Wie kann ich etwas für die Armen Menschen in Afrika tun?

7 Antworten

Das ist schön, dass du helfen möchtest. Man kann leider nicht allen helfen, aber wenn du persönlich hinfährst und vor Ort z.B. einer armen Familie hilfst oder eine Patenschaft übernimmst, hast du schon viel getan.

Wie schon geschrieben wurde, kommen leider bei gewissen grossen Organisationen, die Spenden nicht immer an, oder 3/4 wird vom Verwaltungsapparat aufgebraucht. Wenn schon, dann lieber ein kleiner Verein, davon gibt es sehr viele, aber von denen spricht man nicht. Diese kleinen sind meistens vor Ort und tun sehr viel für die Einheimischen.

Z.B. www.ngoloko.jimdo.com Da kommen die Spenden zu 100% den ärmsten Kindern für Essen und Schulbildung zugute. Da gibt es keine Verwaltungskosten, wir arbeiten unentgeltlich. Besucher sind jederzeit herzlich willkommen und die Buchhaltung ist ein offenes Buch.

Danke, dass du helfen möchtest. Viel Glück.

Die Webseite würde ich als unzureichend beschreiben, es entsteht das Gefühl, die zwei Patenschaften und die Handvoll von Sponsoren haben bisher noch nicht viel bewirkt. Das mag offiziell ganz anders aussehen, nur kenne ich die Verhältnisse an der Küste von Kenia aus erster Hand, was kostet das Schulgeld, welche sonstige Unterstützung wird geleistet, wer sind die ehrenamtlichen Helfer???

Nicht falsch verstehen, ich kenne das Helfen wie die Organisation von Hilfe aus erster Hand, man erwartet gezieltere Informationen über den Hintergrund der Beteiligten, speziell wenn es um Kinder geht, erwarte ich bei den aktiven Helfern vor Ort eine gewisse Expertise, sofern die vorhanden ist, sollte man sie auch dort aufführen. Sehr viele Projekte von engagierten Kenia-Touristen endeten in einem Chaos, nicht immer zum Vorteil für die Kinder...

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@Kaimosi

Danke für die Hinweise zur Webseite. Werde mir Mühe geben und Änderungen vornehmen. Ich habe die Seite als blutige Anfängerin selber gestaltet, bin kein Profi. Das Schulgeld variiert, je nach Schule. Wir haben erst zwei Patenschaften und eine Handvoll Sponsoren, weil wir noch nicht lange bestehen. Immerhin haben wir innert einem Jahr diese kantine gebaut, die fast fertig ist. Und wir sind keine Touristen, wir leben in Kenia. Die freiwilligen Helfer wie Buchhalter, Kassier usw. sind kenianische Freunde von uns. Bei uns geht es auch nicht in erster Linie um das Schulgeld. Wenn du alles liest, siehst du, dass wir den ärmsten Kindern vom Dorf täglich eine warme Mahlzeit offerieren werden, sobald das nötige Geld vorhanden ist. Nebenbei suchen wir Paten, die das Schulgeld, Uniform usw. übernehmen. Oder "Mütter/Väter" die jährlich das Essen für ein Kind übernehmen. € 150.- Du könntest ja Mitglied werden oder was spenden, dann ginge es schneller vorwärts. Auch nicht falsch verstehen

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@chapati

Welches Schulgeld? Die Grundschule kostet im Prinzip nichts, erst ab der weiterführenden Oberschule, wird eine Gebühr fällig, die sich durch die Unterbringung im Internat ergibt. Dafür kann man Sponsoring betreiben, denn gerade gute Grundschüler verlieren den Anspruch auf einen Platz an den wenigen guten öffentlichen Schulen, weil die Eltern die Internatsgebühren, Schuluniform, Bücher und Grundausstattungen nicht aufbringen können. Dafür sollte man die Eltern unterstützen...

Nur betragen die Gebühren für so eine weiterführende Schule eben schon etwas mehr als 150 Euro, dazu kommen die Dinge, die jedes Schulkind eben benötigt, unter 250 Euro wird man ein volles Schuljahr - auch an der Küste - kaum bestreiten können...

Ich selber habe ein Projekt auf der anderen Seite meiner 2. Heimat, im Stammesgebiet meiner Frau, nicht weit weg von Kakamega (Western Province), weitere Projekte betreue ich u.a. durch die Firma, die ich in Nairobi noch immer betreibe. Sponsoring ist kein Problem, nur wer kümmert sich um die Kinder? Gerade dafür sind eben Profis gut, Ihre Unterstützung geht weit über Essen und Schulgebühren hinaus, bei Mädchen müssen auch die Eltern oft überzeugt werden, um die Schulausbildung nicht durch eine frühe Heirat zu unterbrechen. Die grundsätzlichen Probleme der Eltern sind der Schlüssel für ein besseres Leben aller, deshalb sehe ich solche Privatinitiativen sehr kritisch, die Videos erinnern mich nicht an Bedürftige, die wirklich armen Leute findet man auch nicht in dieser Region, das Elend ist eine Folge des Tourismus und der wenigen freien Landflächen...aber das führt zu weit.

