Wie kann ich jemandem helfen der sich ,Ritzt'?

16 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Eigentlich garnicht. Derjenige muss sich von sich aus in eine Therapie begeben... Sicher nicht die Antwort, die du erwartest - aber insofern du kein ausgebildeter Therapeut bist (und selbst dann dürftest du als Freundin/Freund nicht therapieren), kannst du nur versuchen, die betreffende Person zum ersten Schritt (zum Arzt) zu bewegen.

ja, ich werde auf jedne fall mit ihr reden :) LG

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@AmaliasDarkness

viel Glück wünsche ich dir... Ach ja - auch wenn das jetzt sehr fies klingen mag : denk dran, dich ab einem bestimmten Punkt abzugrenzen, auch wenn es schwer fällt...

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Die Stichworte hast Du ja in Deiner Themenvergabe schon genannt. Nun gilt es, die betroffene Person davon zu überzeugen, sich professionelle Hilfe zu suchen. Denn diese Krankheit und die mit ihr verbundenen Wunden/Narben beeinträchtigt die Lebensqualität schon sehr stark.

Menschen die sich ritzen denen kann man nicht helfen, sie können nur sich selber Helfen. Es bringt nichts auf sie einzureden das sie zum Arzt gegen sollten oder zum Therapeuten , wenn man sie drängt dann bekommen sie noch größere Lust sich zu ritzen. Man kann nur für sie da sein und mit ihnen reden. Man sollte die Personen aber auch nicht direkt dadrauf ansprechen denn den meisten ist es peinlich darüber zu reden. Ich habe die eigene Erfahrung mit einer guten Freundin ich war für sie da und habe immer mit ihr über ihre Probleme geredet solange bis sie sich selber dazu entschlossen hat eine Therapie zu beginnen.

Für ihn da sein, ihn aber zu nichts zwingen und schon gar nicht bedrängen. Diese Person muß erst einmal sich selber eingestehen, daß mit ihr etwas nicht stimmt. Und dann versuch sie dazu zu bewegen, professionelle Hilfe aufzusuchen.

Ich habe gerade gelesen, dass du es nur zufällig entdeckt hast und mit der Betroffenen wohl auch nicht allzu dick befreundet bist (jedenfalls habe ich das so interpretiert). Sei also sehr vorsichtig, wenn du das Thema ansprichst. Den meisten Selbstverletztern ist es sehr peinlich und unangenehm darüber zu sprechen, es kann also gut sein, dass sie abblockt. Dann bohr nicht weiter nach, sondern lass ihr eine Weile Zeit und dann versuch es noch einmal. Lass durchblicken, dass du als Ansprechpartner bereitsstehst, aber geh ihr nicht auf die Nerven und sprich es nicht vor anderen an. Wenn sie auf das Gespräch eingeht, dann bringt es nichts zu sagen "Oh, Gott! Hör sofort auf damit!!". Das sorgt meistens dafür, dass der andere sich zurückzieht. Versuch vielleicht, sie dazu zu bringen, etwas mehr zu erzählen (Hintergründe und Auslöser). Sei einfach sehr vorsichtig und behutsam mit dem Thema und nimm sie ernst. Schlag ihr auch therapeutische Hilfe vor und dass du bereit wärst, sie zu begleiten (wenn du das bist).

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