Wie kann ich beweisen,daß ich die Anmeldung nicht richtig funktioniert hat?

...komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Man müsste erst einmal den Vertrag lesen, der zustande gekommen sein soll. Ist es nur ein Mietvertrag über Webspace, kann man ihn mit der vereinbarten Frist kündigen. Sind weitere Services vereinbart, z.B. Domainregistrierung (könnte Werkvertrag sein) oder Contentpflege (könnte Dienstvertrag sein), sieht die Sache anders aus. Ein erfüllter Werkvertrag kann nicht mehr gekündigt werden, ein Dienstvertrag dagegen schon, aber nach anderen gesetzlichen Regelungen.

Wenn er hier wirklich nur um das Anmieten von Webspace geht und wenn die Anmeldung nicht abgeschlossen werden konnte und das Unternehmen auch auf Einschreibebriefe, in denen das Problem beschrieben wird, nicht reagiert hat, dann ist die Miete um 100% gemindert (genau so als wenn man die angemietete Wohnung nicht nutzen kann).

Zunächst müsste man prüfen, ob der Vertrag überhaupt zustande gekommen ist oder ob er vielleicht erst mit den Anklicken des Bestätigungslinks zustande kommt (zu irgendetwas muss der doch gut sein). Dann müsste man prüfen, ob die "Kündigung" innerhalb der 14-Tage-Widerrufsfrist abgesendet wurde oder ob die Widerrufsfrist vielleicht länger als 14 Tage ist, weil das Unternehmen nicht auf das Widerrufsrecht hingewiesen hat (gilt alles nur für Verbraucher, nicht für Unternehmer). Eine verspätete "Kündigung" kann nicht in einen Widerruf umgedeutet werden, gilt aber als Kündigung mit der vereinbarten Frist. Bis zum Ablauf der Frist muss die Webspace-Miete gezahlt werden, aber nur, wenn das Unternehmen den Webspace auch zur Verfügung stellt.

Als Beweis reichen Kopien der Schreiben aus, die per Einschreiben geschickt wurden, zusammen mit den Einschreibebelegen oder Rücksendekarten. Dass der Anmeldelink nicht funktioniert, kann man mit dem "Error"-Ausdruck belegen, auf dem die angeklickte WWW-Adresse abgedruckt ist. Von der ersten Kündigung per E-Mail gibt es zwar einen Ausdruck, der Ausdruck belegt aber nicht unbedingt den Zugang der Kündigung.

Der Forderung sollte schriftlich, deutlich und endgültig widersprochen werden. Das hat den Vorteil, dass das Unternehmen dann keine Mahnkosten (Inkasso oder Rechtsanwalt) mehr geltend machen kann. Wenn das Unternehmen es dennoch ernst meint, geht die Sache dann vor das Amtsgericht.

Nachtrag: Die Kündigung ist vermutlich für eine gewisse Zeit ausgeschlossen (das meinte ich oben mit Kündigungsfrist auch). Deshalb sollte, weil ja der Anbieter den Webspace auch auf mehrmalige Aufforderung nicht zur Verfügung stellt, eine "außerordentliche, fristlose Kündigung, hilfsweise ordentliche Kündigung" (so schreiben!) per Einschreiben an den Anbieter gesendet werden. Ein wichtiger Grund für die fristlose Kündigung ist die Nichtgewährung des vertragsgemäßen Gebrauchs.

0

die kündigung habe ich NICHT per einschreiben sondern per email geschickt (adresse steht nicht im kontakt).habe aber keine antwort erhalten und mir auch keine gedanken mehr gemacht.erst als nach 4 wochen die rechnung (per post) über 144,- kam,hab ich per einschreiben widerspruch gegen die forderung eingelegt und die sache nochmal erklärt.(bei meinem internetanbieter ist es nicht mehr möglich,den versand der email zu bestätigen,weil die daten gelöscht sind.)der anbieter vom webspace ist auch auf diesen brief nicht eingegangen,sondern hat gleich die mahnung geschickt.hab wieder widersprochen,per einschreiben.wieder wurde darauf nicht eingegangen,sondern eine zweite mahnung kam.den ausdruck der kündigung hatte ich verlegt,hab ihn aber gefunden und gleich nach der 2.mahnung verschickt.per email hab ich nach meinem 3ten brief eine nachricht erhalten,daß eine kündigung nach 14 tagen nicht möglich sei.mittlerweile waren ja auch 8 wochen vergangen.was mich stutzig macht:gleich bei der ersten mahnung haben sie mit inkasso gedroht,aber auf meine briefe und auf meinen hinweis,daß sich der bestätigungslink nicht öffnen ließ,geht niemand ein.habe am sonntag eine email mit dem ausdruck im anhang als pdf datei verschickt u montag gleich die kopie per einschreiben hinterher.bisher auch per mail keine antwort! aber mal anders gefragt: wenn der link in der bestätigungsmail nicht funktioniert hat (es tat sich rein gar nichts,der pc hat gar nicht gearbeitet,um die seite zu öffnen,hatte nur ewig lang ein weisses fenster) und die bestätigung demnach nicht stattfand,ist es dann überhaupt rechtens,die forderung an mich zu stellen?

