Wie kann ich die Meinungs meines Vaters gegenüber Homosexualität verändern?

9 Antworten

hihi ich wusste schon beim Lesen der Frage, dass du damit keine Antwort zu hören bekommen wirst, die du irgendwie für deine "Bekehrungsmission" verwerten könntest. 

Männer scheinen sich beim Thema Homosexualität sehr oft zu sehr in das Gefühl hineinzusteigern, wie es wäre , selbst mit dem eigenen Geschlecht Sex zu haben-was letztendlich als Hetero für sie undenkbar ist, ja als abstoßend empfunden wird. Sie beziehen die Sexualität homosexueller Männer auf ihre eigene Empfindungs- und Anschauungswelt und natürlich ist die völlig gegensätzlich. Aber darin liegt glaube ich der Fehler: Nur weil ihnen etwas nicht zusagt, muss es ja auch nicht falsch oder wider der Natur sein. Ich ess auch kein Broccoli und andere Leute lieben das Zeug. So who cares...

Zurückkommend auf deine Frage, was du tun kannst: 

Ich glaube, dass Gespräche und ein Stück weit Aufklärung durchaus helfen, soweit sich dein Vater darauf einlassen kann. 

1. Homosexuelle gab es schon zu jeder Zeit und es gibt sie immer noch in allen Bevölkerungsschichten. Ich glaube, dass dein Vater bis dato nur mit schwulen konfrontiert wurde, die vielleicht eher schrill oder eher  feminin oder irgendwie fetischmäßig drauf waren-davon gibt es viele, aber es sind bei weitem nicht alle so...es gibt schwule Lehrer, schwule Bundeswehrsoldaten, schwule Fussballer (wie hieß der Typ? Hitzlsperger? ) , schwule Pfleger und ja auch schwule Friseure....wenn alle mit Stöckelschuhen und Make Up durch die Gegend rennen würden oder so in den Medien präsent wären, wie hier behauptet wird, dann müssten wir 24h am Tag unterm Regenbogen wohnen...tun wir nicht. Die meisten Schwulen sind genau so bieder, wie die restlichen Bürger in diesem Land. Und es gibt sogar schwule Katholiken. 

2. Homosexualität ist eine normale Form der Sexualität-das ist mittlerweile wissenschaftlich erforscht. Auch dazu gibt es zahlreiche Veröffentlichungen im Internet, google mal.

3. Ich weiß nicht, ob ich damit richtig liege, aber ich vermute mal, dass die Typen, die so extrem auffallen, diejenigen sind, die wahrscheinlich sich früher am meisten zurückgesetzt gefühlt haben. (offensiv extrovertiertes Handeln um sich weniger angreifbar zu machen)

 Es ist eben noch immer nicht normal, in der Provinz als schwules Paar durch die Straßen zu gehen, während wir Frauen das mit unseren Männern ohne Probleme auf der Straße tun können. Und wenn hier die angebliche Omnipräsenz von Homosexuellen in den Medien angesprochen wird, dann ist das grundsätzlich eine verschobene Wahrnehmung-sorry. Ich sehe nicht 24 h am Tag in jeder Szene 2 Frauen oder 2 Männer sich küssen oder Händchen halten. :-))

Um eine Verhaltensänderung zu bewirken, muss man objektive Fakten sammeln. Es geht ja nicht darum, die Natur deines Vaters und seine Empfindungen zu ändern-sondern lediglich darum, etwas Verständnis und Toleranz zu entwickeln. 

Gut wäre es, wenn er andere (in seinen Augen) normalen Homosexuellen begegnen würde. Ich kenne z.B. ein schwules Paar, die schon seit über 20 Jahren zusammen sind, die beide gut verdienen und beruflich erfolgreich sind, die spießig in ihrer Eigentumswohnung leben und nicht mit Mascara und Dragqueenstyle auf der Straße rumrennen und ich bin überzeugt, dass es noch viele andere Schwule gibt, von denen man nicht mal denkt, dass sie auf Typen abfahren anstatt auf Frauen. 

Ich hatte einen Onkel (leider ist er Anfang diesen Jahres verstorben), den ich sehr liebhatte. Wir konnten uns über vieles unterhalten und ich war immer seine erklärte Lieblingsnichte. Nur über ein Thema waren wir nie einer Meinung: Homosexualität. Jahrelang habe ich mitanhören müssen, wie er über diese "Tunten" in den Medien wettert und er habe ja kein Problem mit denen, aber sie sollen ihn mit ihrem "Scheiß" in Ruhe lassen, er würde ja auch nicht auf der Straße seine Sexualität rausschreien etc.

