wie kann ich meinem depressiven freund helfen?

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12 Antworten

Naja, man hat nicht wirklich Depressionen. Man hat Depression und verschiedene Phasen. Mal scheint alles okay zu sein und dann kommen die depressiven Phasen. Man kann auch augenscheinlich gesund wieder sein, allerdings kann man immer wieder zurückfallen.

Er muss sich um eine Therapie kümmern. Leider ist das die traurige Wahrheit.. sonst macht es niemand. Ich bin zu meinem Hausarzt deswegen gegangen, habe ihm die Symptome geschildert (wusste eh schon, dass ich Depression habe) und er hat mich zu einem Psychotherapeuten überwiesen. Er soll das ähnlich machen. Die erste Anlaufstelle zu einem Arzt, ist insofern gut, weil dieser körperliche Ursachen ausschließen kann :)

Was du machen kannst:
- Sei für ihn da, höre ihm zu, wenn er reden will oder schweige einfach, wenn er nicht reden will. Nimm ihn in den Arm, wenn er will.
- Löcher ihn nicht mit Fragen oder stresse ihn zu sehr.
- Schaut vielleicht gemeinsam nach guten Psychotherapeuten in eurer Nähe.
- Unterstütze ihn bei seiner Therapie.

- Gehe mit ihm raus und unternimmt eine Kleinigkeit. Bei Depression ist es wichtig, sich nicht komplett zurückzuziehen und nichts zu machen. Gerade dann fällt die Decke einem erst recht auf den Kopf! Deshalb gehe etwas mit ihm spazieren. Je nachdem wie sehr er sich schon zurückzieht, könnt ihr euch erstmal 15 Minuten Spaziergang vornehmen und das steigern. Oft hat man keine Kraft bei Depressionen, aber oftmals muss man auch einfach nur anfangen :) Motiviere ihn dafür.

- Mir helfen auch aufmunternde Sprüche :) "Wahre Stärke bedeutet nicht nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen!"

- Inwiefern kennst du dich mit Depression aus? Eventuell könnt ihr zusammen euch darüber informieren und YouTube-Videos von Betroffenen anschauen. Ich empfehle dir den Kanal AndreTeilzeit. Dabei kann er dann immer sagen, ob er auch so fühlt und wie das bei ihm ist. Das hilft ungemein, ihn besser zu verstehen und besser auf ihn einzugehen!

LG :)

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Kommentar von novemberluft
05.10.2016, 13:52

wow danke, das ist eine tolle antwort. ich werde mir auf jedenfall deine tipps zu herzen nehmen. danke vielmals. ich hoffe bei dir wird es besser oder bleibt es gut. ganz viel kraft und viele liebe grüße

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Es ist so, dass du in einer depressiven Episode nur sehr schwer einen klaren Gedanken fassen kannst. Heisst soviel wie, dass er so sehr mit seinen Gedanken beschäftigt ist,  dass er überhaupt nicht in der Lage ist sich selbst um eine Therapie zu kümmern.  Also müsstest du dich darum kümmern,  ihn zum Hausarzt zu bringen. Er wird ihn dann an einen Psychologen überweise. Dein Freund hat dann 5 Therapiestunden,  wo er entscheiden kann ob das der richtige Psychologe ist oder ob ihr lieber nach einem anderen guckt. Wenn er mit dem Psychologen klar kommt wird ein Antrag bei der Krankenkasse für eine Kurz - oder Langzeittherapie beantragt.  Das entscheidet dann aber der Psychologe. 

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. 

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Wenn er eine Therapie machen will, dann ist er doch schon mal auf einem guten Weg. Wenn sich laut Dir niemand dafür engagiert, dann setz du dich dafür ein? Ruf in Kliniken oder Einrichtungen an und informiere dich, wenn man selber in solch einer Krise steckt, kann man nur sehr schwer über seinen eigenen Schatten springen und benötigt von außen einen kleinen Anschubser..

