Wie kann ich die Angst vorm Tod endgültig nehmen?

19 Antworten

Hallo Comicer51299,

zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich es gut finde, dass Du Dir als junger Mensch so tiefgehende Gedanken machst! Doch ich kann Dich beruhigen. Es gibt keinen Grund, vor dem Tod irgendwie Angst zu haben!

Die Bibel spricht zwar nicht von einem unmittelbaren Weiterleben nach dem Tod, doch zeigt sie uns, dass wir dennoch voller Hoffnung sein können! Ich komme gleich noch näher darauf zu sprechen.

Erst einmal möchte ich Dir zeigen, was die Bibel über den Tod sagt. Dort steht: "Die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, aber die Toten wissen gar nichts, auch bekommen sie keine Belohnung mehr, weil jede Erinnerung an sie in Vergessenheit geraten ist... Alles, was du tun kannst, das tu mit deiner ganzen Kraft, denn es gibt weder Tun noch Planen noch Wissen noch Weisheit im Grab, dort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10, NW 2013).

Heißt das aber, dass mit dem Tod für immer alles vorbei ist? Nein, denn die Bibel kündigt an, dass Gott die Gräber der Toten leeren wird. Die Bibel spricht hier von der Auferstehung. Dies ist keine vage Hoffnung, denn Jesus Christus sagte gemäß Johannes 5:28,29: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen... zu einer Auferstehung des Lebens."

Ein treuer Diener Gottes namens Hiob, der lange Zeit vor Jesus lebte, kannte bereits die Hoffnung der Auferstehung. Es sagte: "Alle Tage meiner ... [Zeit im Grab] werde ich warten, bis meine Ablösung kommt. Du wirst rufen und ich, ich werde antworten." (Hiob 14:14, 15).

Die Hoffnung der Auferstehung, wie sie die Bibel lehrt, hat dem Tod den Schrecken genommen. Damit in Verbindung werden sich eines Tages auch die folgenden prophetischen Worte erfüllt haben: "Tod, wo ist dein Stachel?" (1. Korinther 15:55). Dann wird er Tod die Menschen nicht mehr gleichsam wie ein Stachel durchbohren, da es ihn einfach nicht mehr geben wird!

Wo aber wird die Auferstehung stattfinden? Viele glauben, dass die Auferweckten einmal bei Gott im Himmel leben werden. Es stimmt, die Bibel verheißt himmlisches Leben. Das gilt jedoch nur für eine bestimmte Gruppe treuer Diener Gottes.

Die meisten - und dazu zählen auch Menschen, die niemals an Gott geglaubt haben - werden zu einem Leben hier auf der Erde auferweckt. Über sie heißt es in einer alten Prophezeiung: "Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens" (Psalm 37:11).

Für diejenigen, die auferweckt werden wird es so sein, als seien sie aus einem langen Schlaf erwacht. Das Leben, das sie dann erwartet, wird alles bisher Bekannte übertreffen: Niemand wird mehr alt oder krank werden, alle werden satt und es wird auch nirgendwo auf der Erde mehr Kriege geben.

In dieser Zeit werden die Auferstandenen die Chance erhalten, Gott kennenzulernen und ihm zu dienen. Jeder, der Gott von Herzen liebt und ihm treu bleibt, wird dann für immer auf der neu gestalteten Erde am Leben bleiben!

Wenn wir also an den Tod denken, dann brauchen wir eigentlich nicht mit Schrecken erfüllt sein, im Gegenteil! Ist die Hoffnung, durch eine Auferstehung eines Tages hier auf der Erde weiterzuleben, ohne Leid und Elend, nicht etwas Großartiges?

Die Bibel beschreibt diese Zeit mit den sehr ergreifenden Worten:"Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn dieses schöne Versprechen in Erfüllung gegangen ist, dann braucht sich niemand mehr Gedanken ums Sterben oder den Tod zu machen. Dann liegt eine Zeit endlosen Lebens in Glück und Frieden vor uns! Zu schön, um wahr zu sein? Nicht, wenn man der Bibel vertraut, die schon tausendfach bewiesen hat, dass ihre Vorhersagen immer in Erfüllung gehen!

LG Philipp

Das geht vorbei. Ich hatte diese Phasen auch. Ich konnte wochenlang an nichts anderes denken, hab mich dann noch intensiver damit beschäftigt, zu viel zu dem Thema gegooglet und meine Angst dadurch noch verstärkt - Depressionen, Panikattacken und allgemein dieses Gefühl, dass man nie wieder glücklich leben kann. Ich wollte morgens schon gar nicht mehr aufstehen, weil der Schlaf die einzige Phase war, in der ich davon verschont war.

