Wie kann ich lernen mit Geld besser umzugehen?

14 Antworten

Am Besten schreibst du dir auf was für Einnahmen du hast und was für feste Ausgaben du im Monat hast. Und dann berechnest du was übrig bleibt und das hebst du dann in Bar vom Konto ab und zahlst damit die Dinge die keine festen Ausgaben sind. Was übrig bleibt, legst du für Notfälle zurück.

Wenn dein Gehalt merklich schwankt von Monat zu Monat, dann berechnest du wie viel du im Durchschnitt verdienst und legst das was du mehr im Monat verdient hast, auf ein Extrakonto und nutzt das Geld für Monate wo du weniger als im Durchschnitt verdienst um damit den Unterschied auszugleichen.

Wenn du zusätzlich noch von deinen Finanziellen Sorgen loskommen willst, dann musst du jeden Monat mindestens 10% deines Einkommens zurücklegen und am besten nie wieder anfassen und so anlegen, das es die Inflation nicht auffrisst, also mindestens 3% im Jahr sollte die Anlage schon bringen.

Das klingt jetzt alles sehr viel, aber wenn du alles machst, dann läuft der Monat so ab:

Gehaltseingang: 1300€ = 130€ tust du gleich zurücklegen für dein Vermögen, normalerweise bekommst du nur 1200€ im Monat, also nochmal 100€ aufs Ausgleichskonto. Deine Festen Kosten für Miete, Auto und Verträge sind zb 750€, dann hebst du 320€ ab und davon kaufst du Essen und was du sonst noch brauchst, dass sind ca 10€ pro Tag.

Im zweiten Monat bekommst du wieder 1300€ und machst das gleiche wieder. Dein Ausgleichskonto ist nun mit 200€ gefüllt, dein Vermögenskonto hat 260€ und du hast wieder 320€ zur Verfügung und auf dem Notfallkonto ca 12€.

Im dritten Monat hast du nur 1200€, also nichts aufs Ausgleichskonto (200€), 120€ aufs Vermögenskonto (380€). 330€ hebst du zum Ausgeben von deinem Konto ab und auf dem Notkonto sind jetzt 26€.

Du hast nur 1100€ verdient. Du hebst 100€ vom Ausgleichskonto ab (100€) und tust 110€ aufs Vermögenskonto (490€) und hebst 340€ ab und auf dem Notfallkonto sind jetzt 46€

Jetzt ist wieder ein guter Monat mit 1300€, also wieder 100€ für den Ausgleich (200€), 130€ fürs Vermögen (620€) und 320€ zum Ausgeben und 85€ auf dem Notfallkonto.

Für den Rest des Jahres bekommst du immer 1200€. Nach einem Jahr sind:

Ausgleichskonto = 200€

Vermögenskonto = 1460€ (Bei Anlage zu 4% sind das dann 1518,40€)

Notkonto = 174€

Ich mache das Beispiel mal mit Harz4, weil das auch manchen Probleme bereitet:

10% gehen aufs Vermögenskonto und 5% aufs Notkonto weil das Harz4 recht knapp bemessen ist. Wenn man 4% pro Jahr auf Vermögen bekommt berechne ich auch)

Von 400€ im Monat, gehen 60€ fest weg, 40€ fürs Vermögen und 20€ für Notfälle und von 340€ (10,90€ am Tag) lebt man.

Nach einem Jahr hat man ein Vermögen von 480€ (499€ bei 4%) und 240€ für Notfälle.

Nach 2 Jahren hat man 960€ Vermögen (1018€ bei 4%) und 480€ für Notfälle.

Nach 3 Jahren hat man ein Vermögen von 1440€ (1558€ bei 4%) und 720€ für Notfälle.

Es ist also durchaus machbar, man muss es nur wollen.

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Überlege dir, wieviel du vernünftigerweise jeden Monat sparen könntest und hebe diesen Betrag dann am ersten des Monats ab und gib ihn deiner Mutter zur Aufbewahrung. Überweise das Geld auf dein Sparkonto, sobald das nächste Gehalt da ist usw

Zudem versuche möglichst viel bar zu bezahlen. Überlege dir, was du jede Woche planst für essen und Alltag auszugeben, hebe das Bar ab und lass die Karte konsequent daheim.

Wenn du daheim bist, rufe keine Shopping Websites auf. Sperre diese in deinem Browser, wenn nötig.

Gehe jeden Monat alle deine Ausgaben einzeln durch und schreibe sie auf. Gibt auch Apps dafür.

Stell einmal eine Übersicht auf, welche Kosten du jeden Monat hast (Miete, Strom, Internet/Handy, Versicherungen etc.). Denk auch an die, die nur alle paar Monate oder nur einmal im Jahr kommen (Rundfunkgebühren, KFZ-Steuer etc.).

Was dann noch übrig bleibt, ist das Budget, mit dem du haushalten musst. Einen Teil davon solltest du zur Seite legen, als Rücklage bzw. Sparbetrag, falls irgendwas kaputt geht, für neue Kleidung, Urlaub und ähnliches.

Den Rest solltest du bar abheben und auf vier Umschläge Verteilen - für jede Woche einen. Wenn dir das schon zu große Zeiträume sind, kannst du auch tageweise vorgehen. So hast du den Überblick, wie viel Geld du jeweils pro Woche/Tag noch übrig hast.

Führe ruhig auch mal eine Weile ein Haushaltsbuch, um zu schauen, wo du Geld verschwendest.

Und denk vor jedem Kauf über folgendes nach: "BRAUCHE ich das oder WILL ich das nur?". Bei allem, was du nur willst und nicht brauchst, gehst du weiter und schläfst ein, zwei Nächte drüber. Nur wenn dann immer noch der Wunsch da ist, es haben zu wollen, kaufst du es dir.

Das mit den vier Umschlägen ist eine super Idee, danke :)

Natürlich alles andere auch. Aber die Umschläge hatte noch keiner genannt

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