Wie kann ich meinen Eltern die Alkoholsucht austreiben?

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8 Antworten

Was vor Ort möglich ist, das wirst du selbst herausbekommen. Da schreibst, dass du in Koblenz warst. Dort gibt es (Montags und Dienstags) zwei dir von TorDerSchatten empfohlene Al-Anon Meetings. Auch kannst du Kontakt zu einem Chatmeeting - das gibt es allerdings nur in englisch, französisch und spanisch - aufnehmen. Die Adresse findest du hier
blog.al-anon.de/was-ist-eigentlich-alateen.html
bei den Kommentaren. Alkoholismus ist eine Krankheit, an der niemand Schuld ist und du kannst deine Eltern weder am Trinken hindern noch sie heilen. Im Austausch mit anderen Angehörigen wird mir das immer wieder bewusst gemacht.

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hallo Fabian,

dass du zu jung für diese Verantwortung bist steht ausser frage :-(

ich denke du solltest auf deine Eltern zu gehen und offen mit ihnen reden, dass du weisst das sie wieder vermehrt trinken, denn wenn sie es weiter heimlich tun erhöht sich nur der Konsum, denn sie nehmen jede Gelegenheit war, in der du nich in der nähe bist, zu trinken !!!

vielleicht solltest du (hinten herum) durchblicken lassen, das es keine schande ist in eine Entgiftung zu gehen, egal ob 1 mal oder 5 mal oder mehr !!! dadurch erhöht sich die anzahl der tage automatisch in denen deine mutter die welt nüchtern sieht :-) und evtl. gefallen daran findet. ne Chance ist es auf jeden fall.... für euch alle !

ich bin selber zur zeit trockene Alkoholikerin und wenn ich einen Rückfall habe, egal ob nach 6 Monaten oder nach 5 tagen, gehe ich sofort in die Entgiftung ( suchtklinik oder Krankenhaus ich gehe zu beiden). es ist nunmal eine Krankheit mit der man ein leben lang zutun hat, leider.

ich finde es sehr mutig von dir offen darüber zu spechen und hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.

viel glück ;-)

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Das kannst du alleine nicht. Wenn jemand so doll abhängig ist, wie deine Beschreibung deiner Mutter, dann wundert es mich, dass sie es schafft, zu arbeiten. Hast du denn keine Vertrauensperson? Onkel, Tante, oder sowas ? Oft ist es so, dass Menschen erst gaaaaaaaaaanz tief fallen müssen, bevor sie "wach " werden. Du alleine bist machtlos.

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RaashDE 09.08.2015, 23:56

Wie gesagt - Familie fällt weg. Es tritt nicht regelmässig auf, mal geht zwei Tage lang alles gut, und die nächsten 4 Ist dann wieder schluss mit lustig. Ich habe auch schon daran gedacht irgendwo hin weg zu gehen, eine Woche lang in ein Hotel oder so. Da ist wieder das Problem dass ich kein Geld habe, und wohl kaum alleine ein Hotelzimmer bekomme. So bitter dass auch klingen mag - viele Freunde habe ich deswegen nicht, und die paar, denen ich so nahe stehe, dass ich mich damit an sie wenden würde, wohnen mehrere hundert Kilometer weit weg.

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Paulapauli 09.08.2015, 23:59
@RaashDE

Wärst du denn mutig genug mal zu einer Beratungsstelle zu gehen? Da sind Profis, die dir sicherlich gute Tips geben können. Ich denke da so an Caritas oder so, steht aber bestimmt für deinen Wohnort im Netz. 

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RaashDE 10.08.2015, 00:01
@Paulapauli

Ich würde es auf jeden Fall machen, wenn ich denn sicher wäre, dass es was bringt. Meine Mum geht seit dem Aufenthalt regelmäßig zu den Caritas.

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Paulapauli 10.08.2015, 00:07
@RaashDE

Bist du sicher, dass sie jetzt immer noch dahin geht ? Find ich toll, dass du so mutig bist. Geh da mal vorbei und lass dir Hilfe geben. Und lass dich ja nicht zu Hause in irgendeinen Sumpf ziehen. Im Grunde bist du das Opfer in dieser Familie. Schau, dass dein Leben wieder gut wird. Du hast das verdient! Manchmal muss man Wege gehen, die für alle Beteiligten nicht schön sind, aber das Ergebnis zählt. Viel Glück.

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RaashDE 10.08.2015, 00:10
@Paulapauli

Danke, ja, bis jetzt ging sie regelmäßig. Ab Mittwoch hab ich wieder Schule, Oberstufe, dann bin ich zum Glück die meiste Zeit raus hier.

