Wie kann ich meiner Mutter helfen um wirklich etwas zu verändern?

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3 Antworten

Also zunächst einmal super, das du da drauf achtest, und schon schaust wie es ihr geht und ihr helfen möchtest.

Das, was du beschreibst, mit Traurigkeit, viel weinen, körperlich und seelisch schwach etc.
hört sich nach einer Depressiven Episode an. (Ich selbst bin auch depressiv, daher kommt mir das sehr bekannt vor)

Deine Mutter braucht neben der Unterstützung ihrer Familie nun vor allem professionelle Hilfe. Von einem Therapeuten. Sie sollte zum Arzt gehen und sich helfen lassen.
Vielleicht wäre auch zunächst eine Reha oder eine Mutter-Kind-Reha/Kur sinnvoll.
Dort wäre sie aus dem Alltag für ein paar Wichen raus und könnte zur Ruhe kommen, während ihr geholfen wird.

Mir hat das sehr geholfen in der Reha. Dort lernt man Gleichgesinnte kennen und man lernt seine Erkrankung verstehen.

Denn so Psychische Erkrankungen sind zwar geläufige Begriffe und jeder kann sich etwas darunter vorstellen. Aber was genau das wirklich bedeutet und was alles dazu gehört wissen die wenigsten.

Einem selber fällt das auch zuletzt auf, man nimmt zwar irgendwie wahr, dass man nicht mehr so kann wie man will und es früher geschafft hat, weiß aber nicht warum.

Ich weiß jetzt nicht, wie alt du bist und dein Geschwisterchen, aber vielleicht kannst du mit deiner Mutter direkt darüber sprechen und die zum Arzt schicken oder begleiten. Oder aber du besprichst das vorher mit deinen Vater, dass er mit ihr redet.

Damit kannst du ihr auf jeden Fall schon mal viel helfen.  Denn dieser erste Schritt ist oft der schwerste. Nämlich einzusehen, dass man Hilfe braucht und diese auch zuzulassen.
Oft hat das ja den bitteren Beigeschmack von Versagen, da man es alleine nicht mehr schafft, was natürlich gar nicht so ist. Der Körper und der Geist streiken einfach. Wofür man dann gar nichts kann.

Hoffe ich konnte dir damit etwas weiterhelfen

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Hatte den letzten Abschnitt eben nur kurz überflogen, sorry.
Das mit der Kur hattest du ja gerade selber angesprochen.

Normalerweise zahlt bei der Kur die Krankenkasse Krankengeld und der Arbeitgeber wird hier nicht finanziell belastet. Er hat dann zwar nicht die Arbeitskraft in der Zeit, aber auch keine Lohnkosten.
Für den AG also die bessere Alternative, als das sie dann komplett ausfällt weil sie krank ist und gar nichts mehr geht.
Dafür ist ja die Kur, um die Arbeitsfähigkeit zu erhalten.

Vielleicht kannst du das deiner Mutter noch mal so sagen, damit sie es einfacher hat sich dafür zu entscheiden?

Und bestimmt kennt jede Mutter Phasen der Überforderung. Das ist noch normal. Wenn es aber langfristig so ist, und die Intensität sehr hoch ist, sollte hier wirklich Hilfe geholt werden.

Es gibt auch neben Kur oder Reha, krankschreibend, Psychologe oder erstmal unterstützend Medikamente (entscheidet natürlich der Arzt)
Hilfen vom Jugendamt, die Entlasten soll z.B. Familienhilfe
Oder, wenn eine  entsprechende Diagnose gestellt wurde gibt es auch noch andere Hilfen z.B von der Diakonie oder ASB oder DRK, kommt drauf an, was bei euch in der Region angeboten wird.

Vielleicht auch eine Selbsthilfegruppe, wo deine Mutter sich von anderen Betroffenen Tips holen kann.
Oder das sie sich ein Hobby sucht, was sie gut mit Familie und Arbeit unter einen Hut bekommt, ohne dass es noch mehr Stress macht.

Vielleicht kannst du (je nach Alter) oder ein Verwandter, eine Freundin einmal in der Woche ein, zwei Stunden auf das Geschwisterchen achten, und deine Mutter macht in der Zeit was für sich. Baden, spazieren, lesen, puzzeln, malen etc. irgendwas, was ihr gut tut.
Oder mal 15 Minuten am Tag "Mamazeit"
um in Ruhe Kaffee zu trinken oder Zeitung zu lesen, wo sie nicht gestört wird.
(Laut Erziehungsveratungsstelle kann man das auch mit kleineren Kindern machen, eben sobald die verstehen, was mamazeit bedeutet und sich im Kinderzimmer ein paar Minuten allein beschäftigen können so ab 3 Jahren)

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Also danke schon einmal für die vielen Vorschläge! 


Ich bin übrigens 16 Jahre alt.Auf jeden Fall gab es gestern einen Riesen Streit weshalb ich auch unbedingt jetzt etwas tun wollte. Später haben wir es nochmal angesprochen und ich habe einfach alles gesagt was ich so mit bekomme und gefragt wie ich helfen kann und all sowas. Es klang halt tatsächlich die ganzen letzten Monate so als wäre ich Schuld an den Problemen und als ob nur ich etwas daran ändern könnte. Eigentlich kann ich sehr gut reflektieren, so dass ich normalerweise verstehe, dass ich nicht schuld bin und eigentlich wusste ich das auch. Ich wollte aber herausfinden ob meiner Mutter das auch klar ist, dass ich nicht schuld bin, sie es aber immer extrem so rüber bringt als wäre es so. Ich spreche öfter mit meinen Eltern unabhängig von einander und was völlig verrückt ist, dass ich die Missverständnisse, die zwischen meinen Eltern entstehen, aufklären könnte und ich Sachen von dem anderen weiß, die der andere nicht weiß (nichts bedeutendes und die Dinge erzähle ich dem anderen natürlich auch). Das habe ich auch alles gesagt und meine Mutter möchte auch unbedingt mit meinem Vater sprechen ohne, dass wir Kinder dabei sind (es hat nichts damit zu tun, dass sie sich trennen wollen oder irgendetwas in der Art). Das ist auch eine Sache die meine Mutter total fertig macht und letztendlich habe ich bei unserem Gespräch rausgehört, dass ich einfach nicht schuld bin, nicht wirklich etwas tun kann und dass meine Eltern beide Macken haben mit denen sie nicht umgehen können. Meine Mama sagt selbst, ihr und Papas verhalten wäre manchmal nicht wirklich erwachsen. Sowas war für mich aber schon als kleines Kind schlimm, einfach weil in mir verankert war und ist, dass die Personen, die die Verantwortung für mich haben, die sich um mich kümmern und die in einer Weise dafür sorgen dass mir nichts passiert, sich für mich nicht auf einer Größe mit mir befinden sollten, mental aber auch physisch. Ich weiß nicht warum. Was mich aber bei diesen unabhängig von einander geführten Gesprächen glücklich macht ist, dass meine Eltern über sich als paar ganz oft exakt das selbe sagen und meinen. Daran merke ich eben wie alles gut ist und wie intakt wir sind.Ich bin jetzt sehr vom Thema abgeschweift:D aber irgendwie gehört es alles dazu und ich wollte es detailliert beschreiben. Ich denke nachdem es gestern dann auch wieder gekracht hat und alles gesagt worden ist, werde ich meinen kleinen Teil den ich helfen kann erledigen und meine Eltern werden versuchen alle Probleme zu lösen, ohne dass wir da mit reingezogen werden weil sie das verständlicherweise nicht wollen.Jetzt reicht es aber wirklich.

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