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@Kaimosi

Wir könnten noch lange diskutieren und an kein Ende kommen. Die € 150.- beziehen sich auf eine warme Mahlzeit täglich für ein Jahr.

Ich weiss, dass die öffentliche Schule nichts kostet, aber du weisst sicher auch, dass da bis 80 Schüler in einer Klasse sind. Es gibt viele private Schulen und die sind gar nicht so teuer. Ich persönlich bezahle für zwei Kinder die Schule. Primarschule ksh 27000 und Secondary ksh 45000/= plus alles, was sie brauchen.

Wer kümmert sich um die Kinder? Die Kinder kommen zum Mittagessen zu uns und nach der Schule (wer will) für die Hausaufgaben. Wir sind kein Kinderheim. Alles was wir wollen ist, dass die Kinder nicht mit leerem Magen zur Schule müssen.

Die meisten Kinder die zu uns kommen sind Waisen, leben bei der Grossmutter oder die Eltern sind ganz arm und ohne jegliche Schulbildung.

Die Videos sind an Weihnachten gedreht worden, Da machen es alle möglich, dass die Kinder neue Kleider bekommen, darum sehen sie so gut aus. Ich könnte schon Bilder reinstellen wo die Kinder schmutzig und mit zerrissenen Kleidern drauf sind. Aber ich wollte auch zeigen, wie glücklich die Kinder über ein gutes Essen, Spiele und Disco sind.

Du siehst solche Privatinitiativen sehr kritisch. Das ist dein Recht. Aber ich kenne viele solche "Kleinen" und das funktioniert bestens.

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@chapati

Ich spreche Dir das auch überhaupt nicht ab, kaum ein Mensch der in Kenia lebt und dieses Land als eine Heimat versteht, wird an einer konkreten Hilfe vorbeikommen, wir haben das oft mit unseren Angestellten getan, oder mit Kindern von ärmeren Verwandten meines Partners oder der Familie meiner Frau.

Die Waisen sind ein elementares Problem in ganz Afrika, viele haben beide Elternteile durch HIV/Aids verloren oder durch andere Tropenkrankheiten, die Großmütter (Cucus) sind i.d.R. die Leidtragenden, die sich Ihrer Verantwortung nicht entziehen können. Jobs und Einkunftsmöglichkeiten sind da sicher zielführender, genau um diese Problematik kümmert sich unser kleines Projekt, allerdings ist die kulturelle und gesellschaftliche Grundlage in der Western Province deutlich besser, die Region hat außer dem Patriarchat und der Polygamie wenig negative Einflüsse, die Küstenregion bietet da ganz andere Konfliktzonen, ich kenne Kilifi sehr gut, was sicher eine der besseren Ecken zwischen Mombasa und Malindi ist, sobald man die Küste landeinwärts verlässt, wird man intaktere Dorfgemeinschaften finden, das gleiche gilt für Küstenabschnitte, die fern ab der Hotels und Beachvillas liegen, der Landraub kurz nach der Unabhängigkeit und die Ausweitung des Tourismus hat viele Küstenbewohner zu Landlosen gemacht, ohne Land gibt es keine Zukunft für die Söhne und Töchter der Taita, Mikikenda oder Taveta...da wäre ein regressiver Prozess, also der Rückkauf von Land oder die Enteignung der Familien Moi und Kenyatta bereits eine Lösung...viel Hoffnung gibt es dafür aber nicht, die Wahlen sind ja bereits auf dem Weg...Uhuru Kenyatta müsste man vielleicht wieder an sein Versprechen erinnern, einen großen Teil des von seinem Vater geraubten Landes an die Völker der Coast-Province zurück zu geben...

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Alle Spenden die nach Afrika gehen sei es Geld, Lebensmittel, Kleidung werden von korrupten, reichen Diktatoren, Generälen, Polzeichefs eingeschoben, die meisten Afrikaner sind arm abe es gibt schon auch eine wohlhabende Oberschicht.

Gebe dir zum Teil recht. Es gibt viele kleine Organisationen, da kommt alles am richtigen Ort zu den richtigen Leuten an.

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Meine Familie und ich schicken Kleidung die uns nicht mehr passen oder Sachen die wir nie getragen haben dahin ! Das kommt da auch an :-)

Und das verschafft den einheimischen Produzenten eine Dumping-Konkurrenz, sodass deren Nachfrage und Einnahmen wegbrechen.

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