Wie kann ich magersüchtiger Freundin helfen?

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7 Antworten

Also du schreibst ja, dass sie selber weiß, dass sie eine Essstörung hat - das ist schon mal der erste Schritt!

Dennoch wirst du sie leider nicht zwingen können zum Arzt zu gehen. Aber vielleicht bekommt ihr sie ja in vertrauten Gesprächen mal soweit, dass sie sich euch ein bisschen mehr öffnet. Fragt sie mal in einer ruhigen Situation, wie es ihr wirklich geht.

Oft sind sich Magersüchtige durchaus darüber bewusst, dass sie ein Problem haben, können sich aber selber nicht helfen. Es ist eben wie der Name schon sagt eine Sucht - ein Raucher weiß auch, dass es schlecht für ihn ist und trotzdem kann er nicht aufhören.

Am besten wendet ihr euch erstmal ohne eure Freundin an eine Beratungsstelle oder vielleicht auch an einen Vertrauenslehrer, der dann gemeinsam mit euch nach weiteren Lösungen sucht.

Was ist denn mit ihren Eltern? Wissen die von der Erkrankung? 

Zwar könnt ihr eure Freundin nicht zwingen zum Arzt zu gehen, aber wenn es schlimmer wird , muss sie sich auf jeden Fall in psychologische Betreuung begeben. Im absoluten Notfall kann sie wenn sie minderjährig ist, in eine Klinik eingewiesen werden. Versucht ihr nicht in den Rücken zu fallen, aber zieht lieber irgendwann die Notbremse bevor es zu gefährlich wird.

Und wichtig ist auch, dass ihr diese Belastung irgendwo los werdet. Redet mit euren Eltern oder anderen Vertrauenspersonen darüber. Wenn euch das zu stark belastet ist es auch nicht gut für eure eigene Gesundheit.

Ich hoffe ihr findet eine Lösung, viel Glück!

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http://www.bzga-essstoerungen.de/index.php?id=verwandte-freunde0

Hier wie auf der gesamten Seite findest Du Antworten auf die Fragen, die Dir vermutlich durch den Kopf gehen.

Überreden kannst Du vergessen. Leider ist ein komplett verschobenes Körperbild so beherrschend, dass alle scheinbar vernünftigen Argumente an Ihr abprallen. Sie selbst nimmt sich als unheimlich fett wahr, egal wieviel sie hungert. Allenfalls pragmatische Unterstützung ist zu diesem Zeitpunkt angesagt.

Nicht das geringe Körpergewicht, sondern der Eiweiß-, Mineralstoffhaushalt, spielt - besonders vor dem Hintergrund, dass sie auch noch exzessiven Sport macht - die gefährlichste Rolle. Möglicherweise nimmt sie regelmäßige Blutuntersuchungen an, um frühzeitig zu erkennen, ob und wann ihr die Leber oder die Niere abraucht, hier liegen nämlich die größten Gefahren, was diese Krankheit auch zu der psychischen Erkrankung mit der höchsten Todesrate macht.

Falls sie wider Erwarten einmal diskret über Therapiemöglichkeiten und andere Optionen sprechen möchte, bietet die Anlaufstelle für Essstörungen des Vereines Amanda e.V. in Hannover

http://www.amanda-ev.de/anlaufstelle-bei-essstoerungen/

an jedem Dienstag von 12-14 Uhr unter der Tel.Nr. 0511-885970 eine kostenlose und auf Wunsch anonyme Telefonsprechstunde durch erfahrene Therapeuten an. Die Anzahl der Kliniken ist überschaubar und die Therapieeinrichtungen kennen sich untereinander. Daher kann auch bundesweit beraten werden.

Zuletzt: Sehr häufig sind Mütter, aber auch Väter Teil des Problems aber nicht unbedingt der Lösung. Das solltest Du wissen! In der WG für essgestörte Mädchen, in der meine Liebste arbeitet, werden viele Mädchen von Omas oder Tanten gebracht und gr nicht so selten sind es Lehrkräfte, die den Anstoß geben.

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Sie will nicht verstehen, dass sie zu wenig isst und auch noch zu viel Sport macht, wie es auch bei vielen Essstörungen der Fall ist. Wen sie nicht will, dann will sie nicht und wenn man sie dazu zwingt, dann wird es wahrscheinlich schlimmer. Redet doch mit ihr und sagt wie ihr euch fühlt, dass ihr euch sorgen macht und Angst habt, dass sie verreckt. Ihr ist es nämlich nicht wirklich bewusst und wenn sie weiß, dass ihr euch deswegen schlecht fühlt, dann wird sie vielleicht euch zu liebe auch zum arzt gehen. 

Ansonsten kannst du dir auch Rat in Ratgebern suchen zum Thema Essstörungen. Da gibt es viele im Internet.

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Sie muß es selber einsehen, daß sie sich schwere gesundheitliche Schäden damit zu fügt!

Ihr könnt ihr das zwar vor Augen halten, machen muß sie etwas dagegen!

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Ich finde es super, das ihr euch in Zeug legt für sie. Bei uns war es mal sehr ähnlich. Es hilft stark wenn man mit den Eltern redet! Oder so ein anonymes Hilfstelefon anruft. Manche spezialisieren sich darauf

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Ihr könntet ihr sagen, dass ihr überlegt mit ihren Eltern darüber zu sprechen.

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Geht zu ihren Eltern! Das hat nix mit Petzen zutun, ihr Rettet ihr nur ihr Leben!

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