Wie kann ich ein Kind erziehen, bei dem keine Drohung und keine Sanktion wirkt?

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7 Antworten

Weg von der üblichen Erziehung.

  • Eigenen Blickwinkel ändern
  • Alternativen überlegen
  • Kompromisse vorschlagen und vorschlagen lassen
  • sich der eigenen Grenzen bewusst werden. Diese auch benennen können.
  • Grenzen des Kindes respektieren
  • generell gegenseitigen Respekt pflegen. Am Anfang wirst du mehr Respekt geben als du zurück bekommst
  • nicht (alles) persönlich nehmen
  • auch mal das schlechte Verhalten ignorieren
  • sich in Gelassenheit üben (verdammt schwer)
  • den Humor nicht vergessen

Wenn meine Tochter (Asperger-Autistin) etwas nicht will, dann helfen Verbote gar nichts. Mit Forderungen und Animationen ist es ein Glücksfall, wenn es funktioniert. Aber keine Garantie darauf, dass es auch das nächste Mal funktioniert.

mit einenm positivem verstärker, statt strafen für shclechtes gibt es eher belohnungen für etwas guter (klar kannst du ihmnciht jeden tag wa skaufen aber zb smileys malen ) und bei 10 smileys bekomtm er was oder so ( für das kind muss es realistisch sein, ein erreichbares ziel), so lernt das kind das es aufmerksamkeit für sein positives und nciht für sein negatives verhalten bekomme, denn negative aufmerksamkeit ist immer noch besser als keine. Vielleichtverrätst du mal das alter und geschlecht des kindes

HerrDeWorde 09.05.2012, 21:26

Das ist ein gutes Argument und funktioniert sicher bei Zielen, die man sich vornehmen kann. Wenn das Ziel aber lautet, bestimmte Dinge NICHT zu tun? Soll ich dann anbieten: "Du bekommt Schokolade, wenn du 3 Tage lang nicht die Tapete mit Stiften bemalst!" - Dann wird eben ein Schuh angebrannt. Oder der Inhalt eines Kleiderschrankes ausgeräumt (je nach Alter). Ich müsste ja alles Mögliche vorhersehen und in die Bedingungsliste einfließen lassen. Die allgemeine Formulierung: "Wenn du schön lieb bist und keinen Blödsinn machst" hat schon bei Michel aus Lönneberga nicht gezogen, denn wie jeder weiß, hat der nur Gutes tun wollen ...

Und nun stelle man sich mal weiterhin vor, dass bei Verweigerung der Belohnung wegen Regelverstoßes, das Kind anfängt, sich zu ritzen - weil ja die Welt so gemein ist - und das nicht als offene Provokation, sondern heimlich.

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Zunächst mal hat das Kind die Eltern ganz gut im Griff. Leider schreibst du nicht, wie alt es ist, das würde sich nämlich dann alles ganz gut mit Pubertät oder Vorpubertät erklären lassen. Mein Sohn hatte solche Anfälle auch zeitweise, allerdings mit etwa 6-7 Jahren. Ich habe mit befreundeten Erziehern gesprochen, die sich einig waren, daß man das Verhalten weitgehend ignorieren sollte. Es ist eine weitere Trotzzeit, die auch wieder vorbei geht, wenn man nur ruhig bleibt. Konsequenz ist das wichtigste; du drohst mit Fernsehentzug - dann zieh es auch durch, egal, welche Kommentare vom Kind kommen. Die Antworten "na und? Mir doch egal" sind auch nur Provokationen vom Kind, und wenn es merkt, daß du denkst, es bringt nichts, hat es ja seinen Willen schon bekommen.

Wir haben uns mit meinem Sohn einfach mal an den Tisch gesetzt und mit ihm gesprochen, haben ihm gesagt, wie sich das Familienleben durch sein Verhalten zum schlechteren wendet. Aber nicht mit Zeigefinger, sondern ihm eher den Kreislauf aufgezeigt: "Du bockst aus irgendeinem Grund, wir sind sauer und schimpfen, du bockst noch mehr, weil wir schimpfen, dann bockst du weiter und die Stimmung hier ist mies." Und wir haben ihn gefragt, was grade für ihn blöd läuft, daß er sich so benehmen muß, ob es einen Grund hat, ob wir vielleicht anders zu ihm sind.

