Wie kann ich ihr helfen (Depression, Selbstverletzung, Stimmen)?

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8 Antworten

Ich glaube, das Wichtigste ist, dass Du jetzt für Dich selber sorgst.

Ich verstehe nicht ganz, wieso Eure Mutter davon nichts mitbekommt. Irgendetwas läuft da gerade wahnsinnig schräg.

Jedenfalls sieh bitte zu, dass Du Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe für psychisch kranke Angehörige bekommst, damit Du etwas für Dich hast, wo Du am Thema auftanken kannst. Du wirst die Informationen brauchen, die Du dort bekommst, und die Solidarität der anderen und die Kontakte, die du damit aufbaust.

Und all das wirst Du brauchen.

So wie es aussieht, hat dieser brutale Kerl Deine Schwester nicht nur körperlich, sondern auch seelisch in einer bestialischen Weise zerstört, die zu einer Borderline-Störung geführt hat. Sie verletzt sich selbst und sie fängt nun selber immer wieder an, die zu zerstören, die sie eigentlich lieben.

Wenn Du Dir keine Hilfe von außen holst, wird das alles Deine Kraft und die Kräfte Eurer ganzen Familie übersteigen.

Hol Dir Rat bei der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Eures Landkreises oder Eurer Stadt. Oft findet man die über das örtliche Gesundheitsamt. Ihr braucht gute und qualifizierte Verbündete. Vielleicht müsst Ihr Euch sogar von Deiner Schwester trennen. So leid es Euch tut, und so heftig sie auch leidet.

Ihr werdet eine klare Struktur brauchen. Ihr werdet Euch regelmäßig absprechen müssen, damit sie keinen Keil zwischen Euch treibt und Euch gegeneinander ausspielt. Ihr werde viel Geduld haben und ständig deeskalieren müssen. Hin und wieder werdet Ihr sie möglicherweise mit der 112 vor sich selber schützen müssen. 

Das hört sich nicht gut an. Und es ist nicht gut. Es ist eine Katastrophe.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Gelassenheit und viele gute Kontakte, die Dir bei alle dem helfen, was vor Dir liegt.

Wenn Du nun für Dich selber sorgst und dabei engen Kontakt zur örtlichen Psychiatrie hältst, wird Deine Schwester vielleicht irgendwann mit kommen und von Dir lernen können, wie gut Psychiatrie tun kann.

Und wenn du jetzt fragst, warum ausgerechnet Du: Weil Du wahrscheinlich jetzt schon viel tiefer mit drin hängst, als es Dir bewusst ist.

Wie lange hat es gedauert, bis Du diesen Hilferuf formuliert hast!

Wie viel musste geschehen und was hast Du bis jetzt schon alles ertragen, dass Du so viel darüber geschreiben hast!

Zeig bitte Deiner Schwester, wie wichtig es für Dich ist, dass Du jetzt für Dich selber sorgst. Daran wird sie mehr lernen, als wenn Du versuchst, auf sie einzureden und sie zu etwas zu bringen, was sie nur noch mehr ablehnt.

Und wie hier viele andere schon schrieben: Wenn Du es nicht mehr aushältst: 112. Dafür sind die da. Die kennen sich damit aus.

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Das wird schwierig, alles, was Du schreibst spricht für borderline. Und Borderliner kosten einen sehr viel Kraft. Für Deine Mutter sich auch eine große Belastung. Hat sie sich mal mit borderline beschäftigt? Es gibt Selbsthilfegruppen dafür. Das Selbstverletzende an ihr spricht total für borderline. Du kannst es ja auch mal googeln.

Ich habe mich vor ein paar Wochen um eine borderlinerin gekümmert und kam schnell an meine Grenzen. Aber es gibt auch Selbsthilfegruppen für Angehörige.

Ich finde es gut, daß Du ihr helfen willst.

Ihr Verhalten in Sachen Drogen ist auffällig. Sie scheint schon abhängig zu sein. Ich würde mich an Eurer Stelle bei einer Beratungsstelle für Suchterkrankungen wenden und Hilfe holen. Sie kann aber erst eine Suchttherapie machen, wenn sie es selbst einsieht. Vorher ergibt es keinen Sinn.

Wendet Euch mal an die Diakonie, die hat Suchtberatungsstellen. Therapie ist jetzt schon dringend nötig. Wahrscheinlich hat dieser Ex die nächste Erkrankung ausgelöst. Sie müßte alles erst verarbeiten.

Borderliner sind so anstrengend, daß manche Therapeuten nur wenige davon annehmen. Schütz Euch bitte.

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Kommentar von petlover2017
20.04.2017, 17:20

Ich werde mich einmal über Borderline informieren... Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! 

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Sie muss leider selbst bemerken dass sie krank ist. Ich würde ihr auf jeden fall einen klinikaufenthalt emphehlen. Das kann dann auch die krankenkasse übernehmen.

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Leider ist es rechtlich nicht möglich ihren Ex dafür zu belangen,
aber ich würde am Liebsten solche Drecksäcke für den Rest ihres Lebens
unter Haldol setzen - ohne Akineton. Sich selbst zu schädigen muss jeder
für sich selbst entscheiden, aber Andere auf diese Art fertig zu
machen, geht gar nicht. >:((

Der Marihuana-Konsum wird ihr nicht helfen, sondern Ihre Situation nur verschlimmern. Auch das Absetzten der Medikamente war ein Fehler.

Auf jeden Fall solltest Du Eure Mutter informieren. Deine Schwester baut zunehmend ab und das hier wird ohne Behandlung ganz sicher nicht mehr besser.

