Wie kann ich den Nachnamen des Ehemannes annehmen (islam)?

6 Antworten

Du darfst nicht den Namen des Ehemannes annehmen. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Falls so schon verheiratet bist, dann geht das ohnehin nicht mehr.

Ich wollte auch vor der Eheschließung mit meinem Mann seinen Namen annehmen, weil mein Familienname hat gar nichts mit meinem Vater zu tun. Er hat auf Drängen meiner Mutter den Namen angenommen von ihr, den sie schon von einem Ex-Mann angenommen hatte. Sie wollte den nicht wieder ändern. So trage ich auch einen Namen, mit dem ich nichts zu tun habe. Und ich die wollte den auch weghaben. Aber eine Weile vor der Hochzeit erfuhr ich, dass man den Namen des Mannes nicht annehmen darf und warum nicht. Ich habe es auch nicht getan, weil es logisch ist.

Nun habe ich auch einen Namen, der nichts mit meinem Vater zu tun hat. Ist ja islamisch gesehen auch nicht akzeptabel. Aber ich habe mich auf dem Standesamt informiert und es gibt keine Möglichkeit, dass ich den Geburtsnamen von meinem Vater annehmen man. Der Familienname bleibt der, der bei der Heirat der Eltern als gemeinsamer Familienname vereinbart wurde. Es sei denn, man nimmt den Namen vom Ehemann an, was ja aber islamisch nicht geht.

Wenn du noch nicht verheiratet bist und auf dem Standesamt auch heiratest, dann können dir die natürlich den Namen deines Mannes geben, aber du begehst dann eine nicht kleine Sünde, da du sie ja absichtlich tust und sie vermutlich dauerhaft sein wird.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Autodidakt Islam seit 2010 und Fernstudium

Wie du richtig gesagt hast, ist es im Islam nicht erlaubt den Nachnamen des Mannes zu übernehmen.

Das dein Vater ein Schlechter Mensch ist oder war, ist hierin nicht relevant.

Der Vater des Propheten Muhammad, Frieden und Segen mit ihm, war ein Kafir und dennoch machte der Prophet, Frieden und Segen mit ihm, sich seinem Vater zugehörig.

Nicht anders war dies bei Ali ibn Abi Talib, dem Cousin des Propheten, Frieden und Segen mit ihm. Auch sein Vater, der zeitgleich der Onkel des Propheten war, starb als Kafir.

Trotzdem war Ali in dieser Sache seinem Vater zugehörig.

Das Abnehmen des Nachnamen des Mannes ist ein brauch der nicht-Muslime. Das dies uns Muslimen durch Imitation nicht gestattet ist wäre eher nur ein "kleiner Punkte".

Die Tatsache jedoch, das Allah diese Sache, betreffend der Zugehörigkeit zum Vater, im Koran und nicht (nur) über einen Hadith erwähnt, zeigt nur wie wichtig es ist.

Wir lesen also zudem noch:

Sahih Muslim Nr. 93 (im Arabischen)

Abu Zarr, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: 

Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: Es gibt Niemanden, der seine Zugehörigkeit zu einem anderen außer seinem Vater behauptet - und er handelt dabei wissentlich -, der nicht dadurch den Glauben (an Allah) abgelegt hat.

Es ist also keine "kleine" Sache.

Sure 2 Vers 229

"... Dies sind Allahs Grenzen, so übertretet sie nicht! Wer aber Allahs Grenzen übertritt, diejenigen sind die Ungerechten."

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Islam Studium b.a. Mekka - Medina

Danke für deine Antwort war sehr hilfreich, was mich aber wundert wie viele davon nicht bescheid wissen, viele Geschwister sagten sogar es sei eine Pflicht es anzunehmen und schworen sogar das das so sei und ich kenne auch muslima die wirklich sehr gläubig sind aber trotzdem den gleichen Nachnamen wie ihr mann haben, weisst du wieso diese so vernachlässigt wird obwohl es nicht gerade eine kleine Sünde ist, liegt es an der tradition der Länder oder Familien? Was aber bei mir noch ein großer grund ist dem zu entgehen ist da ich zukünftig in einem anderen land leben will wo man kein Ausländer sein darf und man mit meinem Nachnamen sofort wüsste das ich eine wäre und das zu Schwierigkeiten führen könnte doch ich werde eine andere Lösung finden müssen

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@Keineahnung181
weisst du wieso diese so vernachlässigt wird obwohl es nicht gerade eine kleine Sünde ist, liegt es an der tradition der Länder oder Familien?

Es kann die Tradition der Familie oder auch der Länder sein. Leider haben sich viele "Bräuche" abgeguckt und auch selbst entwickelt. Diese nennen wir im Islam "Bidah". Eine Bidah ist eine Erneuerung die im Islam (was den Islam betrifft) keine Grundlage hat und daher verboten ist.

Du kannst aber was Gutes tun und diesen Geschwistern den Hinweis darauf geben dass diese Sache nicht erlaubt ist. Barak allahu feeki.

Was aber bei mir noch ein großer grund ist dem zu entgehen ist da ich zukünftig in einem anderen land leben will wo man kein Ausländer sein darf und man mit meinem Nachnamen sofort wüsste das ich eine wäre und das zu Schwierigkeiten führen könnte doch ich werde eine andere Lösung finden müssen

Möge Allah deine Situation vereinfachen und dir den besten Weg geben, der am besten für dich ist. Auf eine kleine Sache möchte ich dich aufmerksam machen.

Falls etwas nicht klappt, dann hat Allah azza wa jal einen Grund dafür, also sei nicht traurig darüber.

Sure 2 Vers 256

,,...Doch es mag sein, daß euch etwas widerwärtig ist, was gut für euch ist, und es mag sein, daß euch etwas lieb ist, was übel für euch ist. Und Allah weiß es, doch ihr wisset es nicht."

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Gehe am besten zu einem Hodscha, der kann dir mit Sicherheit am besten weiterhelfen

Asalamalaikoum. Du weißt nicht, ob Deine Familie noch rechtgeleitet wird. Es ist vorgeschrieben und nicht Deine Entscheidung. Am Ende kannst Du machen, was Du willst. Es ist eben schlecht für Dich. Allah ou alem.

Ja es ist Erlaubt Frag aber auch einen Hoca

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