Danach haben wir Regeln aufgeschrieben, die vom Kind mitgestaltet wurden. Das hatte tatsächlich auch so nen Touch von "Super-Nanny" hat aber ganz gut geholfen. Kind fühlte sich wohl ernst genommen und wahr genommen.

Bei ihm lag es auch so ein bißchen an Langeweile, aber ein Kind muß auch mal Langeweile haben und Eltern sind nicht die Pausenclowns der Kinder. Man kann Angebote machen, aber wenn die nicht angenommen werden, ist es das Problem des Kindes. Wir sind ja keine Animateure.

Ich hab mal in Wut alle Spielsachen und alles aus dem Kinderzimmer geräumt und das Kind in einem komplett leeren Raum gesetzt, nur mit was zu Schreiben. Hab ihm gesagt, er solle mir aufschreiben, was grad los war, was mit ihm los war, was er denkt, wie das bei dem Rest der Familie ankommt, und wie das in Zukunft vermieden werden kann. Die Sachen hab ich ausgeräumt, damit er keine Ablenkung bei seinen Gedanken hat. Das war recht drastisch, hat aber tatsächlich was bewirkt, denn seitdem überlegt er genauer, was er uns an den Kopf knallt. Er sagte hinterher selbst, daß das ne gute Sache war. In dem Moment war er natürlich stinksauer und es kamen dieselben Kommentare: "Mir doch egal, guck ich halt aus dem Fenster." - Die Langeweile hat ihn dann aber dazu gebracht, sich tatsächlich mit dem Blatt Papier hinzusetzen. Und wir konnten darüber hinterher sehr gut und sehr in Ruhe sprechen.

Man sollte das ganze aber auch nicht überbewerten, kleinere Kinder werfen in Wut Sachen durch die Gegend oder fangen an zu heulen, ältere Kinder zeigen ihre Wut anders. In beiden Fällen sollte man die Nerven behalten und sich denken, daß der Anfall irgendwann auch wieder aufhört, man nur klar bei seiner Linie bleiben muß. Ein "nein" bleibt weiterhin ein "nein".

Von "Taschengeldsperre" halte ich übrigens nicht viel. Wenn ein Arbeitnehmer mal Mist auf der Arbeit macht, bekommt er zwar auch Ärger, sein Gehalt bekommt er aber weiter. Die Kinder müssen lernen, mit Geld umzugehen. Und selten hat das Taschengeld was mit dem "Vergehen" zu tun. Die Strafe muß schon irgendwie sachbezogen sein. Bringt dein Kind den Müll nicht raus, würd ich einfach mal einen Tag nicht für ihn mitkochen, und über die schwere "Erwachsenenzeit" lamentieren; also das Kind einfach quasi mit den eigenen Waffen schlagen, bzw. ihm die eigenen Argumente vorbringen. Dann soll es sich halt mal ne Zeit selbst versorgen, damit es lernt, daß das auch Arbeit ist. Auch bei Hausaufgaben würd ich nicht helfen; ("du hilfst mir auch nicht") - meist funktioniert es relativ schnell, wenn sie den Spiegel vorgehalten bekommen. Und wenn sie sich beim Essen nicht benehmen, lustlos und gelangweilt am Tisch sitzen und nicht mithelfen, dann essen sie eben alleine. Das funktioniert relativ schnell, man muß halt wirklich nur ruhig bleiben und dem Kind aufzeigen, daß man es ja liebt, aber die Art und Weise nicht.

HerrDeWorde 22.03.2012, 10:52

Ich erkenne hier viele gute Ideen und Ansätze. Andere Teile sind aber nur umsetzbar, wenn das Kind an Mitarbeit, Klärung der Situation und Harmonie interessiert ist. Auf die Hälfte deiner Vorschläge könnte ich mit praktischen Erfahrungen antworten, die das Gegenteil beweisen, aber das klingt, als wolle ich nur streiten und keinen Rat annehmen. (Es würde auch zu viel werden hier. Wenn du an einer Diskussion interessiert bist, kannst du mich über "Freundschaftantrag" kontaktieren. Du kannst das dann auch jederzeit beenden.)