Aber irgendwann hat das nachgelassen. Und dann hat es aufgehört, einfach so. Ich denke, das ist ein normaler Prozess im Heranwachsen. Über die Sterblichkeit nachzudenken gehört zum Leben einfach dazu. Manche sind gelassener bei dem Thema und dann gibt's da Grübler wie dich und mich.

Versuche einfach, einen festen Tagesrhythmus einzuhalten und dich abzulenken. Irgendwann wird diese Sache mit dem Tod auch einfach langweilig, so banal es klingt. Und wenn du nach einigen Wochen das Gefühl hast, dass es einfach nicht weg geht, dann sprich mal mit einem Therapeuten. In jedem Fall versprech ich dir, dass auch diese ganz dunklen Phasen wieder vorbei gehen.

Alles Gute

Es ist wirklich schön Leute zu hören die exakt das gleiche erlebt und durchgemacht haben wie du. Wie du es beschreibst, so war es die letzten Tage bei mir. Das ist erleichternd wenn man weiß dass man nicht alleine damit ist. Aber ist es denn jetzt bei dir so dass du ohne Probleme darüber nachdenken und reden kannst?

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@Comicer51299

Ja, ich bin seitdem relativ gefestigt was das Thema angeht. Und ich war wirklich super ängstlich, genau wie du es beschreibst. Ich habe auch meinen Frieden damit geschlossen, dass es vielleicht kein Leben nach dem Tod gibt. Das hätte ich damals nicht für möglich gehalten. In jedem Fall kann ich dir versichern, dass ich seit dieser Phase genau so glücklich und zufrieden lebe wie davor, vielleicht sogar noch mehr. Und das wird bei dir auch sein.

Sieh es einfach als einen Lernprozess. Einen, der zwar verdammt unangenehm ist, dich aber für die Zukunft klüger und stabiler macht. Und wie gesagt - Versuche durch den Alltag zu kommen und dich nicht in die Isolation zu flüchten. So geht die Phase schneller wieder vorbei.

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@InherentAdvice

Vielen Dank.

Und ja ich habe auch versucht Frieden damit zu schließen wenn eventuell doch dass Leben nach dem Tod wirklich vorbei sein sollte, aber ich kann das irgendwie nicht, bzw noch nicht. Vielleicht kommt das noch. Ich hatte aber muss ich dazu sagen, eine lange Zeit nicht mehr an sowas so stark und intensiv dran gedacht und mich damit abgefunden und mich daraus gehalten an was ich glaube oder nicht glaube. So bin ich eigentlich immer noch. Wir wissen es nicht, werden es auch nie wissen außer wenn es so weit ist, und das ist auch eigentlich das beste so. So sollte es bleiben.

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@Comicer51299

Egal ob man nicht sicher ist, was nach dem Leben kommt oder fest glaubt, dass es kein Leben nach dem Tod gibt - man kann sehr gut damit leben, versprochen.

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@InherentAdvice

Aber hattest du auch Erfahrungen mit cynischen Leuten? Weil ich hatte mit solchen Atheisten und alles zu oft schlechte Erfahrungen....

Und wenn ja, wie hast du darauf reagiert und dich damit abgefunden?

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@Comicer51299

Wenn dir die Leute hier zu zynisch sind und nicht gut tun, dann solltest du dir einfach eine Auszeit vom Internet und den ganzen scheiß Foren nehmen. Das fuckt einen auf Dauer eh nur ab, egal um was es geht.

Ich hab auf sowas einfach nichts gegeben und das ignoriert.

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@InherentAdvice

Ja früher hab ich das auch immer ignoriert aber es kommt manchmal mal wieder hoch und man kann es nicht wirklich komplett vergessen.

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Grüß Dich Comicer51299

Der Mensch kann auf die verschiedense Art und Weise zu Tode kommen, auch gewaltsam, aber das will ich jetzt hier nicht ansprechen.

Wir haben letztlich doch nur uns und sind eigentlich Einsame und Verlorene im Strom des Lebens wenn wir uns nicht einander zuwenden. Das Risiko des Lebens ist nicht bannbar und dazu gehört auch unser eigene Tod. Die einzige berechtigte Hoffnung und der Trost liegt in unserer unbe­streitbaren und immer wieder zu beobachtenden Selbst­losig­keit. Sie ist die andere, die wunderbare und heilbringende und ebenso natürliche Seite von uns. Nir­gendwo sonst ist realistischerweise Hilfe zu erwarten. An den Menschen zu glauben ist daher eine wirklichkeitsnahe Grund­haltung, die Ver­zweiflungen der ver­schiedensten Art wirklich mildern kann und, wie ich glaube, auch eine unverzichtbare Grundlage für den Frieden in uns selbst ist. In Frieden sterben und mit sich im Reinen zu sein, das wünscht sich wohl jeder.