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lupoklick 02.10.2015, 12:50
@RaashDE

Nichts "bringt" etwas ---- man muss es sich selbst holen....

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Such dir Hilfe bei http://www.al-anon.de/

Allein schaffst du das nicht!

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TorDerSchatten 09.08.2015, 23:51

http://www.al-anon.de/fuer-neue/familienkrankheit/alateen-fuer-jugendliche

Du kannst auch in deiner Stadt bei Diakonie oder Caritas anrufen, die wissen auch Anlaufstellen

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RaashDE 10.08.2015, 00:06
@TorDerSchatten

Ich habe mir die Seite mal angeschaut, ich werde etwas mehr über diese Gruppe recherchieren und dann meine Entscheidung fällen.

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Abaton111 10.08.2015, 04:58
@TorDerSchatten

Warum kommt eigentlich nie jemand auf die Idee, das Naheliegenste zu raten? Kennt keiner die Drogenberatungsstellen, die es so gut wie an jedem Ort gibt? Das sind die Fachkräfte, die sich mit Abhängigkeit jeder Art auskennen. Die haben die Adressen um Entzüge duchzuziehen, bis hin zu den Therapieplätzen u.s.w..

Al-Anon gibt es wohl kaum in jeder Stadt, noch werden sie Hausbesuche machen, um dem Jungen, bzw. seinen Eltern zu helfen.

So wie Caritas. Ich will deren Arbeit nicht schmälern, aber sie sind in so vielen Bereichen tätig, dass sie nie an die Kompetenz und die Möglichkeiten, der Drogenberatungsstellen heran kommen.

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TorDerSchatten 10.08.2015, 09:47
@Abaton111

Es geht nicht darum, direkt bei Caritas Hilfe zu suchen, sondern die wissen welche Anlaufstellen es im Landkreis gibt!

Und es geht nicht um den Entzug der suchtkranken Mutter, sondern um Hilfe und Unterstützung für das minderjährige Kind, das betroffen ist.

Aber ich hab das hier schon so oft erlebt, man kann schreiben was man will, es finden sich immer "schlaue" Kommentare. Und von Hausbesuchen habe ich kein Wort geschrieben.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil

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RaashDE 10.08.2015, 00:00

Danke, meine Mutter geht hier regelmäßig seit dem Klinikaufenthalt zu den Caritas.

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Sorry, klingt hart, aber ich habe auch den fehler gemacht, mich für meinen Erzeuger aufzureiben, ständig versucht, ihn vom Saufen wegzubringen und so...so heavy das klingen mag: lass deine Mutter und Deinen Vater fallen, so gut es geht. Ein Alkoholiker muss richtig derbe am Boden liegen, ohne dass ihm jemand die helfende Hand hinhält...sind nur meine persönlichen Meinungen...wenn einm Säufer gar niemandem mehr hat, dann, aber auch erst dann wacht er ggf. auf...und Du bist noch viel zu jung, um so eine Verantwortung übernehmen zu können bzw. zu dürfen

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RaashDE 09.08.2015, 23:58

Genau das hab ich gehofft zu vermeiden. Trotz der Situation hänge ich immer noch an meinen Eltern, und ich hätte nichts ohne sie. Ich bin nicht verwöhnt, aber das was ich hier bekomme, kann ich nirgendwo sonst einfach so her kriegen. Ich möchte nicht hier weg, ich möchte einfach wie früher die Situation wieder richten. Aber wie du schon sagtest...daraus wird nichts.

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Falls mal eine Drogenberatungsstelle keinen Hausbesuch macht, dann fragst Du die Nächste. Es kommt schon mal auf die Leute an.

Bei mir am Ort, die stellten sich auch schon mal quer und bei der im nächsten Ort, da lief plötzlich alles wunderbar und ohne Probleme.

Du musst nur am Ball bleiben. Schreibe mal, wie es gelaufen ist. Ich drück Dir die Daumen.  ; - )

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Du kannst deine Eltern nicht verändern.

Aber du kannst etwas für dich tun.

Al-Anon oder Al-Ateen, beide auch im Internet.

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Hallo,

es vielen Städten gibt es auch den Kindernotdienst, wo du hinwenden kannst.

Deine Eltern müssen ja von sich aus aufhören wollen und sich Hilfe suchen.

Es geht um dich und als 15 Jähriger bist du ja noch nicht volljährig. Vielleicht geht es ja auch um mehr, um dir eine schöne Kindheit und vor allem Zukunft zu sichern.

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