Wie kann ich mich auf die Bundeswehr am besten vorbereiten?

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3 Antworten

Das kann man so pauschal nicht sagen - das kommt ganz darauf an, welche Laufbahn Du einschlagen willst (z.B. einfacher Mannschafter oder Offizier?), wie lange Du Dich verpflichten willst und zu welcher Teilstreitkraft/Truppengattung Du gehen möchtest (Heer? Luftwaffe? Fallschirmjäger? Pioniere...?).

Ganz grundsätzlich gilt aber, was hier schon gesagt wurde: Die normale dreimonatige Grundausbildung, mit der die Karriere jedes Soldaten beginnt, ist in den letzten Jahren deutlich einfacher geworden, weil die Anforderungen zurückgeschraubt wurden. Die Bundeswehr möchte die Abbrecherquote möglichst gering halten (es gibt seit einigen Jahren eine 6monatige "Probezeit", in der die Soldaten ohne Angabe von Gründen jederzeit wieder austreten können), deswegen haben sich Tonfall und Anspruch stark geändert bzw. angepasst. Lass das einfach auf Dich zukommen!

Wirklich anspruchsvoll und "heftig" wird es erst bei bestimmten Spezialausbildungen, z.B. beim Springerlehrgang, Einzelkämpferlehrgang, EGB-Auswahlverfahren etc. Für solche Dinge - die aber eben davon abhängig sind, was man konkret bei der Bundeswehr machen/erreichen möchte - sollte man sich tatsächlich körperlich und geistig intensiv vorbereiten.

Für die Grundausbildung hingegen wäre das etwas übertrieben - auch wenn es genügend Kandidaten gibt, die auch das völlig unterschätzen. Sportlich gilt: Wer ein paar tausend Meter am Stück laufen kann, 20, 30 Liegestütze am Stück schafft und zehn Kilometer mit einem 10 bis 15 kg schweren Rucksack einigermaßen zügig marschieren kann, wird keinerlei Probleme haben. Mehr braucht es für den Anfang nicht.

Ansonsten solltest Du kein Problem mit formaler und persönlicher Disziplin haben - formal heißt, dass Du akzeptierst, wenn Du mal eine halbe Stunde lang nicht anderes übst als "rechts/links - um" oder eine ordentliche Grundstellung einübst, persönlich, dass Du die Zähne zusammenbeißt und weitermarschierst, auch wenn Dir der Rucksack gerade in die Schulter schneidet, der Schweiß in den Augen brennt und die Blase am Fuß gerade Nachwuchs bekommt.

Was Tests angeht - es gibt genügend Internetseiten, die Probedurchgänge anbieten. Es geht um politisches Wissen, Mathematik und Logik, Erkennen von Strukturen usw. Aber auch hier gilt: Es kommt stark darauf an, was Du erreichen möchtest!

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Kommentar von evsm2
31.07.2016, 15:19

Super das ist eine tolle Antwort.

erstmal will ich ja 6 Monate den FWD machen, und danach mein Abi abschließen. Ich will auch schauen wenn die Bundeswehr mir so spaß gemacht hat und mich auch wirklich gestärkt hat würde ich das nochmal machen nur vielleicht die Offiziers Laufbahn oder als Fallschirm Feldwebel  

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Früh aufstehen und Dispziplin musst du nicht üben. Das ist nicht so schlimm und das kannst du mit lerning-by-doing erlernen.

Was wirklich hilfreich ist, ist ein allgemeiner guter sportlicher Zustand, wobei Kondition am wichtigsten ist. Standard bei der BW ist z.B. 5000m in 23 min zu laufen, wobei das die Grenze ist. Besser wäre, die Strecke in weniger als 21 min zu schaffen und gut ist es, unter 20 min zu bleiben. Dazu kann man die Kraft erhöhen, z.B. durch Liegestütze, Klimmzüge, Kniebeugen, si-ups etc.

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Kommentar von evsm2
31.07.2016, 15:25

Verstanden danke für die Antwort.

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Mach dir doch nicht so n Kopp ! Geh einfach hin und sehe selbst. Warte ab ob du Tauglich bist und welcher Truppengattung du zugeordnet wirst , und zieh es durch, nicht lange rumfragen.

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Kommentar von evsm2
31.07.2016, 15:25

Danke !

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