Der einzigen wahrhaftigen Trost im Sterben (Vergehen) den wir haben, ist die Hilfe des anderen Menschen meine ich. Diese Hoffnung auf Trost kann erfüllt werden. Es liegt an uns allein. Lassen wir unsere Hilfe als Menschen nie erlahmen, denn sie hilft bei der Akzeptanz des Vergehens. Tod ist auch Leben, denn ohne Tod kein Leben und umgekehrt. Ich weiß aber auch, dass die Wirklichkeit uns oft der Möglichkeit der Hilfe beraubt und wir müssen das hinnehmen, wenn wir es nicht ändern können. Der Tod wird auch ohne unser Zutun eintreten und dem Gesetz der Natur entsprechen, ganz gleich was wir tun, unterlassen und was wir davon halten. Dieses Gesetz muss sich zwangsläufig erfüllen. Der Tod kann damit Erlösung sein und gleichzeitig zu einer Hoffnung, die nie stirbt! Auch dann, wenn ich den Tod durch mich selbst herbeiführe.

Und dann ist es so, das der Tod hochgeachtet werden muss.

Denn nur er macht unser Leben tief und intensiv. Das Leben ist nicht wiederholbar, auch wenn manche das glauben. Nichts lässt darauf schließen, dass dies möglich sei. Wir akzeptieren voll und ganz das Geborenwordensein. Es bleibt uns ja nichts anderes übrig und wir versuchen dem Leben Sinn zu geben, denn ohne Sinn ist ein Leben nicht lebbar!. Und jeder weiß, was geboren wurde muss sterben. Es wäre also absolut vernünftig, diese Haltung der uneingeschränkten Akzeptanz auch dem Tod zu erweisen. Denn wer den Tod ablehnt, ihn fürchtet und ihn nicht will, dem müsste man logischerweise unterstellen, nicht gewollt zu haben, erst gar nicht geboren worden zu sein. So aber kann dem Leben keinen Sinn abgerungen werden.

Leben lernen heißt sterben lernen und umgekehrt!

Und das was Epikur, der weise antike Philosoph meinte :„Der Tod geht mich eigentlich nichts an. Denn wenn er ist, bin ich nicht mehr und solange ich bin, ist er nicht“, könnte ein zusätzlicher einsichtiger Grund sein, sich nicht zu sorgen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Epikur

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Das sage ich als Philosoph und Fachkrankenpfleger

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Wissenschftl. Buchstudium, Weiterbildung, Eigene Erfahrung

Comicer51299

Da war eine doppelte Verneinung.

Das muss dann anders heißen: ... nicht gewollt zu haben, geboren worden zu sein.

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Die Angst vor dem Tod ist für uns Menschen normal. Egal was du dagegen tust, es wird dir diese Angst nie endgültig nehmen. Arbeite deshalb nicht gegen diese Angst, sondern für das Leben.

Nach meiner Erfahrung ist es das Günstigste, sich mit dem Tod anzufreunden, denn nichts macht so lebendig, wie eine Freundschaft mit dem Tod. Du kannst ihn nicht ausschließen, denn er gehört dazu!

Dazu kannst du ganz gefasst in die Stille gehen und dir den Tod als Gegenüber vorstellen. Dann verbeugst du dich vor ihm uns sprichst laut aus: "Hallo Tod, ich gebe dir die Ehre".

Was du gerade durchmachst ist eigentlich eine Stufe auf dem Weg zum inneren Frieden. Wenn du den mal gefunden hast, wird es dir völlig egal sein, was dir oder anderen nach dem Ablegen deines Körpers passiert, denn das wirkliche Leben spielt sich jetzt, in dieser Sekunde ab.

Alles, was außerhalb dieses Jetzt passiert ist erdacht und damit Illusion.

Der Tod verliert seinen Schrecken, wenn man ihn als Teil des Lebens begreift. Wozu Angst haben vor etwas, das in jedem Fall auf jeden von uns zukommt?

Natürlich tut sich vielleicht ein gläubiger Mensch, der an ein Leben nach dem Tod glaubt, leichter damit, das irdische Leben als vergänglich zu akzeptieren, aber auch als Atheist, Agnostiker oder Nihilist kannst du diese Tatsache gut akzeptieren.

Wenn du auf einen Friedhof gehst, kannst du die Toten der letzten Jahrzehnte besuchen. Wenn du die Daten auf ihren Grabsteinen liest, wirst du erkennen, dass die einen jünger gestorben sind, die anderen aber ziemlich alt geworden sind. Was sie eint ist die Tatsache, dass keiner von ihnen dageblieben ist.

Vor einer solchen Unausweichlichkeit muss man wirklich keine Angst haben, ebensowenig wie vor dem nächsten Hunger, der automatisch kommt, wenn man ein paar Stunden nichts gegessen hat.

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