Wie kann ich meine Wut im Job in den Griff kriegen?

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2 Antworten

ich kenne einige aus dem bereich der pflege und höre überall das gleiche genau so wie du es beschreibst. gelernt hast du was anderes als das was du machen kannst um gegen die machenschaften vorzugehen. man hört immer dann muss man sich an bestimmte stellen wenden um solche arbeitsmoral usw zu unterdrücken, hilft aber in sehr wenigen fällen da man sich meist, wie bei dir, selbst ins bein schneidet. ich arbeite selbst nicht in der pflege aber schon einige solcher gespräche geführt über sachen wie du sie beschreibst.

aus meiner sicht, auch wenn ich dafür negatives erhalte, geht es in der pflege garnicht um die bedürftigen menschen aus der sicht der wohnheim betreiber. die leute sind einfach nur ware die geld bringen soll und das gibt es in der regel reichlich in dem geschäft, zumindest für "oben" . es sind in den schönsten heimen derartige mißstände wie bei dir und weil viele die gleichen erfahrungen machen wie du, kündigung, mobben, behandlungs- und pflegefehler werden einem untergeschoben um den "querolanten" loszuwerden. 

wenn du mit herz und seele bei deiner arbeit bist dann mach es weiter so und sage nichts zu den anderen. sollten die sich an den bewohnern auslassen, was ziemlich häufig vorkommt aber noch öfter unentdeckt bleibt dann unbedingt anzeigen. das ist alles traurig. kenne min 7 die in der pflege arbeiten und in verschiedenen einrichtungen oder mobil und überall das gleiche leid. da muss was geschehen. zu wenig leute, zu viel arbeit, da kann man romane schreiben was da alles fehlt und was nicht beim menschen ankommt der es sich verdient hat

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Erstmal WOW.

Macht mich erstmal platt das Thema.

Du bist Teil eines riesengroßen Problems. Wirst du stumpf, legst praktisch deine soziale Kompetenz ab, bleibst du dem Pflegesystem erhalten. 

Bleibst du so wunderbar emotional wie du bist - kostet dich das deine Job und viel Energie. Aber glaub mir, es gibt einen weg dazwischen.

Persönlich habe ich einen Coach aus dem Pflegebereich kennen gelernt, welcher mir genau von diesen brisanten Themen berichtet hat. In der Altenpflege brennt praktisch landesweit die Luft. 

Aber fakt ist: Du kannst Gelassenheit lernen. Wirklich. Es gibt erstaunlich gute Methoden, die man erlernen kann. Komme zwar nicht aus dem Sozialbereich, aber koche auch recht schnell auf. Ich bin der Beweis - man kann das verbessern. Mach mal ein Testgespräch mit einem Coach oder Therapeuten. 

In der Regel kostet das nichts und du wirst sehen was möglich ist, wenn du deine Haltung bzw Sicht der Dinge etwas änderst. 

lg

Lino

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Kommentar von Buzibaer
20.02.2017, 22:02

Hatte schon eine Therapie. Ich tue mich aber trotzdem schwer. Es wird mir immer gesagt dass ich meinen Job machen soll und ich die Augen vor den Missständen verschliessen soll. Das kann ich nicht. Ich soll mitschwimmen. Aber ich will nicht einfach blind und abgestumpft sein wie viele meiner Kollegen

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