Die Strafen müssen freilich der Lage oder dem Vergehen angemessen sein. Taschengeldsperre hat in dem Falle Sinn, wenn Geld verschenkt wird oder dazu benutzt wird, andere Verbote und Maßnahmen auszuhebeln. (und dabei sind wir uns hoffentlich einig, dass wir als Kinder auch keine Engel waren und versucht haben, unsere Wünsche durchzusetzen. So lang das nicht ausufert, kann man sich als Eltern da schon mal blind stellen ;-)

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diewildeHilde 22.03.2012, 13:06
@HerrDeWorde

Ich kann dir hier ja auch nur meine Erfahrungen mitteilen. Da ich selbst so nen "kleinen Teufel" zu Hause habe, hab ich da auch schon etliches ausprobieren müssen.

Ich bin davon überzeugt, daß jedem Kind Harmonie wichtig ist, und keinem Kind ist es egal, wenn zu Hause nur Zoff ist. Damit fühlt sich niemand wohl. Jeder Mensch ist anders, und das fängt natürlich schon im Kindesalter an - insofern muß man da wohl verschiedene Taktiken ausprobieren, bis man den entsprechenden "Punkt" trifft.

Leider schreibst du weiterhin nicht, wie alt das Engelsgeschöpf ist, das wäre aber wichtig zu wissen, um weitere Ideen zu sammeln. Mit nem 3jährigen geht man anders um, als mit nem 12jährigen.

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mit liebesentzug bist du da völlig falsch. das ist das schlimmste was man einem kind antuen könnte. was ist der grund denn bitte dafür das, das kind so reagiert. sprich aus irgendeinem grund muss es ja so drauf sein. stress in familie`? tod ? dann könnte ich evtl. weiter helfen.

HerrDeWorde 21.03.2012, 20:09

Grund? So geboren. Antriebslos. Auf der Schaukel: schieb mich an! Im Buddelkasten: Back mir mal einen Kuchen. Eventuell lasse ich mich dazu herab, in breit zu hauen ... Selbstständig spielen ging fast nie, es fehlten auch Ideen. Immer wurden Spielkameraden als Animateure oder Inspirationsquelle gebraucht; Kinder wurder eher gemieden und gefürchtet. Erwachsene (nette Kindertanten und Ersatzpapas) wurden gesucht. - Wenn dann das Kind plötzlich auf dem Spielplatz bei einem Assi auf dem Schoß hockt, kann einem schon mal die Angst überkommen.

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Ich überlege gerade wie es wäre, wenn man es genau só macht wie das Kind. Also egal was das Kind sagt oder macht oder möchte man sagt immer ist mir doch egal.

Also wenn Kind fragt was Essen wir heute antworten ist mir doch egal. Lustlos sein antriebslos alles was das Kind auch macht. Fragt das Kind dann kann man ja sagen warum man das tut.Man kann dem Kind erklären das es sich genau so verhält .

Oder eben absolute ignoranz. Wenn das Kind nicht hört, nicht fürs Kind kochen nicht einkaufen nicht anschauen nicht ansprechen, solange bis das Kind gefälligst mal reagiert.

