Wie kann ich meinen Hund ständiges weinen abgewöhnen?

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7 Antworten

Also wer dir hier garantiert nicht helfen kann, ist ein Hundetrainer oder eine Hundeschule. Dort lernt ein Hund auf Kommandos in einer bestimmten Weise zu reagieren. Das ist aber nicht das Problem deines Hundes, sondern seine Psyche. Er hat das schlechte Gefühl aus seinem alten Leben in sein neues Leben integriert. Er beginnt zu "Weinen" weil weil du es ihm erlaubst. Du hast ihn am Anfang nicht korrigiert und ihn vermutlich auch noch gestreichelt, wenn er damit angefangen hat. Du wolltest ihn beruhigen und ihm zu verstehen geben, dass er bei dir sicher ist. 

Dein Hund hat durch diese Streicheleinheiten jedoch gelernt, dass es sehr angenehm ist, wenn er von dir Zuwendung bekommt. Er hat dich inzwischen sehr gut dressiert und führt dich jetzt am Nasenring durch die Manege wie es ihm passt ;-) Du hast inzwischen genug von seiner Manipulation, weißt aber nicht was du tun sollst weil du seine Gefühle nicht verletzen willst. So hilfst du deinem Hund aber nicht. Er wird sich so lange in dieser Gefühlswelt suhlen, wie du es zulässt. Er wird sich von allein nicht ändern, so lange du dein Verhalten nicht änderst. 

Dein strenges "Aus!" ist ein guter Anfang, stammt aber aus dem Bereich "Hundeschule". (Ein Hund hört das Kommando eines Menschen und reagiert mit einer bestimmten Aktion) Damit kannst du in dieser Situation aber nichts erreichen, weil du damit nicht in seine Psyche vordringst. 

So bald du ihm dein "Aus!" jedoch nicht in der menschlichen Sprache, sondern in seiner eigenen Sprache sagst, dringst du zu ihm durch und kannst sein Verhalten ändern. 

Stell dir eine Hundemutter mit ihren Jungen vor. Die Kommunikation geht über Laute und Berührung. Wenn ein Welpe in der Nacht schlecht geträumt hat und zu Jaulen beginnt, dann würde die Hundemutter ihn nicht ablecken und nicht versuchen ihn mit Zuwendung zu beruhigen. Sie würde ihn mit einem ganz kurzen und leisen Knurren anstupsen und ihm so zu verstehen geben, dass er Ruhe geben soll. Wenn er darauf nicht reagiert, würde sie sofort deutlicher werden und ihn einmal kurz kneifen. Nur Sekunden später wäre Ruhe und alle würden ganz normal weiter schlafen. Sie würde sich keine Sorgen darüber machen, ob sie mit ihrer Erziehung seine Gefühle verletzt haben könnte und der Welpe würde es ihr nicht übel nehmen. Sie hat ihn nicht für sein Fehlverhalten bestraft, sondern ihn nur in ihrer Sprache korrigiert. Sie hat ihm ganz genau gesagt was er tun soll und er hat ihr gehorcht.

Wenn du deinem Hund helfen willst, solltest du ihm ganz genau sagen was er tun soll. Natürlich kannst du weiterhin dein "Aus!" verwenden. Aber zusätzlich solltest du die Berührung seiner Mutter imitieren. Erst wenn du den menschlichen Laut mit der Berührung verbindest, wird aus deiner Aktion so etwas ähnliches wie "Hundesprache". Erst in diesem Moment wird deinem Hund klar, dass er keine Zuwendung mehr von dir bekommt, wenn er "weint".

Sofort nach deiner Korrektur und nach dem dein Hund sein Verhalten geändert hat, solltest du ihn Ignorieren und dich entspannen. Lobe ihn nicht und streichle ihn nur dann, wenn er sehr viel später vollkommen entspannt auf seinem Platz liegt. So lernt er, dass er auf deine Zuwendung nicht verzichten und sich dafür nur entspannen muss. So bald er beim Streicheln auch nur den kleinsten Pieps von sich gibt, hörst du auf zu Streicheln und korrigierst ihn noch einmal auf die gleiche Weise, wie es seine Mutter getan hätte. So lernt er dass er nicht in sein altes Verhalten zurück fallen darf. 

