter gefragt werden, ob er sich einen bestimmten, ihm bereits bekannten Betreuer wünscht. Da fällt dem frisch zu Betreuenden in der Eile meist niemand ein. Es wäre besser für ihn gewesen, er hätte rechtzeitig eine Betreuungsvollmacht ausgefertigt und die als Betreuer gewünschte Person auch bereits schon mal um ihr Einverständnis gebeten. Dann hätte der Richter den Vorschlag auf jeden Fall erst einmal prüfen lassen. Eine rechtskundige Person, wie natürlich ein Rechtsanwalt, ein Sozialarbeiter oder ein staatlich anerkannter Altenpfleger kommt als ehrenamtlicher Betreuer immer in Betracht. Ein naher Verwandter könnte sich rechtzeitig zum ehrenamtlichen Betreuer schulen lassen. Solche Schulungen werden regelmäßig angeboten. Sodann hätte der zu Betreuende noch die Wahl zwischen einem Betreuungsverein und einem rein kommerziellen Betreuungsunternehmen, wenn er sich denn auf diese Alternativen geistig vorbereitet hätte und sich im entscheidenden Augenblick entsprechend äußern würde. Als letztes bliebe ihm noch die Möglichkeit, sich vor der eigenen Betreuungsbedürftigkeit einmal im weitläufigen Verwandten- und Bekanntenkreis umzuhören, welche Betreuungsfälle es dort gibt und wer mit seinem Betreuer mehr und wer weniger zufrieden ist. Natürlich muss er sich dann wenigstens einprägen, wer die zufriedene betreute Person ist und wo sie wohnt. Dann sagt er dem Richter: Ich kenne eine Frau Erna Schulz in der Einwegstraße 17. Deren Betreuer möchte ich auch haben. Und schon hat der Richter einen Anhaltspunkt, um dem zu Betreuenden einen wunschgemäßen Betreuer an die Seite zu stellen. Wie Sie sehen, lieber Bryce, hätten Sie einige konkrete Möglichkeiten gehabt, Ihr konkretes Betreuungsverhältnis zu beeinflussen und haben sie anscheinend nicht genutzt. Dass Sie nun aber von dem Richter und dem von ihm ausgewählten Berufsbetreuer erwarten, sich Ihren Kopf zu zerbrechen, ist schlicht unrealistisch. Für den Richter sind Sie nur einer von Hunderten. Er wird Mühe haben, sich überhaupt an Sie zu erinnern. Für den Berufsbetreuer sind Sie einer von vielleicht einhundert, haben somit ein Prozent seines Einkommens durch das Betreuungsverhältnis zu erbringen. Und natürlich möchte er dieses eine Prozent mit möglichst wenig Arbeit sowie Ärger mit Ihnen verdienen.

geh zum amtsgericht und hol dir einen beratungsschein. mit diesem gehst du zu einem anwalt und lässt dich beraten.

wenn du gegen deinen betreuer vorgehen willst, dann muss es nachweise geben. er hat dein "vermögen" für dich und in deinem sinne zu verwalten. dazu muss es unterlagen geben. diese müsstest du bekommen haben oder du kannst sie sicher anfordern um sie einzusehen. das kann der anwalt für dich einfordern.

die frage ist halt was dein verdacht ist und in welcher hinsicht dein betreuer dich geschädigt haben sollte.

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