wie kann ich ihm helfen, weniger zu kiffen?

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4 Antworten

wenn du deinem Freund wirklich helfen willst, dann bedenke bitte (mind.) 2 Sachen:

  1. das braucht Zeit (weil ER muß sein Verhalten ändern, nicht du)
  2. es kann sein, dass du für die Hilfe Sachen machen mußt, die dir wahrhaftig schwerfallen

Mein Tipp:

Fahr den Kontakt ab sofort rigoros runter, wenn er sich meldet, kannst du ihm sagen, dass du keine Zeit hast (ich weiß, dass ist schwer, aber es funktioniert nur so, sonst habt ihr eine Co-dependancy (also ihr hängt beide voneinander ab), du mit einem vermeintlichen Helfersyndrom und er als Kiffer-Freak), das heißt selbstverständlich nicht, dass du auch damit anfängst.

Wenn du das ca. 10 bis 14 Tage durchhälst (ja, ist eine Herausforderung) , würde ich ihm beim nächsten mal ganz klar und unmißverständlich sagen: Freundschaft oder Kiffen, entscheide dich! Das sitzt in der Regel. Aber wenn er sich für das Letzere entscheidet, mußt du auch konsequent sein, wenn das dein Wunsch ist.

ich habe das gleiche erlebt.. ich habe ihm wirklich vesucht zu helfen aber ohne erfolg.. ich sagte ihm das ich das nicht mitansehen kann wie du dir das leben kaputt machst und distanzierte mich von ihm.. nach einiger zeit habe ich ihn seit langem wieder gesehen und darüber gesprochen. er kifft zwar immer noch aber nur noch gelegentlich 1-2mal im monat und es wird immer weniger. wir sind wieder gute freunde ;) hoffe bei dir klappts auch

Du kannst ihm nicht helfen. Das können auch Drogenberatungen nicht. Wenn ihm jemand helfen kann, dann nur er selbst. Dafür muss er den Ausstieg oder die Konsumreduzierung wirklich wollen. Aber zwischen wirklich (ernsthaft) wollen und bekifften Absichtsbekundungen besteht ein großer Unterschied.

Zwei Dinge noch: Du solltest Dich bei Wikipedia mal über die Begriffsdefinition "Co-Abhängigkeit" kundig machen und Dich fragen, ob - und falls ja, warum - Du die Rolle des Helfers in dieser Sache übernimmst.

Überdies ist Deine Angst, "dass er sich einfach das ganze Hirn wegkifft" ziemlich unbegründet. Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses bei Kiffern sind reversibel.

Lass ihn fallen!

Vielleicht wird er dann wach?

Hört sich hart an, ist aber ein durchaus erfolgversprechender Weg!

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