wie kann ich lernen, mich selbst akzeptieren?

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2 Antworten

Selbstakzeptanz ist ein schweres Thema, insbesondere wenn auch psychische Erkrankungen eine Rolle spielen.

Der Weg zur Selbstakzeptanz ist teilweise ein sehr strukturierter - zumindest kann man diesen Ansatz wählen. Strukturiert meint, sich erst einmal bewusst zu werden wer man ist und welche Facetten man an sich ausmachen kann. Es ist eine Form der Selbstreflexion und diese verlangt, wenn sie den Früchte tragen soll, eine Menge.

Um sich selbst zu akzeptieren muss klar sein, was genau man eigentlich akzeptieren möchte. Natürlich - mich selbst aber was genau ist das? "Man selbst" besteht nicht aus einem Stück, es sind viele Einzelteile, Bruchstücke aus denen "man selbst" zusammengesetzt ist. Das sind Charaktereigenschaften, Fähigkeiten, Leistungen, optische Faktoren et cetera. Dieser einzelnen Facetten muss man sich bewusst werden.

Was macht mich aus?

Welche Eigenschaften habe ich?

Was habe ich bereits geschafft?

Wie sehe ich aus?

Was kann ich gut?

...das könnten erste Ansätze sein, bei weitem nicht alle aber durchaus ein Punkt an dem sich das ansetzen lohnen könnte. Natürlich sind auch die Gegenstücke wichtig - also was man nicht so gut kann, welche Eigenschaften man nicht hat et cetera.

Bei der Selbstreflexion neigen viele Menschen dazu, sich sehr negativ zu skizzieren. Im Endergebnis meinen sie sehr wenig zu können und eigentlich nur aus Fehlern und Unvermögen zu bestehen - das trifft nie zu. Jeder, ausnahmslos jeder, hat positive und konstruktive Eigenschaften und Fähigkeiten. 

An dieser Stelle ist es wichtig mal "einen Schritt zurück zu gehen" und einen objektiveren Standpunkt zu sich selbst zu gewinnen. Der Standpunkt erlaubt es einem, mal in Schulnoten gesprochen, nicht nur die Vieren und Fünfen zu sehen, sondern auch die Einsen und Zweien. Entgegen der Auffassung das seine Schwächen zu akzeptieren die schwerste Aufgabe ist, sind es meist die Stärken die man hat, die schwer zu erkennen und zu akzeptieren sind - diese übersieht man sehr oft oder redet sie klein.

Das mag auf den ersten Blick seltsam klingen aber nehme dir ein Notizbuch oder einen Zettel und notiere dir über die Tage hinweg alles Positive was dir in den Sinn kommt. Auch wenn dir jemand ein Kompliment macht - notiere es. Sammle so über die Zeit hinweg, gerade wenn es dir aus dem Stegreif schwer fällt, all diese Aspekte. Du musst diese Sammlung auch niemanden zeigen, dass ist nur für dich, um dir darüber bewusst zu machen "Hey, ich bin bei weitem nicht so schlecht, wie ich mich selbst sehe."

Auf diese Weise bindest du auch dein Umfeld mit ein, die Resonanz von außen. Lasse diese zu und gestehe deinem Umfeld auch zu, positiv über dich zu sprechen. Oftmals weißt man positive Bemerkungen ab. "Ach, du übertreibst doch.", "So gut bin ich eigentlich gar nicht." et cetera sind solche Reaktionen - das kleine Notizbuch soll diese trotzdem Sammeln, dass hilft nicht nur kritische Bemerkungen wahrzunehmen, sondern auch dafür empfänglich zu werden.

Mit der Zeit, die braucht es immer, wird sich dein Blick auf dich selbst verändern. Du hast neue Eindrücke von dir selbst gewonnen und auch wenn du sie auf dem ersten Blick noch nicht annehmen möchtest oder kannst, bleiben sie jedoch präsent und rücken immer Näher mit deinem Selbstbild zusammen. Die Akzeptanz dir gegenüber wächst, denn eigentlich ist sie schon da - vieles was es zu akzeptieren gibt, kennt man meist nur nur nicht und muss es noch kennen lernen. 

Sei dir sicher - Du hast viele gute Facetten an dir, jeder hat sie und du auch. Womöglich mehr, als du jetzt gerade glauben magst.

Kurzum - der Weg geht dahin, sich selbst zu betrachten und Aspekte zu finden und zu sammeln, die für einen selbst sprechen um sich bewusst zu werden, was man eigentlich akzeptieren lernen möchte. Gerade ein Notizbuch kann an der Stelle sehr hilfreich sein.

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute, hoffentlich wirst du mit der Zeit mehr zu dir finden und auch mit Blick auf deine psychischen Probleme erste Erfolge feiern können.

Liebe Grüße.

Hallo sassi2003

Ich habe zwei Methoden für Dich :

> Die Erste wäre, dass du abends, wenn du im Bett liegst oder dich einfach etwas ausruhst, deine Augen schließt und dir vorstellst, du seist in einer Welt wie du sie dir schon immer gewünscht hast und die du dir selbst gestaltest - ganz wie Du willst😘
Doch das sei nur als zusätzliche Anregung, wie du es dir in deinem Körper etwas erträglicher machen kannst - wenn du keine Träumerin bist, wird dir Das vermutlich nicht allzu Viel helfen...

-> und nun zur eigentlichen Nummer 1😊

Wenn du abends im Bett liegst schließe deine Augen und leg dich möglichst bequem hin. Und dann kuschle etwas mit dir selbst!
Anfangs wird es dir wahrscheinlich schwer fallen das zu tun, da es erstens ungewohnt ist und du dir dabei vllt auch etwas albern vorkommst, doch wenn du es durchziehst, wirst du nach einer Zeit merken, dass es Dir nicht mehr so seltsam vorkommt...

> Methode zwei legt noch Einen drauf😊
Setze dich für einen Monat täglich für zehn Minuten nackt vor einen großen Spiegel und sieh dich euinfach nur an!

Das ist die beste bekannte Methode sich selbst zu helfen, die es im Zusammenhang mit Depressionen und Schüchternheit oder anderen Prblemen, die dem eigenen Selbstbewusstsein schaden gibt!

Und egal wann oder was los ist, kannst du mich immer unter der Email auf meinem Profil erreichen!
Scheue dich nicht wenn du einen Rat benötigst, mich zu kontaktieren :)
Gerne kann ich dir auch zu Fragen was Kindheitstraumas, Mobbing, ausgenutzt werden, Probleme mit anderen zu Kommunizieren oder bei Ängsten weiterhelfen!

Ich wünsche dir ganz viel Glück und Kraft für deinen weiteren Weg und möchte Dir noch einmal im Besonderen ans Herz legen, dir in deinem direkten Umfeld Hilfe, einen Menschen der dir die Schönheit des Lebens zeigt und dir Kraft schenkt zu suchen - denn das ist das Wichtigste und Beste was du auf jeden Fall tun kannst🙋

Beste Grüße

AntworterBasic

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