Wie kann ich eine gestörte Katze vertreiben?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Mit ziemlicher Sicherheit gab es in der Vergangenheit für den Kater ein Schlüsselerlebnis (vielleicht mit seinem Besitzer), das sein Vertrauen gegenüber Menschen so grundlegend geprägt und zerstört hat. Das Tier ist offensichtlich verstört, und nicht gestört.

Das Problem ist m.E., dass - bei allem Verständnis für Eure Situation - die allgemeine "Treibjagt" der Nachbarschaft auf den Kater die Lage eher verschlimmert als verbessert haben dürfte. Druck erzeugt immer Gegendruck - auch und insbesondere bei Tieren.

Mit Strafe und Gewalt (Wasserpistole, Essigwasser, Elektroschocker, ... *kopfschüttel*) werdet Ihr bei der Fellnase jedenfalls ganz sicher nichts erreichen, zumal Katzen eine Strafe nicht mit ihrem Verhalten in Verbindung bringen können - insbesondere, wenn das "Fehlverhalten" bereits in der Vergangenheit liegt.

Die einzige Lösung - die sowohl der Nachbarschaft als auch dem Tier gerecht werden kann - wäre m.E., den Kater aus seiner unerträglichen Situation heraus zu holen, und ihn in eine Pflegestelle (notfalls in ein Tierheim) zu geben, in der er mit Abstand zur Ruhe kommen und mit professioneller Hilfe in ein geordnetes Leben zurückfinden kann.
Wenn der Besitzer einen Funken Respekt vor seinem Kater und vor der Nachbarschaft hat, wird er u.U. sogar froh sein, das ihn inzwischen vermutlich selbst überfordernde Problem in fremde Hände abgeben zu können - man muss ihm vielleicht nur eine goldene Brücke bauen?

Eventuell solltet Ihr, die Nachbarschaft, zunächst nochmals versuchen, dem Halter des Katers die Situation in aller Ruhe in einem klärenden Gespräch - vielleicht auch bei einer Tasse Kaffee? - genau so ausführlich darzulegen, wie Du es hier mit Deiner Frage getan hast.

Auf alle Fälle würde ich immer versuchen, einen eskalierenden Streit unter Nachbarn zu vermeiden, ggf. aber auch ruhig mal etwas verbindlicher reagieren, falls der Besitzer des Katers auf stur schaltet.

Falls er sich den Argumenten und der Suche nach Lösungsmöglichkeiten auch weiterhin verschließt (schließlich hat sein Haustier ja wohl nicht unerhebliche Schäden verursacht), dann habt ihr zumindest einen belastbaren Beweis dafür, dass sein Katzenverständnis deutliche Defizite aufweist, was m.E. seine Eignung zur artgerechten Tierhaltung in Frage stellt.

Mit diesem Ergebnis solltet Ihr Euch dann z.B. beim Tierschutz, beim Ordnungsamt, oder auch beim zuständigen Veterinäramt Rat und Unterstützung holen.

Ich drücke die Daumen, dass Ihr - in dieser sicher nicht einfachen Situation - möglichst stressfrei das Beste für alle Beteiligten (insbesondere natürlich auch für den Kater) erreichen könnt.

Viel Erfolg und alles Gute!

*treibjagd* :(

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@Katzenkumpel

Es gibt keine Treibjagd. Wenn der Kater draußen herumläuft, tut ihm niemand etwas. Wie wollen nur verhindern, dass er in unsere Wohnungen geht, bzw. ihn verscheuchen, wenn er reingekommen ist und gegen Möbel pisst. Das versucht er bei jeder Gelegenheit. Wenn man in die Hände  klatsch und "weg!" ruft, springt er einen an und beißt. DasTier  ist nicht verstört (im Sinne von ängstlich), sondern hochgradig aggressiv. 

Danke für den Tipp mit Ordnungsamt, Tierschutz und Veterinäramt. Mit dem Besitzer kommen wir nicht weiter. 

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@Hummeldumm

Mit dem Veterinäramt aber leider auch nicht (ist meine Erfahrung) und was das Ordnungsamt damit zu tun haben soll leuchtet mir nicht ein.

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@Sandkorn

Also bei uns hat das Ordnungsamt eine Unterabteilung "Veterinärwesen". Insofern scheinen die schon zuständig zu sein. Falls nicht, können die ja sagen, an wen wir uns wenden müssen.

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@Hummeldumm

Traurig, dass der Nachbar offenbar so beratungsresistent ist. Unter Katzenhaltern kann man sich normalerweise doch eigentlich ganz gut (und friedlich) austauschen. Vielleicht lässt er sich ja wenigstens davon beeindrucken, wenn eine der genannten Institutionen sich einschaltet?