Lange saß ich nur schweigend daneben und verkniff mir jeden Kommentar. Doch ich wurde erwachsen, wurde reifer und selbstbewusster und eines Tages ist mir mitten während einer seiner Schimpftiraden der Kragen geplatzt: "Nur damit du es weißt, ich selbst - deine Lieblingsnichte - gehöre zu den 'Abartigen', über die du grad schimpfst!"

Da war er ruhig. Minutenlang. Und dann fingen wir zum ersten Mal WIRKLICH an zu reden. Ich erzählte ihm von meiner Homosexualität. Wie schwer es für mich gewesen war, zu akzeptieren anders zu sein Welche Ängste ich ausgestanden hatte, angefeindet oder gemieden zu werden. Wie man sich fühlt, wenn man in einer Kleinstadt, in der jeder jeden kennt, plötzlich "die Lesbe" zu sein. Und wie wohltuend es für mich war, in den Medien von Leuten zu erfahren, die so sind wie ich, die gegen Diskriminierung vorgehen, die mir einfach das Gefühl gaben, nicht allein oder "unnormal" zu sein. Dass es nicht darum gehen würde, seine Privatsachen in die Öffentlichkeit zu schreien, sondern darum, Angehörigen einer Minderheit die Angst zu nehmen und ihnen Mut zu machen.

Und ich erfuhr von ihm, dass er bereits zweimal in seinem Leben von Schwulen bedrängt und begrapscht worden war. Einmal während seiner Jugend, das zweite Mal später als Erwachsener. Seine ganze Einstellung beruhte auf einem Trauma. Er hat mit zwei Homosexuellen schlechte Erfahrungen gemacht und deswegen eine ganze Bevölkerungsgruppe verurteilt. Das ist natürlich dumm, aber so funktioniert die menschliche Natur.

Er versicherte mir, er hätte kein Problem mit mir, und das glaubte ich ihm. Und es war auch völlig ausreichend. Er hat seine Meinung gegenüber Homosexualität nicht geändert, aber von da an hat er zumindest in meiner Gegenwart nie wieder ein schlechtes Wort darüber verloren.

Was ich dir sagen möchte: Manchmal kann man die Meinung eines Menschen nicht ändern, sie sitzt zu tief. Aber man muss nicht einer Meinung sein, um einander zu verstehen. Anstatt die Meinung deines Vaters ändern zu wollen, sag ihm, wie es dir dabei geht, wenn er so redet. Erzähle ihm von deinem Freund und welche Zweifel er durchmacht und dass du für ihn da sein möchtest. Und frage ihn ruhig (ohne Streit anzufangen!), was seine Erfahrungen mit Homosexuellen sind. Reden und Zuhören, nicht Streiten, das sind die Wege zum gegenseitigen Verständnis.

Das ist ein Problem, das eventuell einfach NICHT gelöst werden KANN.

Ich bin zwar auch ähnlich wie du, dafür, dass jeder seine eigene Sexualität so ausleben sollte wie er will und habe da auch nichts gegen. Allerdings bin ich schon stark genervt von "Klischee-Homos" (geht auf jeden Fall nicht an alle homosexuellen!!) die sich nur pinke Sachen anziehen und reden, als hätten sie zum Frühstück 10 Gasflaschen Helium gegessen. Denn das ist für mich einfach Aufmerksamkeitsgeilheit und hat nichts mehr mit der sexuellen Identifikation zu tun. Ich meine, ich lasse mir ja auch keinen Vollbart wachsen, trinke nur Rum und Bier und weiß ich nicht was, nur weil ich hetero bin. Genau das gleiche gilt auch für Lesben. Solche Fälle gibt es zwar nicht so oft, aber Frauen, die sich übertrieben männlich benehmen, wie oben die Männer, sind für mich schlicht und ergreifend nervig.

Jeder soll den Partner haben, den er haben will! Aber ich gehe ja auch nicht auf die Straße, zeige allen Passanten mein maskulinen Brusthaare und brülle herum, dass ich hetero bin.

Ich hoffe du verstehst meinen Punkt und fühlst dich nicht angegriffen, oder so. Es kann einfach sein, dass dein Vater mit "solchen homosexuellen" schlechte Erfahrungen gemacht hat und deshalb dagegen ist.

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