sophia40 21.03.2012, 22:57

Mir fällt da ein Beispiel ein. Als Jugendliche musste ich eine Zeit lang wegen meinem Rücken, jeden Tag schwimmen gehen. Da war oft eine Mutter mit ihrem Kind., Jedes mal gab es Theater wenn die Mutter gehen wollte. Das Kind hörte nicht und blieb im Wasser. Man durfte in dem Schwimmbad mit der Eintritts karte nur eine Stunde bleiben. Zuerst konnte ich beobachten wie die Mutter es dem Kind erklärte. Half nichts nächstes mal gabs wieder Theater Kind wollte nicht aus dem Wasser.Mutter wurde strenger half nichts nächstes mal wieder Theater. Dann sah ich das nächste mal wie die Mutter das Kind einmal rief Kind kam nicht. Mutter ging ins Wasser holte aus und haute dem Kind 4 Ohrfeigen auf jede Seite zwei, und sagte dabei Du hast gefälligst zu hören wenn ich Dir was sage. Das nächste mal gab es wieder Theater. Ich sah es nur von weitem meine Zeit war abgelaufen und ich ging Duschen. Da kam die Mutter rein ohne Kind. Sie hatte ihre Tochter einfach im Schwimmbecken gelassen und ging Duschen. Heulend kam das Kind hinterher, in die Dusche. Die Mutter hat die Kleine überhaupt nicht beachtet weder beim duschen noch beim Anziehen oder beim rausgehen,. Sie hat sie nicht einmal angeschaut. Nie wieder hat das Kind danach das Rufen der Mutter überhört. Wenn die Mutter sagte Jennifer wir gehen dann ist die Kleine gerannt :-))

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HerrDeWorde 21.03.2012, 23:16
@sophia40

Ja, ähnliche Beispiele hab ich mehrmals beobachtet. Inzwischen wird man natürlich von seinem Kind angezeigt bei 4 Ohrfeigen. Das war die autoritäre Erziehung, die ja sooo vielen seelisch geschadet hat. Dann kam die Generation mit der antiautoritären Erziehung. Das sind nun Eltern von Kindern, die im Hotelrestaurant fangen spielen und mit den Händen ins Essen patschen dürfen und die Eltern heben nicht mal eine Augenbraue. Inzwischen ist die Generation Weichei herangewachsen, deren Mitglieder ständig das BGB zitieren und gern mal ihre Lehrmeister anschwärzen. Weil sie mit dem Leben nicht zurecht kommen, sind sie frühzeitig Gäste in psychiatrischen Einrichtungen. Was wird noch kommen?

Bei dieser Erziehungsmethode hatte ich immer Mitleid mit den Kindern, weil sie so herzzerreißend geschrien haben und eine Abscheu gegen diese Rabeneltern. Aber wenn man erst einmal selbst in ähnlicher Lage war ... ;-)

Das Kind, von dem ich rede, ist nie gerannt. Selbst die Sportlehrerin bemerkte, dass man gewissen Personen beim Laufen die Schuhe besohlen könne. - Bei dieser Abkehr-Methode kam es nie zu dem Schluss, dass eigenes Fehlverhalten die Ursache gewesen sein kann und anderes Verhalten solche Probleme vermeiden könnte. Entweder gab es geschluchzte Anklagen, wie man EIN Kind allein lassen könne - das täten gute Eltern nicht - oder oder Eltern wurden auch nach einer Stunde Badezeitüberziehung nicht vermisst.

Anekdote: Kind kommt vom Spielplatz und steht ohne Schuhe vor der Haustür. Auf die Frage, wo diese seien: Achselzucken und der Kommentar "Das kann bei Kindern schon mal vorkommen."

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sophia40 21.03.2012, 23:27
@HerrDeWorde

Meine Güte das ist ja schlimm.Das kann bei Kindern schon mal vorkommen................ oh man.

Ja die Sache mit der so weichen Erziehung. Früher gabs nene Hinternvoll und man wusste bescheid .Heute wird geredet und geredet und gere................ man könnte fast sagen es wird rutnergebetet ohne Erfolg. Wenn ich an der Kasse nach dem zweiten mal erklären immernoch ein Hanuta haben woltle dann gabs links und rechts ne Ohrfeige oder gleich richtig was drauf. Da wusste man dann okay zwei mal fragen reicht. Ich lebe immernoch............ man höre und staune :-))

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HerrDeWorde 21.03.2012, 23:00

Guter Ansatz - und nun kommt der Knaller, den ich bislang verschwiegen habe: Das Kind fühlt sich gemobbt (wie bei jeder Kritik) und fängt an, sich die Arme aufzuritzen. - Das scheint ja hier bei den GF-lern unter 20 auch ein Volkssport zu sein.

So. Ziehst du dein Programm weiter durch?

