Wie kann ich meinen Vater überreden, eine Therapie zu beginnen?

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3 Antworten

Hallo, ein wenig verspätet, aber dennoch, besser spaeter als nie ;) Sind ja nun schon ein paar Tage vergangen, ich hoffe, es geht deinem Vater besser und es war ihm auch eine Lehre. Ich muss sagen, ich verstehe deinen Vater. Ich hab dasselbe Problem wie er. Und ich will dir einfach nur von meinen Erfahrungen berichten: Ich hab mittlerweile meine Sportdauer am Tag runterschrauben koennen. Es ist ein Anfang, aber noch lange nicht das Ziel. Die Frage ist einfach: mit was kompensiert dein Vater diese exzessiven Sporteinheiten? Ist er unzufrieden mit seinem Koerper, will er eine andere Figur haben? Das hat ja alles seine Gründe - auch der Weg in die Sportsucht hinein. Ist ja bei vielen Dingen so, dass es sich auf das mangelnde Selbstwertgefühl zurückführen lässt. Bei mir haben zu dem Zeitpunkt einfach Drohungen mit entsprechenden Konsequenzen geholfen. Mein Freund meinte, dass er das so nicht mehr mit machen will und so keine Zukunft mehr mit uns sieht. Das hat wirklich Klick gemacht. Außerdem: der Wunsch nach mehr Zeit und Freiraum fuer sich selbst, fuer Freunde, fuer all das, was man auf der Strecke liegen lassen hat. Man verpasst einfach so viel. Und du siehst ja: genervt kommt er heim, total erschöpft. Und auch aufgrund seines Alters koennen immer schneller Probleme auftreten. Sport ist bei so einem Fall einfach kein Aufmunterer mehr. Das Zuviel bringt das Gegenteil. Meiner Meinung nach helfen da Psychologen auch nicht weiter, man muss ja selbst da raus wollen, ansonsten stellt man eh nur auf stur. Klar soll man nicht mit Druck handeln, vor allem bei sowas, aber ich denke echt, dass einem dann nur noch vor Augen geführt werden muss, zu was sein Verhalten geführt hat. Und es ist einfach so, dass nach einer gewissen Zeit die Menschen um einen herum auch kein Verständnis mehr haben, weil sie auch selbst daran kaputt gehen. Deinem Vater sollte echt mal der Kopf gewaschen werden. Euch geht es allen schlecht, wegen ihm. Ich denke und hoffe nicht, dass das einfach an ihm vorbei geht. Wenn er wirklich zu spueren bekommt, dass er sich ändern muss, dann wird es auch was. Und weißt du, was einfach gut bei sowas ist? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn ich mich damals noch schlecht gefühlt hab, haette ich rumgesessen anstatt Sport zu machen, ist es heute kein Problem mehr, eine gewisse Zeit einfach mal zu entspannen. Man gewöhnt sich dran. Man muss nur den ersten _freiwilligen_ Schritt machen. Ihm muss klar werden, dass es eh keinen Fortschritt bringt, es jeden Tag zu machen und sein Koerper somit voll auf der Strecke liegen bleibt. Ernährung ist wichtig. Ruhezeiten sind wichtig. Und ein Übertreiben führt frueher oder spaeter, wie du gesehen hast, ja einfach nur zu Ausfällen. Ich bin mir sicher, dein Vater ist auch nicht glücklich mit der Situation. Das ist sind alles Anhaltspunkte, um einen Erfolg nach sich zu ziehen. Entschuldige fuer dieses ungeordnete Schreiben, kann am Handy leider keine Absätze machen. Ihr schafft das. Unterstütze deine Mutter, nimm sie in den Arm. Und immer Kopf hoch. Alles Gute!

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Du kannst versuchen, ihm Deine Gefühle mitzuteilen, aber die Einsicht muss letztendlich von ihm kommen.

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Mein Vater hatte anscheinend Kreislaufprobleme (kommen vom zu vielen Sport) und ist deshalb die Treppe runter gestürzt. Vom Sturz kam dann anscheinend noch ein 10 minütiger Krampfanfall (letztes Mal bei der Ohnmacht hatter er auch einen 7 minütigen). Jetzt wird die Ursache abgeklärt. Meine Mutter hat jetzt gesagt, wenn er keine Therapie macht, schmeißt sie ihn raus! :) Endlich! Hoffentlich hat er es endlich begriffen...

@kath3695: Vielen Dank für deine Antwort. Das habe ich schon oft versucht, aber er hat es immer wieder ignoriert, sodass ich das jetzt aufgegeben habe.

LG, sportyLB98

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