Wie kann ich gegen Polizeiliche Willkür vorgehen (gibt's da überhaupt Chancen )?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Hier wirst du nicht viel machen können.

Die Situation sieht doch wohl so aus, dass deine Freundin ob des Alkohols und der Medikamente nicht mehr Herr ihrer Sinne war. Du wirst auch nicht mehr nüchtern gewesen sein. Die Nachbarn berichteten von einem heftigen Streit. Die Polizisten mussten von häuslicher Gewalt ausgehen.

Daher war es seitens der Polizisten vollkommen richtig dich zum gehen aufzufordern. Dieser Aufforderung hast du dich widersetzt.

So oder so ähnlich wird das wohl im Polizeibericht stehen. Dieser Bericht wird von den Aussagen der Nachbarn gestützt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von James348
01.11.2015, 13:41

...Ich trinke nicht. ...Ich rauche nicht.

Im Polizeibericht steht , dass ich auf Wunsch meiner Freundin aus der Wohnung entfernt wurde , das wurde mir auch mehrmals gesagt.

0

Sicherlich war der Vorfall unangenehm, aber andererseits frage ich mich, warum man hier gleich immer vorschlägt, zum Anwalt zu rennen.

Fakt ist doch eins: Es war lautstark, der Nachbar sah eine Bedrohung (Geschrei) und/oder Belästigung (Lärm) und er hat die Polizei angerufen.
Die Polizei muss relativ schnell sich ein Bild machen und sie muss da nicht alles wissen, was es da für Besonderheiten gibt. Ziel ist in dem Moment, die Bedrohung oder die Belästigung zu unterbinden. Das du es den Beamten schön erklärst, kann von Vorteil sein. Diesmal haben sie es anders gesehen und festgelegt, dass du gehen solltest, auch wenn deine Freundin das nicht wollte und das hat auch keine Relevanz, ob du im Mietvertrag stehst oder nicht. Dem bist du nicht nachgekommen, was dazu führte, dass gegen dich einfacher körperlicher Zwang angewandt wurde und du eben mitgenommen wurdest.
Die Beamten sahen hier eine Gefährdungslage (und in dem Fall ist es egal, von welcher Seite). Die Beamten könnten sogar argumentieren, dass sie dich vor deiner zugedröhnten Freundin für die restliche Nacht schützen wollten und es steht nirgendwo, wen sie von den beiden dann vor die Tür setzt. Da du anscheinend in dem Moment noch der "Normale" warst, solltest du gehen.

Spielen wir das doch mal durch, wenn sie es nicht gemacht hätten:
Die Beamten rücken wieder ab. Deine zugedröhnte Freundin macht weiter und das Spiel geht von vorne los. Du hattest vor dem Eintreffen der Beamten die Lage mit deiner Freundin anscheinend nicht im Griff und danach wäre das sicherlich nicht anders gewesen.

Auch wenn du es ungerecht empfindest, lass es darauf beruhen und mache keine große Welle daraus. Wenn du Pech hast, gibt es sonst noch eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Der Gang zum Anwalt freut nur einen: Den Anwalt und dessen Konto.

Auch wenn es schwer fällt, in dem Moment die Entscheidung der Polizei zu akzeptieren, solltest du das tun. Bedenke dabei, die Ursache hat deine Freundin gesetzt. Sollte sowas nochmal passieren, befolge die Anweisung und gehe einfach und übernachte bei einem Kumpel.
Das entspannt die Lage und ist preiswerter, denn wenn du Pech hast, bekommst du für die Fahrt im Polizeiwagen und die Übernachtung noch eine schöne Rechnung.

Und vielleicht ist es an der Zeit aufgrund dieses Erlebnisses mal zu überlegen, ob es so weitergehen kann mit deiner Freundin und dem Alkohol.....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gäbe zwei Möglichkeiten, die Sache anzugehen.

1. man schreibt unmittelbar an die Staatsanwaltschaft und erstattet Anzeige und Strafantrag gegen die Beamten (Körperverletzung, Freiheitsberaubung u.a.) und beantragst sofort, dass deine Freundin als Zeugin vernommen wird. Du kannst sicher sein, dass die Sache untersucht wird.

2. dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Beamten erstatten. Schreibe sehr detailliert den Sachverhalt und sende ihn an den zuständigen Polizeipräsidenten oder die zuständige PD. Auch hier kannst du davon ausgehen, dass der Fall untersucht wird.

Beides kannst du selbst verfassen, einen RA benötigst du nicht, wäre aber von Vorteil, da sich dieser mit Sicherheit in den einschlägigen Vorschriften besser auskennt als Otto Normalverbraucher

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auch gegen eine  Willkürmassnahme" darfst du dich nicht körperlich zur Wehr setzen. Der. Rechtsweg gegen die Anordnung steht dir offen. Insofern liegt das Fehlverhalten bei dir und deine K Kommentare zeigen auch, wie du tickst! Ferner hat deine Freundin im vis a vis Gespräch für deinen Platzverweis plädiert, was auch wiederum zeigt, dass sie Angst vor dir hatte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe so etwas noch nie erlebt, aber in diesem krassen Fall würde ich mir einen Rechtsanwalt nehmen und Beschwerde bei der vorgesetzten Dienststelle einreichen. Am besten ist es, wenn deine Freundin sich dieser Beschwerde bei deinem Anwalt mit einklinkt. Wenn so ein Schreiben hieb- und stichfest von einem RA aufgesetzt wird, hast du mehr Chancen, dass der Sache nachgegangen wird.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

dass ich sofort verschwinden soll & erteilte mir einen Platzverweis

Was er durchaus darf. Und du hättest dich fügen sollen, anderenfalls darf Zwang ausgeübt werden, um die Anordnung durchzusetzen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von James348
01.11.2015, 13:34

Sei doch einfach leise , wenn du keine Ahnung hast..

Meine Freundin (Mieterin) hat ausdrücklich betont , dass ich die Wohnung nicht verlassen soll/muss.

Nur steht komischer weisen etwas anderes im Bericht & es wurde auch niemand gefragt , was überhaupt vorgefallen ist.

Das können wir beide bezeugen.

Dass DAS Unrecht ist , steht ja wohl außer Frage.

0

Das ist ja ein dolles Ding. Und irgendwie drollig... äh ich meinte natürlich : trollig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1. schritt: ab zum anwalt.
der kann dir erklären was du rechtlich kannst und was nicht.
den rat eines anwaltes wirst du hier nicht finden. ausser dem gefährlichen halbwissen von möchtegernjurastudenten gibts hier nix.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Zum Rest sag ich nichts, da mir halbwegs bekannt ist, wie solche Sachen in bestimmten Milieus ablaufen. FAKT ist allerdings.. Das man gerade in der "heutigen" Zeit .. zusammengenommen mit "aktuellen Ereignissen" zunehmend damit rechnen MUSS, dass es mit der Knuddelpolizei erstmal vorbei sein dürfte. Für "Albernheiten" ham die Jungs und Maedels einfach keine Zeit mehr. Das muss jetzt alles "flott" gehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?