(auf Essen hat das Kind ohnehin keine Lust; das ist womöglich noch gesund! Und bei Tisch gibts lästige Familiengespräche. Manchmal auch Predigten - und bei dieser "Diät" nimmt Kind auch noch zu! Das Rätsel erklärt sich nach einem Blick unters Bett und in die Schultasche. Irgendwie kommen diese Kobolde immer an schokoreiches Essen - und wenn sie sich selbst bei Freundinnen einladen ...)

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sophia40 21.03.2012, 23:19
@HerrDeWorde

Hm, da komme ich auf die Frage ob das Ritzen dann ein Erpressungsversuch ist. Damit Kind den Willen bekommt. Entweder man geht echt mal zum Psychologen oder man lässt es darauf ankommen und geht zu dem Kind und sagt Du willst Dich ritzen weil du dich gemobbt fühlst ja bitte mach doch hier hast Du noch ein Messer. Du hast ja auch noch zwei Beine mach doch da mal weiter.Und dann geht man ganz ruhig weg. Aber ne das geht bestimmt nicht.Ich komme auf die Idee weil eine Freundin von mir mich des öfteren mal weinend anrief und mir erklärte Ihre Tochter sagt ständig Mama dann gehe ich ich haue ab . Meine Freundin war dann jedes Mal total verzweifelt und Töchterchen bekam seinen Willen. Ich sagte dann zu ihr okay, dann pack ihre Koffer und stelle sie ihr vor die Tür. Gesagt getan Töchterchen kam also und sagte dann haue ich ab.Meine Freundin dann ganz ungerührt okay alles klar. Packte ihr einen Rucksack gab ihr 20 Mark ( ja war zu DM zeiten) Schob die Tochter die Tür raus und knallte die Tür zu. Die Tocher klingelte und klopfte die Mutter machte 4 Stunden lang nicht auf. Dann machte sie die Tür auf und sagte zu ihrer Tochter noch einmal so ein Erpressungsversuch und du bleibst draussen mein Fräulein.

Nie wieder hat die Tochter das versucht. Deshalb komme ich auf die Idee.

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HerrDeWorde 21.03.2012, 23:52
@sophia40

Schöne Geschichte. Drastisch dazu. - Nun, das Ritzen erfolgte heimlich. Also nicht als Hilferuf. Sondern angeblich, um sich selbst wieder zu fühlen, um sich lebendig zu fühlen, wo man doch den ganzen Tag lang fertig gemacht wird! (z.B. durch Ermahnungen, beim Schreiben nicht mit der Nase die Tinte zu verwischen - nun sitzen 2 Dioptrin auf selbiger - was die Angewohnheit aber nicht ändert.) Die Narben konnten auch lange gut versteckt werden. Ebenso die Abschiedsbriefe und Testamente. Nein, nein, die sind nicht sooo ernst zu nehmen. (schockieren freilich bei Fund) Das kommt eher von einem Haufen Selbstmitleid und da schreibt man sich mal was von der Seele. Jeder machts anders und diese Emo-Methode ist zwar widerlich, aber eine persönliche Sache wie ein Tagebuch. Sollte uns nichts angehen. Andere würden gern in Särgen schlafen. Man denkt immer, solche Kids kommen aus kaputten Familien. Nein. Es ist das Behütete, das zu so was führt. Denn dadurch wird das gesamte Wertesystem, das innere Koordinatensystem, verzerrt. Die wissen überhaupt nicht mehr, was Not ist, Entbehrung, Kämpfen, eine schwere Kindheit! Bringen einen Notendurchschnitt von 3 heim und erzählen überall von dem enormen Druck, dem sie ausgesetzt sind. Immer sollen sie Einsen schreiben! Totale Überforderung! Aber keine Minute ernsthaft lernen! Da läuft nebenbei Punkmusik von Typen mit schwarzen Augenrändern oder den Toten Hosen und die Telefonrechnung wird in die Höhe getrieben ... gut, dass es später die Flatrate gab. Manchmal habe ich gedacht: Mal ausgesetzt in der Wüste oder im Dschungel wäre keine schlechte Erziehungsmaßnahme, um wieder Kontakt zur Realität zu bekommen. Aber dann schaue ich im Fernsehen "Die strengsten Eltern der Welt" an oder Berichte über Boot Camps und denke: Nein, da ist schon noch ein Unterschied ...