An welchem Körperteil du ihn berührst, musst du selbst heraus finden. Manche Hunde sind sehr empfindlich an den Seiten, dort wo die Rippen liegen. Andere Hunde erreicht man an dieser Stelle nicht. So bald man sie jedoch hinter den Rippen, kurz vor den Hinterbeinen berührt, reagieren sie
promt. bei deinem Hund würde ich es an der Seite am Hals versuchen. Dort sind Hunde nicht so empfindlich, spüren aber trotzdem genau die Berührung. 

Deine Berührung sollte schnell und überraschend für den Hund sein. Sie sollte nicht heftig sein und sich schon gar nicht wie ein Schlag für den Hund anfühlen. Wenn du sie ausführst, denke immer an die Hundemutter und
variiere die Stärke deiner Berührung so lange, bis du das richtige Maß gefunden hast. Es sollte kein weg Drücken oder Schieben sein, sondern wirklich ein Stupser. Danach solltest du dich sofort entspannen. Das ist sehr wichtig! Deine eigene körperliche Entspannung sagt deinem Hund dass alles in Ordnung ist und dass du nicht sauer auf ihn bist. Erst wenn dein Hund ruhig ist und du selbst entspannt bist, ist die Korrektur abgeschlossen. 

Ich weiß, das sind viele Worte für eine Korrektur von einer
Sekunde. Aber vielleicht hilft es dir und deinem Hund.

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Kommentar von Sheltiemama
15.10.2016, 09:11

Hallo Fuchssprung,

das hast Du super geschrieben, genau so sollte man es machen.  Viele Menschen vergessen die Psyche des Hundes und dass das unerwünschte Verhalten des Hundes durch die oft negative Energie des Menschen verursacht wird. Daumen hoch!

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Ich kenne viele Leute, die haben schon viele Hunde erfolgreich trainiert und zu tollen Familienhunden gemacht. Und dann haben die ihren ersten Tierschutzhund und dann klappt gar nichts. Weil sie tausend Ausreden haben, weil das arme Kerlchen es ja so schlecht hatte. Du tust dir und den Hund einen großen Gefallen, wenn du beim Training versuchst, seine Tierschutz Vergangenheit auszublenden. Stelle ganz normale Regeln auf und erziehe ihn, wie jeden anderen Hund auch. Wie das geht führt hier zu weit, ein ganz normales Hunde Erziehungsminister erklärt dir aber, wie du diese Dinge, die du schilderst, beibringst

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Kommentar von MuttiSagt
14.10.2016, 08:10

Hunde Erziehungs Buch 😂 sorry das mit dem " Miniester" war mein recjtschreibprogramm

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Hier ist es schwer, aus der Ferne einen Rat zu geben. Du solltest dir vielleicht einen professionellen Hundetrainer holen, der die Situation direkt vor Ort beurteilen kann. Dann lassen sich auch leichter TRainingsansätze finden. Jeder Hund ist anders und was bei dem einen gut klappt, muss bei dem anderen längst nicht funktionieren. Und gerade da er ja scheinbar keine sonderlich gute Vergangenheit hat. würde ich empfehlen, da einen Profi zu Rate zu ziehen.


Was machst du denn, wenn er winselt? Streichelst du ihn? Sprichst du mit ihm? Das sind alles Formen der Zuneigung, die er dann mit seiner Winselei in Verbindung bringt. Selbst Schimpfen kann in diesem Moment für ihn eine Belohnung sein. Da muss man sehr sensibel rangehen.

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Ich würde folgendermassen vorgehen:

Auf den Hundespaziergängen oder im Garten würde ich ganz klein anfangen, dass Kommando BLEIB zu üben. Nur einen Schritt weg, nur ein, zwei Sekunden. dann (kein übertriebenes ) Lob.

Das würd ich langsam ausbauen. Wenns klappt, das heißt wenn er weiß, was du willst, würde ich auch in der Wohnung üben.

Auch würde ich in der Wohnung Plätze schaffen, wo er nicht hin darf. (Bei uns ist es Küche und Schlafzimmer).

