Wie kann ich einen Aufgabegewinn für einen Kleinunternehmer berechnen?

1 Antwort

Ich gehe mal davon aus, dass du deinen Gewinn per Einnahmen-Überschuss-Rechner erstellt hast.

Rechtliche korrekt wäre es den Gewinn mit einer Aufgabebilanz ermitteln muss. Dass das Finanzamt darauf verzichtet kann eventuell vorkommen, finde ich aber eher unrealistisch, da wir gesagt rechtlich korrekt die Aufgabebilanz und Ermittlung des Aufgabegewinns gem. § 16 EStG ist. Vorher muss jedoch eine Übergangsrechnung von § 4 Abs. 3 EStG zur Bilanzierung erfolgen. Kommt hierbei ein Gewinn heraus ist dieser als laufender Gewinn zu behandeln.

Anschließend kann dann über die Bilanz der Gewinn gem. § 16 EStG ermittelt werden.

Es wurde eine EÜR gemacht, das ist korrekt.

Im Brief steht "Ermittlung Aufgabegewinn". 

Ich verstehe darunter, dass Sie eben keine Bilanz wollen, oder irre ich mich da nun?

Wenn alles ins Privatvermögen übergeht, ist dass dann nicht der aktuelle Wert der Wirschaftsgüter abzüglich der damaligen Werte?

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@Snesman

Die korrekte Ermittlung des Aufgabegewinns geht lediglich über eine Aufgabebilanz. Vorher muss wie gesagt die Übergangsrechnung gem. R 4.6 EStR erfolgen.

Aus Vereinfachungsgründen kann eventuell auf eine Aufgabebilanz verzichtet werden..

Wenn die WG ins PV übergehen ist der "Gewinn" der einzelnen Wirtschaftsgüter der gemeine Wert (Was würde ein fremder Dritter zahlen) - den Buchwert.

Angenommen ein WG stand mit 500 Restbuchwert in der Bilanz, ein fremder Dritter würde 1.000 zahlen, dann wäre der Gewinn 500.

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Wie wird über eine vorläufige HARTZ 4 Bewilligung später entschieden?

Am 16.06.2017 gründete ich rückwirkend zum 01.01.2017 mein Einzelunternehmen. Ab dem 01.07.2017 habe ich einen vorläufigen Bewilligungsbescheid von ARGE als Aufstocker für Selbständige 1500EUR monatlich zugesprochen bekommen. Zeitraum Juli bis Dezember 2017. 

Als ich den Antrag bei der ARGE abgab, fragte ich nach, wie es den mit meinen Anfangsinvestitionen als Neuunternehmer von ca. 6.000EUR von 2017 ist, und ob diese am Ende des Jahres auch berücksichtigt werden?! Dazu wurde mir von der ARGE erklärt, ich soll für den ersten Halbjahr, also Januar bis Juni 2017, auch die Zahlen vorläufig melden damit das dann in der abschließenden Festsetzung des Leistungsanspruchs einberechnet werden kann. 

Im ersten Halbjahr 2017 hatte ich einen Verlust von 6000EUR, und im zweiten Halbjahr 2017, also das Halbjahr als der Bewilligungsbescheid und die Aufstockung vorläufig ausgezahlt wurden, einen Gewinn von etwa 4800EUR. Der Verlust laut EÜR für 2017 ergab dann -1200EUR. 

Nun fordert aber die ARGE mit eine Bescheid zur endgültigen Festsetzung des Leistungsanspruches von den vorläufigen 9.000 ausgezahlten Euros, knapp 3200EUR bzw. 33% zurück, obwohl ich im Gesamtjahr gesehen, einen Verlust hatte?!? 

Darf von mir so viel Geld zurückgefordert werden, obwohl ich im Jahresdurchschnitt, einen Verlust eingefahren habe und ich beraten worden bin beide Halbjahreszahlen abzugeben?? Ich habe den Verdacht, bei der Endabrechnung hat man sich nur auf das zweite Halbjahr konzentriert. Da ich Saisonal bedingt im Oktober – November und Dezember in etwa 70% meiner Umsätze mache als Online Schmuckhändler, und meine Anfangsinvestitionen wohl nicht berücksichtigt wurden, die aber nötig waren um die Umsätze zu erzielen (Werkzeug für Silberschmied usw), ist das nicht falsch, das dort das erste Halbjahr nicht berücksichtigt, und nur anhand vom zweiten Halbjahr entschieden wurde, ohne dabei meinen Jahresverlust zu beachten? Weil anders kann ich es mir nicht erklären wie die auf über 3000EUR kommen?!?

Und stimmt es das nur Ausgaben angerechnet werden nur in der Höhe die damals „vorläufig“ von mir gemacht wurden? Ich gab z.B. an für diese 6 Monate in etwa 2000EUR an Ausgaben für Materialkosten zu haben, tatsächlich wurden es aber dann 4000EUR. Der Umsatz ist aber dafür aber auch von 8000EUR auf 16.000EUR gestiegen. Wenn nur damalige Ausgaben als anzurechnende Beträge gelten, dürften dann aber auch nicht die viel höheren endgültigen Einnahmen angerechnet werden. Oder habe ich einen Denkfehler?

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