Wie kann ich dauerhaft Gras von meinen Beeten verbannen, habe schon mit Rindenmulch versucht, Gras kommt aber immer wieder durch?

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9 Antworten

falls du Queken hast, die tatsächlich wie Gras aussehen, hilft nur ein Meter-tiefer Bodenaustausch

ansonsten hilft nur : jäten , jäten, jäten, ca. 1mal Monatlich von März bis November; auch Mulchfolie bringt nur vorübergehend etwas Hilfe, so für ca-. 6-12 Monate

Solange kleinste Fitzelchen von Wurzeln in der Erde verbleiben, wächst auch immer wieder etwas nach. Also hilft nur tiefgründiges Umgraben und Ablesen und dann Unkrautfolie und darauf Rindenmulch.

Da Unkrautsamen aber auch von Vögeln oder Wind verbreitet werden, wird hier und da trotzdem immer etwas Unkraut wachsen. Aber das ist dann schnell ausgezupft und nur noch ganz wenig Arbeit.

Wir Menschen begreifen einfach nicht, daß alles mit allem verbunden und vernetzt ist. Die Natur mag keine "nackte" Erde.

Jeder Teelöffel gesunder Gartenboden enthält über 10 Mrd. Mikrooranismen. Diese erfüllen in jeder Bodenschicht bestimmte Aufgaben bei der Aufbereitung der ganzen organischen Stoffe, die so auf den Boden fallen, egal ob Blätter, Samen oder Exkremente von Lebenewesen.

Viele dieser Mikroorganismen bleiben aber nur in einem relativ eng begrenzten Temperaturbereich lebensfähig.

Wenn wir Menschen nun unsere Beete anlegen, dann reißen wir alles aus dem Boden, von dem wir meinen, daß es dort stört und graben auch noch um, was die gesamte Bodenschicht durcheinanderbringt. Wir lassen den Boden "schutzlos" zurück.

Da aber sämtliche Lebensprozesse in der Natur durch feine und feinste Temperaturunterschiede gesteuert werden, ist das gesamte Bodenleben in heller Panik, denn die Sonne brennt nun unbarmherzig auf die nackte Erde und tötet viele Mikroorganismen. Diese versuchen sich in tiefere Bodenschichten zurückzuziehen. Der Boden trocknet aus und kann immer weniger Wasser aufnehmen und halten. Durch unser radikales Eingreifen beginnt nun ein Kreislauf der Bodenverschlechterung.

Wie schon gesagt, ist in der Natur alles mit allem verbunden und diese
"ungesunde Unordnung" versucht nun die Natur wieder zu heilen, indem die gemäß der Jahreszeit und den vorliegenden Bedingungen die im Boden ruhenden Samen, kleine Würzelchen aktiviert zu keimen und auszuschlagen um schnellstmöglich die kahle und ungeschützte Erdkrume wieder mit einer schützenden Pflanzenschicht zu bedecken.

Also anstatt gegen die Natur anzukämpfen, sollten wir uns dieser bei unserer Gartenarbeit bedienen.

Wenn Du also nicht willst, daß die unerwünschten Wildkräuter auf Deinem Beet sprießen, heißt die erste Maßnahme: Lasse den Boden nicht "nackt" liegen.

So säe ich z.B. Vogelmiere als Bodendecker zwischen meinem Gemüse aus. Vogelmiere mag nicht nur der Wellensittich / Kanarienvogel viel lieber als den vitalstoffarmen mit Chemie verpesteten Salat aus dem Supermarktregal, sondern dieser mundet auch dem Menschen sehr gut. Vogelmiere liefert einen ganzen Cocktail an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und ätherischen Ölen und sollte in keinem Sommersalat fehlen.

Die Vogelmiere bleibt flach, schützt den Boden vor Austrocknung und hindert andere Wildkräutersamen am sprießen. Zudem sieht die Vogelmiere mit ihrem satten, frischen Grün und den kleinen weißen Sternchenblüten bezaubernd aus.

Mein Rasenschnitt bleibt entweder auf der Rasenfläche liegen oder wird als Mulchschicht auf den Beeten verteilt. Da kann man zusehen, wie die Regenwürmer die Hälmchen in den Boden ziehen und diese zu dem so begehrten Humus verstoffwechseln.

Also beschäftige Dich mal mit naturnahem Gärtnern. Du wirst sehen, daß die Natur Dir viel Arbeit abnimmt, wenn Du sie nur intelligent einsetzt. Es braucht weder Plastik noch Chemie im Garten, denn das Giftzeug landet in letzter Konsequenz immer wieder auf unserem Teller.

nixawissa 14.11.2017, 12:02

Sehr guter Beitrag! Ein Garten macht einfach Arbeit und es gibt nur hohe und niedrige Pflanzen und davon nehmen wir die Nutzpflanzen.

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nowka20 05.12.2017, 00:07

ausgezeichneter kommentar tachy!

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Gras und andere Pflanzen werden durch den Wind immer wieder neu ausgesät, es gibt nichts was das verhindert.

Ich jäte eben mehrmals pro Jahr alles durch, je nach Witterung ist es mehr oder weniger Arbeit, so ist Natur eben. Wer keinen Garten hat, macht sich darüber sicher keine Gedanken. 

Ich sehe es als Gärtnersport an, das hält jung und das ist der Preis für die Schönheit eines Gartens. 

Im Weinberg mulchen oder mähen wir in der Rebzeilen je nach Höhe von Gras und Kräutern immer wieder durch, das ist eben so und nur evtl. durch teure Chemie zu verhindern, was ja auch irrational und fraglich ist.  

Das musst Du mit der Wurzel rausreißen. Klappt aber nicht ganz.

Wir haben auch so ekliges Gras.

Nimm Erdbeeren als Bodendecker, dann hast du wenigstens was zu futtern und nicht so viel Arbeit mit dem Unkrautjäten. Dazwischen Knoblauch pflanzen. Dann machen sich die Erdbeeren besser.

RoundUp - und ruhe ist

Ja ja, jetzt kommt gleich der Shitstorm.... egal...ist das einzige was neben Schwarzfolieverbuddeln hilft

sepp333 13.11.2017, 20:02

Ich fange mal an zu Shitten :P das Zeug ist Krebserregend 

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