Wie kann ich meiner schwester am besten helfen?

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5 Antworten

Lasse sie trauern, lasse sie ihre Tochter verwöhnen. Wenn es ihr gut tun, dann lasse sie es auch tun. Sie wird wohl ihrer Tochter nun all das geben, was sie versäumt hat, ihrem Sohn zu geben (das wird sie denken). Man macht sich Selbstvorwürfe in der Art "Hätte ich ihm dies oder das gekauft/erlaubt/gegeben". Diese Selbstvorwürfe tun weh und das, was sie ihrem Sohn "hätte geben können", gibt sie nun der Tochter. Sie klammert sich an ihr, weil es für sie im Moment das einzige ist, sie hat auch Angst, sie auch noch zu verlieren. Es gibt für Eltern nichts schlimmeres als das, wenn sie ihre Kinder verlieren. Was ist mit dem Vater der Kinder? Ist er da? Hilft er ihr?

Sei du bei ihr, hilf ihr zu trauern und sorge für den Ausgleich bei der Kleinen! Sie wird wohl in den Kindergarten gehen? Nimm sie eine Zeit lang ab und zu zu dir, gerne auch Wochenenden, damit die Mutter in Ruhe um ihren Sohn trauern kann. Die Ruhe dazu wird ihr fehlen. Sprich mit ihr über den Sohn, lasse sie von ihm erzählen. Das hilft.

Alles Liebe!

das problem ist, es tut ihr überhaupt nicht gut, die kleine zu verwöhnen und ihr alles zu erlauben. die kleine bestimmt ihr ganzes leben. wenn sie nicht will dass die mama jetzt zum beispiel die braunen stiefel anzieht sondern will dass sie die schwarzen anzieht, macht sie so einen radau und fängt zu schreien an und wirft mit sachen durch die gegend. der vater meines verstorbenen neffens kommt selber nicht damit klar, was auch ganz natürlich ist, da er ihn auch sehr geliebt hat und der vater der tochter kümmert sich überhaupt nicht, da er sie gar nicht wollte. ich versuche so oft wie es geht für sie da zu sein, was auch nicht immer leicht, da alle in der familie von mir erwarten, dass ich die starke bin, die nicht weint, sondern immer alle aufbaut. manchmal gelingt es mir aber einfach nicht immer stark zu sein.

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@enibas86

Stark sein musst du aber auch nicht. Sondern die Kleine öfters zu dir nehmen und mit ihr etwas unternehmen. Die Kleine spürt doch auch, dass etwas nicht stimmt, sie wird doch auch ihren Bruder vermissen.

Deine Schwester hat nicht die Kraft, sich gegen ihrer kleinen Tochter durch zu setzen und lässt sie eben gehen. Sie trauert, sie kann nicht mehr. Wie wäre es, wenn ihr vielleicht mit der Kleinen für ein paar Tage weg fahren könnt? Oder bringt die Kleine zu ihren Großeltern, damit die Mutter Zeit für sich hat. Damit sie trauern kann. Das braucht sie.

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@rhapsodyinblue

ich nehme sie ihr, so oft ich kann, ab. das problem ist nur, dass ich oft 50 std die woche arbeite und wenn ich dann einmal frei habe und die kleine nehmen will, dann macht die kleine oft nicht mit, weint und schreit, dass sie nicht von ihrer mama weg will und dann kann meine schwester sie auch nicht hergeben, weil sie sie nicht weinend gehen lassen will. und für ein paar tage kann ich sie ihr schon gar nicht wegnehmen, da dreht mir meine schwester völlig durch.

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@enibas86

Dann weiß ich auch nicht weiter, ich kann hier Rat geben bis ich schwarz werde, aber wenn da kein Anreiz oder keine "Mithilfe" vorhanden ist, dann kann ich nicht helfen. Was ist mit den Großeltern?

Nimm Urlaub oder schau, dass die Kleine den ganzen Tag in einer Kindertagesstätte untergebracht wird.

Du musst schon auch von dir aus Mühe geben und nicht ständig Gründe hinschreiben, die es dir nicht möglich machen, dies oder jenes für deine Schwester zu tun.

