Wie kann ich den allgemeinen Themenbereich Musik für Kinder ab 6 einfach erklären?

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2 Antworten

Nur erklären geht für mich gar nicht, Musik muss man nach meiner Erfahrung unbedingt mit Hören verbinden.... mit Singen, selber spielen lassen und mit positiven AHA-Erlebnissen. Für alle "Erklärungen" >> Weniger ist mehr.

Theorie: Am einfachsten am Beispiel > Klavier + Grundlagen: Es gibt immer 12 Halbtonstufen (weisse +schwarze Tasten), die sich in der gleichen Abfolge regelmässig als Notennamen, aber in immer höheren Lagen, wiederholen.

Ich hoffe, du kannst in der Schule die Kinder eine Tastatur benützen lassen. Dann kannst sie selbst ausprobieren, mitsingen und hören lassen, worum es geht. An einem Klavier können 5 -6 Kinder gemeinsam anfangen. (Ev. mehrere Gruppen machen)

Also ...was ist eine Oktave? Jedes Kind gibt einen Finger auf ein C und schlägt den Ton mehrmals an ... hinhören lassen .... alle Töne passen zusammen.... dann geht jedes Kind mit dem Finger auf das nächst höhere C .... wieder anschlagen lassen .... usw. ....wer oben keine C-Taste mehr findet, muss hinter den anderen vorbeigehen und links unten beim C wieder anfangen

... was ist eine Tonleiter: die Kinder fangen wieder beim c an. nun müssen sie sich 7 Buchstaben merken, ev. an die Tafel oder auf Papier schreiben c d e f g a h c ( in verschiedenen Farben, abmalen, oder def-gah dazu singen ...) und am Klavier gemeinsam die gleichen Tasten anschlagen und mitsprechen (3x) ccc ddd eee fff ... nach jeder Serie eine Oktave höher gehen ... bis alle die ganzen Oktaven gemacht haben. Nun das gleich mit ggg aaa hhh ccc .... beim dritten Durchgang 3x die ganze Tonleiter und dann jeweils wieder eine Oktave höher ...usw.

Man kann je nach Alter, Begabung und Lust der (älteren) Kinder mit Notenlinien und Noten zeichnen weitermachen ... oder als Schluss der ersten Stunde gemeinsam singen und/oder am Klavier was vorspielen.

Nächstes Modul DUR... gemeinsam alle Grundlagen ganz gleich wie in der 1. Stunde wiederholen lassen ... dann "erklären" ....und genau hinhören lasen >> so klingt "Dur".... leicht, fröhlich, heiter.... mit dieser Grundlage sollen die Kinder eine Notenzeile mit 5 Linien zeichnen und die 8 Noten von c' bis c'' von der Tafel abzeichnen und die Buchstaben unter die Noten schreiben. ... zum Schluss ein Lied in C-Dur .....singen und spielen.

Nächstes Modul Moll .... gleiche Vorgangsweise .... Schaut wo das a liegt und spielt nun die weissen Tasten hoch bis zum nächsten a h c d e f g a ... immer mitsprechen lassen ... 3x wiederholen und ... eine Oktave höher ....

... so klingt "moll".... dramatisch, dunkel, geheimnisvoll... gut hinhören um den Unterschied zu erkennen.

... Modul ... zu den Tonleitern mit schwarzen Tasten: (am Anfang immer das schon gelernte in einem kurzen Durchgang gesamt wiederholen und Fragen beantworten!) Nun nehmt ihr das g und spielst wieder nur die weissen Tasten g a h c d e f g ... mitsprechen oder singen lassen ... usw.

Das hört sich jetzt ... wie an? ... irgendwie nicht richtig? Genau. Damit diese Tastenfolge wie G-Dur klingt musst man anstatt f (weisse Taste) ein Fis, also die schwarze Taste rechts davon spielen.

Wenn jemand ein Lied in dieser G-Dur-Tonart schreibt, braucht es das fis, damit es gut klingt. Damit die Spieler wissen, wann sie eine andere Taste spielen müssen, gibt es in den Noten die Vorzeichen. Für G-Dur ein #. ... jetzt kann man wieder Noten zeichnen lassen und ein # vor das g in verschiedenen Farben ....

.....dann ein Beispiel für erniedrigte Noten in einer Tonleiter. Nehmt das f und spielt alle weissen Tasten bis zum nächsten f und hör hin. Das klingt auch nicht wie Dur .. wenn man vom h nach links auf die schwarze Taste (= ein Halbton tiefer) geht, dann hört sich dass wieder ganz gut an und ist F-Dur. Diese Absenkung wird mit einem Vorzeichen "b" vor der Note h gekennzeichnet.

Diese Töne werden in der Notenschrift dargestellt. Es hat jedoch nur Platz für die 7 Stammtöne auf den Notenlinien. Die weiteren 5 Töne werden deshalb mit Vorzeichen vor dem passenden Stammton dargestellt. Auf dem Klavier sind das die schwarzen Tasten und je nach Vorzeichen (# oder b) hat der gleiche Ton nun sogar unterschiedliche Namen.... # mit einer Leiter vergleichbar zum höher steigen, ... b mit "bumm"+ hinuntergefallen assoziieren lassen.

Mit diesen gehörten Grundlagen lässt sich das Notensystem wahrscheinlich besser und lustvoller verstehen, als nach Tabellen. Also Noten immer auch spielen und hören lassen, dann klappt es.

Viel Spass mary

Du kannst ja mal zuerst die Kinder fragen, was alles Musik macht, womit man Töne allgemein erzeugen kann. Das ist ein riesiges Gebiet. Töne kann man mit sehr, sehr vielen Dingen erzeugen, also die Stimme, dann Hände klatschen, dann natürlich mit irgendwelchen Dingen zusammenschlagen.

Je nachdem, was für Instrumente vorhanden sind, kannst Du auch damit gemeinsam mit den Kindern Töne oder Musik erzeugen.

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