Wenn du per Einschreiben fristgerecht wieder gekündigt hast, bist du sozusagen aus dem "Schneider". Auf Inkassoandrohungen musst du nicht weiter eingehen und am besten auch gar nicht erst hierauf reagieren. Dein Gläubiger wäre - wenn überhaupt noch - der Webspaceanbieter und nicht das Inkassobüro. Auch dein erwähnter Ausdruck gilt als evtl. Beweis - aufheben. Würde ggf. Mahnbescheid abwarten und diesen zunächst ohne weiteren Kommentar oder Beweis zu erbringen, die angemahnte Summe verneinend, zurückschicken. Sollte es zur Verhandlung kommen bist du auf der sicheren Seite, vorausgesetzt natürlich, dass du tatsächlich fristgerecht per Einschreiben gekündigt hast. Das ist hier nämlich dein wichtigster Nachweis.

Nachtrag: am besten auch noch sämtlichen bisherigen eMail-Kontakt abspeichern. Im übrigen gilt ggf. auch eine tatsächlich getätigte eMail-Kündigung als Beweis, besser ist aber eben immer eine schriftliche Kündigung per Einschreiben.

0

Ich frag mich, ob du sofort wieder kündigen kannst. Normale Laufzeiten solcher Verträge sind ein Jahr. Du kannst jedoch einen funktionierenden Webspace verlangen. Wenn ich mich richtig an meine Rechtsvorlesungen erinner (schon paar Jahre her), muss man dem Verkäufer erst die Chance zur "Richtigmachung" geben und kann erst danach kündigen. Bin aber nicht ganz sicher, mach dich da mal schlau.
Wenn ich mir die Preise ansehe - bist du sicher, dass du nur etwas Webspace gemietet hast und nicht nen ganzen Server? - und das Verhalten der Firma, werde ich das Gefühl nicht los, dass das Betrüger sein könnten. Vergleich mal die Preise mit 1und1 oder ähnlichen Anbietern, und wenn die deutlich überteuert sind, würd ich die Firma mal googeln (ob andre auch Probleme hatten) und ggf. nen Anwalt einschalten.

ich hätte das ganze 14 tage kostenlos testen können.erst dann wäre der vertrag zustande gekommen.

0

Hallo, bei mir ist es genau das selbe. Habe mich auch anfang des jahres angemeldet. Allerdings habe ich NIE den bestätigungslink, der per e-mail kam, angeklickt und trotzdem habe ich zahlungsaufforderungen und mahnungen erhalten und jetzt das schreiben von mediafinanz. Dadurch, das ich ja im prinzip die anmeldung durch bestätigen des links nie zu ende gebracht habe, habe ich auch keine kündigung geschrieben. also, aus meiner sicht ist es definitiv betrug. denn wenn ich die anmeldung nicht einmal bestätigen brauch dann kann ich mir vorstellen das es schon so manchen gab der seinem netten "nachbar" eins ausgewischt hat.

Wie kann ich denn beweisen, falls es doch zum gerichtsbescheid kommen sollte, das ich die anmeldung niemals beendet habe?

Das der Ausdruck als Beweis gilt, kann ich mir nicht vorstellen. Den zu erstellen, würde schließlich kein großes Können voraussetzen. Jedoch denke ich ebenfalls, dass du dich erst einmal über diese Firma informieren solltest. Wenn du um die Zahlung allerdings nicht herum kommst, mußt du das wohl unter "was dazugelernt" abheften. Da man bestimmt nicht so naiv handeln sollte, wenn es um Verträge und seine eigene Geldbörse geht.

Du kannst dich bei webhostlist.de oder hostsuche.de über diverse Hoster informieren.

