Wie kann ich etwas spüren?

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11 Antworten

... dann erlebst du gerade einen Zustand der Ernüchterung.

Ich glaube: Deine innere Weisheit erkennt die Dinge als das ws sie sind - UN-beständig - und ein Teil in Dir verliert seine Faszination daran - das kann anfangs erschreckend sein - man verliert die Lust an altgewohnten Dingen - andere verstehen einen nicht mehr - und doch weisst du tief drinnen - dass etwas Richtiges gefühlt wird ....


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Durch die Meditation verändert sich deine Wahrnehmung und dein Bewusstsein. Es ist, als würden sich Schablonen oder Scheuklappen aus dem Gesichtsfeld lösen...

Wie Menschen schauen oft mit einem Tunnelblick ins Leben- anerzogene und eingeübte Vehaltensweisen engen den emotionalen und geistigen Bewegungsradius ein; von der Umwelt (Freundeskreis zB) als positiv bewertete Tätigkeiten (wie Shoppen zB) verlieren an Bedeutung und können sogar unangenehm werden...

Meditation ist ein Weg nach Innen, zum eigenen Selbst. Vorstellungen, Bilder, Verhaltensweisen, selbst Ideologien und vieles mehr, werden als "Trugbilder" entlarvt und neue, wirklich menschliche Wichtigkeiten (Nächstenliebe, Einfühlungsvermögen, Offenheit, Toleranz, Selbstwahrnehmung usw) nehmen an Bedeutung zu- sie geschehen, ohne dass man darauf hinarbeitet.

Vielleicht empfindest du deswegen dein Umfeld als "als nicht erfüllend" und alles fühlt sich "falsch an"- die "Schablonen" verschieben sich und dein Gesichtsfeld erweitert sich...

Ich denke, du brauchs dir keine Sorgen machen. Denn diese Befremdlichkeit in deiner alten Umgebung wird abgelöst von neuen Erfahrungen mit anderen Menschen und anderen dich erfüllenden Freizeitaktivitäten. Es braucht Zeit, bis du deinen Radius neu ausgerichtet hast und dein Leben den Raum bekommt, der dich ausfüllt.

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Kommentar von livefromearth
02.09.2016, 10:29

ich kann mich nur bedanken 💕💕💕💕

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Du beobachtest durch die Meditation die Umwelt nun mehr objektiv vom "hintergründigen" Bewusststein heraus, statt Dich nur mit vordergründig befriedigenden gesellschaftlichen" Aktivitäten scheinbar zu "erfüllen".       Das wird sich nach und nach so regulieren, dass sich eine gewisse innere Zufriedenheit zunehmend in Dir breit macht und Du die Dinge und Deine Umwelt innerlich positiv ruhig so annimmst wie Sie eben sind.

So wie Du das schilderst, sind das im engeren Zusammenhang mit Deiner Meditationsausübung eigentlich KEINE depressionsbedingten Verhaltensweisen  bzw. psychisch bedingte Krankheitssymptome. 

Gesellschaftliche Aktivitäten solltest Du für einen gewissen inneren "Ausgleich" aber trotzdem möglichst ab und zu gemäßigt wahrnehmen und nicht ganz verdrängen. Etwas aktiver Kontakt kann nicht schaden.

Sollte sich allerdings eine grundlegende Inaktivität, Traurigkeit und/oder evtl. Schlafstörungen dazugesellen (wovon ich eigentlich nicht ausgehe) dann sollte man Deine persönliche Situation evtl. (ärztlich) neu betrachten.

Normalerweise dürfte das aber bei Dir NICHT der Fall sein.

Du kannst mich jederzeit gerne ansprechen - falls Du möchtest.




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Du scheinst einer der gesundesten Menschen zu sein.
In meinen Augen gehst du den richtigen weg und wirst Menschen treffen die dich mehr ansprechen werden und auf einer Wellen länge bist.
Das einige behaupten das du eine Depressive Verstimmung hast finde ich absurd. Zu einem ist vieel zu wenig preisgegeben und sowas behaupten zu können.

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Ich würde sagen deine Eltern haben durchaus Recht. Was du beschreibst sind die typischen Symptome einer depressiven Störung. Wahrscheinlich noch keine echte Depression, aber auf dem Weg dorthin und es liegt nicht an deiner Meditation.

Ich vermute es handelt sich um eine pubertär bedingte Hormonschwankung, die kann so schnell vorbei sein wie sie begonnen hat.

Wichtig ist, dass du dich nicht abkapselst, sondern mit Menschen umgibst, die dir gut tun. Ernähre dich gesund und ausgewogen, betreibe Sport und triff dich mit den Menschen mit denen du Spaß haben kannst (oder konntest).

So pendelt sich dein Hormonhaushalt wieder ein und du kannst eine echte Depression vermeiden.

Was deine Sexualität anbelangt ist die beste Medizin diese auszuleben, nicht "in den Griff zu bekommen", sprich zu unterdrücken.

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Auch wenn du selbst der Meinung bist nicht depressiv zu sein so klingt das für mich jedenfalls sehr stark danach anhand deines Textes.

Meditation hilft zur inneren Ruhe zu finden und den Geist zu öffnen.

Du hast es also geschafft runterzufahren, aber kannst mit den vielen Signalen aus deinem Inneren nichts anfangen. Für mich zeigt sich, dass du eventuell grundlegend dein Leben hinterfragen solltest so wie du es bisher geführt hast.