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@rhapsodyinblue

was heisst da kein anreiz von mithilfe? ich habe ja vorhin geschrieben dass ich ihr die kleine so oft ich kann abnehme. das kommt nur immer auf die laune ihrer tochter an, ob ich sie mitnehmen kann oder nicht. bevor das ganze passiert ist, und meinen schwester z.b. arbeiten musste und nicht die kleine nehmen konnte, hab ich sie mir einfach geschnappt und bin mit ihr zu mir gefahren, auch wenn sie geweint hat. aber jetzt kann meine schwester es nicht ertragen, sie weinend gehen zu lassen, auch wenn sie weiss, dass sich die kleine dann auch gleich wieder beruhigt, weil sie ja eigentlich gerne bei mir ist. wenn ich jetzt versuche die kleine weinend mitzunehmen, dann lässt das meine schwester einfach nicht zu. und in der nacht will meine schwester die kleine bei sich haben, weil sie nicht alleine sein will. also komm mir nicht mit solchen sätzen wie kein anreiz zur mithilfe. und nebenbei bemerkt ist meine mutter auch krank und kann die kleine deshalb nicht mehr so lange bei sich nehmen und die eltern von der vaterseite interresiert das ganze auch nicht wirklich.

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@enibas86

Danke für dein nettes Kompliment, enibas86, habe deine Entschuldigung gerne angenommen. Viel Kraft und gute Nerven wünsche ich dir. LG rhapsodyinblue

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Erst einmal mein Beileid... Hmm ich weiß wie es ist ein Kind zu verlieren, habe ich leider auch durch stehen müssen und es ist eine verdammt harte Zeit... Greif deiner Schwester unter die Arme wenn du siehst das sie es nicht mehr alleine packt... Ein 5 jähriges Mädchen was alles bekommt, machen kann was es will, wird später viel Schwierigkeiten haben, weil Mama hat ja gesagt ich bekomme alles was ich will hat es ihr auch gezeigt und na ja, die Kleine brauch ganz dringend Grenzen... Auch wenn es für deine Schwester sehr schwer ist, was jeder verstehen kann, darf sie ihre Mutterrolle nicht vernachlässigen und wenn du das merkst, vielleicht hilft dann ja mal ein klärendes Gespräch unter Schwestern... Ich wünsche euch viel Kraft und hoffe das ihr den Tod verarbeiten könnt, auch wenn es nicht immer leicht ist

ich habe schon mehrmals versucht, sie davon zu überzeugen, dass es nicht gut ist für die kleine, wenn sie ihr alles erlaubt. wenn ich auf sie aufpasse, ist sie ein ganz normales braves kind, einfach weil sie weiss, dass sie bei mir grenzen hat. auch wenn ich keine strenge tante bin, weil sie ist ja gerne bei mir. ich werde es einfach weiter versuchen und unterstütze sie, wo ich nur kann. und übrigens: auch mein beileid zu deinem verlust. danke!

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Sie hat wohl Angst, daß ihr das nocheinmal passieren wird. Jetzt ist ihr Verhalten eher normal, wenn sie ihrem verbliebenen Kind besonders nahe sein will. Mit der Zeit wird sie sicherlich erkennen, daß es nicht immer positiv ist dem Kind jeden Wunsch von den Augen und Lippen abzulesen. Aber für sie ist das jetzt auch ein Trost und eine Hilfe. Sie darf ihr Kind natürlich nicht überfordern und ihm die Rolle des Trösters unbewusst überstreifen. Vielleicht wird sie irgendwann wieder einen Partner finden? Ansonsten ist die Trauer auch etwas Wichtiges was man einfach zulassen sollte. Sie darf weinen und hadern und sich auch fragend an Gott wenden, was ja oft passiert, wenn man jemanden verliert (auch wenn man eher ungläubig ist). Sie wird darüber hinweg kommen mit Gottes Hilfe. Ich wünsche euch alles Liebe und Gute!

http://daily-message.de/archiv/archiv1998.php

Sie muss ja nicht direkt eine Therapie machen, du kannst dich ja mal informieren über Trauerverarbeitung bei euch in der Nähe, denn es ist wichtig das sie erstmal lernt mit dem Verlust umzugehen.

Ein Kind zu verlieren ist das Schlimmste was einer Mutter passieren kann. Deine Schwester wird den Tod noch nicht verarbeitet haben. Vielleicht kannst Du sie zu einer Selbsthilfegruppe begleiten.http://www.veid.de/

Kaum! Es ist doch erst einen Monat her. Lasse ihr Zeit zum Trauern.

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@rhapsodyinblue

das ist mir schon klar, dass sie zeit braucht zum trauern. ich will nur wissen, wie ich ihr am besten helfen kann, damit zurecht zu kommen.

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@enibas86

Reden, unterstützen wo es geht......manchmal sind Worte die man sagt eines zu viel, manchmal sind Worte die man nicht sagt eines zu wenig. Sei einfach für sie da....

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@Snake34

das mach ich ja. ich hab nur manchmal das gefühl, dass es zu wenig ist.

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@enibas86

Ich denke nicht, Du kannst eh nur so viel unterstützen wie sie im Moment annimmt

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