Deine Vorgehensweise mit der Email war allerdings sehr blauäugig und sollte Geschäftsleuten - private Zwecke schließe ich aufgrund der Kosten aus - nicht passieren. Wieso schickst du dir nicht per CC oder BCC selbst eine Kontrollmail zu (z.B. Freemailerkonto, auf das du nur per Browser zugreifst) und verlangst eine Lesebestätigung?? Kommt die Lesebestätigung nicht innerhalb weniger Stunden (sorry aber läger brauchen nur sog. Wohnzimmerhoster, welche meist nach einem Jahr im Nirwana verschwunden sind) geht ein Einschreiben (die Version zum pers. Abholen beim Postamt) raus.

@beene >> Ich frag mich, ob du sofort wieder kündigen kannst. Es gibt auch ein Rücktrittsrecht innerhalb gewisser Fristen. Allerdings ist das Wörtchen "Rücktritt" anstatt "Kündigung" der Form halber auch zu verwenden.

die 144 euro wären für ein jahr (also 12 euro im monat). es wäre für private zwecke gewesen.

0

hallo,babsi! ich habe mittlerweile über mehrere monate nichts mehr von denen gehört.wie cecil schon schrieb:nicht zahlen!!egal,was kommt!ich habe auf jede mahnung reagiert und habe denen geschrieben,das die anmeldung nicht abgeschlossen werden konnte und dass sie bisher auf keines meiner schreiben reagiert hätten.wichtig:immer alles per einschreiben verschicken,damit du was in der hand hast!zuletzt (im februar) kam ein schreiben von der inkassofirma (die aber wohl auch eine unterfirma von denen ist).ich hab da dann alle unterlagen als kopie mit hingeschickt und denen geschrieben,dass ich nicht zahlen werde und ich notfalls einen anwalt einschalte und dass ich mich bereits an die verbraucherzentrale gewandt hätte.ausserdem ist es so,dass easyhomespace zwei unterschiedliche startseiten hat.einmal eine,wo die kosten auf anhieb zu sehen sind (wenn man die adresse direkt eingibt) und eine,wo die kosten versteckt sind(wenn man die seite über google findet).ich hab beide startseiten ausgedruckt und mitgeschickt und dazu geschrieben,dass das ganz offensichtlich betrug ist.das ganze hab ich dann noch an easyhomespace geschickt.seither ist ruhe. wenn du hilfe brauchst,dann schick mir einfach eine nachricht.kann dir dann genau sagen,was ich geschrieben habe.

wie ich bereits schon in anderen Foren bekannt gab, auch hier die gleiche Empfehlung:

NICHT ZAHLEN!! NICHT NACH MAHNBESCHEIDEN AUCH NICHT NACH INKASSOBESCHEIDEN WIE Z.B. media ´finanz UND AUCH NICHT NACH "ANKÜNDIGUNG des gerichtlichen MAHNBESCHEIDES"!!

ES IST UND BLEIBT BETRUG UND BILLIGE ABZOCKE!

WER ZAHLT IST SELBER SCHULD!

Bitte nicht schreien! Alles in Großbuchstaben schreiben = schreien (sollte dir eigentlich bekannt sein, wenn du auch in anderen Foren schreibst).

0

Hallo an Alle und an marc76,

@2 marc76 Wie kann ich beweisen,daß ich die Anmeldung nicht richtig funktioniert hat? gefragt von marc76 am 07.11.2007 um 0:55 Uhr

Ich habe das gleiche Problem mit möglicherweise den gleichen Anbieter(webspace anbieter): Meinst du vielleicht EasyHomespace??

Hier ein Link über Vertragsverfallen:

http://www.verbraucherrechtliches.de/2006/12/20/faq-internet-vertragsfallen/

Da findest du auch Kommentare die dir weiterhelfen könnten.

Viel Spass beim Lesen:-)

hallo,cecil! das problem scheint sich ja erledigt zu haben.man muss nur starke nerven haben. ;) und ja,es war easyhomespace. ich hab auch mal gelesen,dass es wohl nur eine briefkastenfirma ist.anrufen kann man jedenfalls auch nicht,weil das telefon nie besetzt ist.

0

Hallo! Habe gerade gegoogelt und dein Problem gesehen, das nun schon ein Weilchen aus ist, wie ist es bei dir ausgegangen? Ich habe nämlich diese Woche die 144,00€-Rechnung erhalten :-(

ich habe mich nun mal etwas schlauer gemacht und habe "betrug easyhomespace" gegooglet.ich bin nicht das einzige opfer.auch bei den anderen antwortet niemand auf emails oder einschreibebriefe.es werden nur weiter mahnungen mit inkassodrohung verschickt,ohne auf die briefe der betroffenen einzugehen. danke auf jeden fall für eure antworten!!

Lass die Gegenseite beweisen. Du hast korrekt gehandelt.

Was möchtest Du wissen?