Du schreibst, es sei nicht erfüllend. Was würde dein Leben den erfüllen? Welchen Sinn verfolgst du jeden Tag? Wofür stehst du aus dem Bett auf? Wie möchtest Du geliebt werden und von wem? Was ist dir wichtig in Bezug auf Familie und Freunde? Was sind deine Hobbys? Was macht dir Freude?

Meiner Meinung nach solltest du dich einem Psychotherapeuten anvertrauen. Den nur dieser kann dich professionell auf dieser schwierigen Krise begleiten. Zudem solltest du selbst einige Gänge runterschalten und aufhören dich mit allem abzugeben was dich wohl gerade belastet und runterzieht. Das heißt... wenn es dich nicht mit Freude erfüllt Jemanden zu treffen, egal wen dann lass es vorerst. Lies mal ein Buch was dir gefällt oder nimm dir mal eine Auszeit und fahr weg, einfach wohin du möchtest.

Die Meditation allein ist nicht 'Schuld' an deinem derzeitigen Befinden, sondern sie hat es lediglich wirklich aufgedeckt und dich dafür sensibilisiert darauf aufmerksam zu werden. Vorher hast du sehr wahrscheinlich stets die Augen vor dir selbst verschlossen.

Ich wünsche Dir alles Gute für die Zukunft liebe Fragestellerin.

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Mir geht es sehr ähnlich wie dir. Sehr, sehr ähnlich.

Zur Meditation: Es geht darum im hier und jetzt Ruhe zu finden und alle Gedanken, die dir so auftauchen sanft aus dem Blickfeld zu verscheuchen, indem du dich auf etwas anderes konzentrierst, z.B. dein Atem, dein Puls am ganzen Körper, das Ticken einer Uhr, oder andere Geräusche. Versuche völlig darin aufzugehen. Das klappt nur selten während einzigen Sitzungen, aber nach ein paar Monaten wird man immer besser. Meditation hat kein klares Ziel. Sie ist einfach nur. Sie tut gut, gerade weil man einfach nur ist und für kurze Zeit keine Sorgen und Ängste zu haben braucht. Man ist.

Wie kannst du etwas spüren? Such dir ein adrenalinreiches Hobby. Treib täglich eine Stunde Sport, völlig egal was. Ist dir das zu wenig, dann nimm dir ein Fahrrad und fahr Berge rauf und wieder runter oder rase mal eine unbefahrene gerade Strecke entlang. Geh wandern, sei in der Natur, schwimme. Sprich mit Absicht mit Menschen, höre dir ihre Probleme und Geschichten an (fast immer finde selbst ich was, das ich interessant finde, bzw. zwing dich etwas daran interessant zu finden :D ) Das sind alles Dinge, dir mir Bodenhaftung und eine Verbindung zur Realität geben. Durch ständiges isolieren und alleinsein wird man merkwürdig und schrullig (fällt mir an mir selbst immer wieder auf) - auch wenn ich es eigentlich mag ;)

Und noch etwas: Baue Erwartungen ab. An alles, dann kann man nicht enttäuscht werden und hat sehr viel mehr Ruhe.

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Was gab es denn bei deiner Sexualität in den Griff zu bekommen?

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Kommentar von livefromearth
02.09.2016, 09:55

Mit 13 habe ich angefangen zu viel zeit in Pornographie zu investieren und habe komplett aufgehört jegliche online inhalte mit sexuellen inhalten zu schauen :+)

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Kommentar von livefromearth
02.09.2016, 11:11

haha ja tatsächlich. aber ich mache mir da keine Sorgen

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Es ist durchaus möglich, dass du psychisch nicht ganz gesund bist. 

Ich selbst leide unter Depressionen. Und da sagte ein Psychiater zu mir, dass autogenes Training bei mir nicht angezeigt wäre. Ich würde dann meinen Frust nur noch mehr in mich reinfressen - und mich nicht zur Wehr setzen. 

Das kann bei dir auch der Fall sein. Du investierst zu viel Zeit ins Meditieren. Und verlierst damit den Sinn zur Realität. 

Vielleicht ist das gar nicht so gut für dich. Versuche es mal mit Sport, wo du dich richtig auspowern kannst. 

Aber ich bin kein Psychologe oder Psychiater. 

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macht dir den noch irgendetwas spass?

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Kommentar von livefromearth
02.09.2016, 09:50

ja :) mehr als zuvor.

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Kommentar von livefromearth
02.09.2016, 09:58

ich habe sogar mehr antrieb und energie als zuvor. nun ist die Frage wohin mit der energie.

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Kommentar von livefromearth
02.09.2016, 10:03

danke für den tipp :)

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Das klingt eher so, ich bin vorweg neidisch(ego)

Kch hatte mal einen ähnlichen zustand erreicht, aber dadurch als mir bewusst wurde wie krank nichtig und sinnlos unsere welt ist(politik,arbeiten,smalltalk,shoppen, minimi probleme usw.

€)

Ich war schwanger vom schock.

Bis ich das erlebnis hatte, so als hätte ich als das wissen einfach alles abgelegt, ohne zu hinterfragen das gabs gar nicht mehr ja.

Und ich glaube du tust das gerade oder bist dabei ich hoff du schaffst es. Aber wenn es so sein soll wird es passieren

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