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Er muss sich selber engagieren. Leider ist es so. Er muss zum Hausarzt gehen, welcher ihn zu einem Psychologen schickt. Dies müsste dann von der Krankenversicherung übernommen werden. Wenn er wirklich den Willen hat, was zu machen, dann ist das das 1. das er tun sollte.
Viel Glück.

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Kannte auch mal Jemandem, der stark under seinen Depressionen gelitten hat.
Ich denke man muss sich damit abfinden, dass man ihnen nicht so leicht helfen kann. Mir hat damals diese Seite etwas weitergeholfen. Es steht zwar nur was man nicht darf... aber auch das hilft enorm.

http://www.zeitzuleben.de/wie-du-damit-umgehen-kannst-wenn-jemand-deprimiert-ist/2/

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Kommentar von DinoMath
05.10.2016, 12:23

weil man eher was falsch machen kann, als richtig machen.

Vor allem weil alles was man tut um den Umstand zu ändern irgendwo auch das Gefühl gibt, dass er falsch ist wie er ist und das kann ein depressiver echt nicht gebrauchen.

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und was ist mit dir, nimm dein freund und geht bitte zum Psychiater.dein freund braucht dringend hilfe.

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Kommentar von novemberluft
05.10.2016, 12:19

wie was ist mit mir? ich bin seit 8 monaten seine freundin. ich unterstütze ihn bei ALLEM, ich gehe gerade MIT ihm durch die hölle. ich engagiere mich natürlich dafür.

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Schwer depressive haben keine Hoffnung auf Heilung und gehen nicht in Behandlung, versuche ihn dazu zu bringen. 

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Kommentar von Wonnepoppen
05.10.2016, 12:18

bitte lesen!

Will er doch!

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Was für ein Engagement ist denn nötig?

er muss doch nur bei nem psychologen nen Termin für eine Voruntersuchung machen und die bescheinigen dann, dass eine Therapie sinnvoll ist und beantragen bei der Krankenkasse ne gewisse Anzahl an Sitzungen.

Dann einfach machen...

Sonst was dich angeht: für ihn da sein aber nicht zu viel erwarten.
Das was er am wenigsten gebrauchen kann in der Situation ist dass es dir auch schlecht geht. Akzeptiere ihn wie er ist - auch mit dieser Krankheit, stehe ihm bei, sei einfach für ihn da.

Klingt zwar komisch, aber der erste Schritt ein psyschiches Problem zu lösen ist immer es erstmal zu akzeptieren, dass es so ist wie es ist. Danach kann man viel gelassener dran gehen es zu ändern.

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Kommentar von Stadewaeldchen
05.10.2016, 13:04

er muss doch nur bei nem psychologen nen Termin für eine Voruntersuchung machen

"Nur" ist gut, denn zum einen bedeutet das für jemanden in einer depressiven Phase eine enorme Herausforderung, zum anderen sind die Wartezeiten auf einen Termin beim Psychiater bei etwa 3-6 Monaten.  Da gehst du nicht einfach mal so hin, wie zum Hausarzt.

und die bescheinigen dann, dass eine Therapie sinnvoll ist und beantragen bei der Krankenkasse ne gewisse Anzahl an Sitzungen.

Und hier liegen die Wartezeiten noch mal bei 6-24 Monaten, je nach Region.  Was macht man deiner Meinung nach in der Zwischenzeit?

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Wer "engagiert" nicht nicht dafür?

bitte etwas deutlicher erklären!

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Kommentar von novemberluft
05.10.2016, 12:20

naja, das es mal dazu kommt. denn momentan lebt er quasi von medikamenten.

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Zieh dich nicht zurück und greif ihm unter die arme falls er wieder einen Zusammenbruch erleidet.

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Kommentar von novemberluft
05.10.2016, 12:22

das werde ich, danke

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Kommentar von Wonnepoppen
05.10.2016, 12:23

und du denkst, davon geht die 3.Depression weg?

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Geh du mit ihm zum Arzt und helf ihm "auf dem Weg, bis er einen Psychologen hat".

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Wer hat die Diagnose gestellt?

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Kommentar von novemberluft
05.10.2016, 13:55

ein arzt???

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