Wie kann ich gegen meine Chefin vorgehen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Setz dich umgehend mit dem Ausbildungsberater der für deine Ausbildung zuständigen Kammer in Verbindung, der sollte dir mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Adresse der Kammer findest du auf der Rückseite deines Ausbildungsvertrags.

Und frag dort unbedingt nach dem Ausbildungsberater, denn der ist bei der Kammer der einzige, der sich um die Belange der Azubis kümmert.

Es freut mich, wenn ich dir helfen konnte - und danke für den Stern.

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Check am besten auch mal deinen Manteltarif Vertrag. In der Gastronomie gibt es z.b einen Paragrafen, der das Trinkgeld mit einplant. Das wird sicher bei euch im Salon auch der Fall sein. 

Frag sie auch mal was mit der Strafkasse passieren soll. Vermutlich will sie sich das selber einstecken -.-  

Sie meinte, dass das Strafgeld dafür benutzt wird, dass wir gemeinsam zum Beispiel essen gehen.

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@GinelaDelta

Das Problem ist, dass ich als Friseurazubi sehr wenig verdiene und mein Trinkgeld eine Art Aufstockung für das geringe Gehalt ist. Zusätzlich dazu mache ich meinen Führerschein gerade und bin auf jedes einzelne Euro angewiesen. Sie weiß aber ganz genau, dass wir wenig Geld haben und mit einer Strafkasse, zieht sie uns fast das ganze Geld aus der Tasche. 

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Eine Strafkasse darf nicht geführt werden, das Trinkgeld gehört euch.

Allerdings kann eure Chefin natürlich für den Fall, dass ihr wiederholt Anweisungen missachtet eine Abmahnung aussprechen.

Und wie ist es, wenn ich zum Beispiel aufgefordert werde in die Strafkasse einzubezahlen und ich verweigere es. Darf sie mich deshalb abmahnen und ist die Abmahnung gültig überhaupt?

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@GinelaDelta

Nein sie darf dich deswegen nicht abmahnen, eine Abmahnung wäre in dem Fall ungültig. Das Problem ist halt, dass Du, sofern sie einfach abmahnen würde, Du im dümmsten Fall vors Arbeitsgericht ziehen müsstest. Recht haben und Recht bekommen sind leider immer 2 paar Schuhe.

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@GinelaDelta

Die Antwort von Messkreisfehler ist richtig!

Deine Chefin hat nicht das Recht, von sich aus eine solche "Strafkasse" einzuführen; das wäre noch nicht einmal über eine arbeitsvertragliche Vereinbarung erlaubt - nur dann, wenn es einen Betriebsrat gibt und mit ihm entsprechende Regelungen zu solchen "Betriebsbußen" getroffen würden.

Gibt es keinen Betriebsrat, kann es auch keine solche "Strafkassen" oder ähnliches Sanktionen geben!

Das Trinkgeld, das Du von Kunden erhältst, steht alleine Dir zu, wenn es nicht arbeitsvertragliche Regelungen gibt, die z.B. die Einzahlung in eine Trinkgeldkasse mit gleichmäßiger oder proportionaler Auszahlung an alle Beschäftigten im Salon oder ähnliche Regelungen vorsehen.

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