Wie kann Ich Eine feste Verbindung aufbauen?

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4 Antworten

Vertrauen, oder sag besser: Beziehung

braucht ZEIT.

Bodenarbeit ist ja ganz nett, aber lass dir zeigen, wie es geht, aber unbedingt nötig ist das Seilchenschwingen nicht. Das Pferd von der Weide holen, es putzen, seine Hufe hochheben, es füttern, satteln... ALLES was rund ums Pferd geschieht, ist Bodenarbeit.

Sei geduldig, sei freundlich und einfühlsam zu dem Tier, dann kommt die Beziehung ganz von alleine.

Umgekehrt: ich kenne eine Frau, die sehr viel Bodenarbeit mit ihrem Pferd gemacht hat. Sie kann das auch, hat 1000e Euro ausgegeben, um das von berühmten Trainern zu lernen. Das Pferd hat auch einen hohen Parellilevel. Es ist unendlich viel gehorsamer als mein Pferd. Wenn die Besitzerin 5 m vom Hänger entfernt steht und mit den Fingern schnipst, steigt das Pferd ein. Ganz von alleine.
Toll/Gähn. Mein Pferd würde mir den Vogel zeigen. Aber ich kenne kaum eine Paarung von Besitzer/Pferd, wo weniger Beziehung herrscht. Das Pferd mag seine Besitzerin nicht mal.  Wenn sie kommt, sieht es aus, als könne es sich gleich übergeben. "Da kommt die blöde Tusse. Kann die nicht wegbleiben?"
Es ist gehorsam, ja, aber wehe, wenn diese Tünche dann mal Risse bekommt. Die Besitzerin muss ihrem Pferd nicht umsonst Sedalin geben, wenn sie mit dem Pferd zu Fuß von A nach B gehen soll.

Verwechsel bitte niemals Vertrauen mit Gehorsam.

Vertrauen bekommt man vom Pferd geschenkt. Weil es mit seinem freundlichen Menschen eine Beziehung eingeht.
WEnn ich mal einen Tag nicht zum Pferd kann, und es dann, wenn ich komme, auf mich zuläuft und "ruft": "Frauchen, ja wo warst du denn? Lange nicht gesehen." das ist Beziehung und Vertrauen. Aber dafür braucht man mindestens 1 Jahr.

Ach ja, und zu allererst muss der Mensch dem Pferd vertrauen. Da hat die Besi recht: lerne das Pferd kennen. Den Vertrauensvorschuss muss der Mensch leisten.

Und noch was: die beliebte "Ich Cheffe, du nix" Ideologie mancher Bodenarbeiter führt zu allem, nur niemals zum Vertrauen.

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Kommentar von VanyVeggie
08.07.2016, 16:10

Sehr schön geschrieben! :) 

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Kommentar von sternchenmaus12
08.07.2016, 16:18

Dankeschön für deinen text,hat mir weiter geholfen.:)

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Das ist eine Frage der Persönlichkeit. Wenn ein Lehrer in die Klasee kommt, der eine ruhige, souveräne Ausstrahlung hat, werden die Schüler ihn gleich mögen. Und wenn er sich dann in der weiteren Zeir als zuverlässig und gerecht zeigt, werden sie ihm auch vertrauen . Genau so macht es das Pferd mit dem Menschen. Biete ihm, Ruhe und zuverlässige Führung, dann vertraut es dir bald.

Und wegen  dem reiten im Galopp - biete auch da dem Pferd eine zuverlässige, gleichmäßige, weiche Zügelverbindung, und einen geschmeidigen Sitz, dann fühlt es sich unter dir sicher und läuft zufrieden.

" In der Ruhe liegt die Kraft" 😊

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Da sein, beobachten, führen, putzen, alles eben ohne drauf sitzen. Dabei lernt man ein Pferd doch recht schnell kennen.

Man muß sich aber auch Zeit lassen, das geht nicht in 2 mal Besuchen.

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Vertrauen aufbauen kannst du durch regelmäßigen Umgang mit ihm. Ich würde dir aber vorschlagen erst einmal auf Schulpferden so sicher reiten zu lernen, dass galoppieren auf fremden Pferden kein Problem mehr ist.

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Kommentar von sternchenmaus12
08.07.2016, 15:31

Aber er ist etwas sensibler, die besi hat ihn mal für mich galoppiert, und er ist ja recht flott mit seinen 21Jahren,die schulpferde dagegen sind nett und wissen was sie tun sollen.

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Kommentar von friesennarr
08.07.2016, 16:09

Egal wie sicher man reiten kann - es ist immer vorsicht geboten bei fremden Pferden.

Ich reite jetzt seit 40 Jahren und bin immer noch vorsichtig, wenn ich ein mir unbekanntes Pferd handle oder reite. Wenn ich ein feeling bekommen hab fürs Pferd, dann kann man auch alles mögliche machen, aber bis dahin sollte man nicht einfach kopflos draufloswerkeln.

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