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sophia40 22.03.2012, 00:43
@HerrDeWorde

Hallo,

hm, also natürlich kann man das nicht so machen wie ich oben geschrieben habe. Ist ja Quatsch. Raten würde ich den Eltern erst mal zu einem Gespräch mit jemandem der sich auskennt.Ob es da eine Gruppe gibt oder man direkt zu einem Psychologen geht. Schau doch mal in Net nach. Ich schlage das vor,. damit die Eltern erst mal sehen können was sie tun können, damit nicht die Kluft noch größer wird und evtl Hass daraus wird. Dann könnte ein Gesprächspartner den Eltern dinge sagen wo sie selbst nicht drauf gekommen wären. Vielleicht bekommen sie dann auch Hilfe wie sie ihre Tochter zu einem Therapeuten bringen können damit der hilft.

Vorwürfe bringen nichts es ist wie es ist.Schlag doch den Eltern mal vor bei der Caritas an zu rufen da gibt es eine Lebenshilfe. Da bekommt man Adressen an die man sich wenden kann. Ich selbst war auch mal bei der Lebenshilfe.Oder man im Net eingeben Lebenshilfe Caritas und dann die Stadt. Mensch viel Glück für die Eltern.Man kann auch bei der Telefonseelsorge anrufen da bekommt man auch oft Adressen. Ich denke das hilft am meisten.

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HerrDeWorde 22.03.2012, 10:55
@sophia40

Ich selbst war auch mal bei der Lebenshilfe.

Verstehe ich richtig: als Helfer? Das wäre toll!

Oder als Fragesteller? Da würden mich zumindest die Erfahrungen interessieren.

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sophia40 22.03.2012, 19:53
@HerrDeWorde

Ich war als Fragesteller da. Da saß eine echte Psychologin. Es war kostenlos. Wir hatten vorher angerufen und haben dann den Termin bekommen. Die Frau hat sich angehört was jeder von uns zu sagen hat und hat dann nach unseren Wünschen gefragt. Wir hatten damals ein Problem mit der Schwiegermutter im Haus. SIe hat dann noch die Seite der Schwiegermutter ( haben wir erzählt) sich angehört und hat uns dann einen ganz ganz tollen Rat gegeben. Es hat total gut funktioniert. Ohne diese Frau wäre denke ich unsere Beziehung daran zerbrochen oder wir beide an dem Stress. Was sie uns sagte hat total gut funktioniert. Vor allem hatte ich nie das Gefühl bein einer PSychologin zu sitzen. War ganz toll.

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nicht die liebe entziehen das ist nie gut aber man kann das kind durchaus mal denn müll rausbringen lassen und beim kochen mitthelfen lassen oder einfach fixe kleine hausarbeiten verteilen als straffe

HerrDeWorde 21.03.2012, 20:03

Beim Kochen helfen ist ja Belohnung (auch wenn dann eine Menge aufzuwischen ist) und die kleinen Hausarbeiten werden dermaßen schlecht erledigt, dass man besser ohne Hilfe dran ist, weil man alles nochmal machen kann. Oder: Das Kind sagt ja und amen und es tut sich nichts.

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kokoro95 21.03.2012, 20:11
@HerrDeWorde

also mich hat es immer tierisch generft wenn ich den boden hab wischen müssen und meine geschwister mir genau gezeigt aben wie und mir dabei zugesehen haben und dann immer gesagt haben nein nicht so ...

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HerrDeWorde 21.03.2012, 20:15
@kokoro95

Glaub ich gern :-) Man erwartet aber von einem Kind auch nur kindgemäße Leistungen. Dadurch, dass es sie tut, übt es Abläufe ein. Das erste gemalte Bild ist ja auch viel schlechter als Nummer 20. - Aber es ist schön zu sehen: Das Kind WILL mitarbeiten und ein gutes Ergebnis bringen; es ist nur ungeschickt. Es nervt aber, wenn das Kind von vornherein alles nur mit dem halben Ar*** macht, nach dem Motto: Friss oder stirb!

