Magersucht - wie kann ich ihr helfen?

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5 Antworten

Ja das kenne ich zu gut, ich war/ bin selbst magersüchtig und habe auch ein betroffenes Mädel beim Sport getroffen und wusste auch nicht wie ich helfen kann. Ich hatte zu dem Zeitpunkt damals meinen 2. Klinikaufenthalt hinter mir gehabt.

Ich habe damals einen fast drei Seiten langen Brief geschrieben und ihn ihr in die Sporttasche gelegt. Wir haben zwar auch so zwischendurch immer mal geredet, aber nie übers essen. Ich wusste damals auch nicht ob sie wirklich krank war oder einfach nur dünn war. Es gab aber genug Anzeichen für meine Bedenken. 

Der Vorteil an dem Brief ist, dass sie dir nicht peinlich berührt gegenübersteht und selbst genug Zeit hat, sich Gedanken zu machen, ob und wie sie darauf eingeht. Ich hatte zwei Wochen später auch einen Brief in meiner Tasche gehabt. Ich habe sie dann zu mir eingeladen und wir haben miteinander geredet und sie hat sich mir nach und nach geöffnet. Wir haben viel miteinander auch ausserhalb des Sports gemacht. Ich war parallel auch in einer Lebensgruppe/ Selbsthilfegruppe, wohin ich sie mitnahm. Wir hatten es aber auch schwer uns nicht gegenseitig runter zu ziehen. Sie selbst ist dann nach 9 Monaten selbst in Therapie in eine Klinik gegangen, weil sie sich erst dann bereit fühlte....

Vielleicht kannst du ja auch einen Brief schreiben. Ich würde in deinem Fall nicht einmal mit der Magersucht so ins Haus fallen. Ich würde wahrscheinlich mit dem Mobben beginnen. Ich würde ihr sowas schreiben, dass du mitbekommen hast, was deine Mitschüler so machen und du das nicht unterstützt und gut findest. Würde danach dann zu dir selbst erzählen, dass du weißt was sie durch macht, weil du das auch schon erlebt hast. Da kannst du dann auch die Magersucht mit ins Spiel bringen. Gebe ihr zu verstehen, dass du Ihr helfen willst und für sie da bist. Es aber auch keiner von den Brief weis und auch keiner was von all dem erfahren wird.Zeig ihr Verständnis und biete ihr Hilfe an, zwing sie aber nicht. Wenn sie nicht, dann lass sie. 

Du kannst auch parallel versuchen ausserhalb der Schule was mit ihr zu machen. Gib ihr das Gefühl da zu sein für sie. Nur braucht Vertrauen auch Zeit.

Du kannst auch gegen deine Klasse das nächste Mal in aufstehen, nimm sie offensiv in Schutz und sag, die sollen es lassen. Das könnte allerdings bewirken, dass die auch auf dich los gehen. Aber moralisch sollte dir das egal sein. aber ich weiß wie das ist, man traut sich nie gegen eine Gruppe anzutreten.

Ansonsten rede mal mit einem Lehrer und beziehe diesen bzgl des Mobbings ein.

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Hallo NoNormalGirl,

ich finde es sehr, sehr lobenswert und aufmerksam von dir, dass du dich diesem Mädchen so annimmst!

Es sollte dir allerdings stets klar sein und das vor allem als immer noch Betroffene dieser Krankheit, das es diesem Mädchen nicht hilft, wenn es auch dir nicht gut geht und ihr euch gegenseitig runterzieht, kurz gesagt: wenn es hart auf hart kommt und du dich zu sehr belastet fühlst hat dein Wohlbefinden Priorität!

Was du tun kannst, ist sie zu motivieren, sich Hilfe und Unterstützung zu holen! Sie kann zum Schulpsychologen, Vertrauenslehrer oder Schulsozialarbeiter gehen und dort über ihre Probleme reden. Bei der Gelegenheit kannst du sie auch gleich begleiten! Der Schulpsychologe bzw. Vertrauenslehrer weiß auch, was bei Mobbing zu tun ist und wie man bzw. eure Lehrer darauf reagieren sollten. Möchtest du dort nicht hin, kannst du natürlich auch auf "normale" Lehrer zugehen und diese um Unterstützung bitten, ist da jemand geeignetes?

Alles Gute,

Cleo

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du solltest nur probieren mit ihr ausführlicher darüber zu reden, und ihr zu erzählen, dass du auch krank bist, wenn es dir besser geht
bzw wenn du mit deiner essstörung klar kommst, und nicht mehr abnimmst, und halbwegs im normalgewicht bist
ansonsten kann das ganz schnell darin enden, dass ihr euch die ganze zeit mehr oder weniger unbewusst triggert, und ihr in sowas wie einen wettstreit geratet, wer von euch 'kränker" ist
also im moment würde ich es an deiner stelle lassen, du würdest weder ihr noch dir damit helfen

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Hallo

setz Dich in der Pause zu Ihr, sprich mit Ihr auf dem Schulhof, rede mal mit ihr, Mädchenkram. Triff Dich auch außerschulisch mit Ihr.

Später kannst Du Hilfe anbieten, wenn Du Dich angefreundet hast.

Jetzt sofort kommt vermutlich Ablehnung, würdest Du genauso machen.

Das kann nur eine gute Freundin, das braucht Zeit

Gruß

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Erzähle ihr von deiner geschichte und wie du alles erlebt hast! Das genügt als start!

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