Wie kann ich meine Eßgewohnheiten umstellen? Es fällt mir schwer zu verzichten...

9 Antworten

es gibt ein Buch von Allen Carr: Endlich Wunschgewicht. Wenn du das liest, wird dir schon ein Licht aufgehen. Echt empfehlenswert! Ein eingefleischtes Essverhalten kannst du nur langfristig umstellen und in dem du dir klar machst, was du dir selber antust und es dann vielleicht langfristig ändern.

Solch ein "Suchtverhalten" ist nicht einfach so aus der Welt zu schaffen und es gelingt nicht einfach mal nebenbei mit einem guten Vorsatz. Es handelt sich um den wahren Willen, etwas zu erreichen.

Du willst abnehmen, das ist ja erstmal leicht zu erkennen. Was du aber auch willst, ist es, zu essen. Du liebst es, zu essen, hast viele verschiedene Dinge, die du dir gerne zubereitest, hier und dort in dich hinein schiebst und eigentlich wäre das doch wunderbar - wie ein Hobby - wenn man davon nicht fettleibig werden würde. Wird man aber. Wo steht dein Wille? Willst du dieses "Hobby", diese "Leidenschaft", bei der du ja auch zuhause bist und die dir zumindest akut immer wieder eine gewisse Befriedigung gibt, wirklich aufgeben? Für einen Weg, der mit Schweiß und Mühen und Muskelkater wie zähen Salatblättern gepflastert ist? Solche Gedanken kommen immer wieder mal hoch und zwischenzeitlich ist es einem dann alles egal - nach mir die Sinnflut. Da schmeißt man alles auf den Haufen und kehrt dahin zurück, wo man seine Ruhe hat - auch vor sich selbst.

Was ich sagen will: Man braucht Motivation aus allen Ecken, um aus so einer Situation herauszukommen. Man braucht Freunde, eventuell eine Psychoteraphie und manchmal sogar ein wenig Kontrolle, bis man sich selbst im Griff hat. Und das aller Wichtigste: Man muss selbst Erfolge sehen, damit man weitermacht, man darf den Willen keine Minute lang verlieren, bis man sich wohl fühlt auf seinem Weg, bis man sagt: "Hey, ich fühl mich besser als die ganzen letzten Jahre. Verdammte Scheiße, hier geh ich weiter!"

Und das ist egal, ob es um Essen, Alkohol, Zigaretten oder sonstwas geht, es ist eine sehr stark psychische Angelegenheit. Du brauchst keinen Ernährungsberater - der ist nur wie eine nerviger Elternteil: Du weißt doch, dass du nicht sollst - JA, DAS WEISST DU! Natürlich weißt du das. Du brauchst jemanden, der sich mit dir auseinandersetzt und dich motiviert, die positive statt negativer Energie zur gesünderen Ernährung gibt.

Meiner Meinung nach musst du solche Motivation nicht nur bei dir selbst, sondern auch aus deinem Umfeld, dem Freundeskreis und Anfangs auch aus einer Psychoteraphie ziehen. Es ist vielleicht ein schwerer Schritt, aber wenn du dich wirklich ändern willst, wirst du kaum drum herumkommen.

Ich denke, es ist sinnlos, dir zu erklären, was und wie du dich ernähren solltest. Das weißt du sicher längst alles. Das Schwierige ist das durchhalten. Viel Kraft dabei.

Liebe Grüße und viel Kraft, Balu

Beim Abnehmen empfehle ich immer: So oft essen wie wann will, aber sich bei keiner Malzeit ganz sattessen. Das bringt ca 1 kg pro Woche. Ich habe selbst mal über 10 kg so abgenommen.

Wichtig ist dabei das man zuckerhaltige Lebensmittel auf ein Minimum reduziert. Also nur ein Rippchen Schokolade oder nur einige Schluck Cola täglich.Die meisten Gemüsesorten haben keinen Zuckergehalt, bei Obst muss man ein wenig aufpassen wegen des natürlichen Zuckergehalts. Auch bei hellen Nudeln muss man aufpassen, alternativ kann man mit Volkornnudeln mischen.......... Durch Zucker gerät das Sättigungsgefühl durcheinander und man spürt nicht richtig ob man schon satt ist. Günstig sind auch Lebensmittel bei denen man viel kauen muss: Brotrinde, Karotten etc.

Da mann alles essen darf, aber einiges nur in Kleinmengen, stellt man gleichzeitig auch seine Ernährungsgewohnheiten um. Und man entwickelt keinen Heishunger auf etwas was man nicht essen sollte.

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