Immer wenn er weint, würde ich irgendetwas harmloses tun, was er nicht leiden kann. (Milli hasst es zum Beispiel, wenn man ihren Schwanz bürstet, Zora hasst es, wenn man Pfoten sauber macht. Sie akzeptieren es, aber sie sind nicht begeistert). Wenn Du nu so etwas gefunden hast und ganz konsequent bei jedem Weinen sofort zB den schwanz bürstet, lernt der Hund, dass dieses Weinen eben genau das auslöst, was er nicht will.

Wetten er hört bald auf?

Parallel dazu hat er gelernt, das BLEIBEN belohnt wird.

So müsstest Du das ziemlich schnell in den Griff kriegen.

Wenn Du unsicher bist, zieh einen Hundetrainer mit hinzu.

Das Problem bei den Hunden mit "Vergangenheit" ist jedoch, dass sie fremde Personen nicht immer akzeptieren.

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Du darfst ihn nicht nach seiner Vergangenheit behandeln. Tue so wie es wirklich war. Ab dem Moment wo du ihn geholt hast, geht es nun bei dir weiter und dein Mitleid sorgt dafür, dass dein Hund diese Schrecklichen Momente in seinen Gedanken manifestiert.

Wichtig vor allem bei ängstlichen Hunden ist vor allem die Geduld. Du sollst ihn wenn er jault auf keinem Fall streicheln um ihn aufzumuntern. Das sieht er als Belohnung an und später macht er das dann immer wieder.

Bleibe weiterhin streng und KONSEQUENT mit deinen Regeln. Wenn dein Hund merkt, dass streng bleiben nichts bringt, weil du es nur einige male versucht hast, dann macht er ebenso weiter. Du musst deine Regeln und Grenzen klar durchsetzen. Wenn er ein mal nicht jault vor Angst, dann geh zu ihm und lobe ihn, aber nur, wenn er es von selbst tut.

Vielleicht kann dir ein professioneller Hundetrainer in deiner Nähe helfen. Ängstliche Hunde brauchen mehr Zeit als aggressive.

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Kommentar von LukaUndShiba
14.10.2016, 08:22

Streng muss man nicht sein, strenge hat in der Hunde Erziehung nichts zu suchen.

Konsequent ist das Wort und konsequent und streng ist ein Unterschied. 

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Kommentar von shapesandcolors
14.10.2016, 09:55

einen hund der angst hat darf man nicht streicheln?! wo hast du das denn gehört??

wenn du als kind angst im dunkeln hattest, haben deine eltern die tür zugesperrt, danit du dich mit der situation zufrieden geben lernst, oder sie einen spalt aufgelassen oder haben sie dir evtl noch die monster aus dem fenster geschmissen?

alle sozialen wesen bekommen unterstützung bei angst!

wenn man mit seinem hund kuschelt, weil der angst hat, dann ist das doch keine belohnung, die die angst verstärkt! viel mehr werden wohlfühlhormoneausgeschüttet, die dabei helfen, mit der situation umzugehen. bitte wenn man keine ahnung hat keinen quatsch erzählen!

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Kommentar von shapesandcolors
14.10.2016, 10:02

kuscheln stärkt außerdem die bindung und der hund merkt "oh, wenn ich angst habe, werde ich nicht allein gelassen" das baut enorm vertrauen auf. man muss sich den ängsten seines hundes annehmen und ihm "die monster aus dem fenster schmeißen", wie man das mit kleinen kindern auch macht.

es gibt keine "hundepsychologie" und "menschenpsychologie". psychologie ist für alle lebenden wesen, die angst empfinden können, gleich.

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versuch es mal mit "hundeteamschule" von anita balser... ausführungen würden hier zu weit gehen.

fehlverhalten zu ignorieren ist immer quatsch. und die vergangenheit ausser acht zu lassen auch. dein hund braucht sicherheit und vor allem selbstsicherheit. das kannst du ihm gut über oben genanntes vermitteln. es gibt auch eine offene facebookgruppe. "hundeteamschule HTS" schau mal rein ;)

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ich würde dir zu ner Hundeschule raten,a uch wenn er vllt etwas älter ist und eine schlechte vergangenheit hatte.. aber ich denke, das wird helfen. ihm fehlt halt einfach erziehung

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