Wie kann ich die Höhe meines Krankenvers.beitrages (gesetzl. KV) im Rentenalter ausrechnen?

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2 Antworten

Hallo,

entscheidend ist, welche Krankenversicherung während des Berufslebens vorlag. Wenn man man während des Berufslebens immer in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert war, zahlt man als Rentner nur aus der Rente, aus rentenähnlichen Einnahmen (z.B. Betriebsrente, Zusatzrente, Direktversicherung) und aus Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit Beiträge. Das ist eine Art "Treuebonus" der gesetzlichen Krankenversicherung.

Wenn man größere Lücken (meistens ca. 2-3 Jahre)hat, in denen man im Ausland oder einer Privatversicherung war, zahlt man als Rentner aus allen Einnahmen (z.B. auch Miet- und Zinseinnahmen, u.U. auch aus den Einnahmen des Ehegatten)Beiträge.

Die Beitragssätze liegen bei 14,9 bzw. 15,5% zur Krankenversicherung und 1,95 bzw. 2,2% zur Pflegeversicherung. Zu den Beiträgen zur Krankenversicherung aus der gesetzlichen Rente zahlt die Rentenversicherung einen Zuschuss.

Nähere Infos sind bei einer tabellarischen Übersicht über die Versicherungszeiten (beginnend als Azubi) möglich.

Einzelheiten:

§ 5 Absatz 1 Nr. 11 SGB V

http://bundesrecht.juris.de/sgb+5/++229.html (Pluszeichen durch Unterstriche ersetzen)

§ 237, 238 und 238a SGB V

Gruß

RHW

Die Frage stellt sich wie lange Sie bereits freiwillig versichert sind. Sind es mehr als 9/10 des halben Berufslebens werden alle Einnahmen zur Beitragsermittlung herangezogen (Mieten, Zinseinnahmen ...). Sind Sie noch nicht so lange freiwillig versichert gilt die Hälfte des dann gültigen Beitragssatzes bezogen auf die gesetzliche Rente (eventuell noch die Betriebsrente, wenn vorhanden). Krankentagegeld muss natürlich nicht mehr bezahlt werden. Daher können wir in 2011 von einem Beitragssatz von 14,6 % ausgehen. Vielleicht lohnt sich aber auch die Prüfung einer Privaten. Gute Ansprechpartner finden Sie unter www.fmo21.eu

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