Die Selbstverletzungen böten eine Möglichkeit zur Zwangseinweisung. Das hört sich erst mal schlimm an und ganz sicher wird sich Deine Schwester auch verzweifelt dagegen wehren, aber die Alternative wären zunächst zunehmende Selbstverletzungen, welche immer tiefere und dauerhaftere Narben und Entstellungen nach sich ziehen und es kommt ab einem gewissen Punkt häufig vor, dass die Patienten zu weit gehen und sich lebensgefährlich bis tödlich verletzen. DAS willst Du sicher nicht.

Wenn Ihr in Eurer Familie keinen vollqualifizierten Therapeuten habt, der sich rund um die Uhr um Deine Schwester kümmern kann, dann solltest Ihr diese Betreuung lieber solch geeignetem Personal einer Klinik überlassen. Es gibt – aber das wisst Ihr sicher schon – Spezial-Kliniken für Borderline und bipolare Störungen. Dort kann Deiner Schwester gut geholfen werden. Damit sind aber gerade Angehörige i.d.R. völlig überfordert. Es ist auch keine Schande, das selbst nicht bewältigt zu bekommen. Ihr könnt ja auch kein Flugzeug fliegen und überlasst es deshalb Anderen. Das hier ist nicht viel anders – in der Problemstellung.

Bevor Ihr nun aber gleich zur nächsten Klinik rennt, ist erst mal ein Gespräch mit einem Psychiater angebracht. Der muss das beurteilen und dazu muss er Deine Schwester erst mal kennen lernen. Wenn sie da bereits einen behandelnden Psychiater hat, um so besser. Ein Vorab-Hilfe-Gesuch – ohne Deine Schwester – könnte u.U. auch angeraten sein, um sie nicht zu verschrecken. Ihre Voreingenommenheit und Uneinsichtigkeit könnte die Situation noch verschlimmern. Das kommt aber auf den Psychiater an, wie er sich darauf einlässt. Manche sind da ziemlich zugeknöpft, da sich eigentlich volljährig ist. Aber Ihr solltet das mindestens versuchen und auch nicht locker lassen.

Mach Dir nicht so viel Sorgen. Mit der richtigen Hilfe wird es Deiner Schwester bald besser gehen. Fühl Dich selbst vor allem auch nicht so hilflos. Diese Krankheit ist nichts, was man mit viel Zuwendung oder Aktivitäten einfach heilen kann. Das hier geht über das Normal-Maß einer "normalen" Erkrankung, wie Grippe oder einen Knochenbruch, weit hinaus und es bedarf eines völlig anderen Heilungsansatzes. Aber es kann funktionieren, wenn man – auf die richtige Art – nicht locker lässt. Was nun diese "richtige Art" ist, das wissen die Psychiater und Psychologen. Also habt ein wenig Vertrauen.

Viel Glück  :)

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Kommentar von SmartphoneFr34k
26.05.2017, 03:32

nö wissen die nicht...ich bekam falschr medikante keiner meiner freunde und bekannten hat mich wieder erkannt ...ich war wie ausgewechselt im negativen sinne...laut beschreibung der anderen war ich eine leiche total blass immer total komisches benebeltes verhalten etc.

die wollen nur ihr geld verdienen und nicht mehr!

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sie ist eine Gefahr für sich und für andere Menschen. Unter den Umständen solltest du bei ihrem nächsten "Anfall" einen Notarzt rufen der sie dann in eine Klinik einweist.

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Hallo petlover2017,

falls deine Schwester irgend etwas von Selbstmord redet sofort die Polizei und die 112 anrufen!

BTM's helfen überhaupt nicht!

Sie hat einen guten schritt getan und das A........ verlassen!

Vielleicht hilft dieser Link:

http://entscheidungshilfen.psychenet.de/entscheidungshilfen-uebersicht.html

Den ihr mal geben und sie mal machen lassen!

Ansonsten könntest du mit ihren Behandelten Psychiater oder Hausarzt Kontakt aufnehmen? Vielleicht den Hausarzt um einen Hausbesuch bitten und dann sie ruhig auf ihre Probleme ansprechen während dessen Anwesenheit. Wenn sie austickert  den Hausarzt mal fragen was dieser dazu meint!

Das ist das beste für sie auch wenn sie erst mal sauer auf dich ist!

Sie ist auf ihre Medikamente angewiesen!

Bitte nehme dir das von ihr nicht zu Herzen!

Viele Grüße!

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Hy

Mein tipp:

Hör ihr einfach zu -versuch das du dich aber nicht allzusehr hinunterziehen lässt

Jeder hat wünsche-auch wenn die person depressiv ist

Wenn du genau zuhörst wirst du mal merken das sie dieses und jenes haben-oder tun möchte-neuer film im kino , ein eis

Dann kannst du mal überlegen und wenn das ohne probleme möglich ist dann könnt ihr ja gemeinsam hingehen

Dadurch wird sie ein bisschen glücklicher und denkt nicht ganz so negativ--aber übernimm dich nicht , wenn du bei etwas dagegen bist dann mach ihr deinen standpunkt klar-unternehmt sachen die eich beiden spaß machen

Alles gute

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jap so sah auch meine jugend aus und vom thema liebe etc will ich erst gar nicht anfangen...die medikamente haben sie nur taub und stumm gegen das gemacht was sie hat...weg gegangen ist es nie und ich wette dieser sogenannte freund hatte seine gründe das er nicht mehr wollte das sie medikamente nimmt...und mit dem marijuana rauchen hat sie recht es hilft wirklich dagegen weil dann weniger synapsen im gehirn zur verfügung stehen und musik hilft auch dabei die stimmen nicht zu hören insbesondere klassik und andere musik ohne gesang es sei denn man hört es laut..

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