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Wie alt ist denn Dein Kind?

was Du NickiiimauZ geantwortet hast lässt vermuten wer bei euch die Hosen an hat!!! Nicht DU!!!!!!!!!!!!!!

Die Kleine hat Dich fest im Griff.....

Du solltest Dir Hilfe holen bei einer Erziehungsberatungsstelle!

sophia40 21.03.2012, 22:57

Hm, für mich hört sich das so an als würde der Fragesteller über jemanden anderen schreiben.

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HerrDeWorde 21.03.2012, 23:32
@sophia40

Hm, ich bleibe mal in der Deckung. hab aus vergangenen Diskussionen gelernt.

Der, die, das Kleine hat mich nicht fest im Griff. Eigentlich bin ich Störfaktor und entbehrlich. Ich bin aber verpflichtet, anwesend zu sein und Kind gewisse Dinge beizubringen. Und welche Eltern ziehen nicht den Schlitten den Berg rauf?

Als Erziehungsberatungsstelle kann doch auch eine (zwei, fünf) ausgebildete Erzieherin dienen.? Selbstverständlich wurden die interviewt. Aber nicht alle sind kompetent (bitte nicht petzen!) Die einen sind barsch und verwalten Kinder. Die anderen nennen nur Symptome: Das Kind säße zu häufig auf dem Schoß der Erzieherinnen und spiele nicht gern mit anderen - weil ängstlich. Alles im grünen Bereich, das gibt sich noch, Kinder legen unterschiedliches Entwicklungstempo in unterschiedlichen Bereichen vor. Den Hintern versohlen nach Stochern in stromführenden Computernetzteilen ist okay, wenn das Kind dadurch lernt, Verbote zu beachten und Gefahrenquellen zu meiden. Mmh. Blöd, wenn Kind unbelehrbar ist und summende Netzteile weiterhin anziehend findet.

Noch eine Anekdote: Eine Zeitlang wurden alle erreichbaren Schranktüren geöffnet und der Inhalt ausgeräumt. Daraufhin wurden Gummibänder um die Türgriffe gewickelt, so dass die Türen ständig zugezogen wurden. Super. Nun konnte stundenlang an Schranktüren gezogen und diese an den Schrank geplauzt werden. 2:0 für Kind.

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Nordfriesin 22.03.2012, 20:02
@HerrDeWorde

Also erst einmal will ich kurz auf die Erziehungsmethoden eingehen......die einzige sinnvolle Erziehungsmethode die ich kenne nenne ich "Sinnvolle, liebevolle KOnsequenz!"

JEDE Konsequenz muss einen direkten Zusammenhang mit dem Verhalten haben Nicht nur auf Negative sondern auch Positive Verhaltensweisen sollten mit einer passenden Konsequenz reagiert werden......KOnsequenzen können auch positiv sein!

Abgesehen davon erinnert mich das an mehrere Kinder die ich seit 1997 (seitdem arbeite ich mit Kindern) betreut habe.....es könnte wie hier schon genannt wurde, sein das "Asperger Syndrom" sein aber auch eine andere Form von Autismus da gibt es Wege mit umzugehen und vor allem gibt es sehr viele verschiedene Verhaltensweisen beim Autismus......muss ja nicht zwangsläufig die ganz stark Ausgeprägte sein!), Wahrnehmungsstörungen oder sonstiges.......

Geh zum Kinderarzt und lass Dich nicht abwimmeln....kläre ihn über eure Probleme auf und bitte um ein Rezept für eine Neuropädiatrische Untersuchung......eine Entwicklungsdiagnostik oder ähnliches......dafür müsst ihr in eine entsprechende Klinik und da wird Dein Kind auf den Kopf gestellt ....WENN Dein Kind etwas hat dann wird es dort festgestellt......eine sehr gute KLinik ist die in Pelzerhaken........weiß ja nicht wo ihr wohnt?

Ich drücke euch ganz feste die Daumen!!!!

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