Das Ordnungsamt nimmt übrigens auch bei uns Meldungen über Tiermissstände entgegen (und delegiert sie dann ggf.), deshalb hatte ich es in meiner Antwort genannt. Wenn dann auch noch Beschimpfungen (oder mehr) der Nachbarn ins Spiel kommen, sollten sie sich m.E. ohnehin zuständig fühlen.

Leider bin ich kein Tierpsychologe, aber ich bin davon überzeugt, das kein Tier von Grund auf bösartig auf die Welt kommt. Da Menschen gemeinhin auch nicht ins Beuteschema von Katzen passen, muss es eine Ursache für des Verhalten des Katers geben, die vermutlich im Umfeld des Besitzers zu suchen ist.
Möglicherweise spielt hier tatsächlich die in Frage stehende Kastration eine Rolle - auch hier könntet Ihr übrigens ansetzen, falls auch bei Euch Kastrationspflicht für Freigänger gilt!
Vielleicht wird der Kater in seinem Heim auch so schlecht gehalten, das irgendwann schlichtweg Neid auf die satten und zufriedenen Nachbarskatzen der Auslöser dafür war, sich auch dort, wo die anderen Fellnasen ein- und ausgehen, ein besseres Heim (und bessere Menschen) zu suchen - was dann gründlich aus dem Ruder gelaufen ist, und sich schließlich aufgeschaukelt hat? Neben dem Harnmarkieren dient Katzen auch das Kratzen dazu, durch Kratzspuren und Duftmarken (Duftdrüsen a.d. Pfoten) "ihr" Revier abzustecken - was in den Wohnungen der Nachbarn naturgemäß nicht sehr gut ankommt.

Ich hoffe, dass Ihr möglichst bald eine für alle Beteiligten gangbare Lösung findet, die m.E. nur darin liegen kann, den Kater aus dem jetzigen Spannungsfeld herauszuholen, und ihn in gute Hände zu vermitteln.

PS: Normalerweise bin eigentlich in der Lage, das Wort "Treibjagd" halbwegs unfallfrei zu Papier zu bringen - weit nach Mitternacht funktionierte das aber irgendwie gar nicht mehr so gut...  <lach>

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Herzlichen Dank für das Sternchen! <freu>

Hoffentlich findet Ihr bald eine Lösung, die allen Beteiligten gerecht werden kann. Wäre interessant hier demnächst mal zu lesen, wie sich die Angelegenheit entwickelt hat.

Alles Gute!

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Katzen achten viel auf deine Körpersprache, wenn du keine ANgst hast und chillst, wird sie dir nichts tun. Hast du schon mal beobachtet wie ein Alpha Löwe sich verhält wenn ein anderer Löwe in sein Gebit eindringt? 

Das Alpha Tier bleibt ruhig und beachtet den anderen Löwen kaum, während der andere Löwe versucht aufmerksamtkeit auf sich zu ziehen und den Provoziert, in dem er sein Gebiss zb zeigt oder Geräusche macht. 

Dadurch passiert es oft, das es nicht einmal zu einem Kampf kommt, da der Alpha ruhig geblieben ist und nicht auf die Provokation eingegangen ist. Natürlich kommt es manchmal zum Kampf aber da gewinnt meist auch der Alpha Löwe. 

Also was du tun musst ist dich wie ein Alpha zu fühlen. Katzen sind wirklich Meister darin sowas zu sehen. War selber überrascht als ich das bei meiner Katze testete. Sie kommt zb und fängt an mich zu beißen und zu kratzen. Und ich bleibe ruhig und strecke ihr meine Hand entgegen und denke mir nur (Allein der Gedanke reicht um dich als Alpha darzustellen): Na los, Beiß mich. 

Allein dieser Gedanke lässt die Katze plötzlich die Lust verlieren mich weiter zu beißen.

Die kannst du auch mit Menschen verwenden. Wenn dich zb ein Typ dumm anmacht, bleib einfach ruhig und wenn er sowas sagt wie: ''Ich schlag dich gleich.'' Siehst du ihm in die Augen und sagst einfach: Mach doch. 

Er wird dann eventuell so tun als ob es nur ein Spaß war ,um sich noch rauszureden.

Versuch es, falls du Fragen hast frag mich.

Ich würde an Deiner Stelle mal beim Katzen- oder Tierschutz in Deiner Gegend nachfragen, ob die evtl. ne Idee haben, oder helfen können.

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