Wie kann ich erkennen, dass mein Gegner beim Schach mogelt und sich dadurch einen Vorteil verschafft. Gibt es Möglichkeiten zu mogeln die man kennen sollte?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Deshalb ist es ja zum Beispiel bei Schachturnieren auch verboten, das Handy eingeschaltet zu haben. Soll bestimmt schon paar mal vorgekommen sein, dass einige etwas länger auf Toilette waren, weil sie mit Hilfe einer Schach-App die Schachstellung analysieren wollten ...

Im Normalfall, wie schon die anderen Antwortgeber angemerkt haben, hat man die Stellung eigentlich im Kopf. Ich meine, wenn dein Gegner einen Zug während deiner Abwesenheit gemacht hat, dann kannst du das schon relativ schnell erkennen.

Unter Anfängern, wenn man privat mal eine Schachpartie spielt, wäre das natürlich sehr unsportlich, wenn jemand die Unwissenheit des Gegners ausnutzen würde. Und glaube mir, so etwas wäre kein Dauerzustand, weil man schon relativ schnell merkt, dass man nicht glücklicher ist, wenn man durch Schummeln gewinnt!

Guten Abend,

ja es gibt viele Möglichkeiten zu schummeln.

Wie bereits gesagt, gibt es die Regel, dass man das Handy nicht mit in den Turniersaal nehmen darf. Mansche gehen zu häufig auf Toilette da ist es dann verständlich das man sich Fragen stellt.

Dann die Primitivste Schummelmöglichkeit, das verschwinden lassen oder aufstellen von Figuren auf dem Brett. Doch das geht zumeist nur bei Blitzpartien wo nicht viel Zeit mehr ist um einen Zug zu machen.

Dann gibt es noch das böseste Schummeln, ist mir selbst schon öfters passiert, nämlich das beraten mit anderen Personen (z.B. ich war 14 mein Gegner wohl so um die 60 und er musste gewinnen und hat sich mit 4 Personen klamheimlich beraten). Dies wird häufig bei Turnieren gemacht bei denen Langpartien gespielt werden und dazu noch mehr bei Gruppenturnieren. Dies habe ich auch schon wärend der Landesmeisterschafft gesehen.

Ich habe auch schon gesehen, dass ein Vater seinem Sohn Grimassen schnitt und so wusste dieser welchen Zug er zu machen hatte.

Im großen und ganzen hast du aber meistens einen Schidsrichter (bei Turnieren) wo du die Anmerkung machen kannst wenn dir was suspect vorkommt.

Dann kannst du auch sehen ob jemand geschummelt hat wenn du die Partie im Nachhinein analysierst und dein Gegner z.B. immer nur den ersten Zug vom PC spielt.

Es gab auch schon Fälle von kopfhörern die man im Ohr nicht sah.

Oder irgendwas mit Morsezeichen etc.

Mir ist aber noch etwas aufgefallen, bei kleinen Kindern wird oft gefuscht indem Figuren verschwinden oder so weil die sich die Stellung nicht merken. Bei kleinen Vereinsturnieren wird so gut wie nie gefuscht wenn Jugendliche mit Erwachsene spielen. Dann jedoch bei großen Turnieren oder wo auch nur ein wenig Geld zu gewinnen ist da wird getrixt. Doch auch dort bleibt das eher eine Rarität.

Dass Schachspiel ist immer noch ein Sport bei dem es um die Ehre geht und mir persönlich gefällt es nicht zu gewinnen wenn ich es aus eigener Kraft nicht schaffe.

Solange die Option der Zuhilfenahme fremder Hilfsmittel ausgeschlossen werden kann, kann Dein Partner nicht mogeln.

Die Züge werden bei ernsthaften Partien aufgeschrieben, bei Partien just for fun, sieht man ja sofort, wenn was nicht stimmt und kann sofort reklamieren (z. B. unmöglicher Zug).

Günter

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